Dobermann

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Größe:
63-72 cm
Gewicht:
32-45 kg
Herkunft:
Deutschland
Lebensdauer:
10-13 Jahre
Farbe:
schwarz, braun
Geeignet als:
Charakter:
FCI Gruppen:
Auslauf
Haaren
Fellpflege
Für Anfänger geeignet
Anfälligkeit für Krankheiten
Intelligenz
Familienfreundlich
    wenig:

    viel:

Dobermann

Der Dobermann ist vor allem für seine ausgezeichnete Fähigkeit als Wachhund bekannt. Er ist ein sehr mutiger und treuer Hund. Er ist keinenfalls ein Anfänger Hund und sollte von Anfang an konsequent erzogen werden. Mit seiner größe von ca. 70cm und einem Gewicht von etwa 45kg wirkt der Dobermann oft sehr angsteinflößend. Seine Lebenserwartung liegt bei 10-13 Jahren.

 

Aussehen

Der Dobermann hat kurzes, hartes und dichtes Fell in schwarz, blau oder dunkelbraun mit rostfarbenem Brand. Das Fell it glatt und gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt. Er ist ein langbeiniger, schlanker Hund mit elegantem Auftreten. Die Grundstimmung des Dobermanns ist freundlich friedlich, in der Familie sehr anhänglich und kinderliebend.

Leider sieht man immer noch viele kupierte Exemplare, die alleine dadurch gefährlich wirken. Mittlerweile ist das Kupieren glücklicherweise in Deutschland verboten und seit 2015 auch nicht mehr im FCI-Standard enthalten. Mit Schlappohren und langem Schwanz wirkt der Dobermann nämlich gleich viel symphatischer.

Geschichte

Die Geschichte des Dobermanns beginnt in einer kleinen Stadt in Thüringen Namens Apolda. Ein Mann namens Friedrich Louis Dobermann benötigte einen Hund zum Schutz an der Arbeit, welchen Beruf er ausübte ist jedoch nicht bekannt. Es wird jedoch gesagt, dass Friedrich einen unbeliebten Job wie Steuereintreiber oder Nachtwächter nachging. Fest steht nur, dass er nebenbei als städtischer Hundefänger war und besonders wachsame Vierbeiner selbst für die Zucht mit seiner Hündin Schnuppe behielt. Als  Vorfahren der Rasse Dobermann gelten Rotweiler, Deutsche Schäferhunde, Deutsche Doggen und Windhunde. Nache dem Tod von Friedrich Louis Dobermann übernahm ein Freund die Hundzucht und zuüchtete den Dobermann zu einem Hof- und Gebrauchshund.

1899 wurde der Dobermann-Pinscher-Klub Apolda von vielen Züchtern gegründet. Die Rasse ist seit dem 20. Jahrhundert als offizieller Polizeihund anerkannt. Der Dobermann wurde in beiden Weltkriegen von dem Millitär als Melde-, Mienen und Sanitätshund eingesetzt. Dobermänner waren im zweiten Weltkrieg bevorzugt in Konzentrationslagern zu finden. Neben seiner eigentlicher Aufgabe als Diensthund, findet der Dobermann heutzutage oft seinen Platz in Familien.

Dobermann-Welpe / © 123RF/ Pavel Shlykov
Dobermann-Welpe / © 123RF/ Pavel Shlykov

Charakter

Der Dobermann hat leider immer noch das Image eines gefährlichen Hundes, das durch dubiose Halter und Züchter geschaffen wurde.

Dabei ist er eigentlich ein kleines Sensibelchen. Viele Vertreter dieser Rasse sind richtiggehend verschmust. Er benötigt eine konsequente, aber liebevolle Erziehung, unter Härte leider er.

Der Dobermann ist üblicherweise folgsam, mutig und temperamentvoll. Da er eine leichte natürliche Schärfe hat, gehört er in erfahrene Hände. Seine Energie sollte er am Besten sportlich austoben können. Für´s Laufen am Fahrrad oder für den Hundesport ist er sehr geeignet. Von Anfang an sollte auf eine gute Sozialisierung Wert gelegt werden.

Der Dobermann bringt viel an Sinn für richtig und falsch mit und ist im Zweifelsfall immer bereit einzugreifen.

Der Dobermann gilt als klassischer Ein-Mann-Hund. Er sucht sich gerne eine Bezugsperson aus, der er dann treu ergeben ist. Nichtsdestotrotz eignet er sich gut als Familienhund. Idealerweise sollten die Kinder bereits etwas größer sein, um seinem Temperament stand halten zu können.

ACHTUNG: Der Dobermann gehört in einigen Bundesländern zu den sogenannten Listenhunden. Das bedeutet, Sie müssen verschiedene Auflagen erfüllen, um einen Hund dieser Rasse halten zu dürfen. Dazu gehört beispielsweise ein Wesenstest, damit der Hund ohne Leine und Maulkorb unterwegs sein darf. Bitte informieren Sie sich also vorher sehr genau und eingehend über die Haltung eines Dobermanns und welche Einschränkungen und leider oft auch Anfeindungen das Leben mit einem Listenhund mit sich bringt.

Haltung

Wenn Du Dir einen Dobermann Welpen anschaffen möchtest, solltest du dir im klaren sein, auf welche Verantwortung und Arbeit du dich einlässt. Du solltest die Erziehung Deines Dobermanns nicht unterschätzen. Auch sollte dir bewusst sein, dass der Hund für 10- 13 Jahre Teil deines Lebens wird, das ist eine lange Zeit. Du solltest Deinem Dobermann viel Aufmerksamkeit schenken und ihn so oft wie möglich mit raus nehmen.

Wenn Du Dir dann ganz sicher bist das der Dobermann der richtige Hund für dich ist, solltest Du Dich auf die Suche nach einem seriösen Züchter machen. Am besten eignet sich ein Züchter, der ein Mitglied in einem eingetragenen Verein ist und auch viel Erfahrung mit der Dobermannzucht hat. Die Kosten für einen reinrassigen und gesunden Dobermannwelpen sollten bei ca. 1250€ liegen. Es gibt auch viele Dobermänner in Tierheimen, die ein neues, liebevolles zu Hause suchen.

Entwicklung und Erziehung

Ein Dobermann ist von klein auf sehr lernwillig und braucht immer neue Herrrausforderungen. Der kleine Dobermann Welpe hat viel Spaß und Freude am Training und lernt auch sehr schnell neue Kommandos. Du solltest Deinen Dobermann mit einer konsequenten aber liebevollen Erziehung erziehen. Besonders im Alter von 7 und 8 Monaten testen die Dobermannwelpen gerne die Grenzen aus und braucht eine starke Erziehung. Damit Dein Welpe gut sozialisiert ist, sollte er viel Kontakt mit ander Hunden haben. Auch eine Hundeschule kann zur Erziehung deines Welpens beitragen. Wenn Du im Wald spazieren gehst, solltest Du von Anfang an darauf achten den natürlichen Jagdtrieb deines Dobermanns in Maßen zu halten. Ein ausgewachsener Dobermann sollte sehr gut erzogen sein, denn Fehler aus der Welpenerziehung zu korrigieren kann sehr schwierig werden.

Aktivitäten mit Deinem Dobermann

Der Dobermann zäht zu den intelligentesten Hunden der Welt und braucht daher viel Beschäftigung am Tag. Durch seine Stärke und seinen Mut ist er sehr gut für den Polizei- und Militärsdienst geeignet. Der Dobermann dient auch mit Freude als Therapie-, Rettungs-, und Blindenhund. Du solltest jedoch ein gutes Mittelmaß zwischen Beschäftigung und Ruhe finden, damit dein Dobermann gut ausgelastet ist.

Eine Basis der Beschäftigung bildet das tägliche Spazieren oder das Mitführen am Fahrrad. Der Wachhund fühlt sich in einem Haus mit einem großen Garten am wohlsten, da er dies rund um die Uhr bewachen kann. Du kannst Deinen Hund für jede Aktivität wie auch Intelligenzspiele begeistern.

Gesundheit und Pflege

Der Dobermann ist im Allgemeinen ein Pflegeleichter Hund. Dank seines kurzen Fells benötigt er keine spezielle Pflege. Der Dobermann sollte jedoch im Winter einen Mantel tragen, da er wegen seiner fehlenden unterwolle sehr kälteempfindlich ist. Bei Regen oder Schneefall bleibt der Dobermann lieber im Warmen.

Es gibt einige Erblich beddingte Krankeiten die durch die Dobermannzucht entstanden sind. Die wohl bekannteste Erbkrankheit ist hier das sogenannte „Wobbler-Syndrom“. Das ist eine krankhafte Veränderung der Halswirbelsäule. Meistens tritt die Krankheit mit 6 oder 7 Jahren bei dem obermann auf und prägt sich vielfältig aus. Der Rücken wird unbeweglich, der Hund beginnt zu schwanken und der Bewegungsablauf des Dobermanns wird sehr unsicher.

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