Zwergpinscher

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Größe:
25 – 30 cm
Gewicht:
4 – 6 kg
Herkunft:
Deutschland
Lebensdauer:
13 – 15 Jahre
Farbe:
rot-braun, dunkelbraun, schwarz
FCI Gruppen:
Auslauf
Fellpflege
Haaren
Für Anfänger geeignet
Anfällig für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
Kinderfreundlich
    wenig:

    viel:

Wer nach einem Schoßhündchen sucht, wird hier nicht fündig. Denn die Größe des Zwergpinschers täuscht! Hinter dieser Hunderasse verbirgt sich ein richtiges Energiebündel. Weitere Informationen zu dieser Hunderasse findest Du in diesem Artikel!      

Rassebeschreibung

Der Zwergpinscher wird heute fast ausschließlich als Familienhund eingesetzt. Teilweise auch in seiner Funktion als Begleithund. Dank seiner Größe und der einfachen Haltung, eignet er sich für fast alle Wohnverhältnisse.

Unabhängig ob Stadt oder Land – der Zwergpinscher fühlt sich überall wohl. Wichtig ist jedoch, dass er immer genügend Auslauf bekommt. Aufgrund seines Bewegungsdrangs eigenet er sich vor allem für aktive Personen, die gerne in der Natur unterwegs sind.

Die Größe des Zwergpinschers täuscht! Denn der kleine Vierbeiner ist auch ein idealer Wachhund und sorgt mit seinem Instinkt für Deine Sicherheit.

Herkunft und Rassegeschichte

Zwergpinscher stammen von den sogenannten „Torfhunden“ ab und verdanken ihnen auch ihren temperamentvollen Charakter. Demnach ist der ausgeprägte Wach- und Jagdinstinkt nicht verwunderlich.

Im Gegensatz zu dem Deutschen Pinscher, wurde der Zwergpinscher immer beliebter. Züchter und Hundeliebhaber des Zwergpinschers betonten immer wieder, dass er seinem Image als Schoßhündchen nicht gerecht wird. Agil und flink, mit diesen Eigenschaften wird die Hunderasse immer wieder bezeichnet.

Die ersten Eintragungen im Zuchtbuch gehen bis in das Jahr 1925 zurück. Früher war der Zwergpinscher vor allem in ganz Europa verbreitet. Der Pinscher-Schnauzer-Klub ist weltweit verantwortlich für den offiziellen Standard des Zwergpinschers.

Aussehen des Zwergpinschers

Zwergpinscher

Mit einer Schulterhöhe von 25-30 Zentimetern zählt der Zwergpinscher zu den kleinen Hunderassen. Rein äußerlich betrachtet, ähnelt das Tier dem Deutschen Pinscher und wird aus diesem Grund auch gerne als „Mini-Ausgabe“ seines Artgenossen bezeichnet.

Der Zwergpinscher hat einen sehr muskulösen, eleganten Körper mit kurzem Fell. Der Kopf ist kräftig und die Stirn flach und faltenlos. Die Ohren des Vierbeiners können stehen, oder nach vorne klappen. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich und sagt nichts über die Reinrassigkeit des Tieres aus, wie so mancher Irrglaube behauptet.

Durch die glatte Fellstruktur zeichnet das Fell ein besonders schöner Glanz aus. Er kann in den Farben rot-braun, dunkelbraun oder schwarz vorkommen.

Der möglichst dunkle und scharf abgegrenzte Brand kann über den Augen, an der Halsunterseite, am Mittelfuß der Vorderläufe, an den Pfoten, an den Innenseiten der Hinterläufe und unter der Rutenwurzel vorkommen.

Ein charakteristisches Merkmal des Zwergpinschers sind zudem zwei gleichmäßige Dreiecke auf der Vorderbrust. Aufgrund seiner hirschroten Fellfärbung wird der Zwergpinscher auch als „Rehpinscher“ bezeichnet.

Charakter und Wesen

Der Zwergpinscher zeichnet sich vor allem durch sein treues Wesen und seinen Beschützerinstikt aus. Der kleine Vierbeiner wird nicht umsonst als Energiebündel bezeichnet. Denn am liebsten möchte er sich immer bewegen.

Diese Hunderasse eignet sich besonders für Agility. Er möchte immer und überall mit dabei sein. Egal ob Wandern, Joggen oder Radfahren. Der Bewegungsdrang lässt sich kaum zügeln. Du bist selber gerne aktiv und sportbegeistert? Dann findest Du in dieser Hunderassen einen idealen Begleiter für die nächsten Ausflüge in der Natur!

Falls Du aufgrund Deines Jobs nicht viel Zeit mit Deinem Vierbeiner verbringen kannst, würden wir Dir von der Wahl eines Zwergpinschers abraten. Denn der Kleine Kerl mag es überhaupt nicht alleine gelassen zu werden. Er besitzt einen menschenbezogenen Charakter und ist sehr auf seinen Besitzer fixiert.

Obwohl Zwergpinscher trotz ihrer Energie als sehr ausgeglichen beschreiben werden, zeigen sie auch heute noch den selben Wachinstikt wie ihre Vorfahren. Hierbei ist es aber wichtig, dass das Beschützerverhalten nicht in Aggressivität umschlägt.

Um das zu vermeiden, solltest Du bereits im Welpenalter drauf achten, dass Dein Hund sozialisiert wird. Denn mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger dem Hund dieses Fehlverhalten abzugewöhnen. Je früher Du damit beginnst, desto besser!

Haltung und Ernährung

Der Zwergpinscher fühlt sich fast überall wohl. Wichtig ist nur, dass er genügend Auslauf bekommt. Er passt sich problemlos dem Lebensstil seines Besitzers an. Jedoch gibt er sich nicht damit zufrieden, wenn er seinen Bewegungsdrang nicht ausleben kann.

Er genießt es, in der Natur zu sein. Am liebsten den ganzen Tag. Ausgedehnte Spaziergänge oder stundenlange Wanderungen gehören zu seinen Lieblingsaktivitäten. Er liebt es, seine Umgebung zu erkunden und ist immer neugierig auf Neues.

Neben der körperlichen Betätigung solltest Du aber auch für seine geistige Beschäftigung sorgen. Hiebei eignet sich das passende Spielzeug oder vielleicht auch ein Besuch in der Hundeschule.

Ernährung

Grundsätzlich benötigt jede Hunderasse eine fleischreiche Ernährung. Das Hundefutter sollte sorgfältig nach Gewicht, Alter und besonderen Merkmalen Deines Haustieres gewählt werden.

Die optimale Ernährung sollte aus einer Mischung von Nass- und Trockenfutter bestehen. Gelegentliche Rohfütterung (BARF) ist ebenfalls zu empfehlen. Bei dem Kauf des Hundefutters solltest Du zudem auf die Inhaltsstoffe achten. Qualitativ hochwertiges Futter zeichnet sich durch folgende Nährstoffe aus: Muskelfleisch, Kohlenhydrate und Eiweiß.

Gutes Hundefutter kann etwas teuerer sein, als das herkömmliche Futter. Jedoch sind die Inhaltsstoffe gut für Deinen Hund und tragen maßgeblich zur Gesundheit Deines Lieblings bei.

Erziehung und Pflege

Für eine gute Erziehung und Sozialisation ist ausreichend Bewegung mit dem Vierbeiner unvermeidbar. Denn Hunde, die sich draußen genügend austoben können, sind Zuhause viel gelassener und entspannter.

Wenn Du Deinem Zwergpinscher viel Auslauf ermöglichst, kann er sich auch in einer kleinen Wohnung wohlfühlen. Wichtig ist nur, dass sein Bewegungsdrang nicht eingeschränkt wird.

Natürlich läuft in der Erziehung Deines Hundes nicht immer alles nach Plan. Jeder Hund hat seinen eigenen Kopf, den er immer mal gerne durchsetzen möchte. Hierbei solltest Du allerdings konsequent bleiben. Laute Kommandos solltest Du vermeiden. Versuche möglichst entspannt zu bleiben. Sensible Tiere können darauf möglicherweise mit Angst oder Misstrauen Dir gegenüber reagieren.

Zwergpinscher weisen eine hohe Intelligenz und Lernbereitschaft auf. Dank ihrer schnellen Auffassungsgabe gestaltet sich die Erziehung einfach. Mit diesen Eigenschaften eignet sich diese Rasse auch bestens für Anfänger, die noch nicht sehr viel Erfahrung in der Hundeerziehung nachweisen können.

Pflege

Nicht nur ausreichend Bewegung und die passende Ernährung ist für Deinen Zwergpinscher wichtig, sondern auch die Pflege des Tieres.

Aufgrund des kurzen Fells ist die Fellpflege nicht sehr aufwendig. Das schätzen Hundeliebhaber sehr an dieser Rasse. Das Fell sollte dennoch in regelmäßigen Abständen gebürstet werden, um geringe Verschmutzungen zu entfernen. Besitzt Du schon eine geeignete Hundebürste?

Bei stärkeren Verschmutzungen empfiehlt es sich, den Hund zu baden. Hierfür solltest Du aber zu keinem herkömmliche Shampoo greifen, sondern ein spezielles Hundeshampoo verwenden.

Gesundheit und typische Krankheiten

Zwergpinscher gelten als sehr robuste Hunde. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass Dein Vierbeiner unerwartet erkrankt. Um das aber zu vermeiden, solltest Du alles tun, um seine Gesundheit zu stärken und zu fördern.

Zum einen zählt dazu die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung. Zum anderen die körperliche Pflege des Tieres.

Lebenserwartung

Zwergpinscher

Zwergpinscher können 13 bis 15 Jahre alt werden. Vorausgesetzt sie werden artgerecht gehalten, bekommen eine ausgewogene Ernährung und erleiden keine Krankheiten.

Du weißt nun, worauf es ankommt, um für die Gesundheit Deines Hundes zu sorgen. Wenn Du Dich an diese Tipps hälst, werdet ihr beide eine lange Zeit zusammen haben.

Hunderasse Zwergpinscher kaufen

Du denkst, dass diese Hunderasse perfekt zu Dir passt und möchtest nun einen Zwergpinscher kaufen? In diesem Abschnitt erfährst Du, worauf es beim Kauf ankommt und auf was Du achten solltest.

Wenn Du Dir einen Zwergpinscher anschaffen möchtest, solltest Du mit einem Preis von 700-900 € rechnen. Bedenke aber auch, dass noch weitere Kosten auf Dich zu kommen werden. Tierarztkosten, Hundesteuer oder Erstausstattung wie ein Hundebett oder eine Hundedecke solltest Du einkalkulieren.

Einen Zwergpinscher kannst Du beim Züchter oder im Tierheim kaufen. Hierbei solltest Du vor allem darauf achten, ob die Umgebung sauber ist und die Tiere einen gesunden Eindruck machen.

Du denkst Du bist in der Lage, um für einen Hund zu sorgen und ihm zudem genügend Auslauf zu bieten? Dann steht dem Kauf eines Zwergpinschers nichts mehr im Weg.

Entscheidungshilfe

Der Zwergpinscher eignet sich als idealer Familienhund. Er besitzt eine liebenswürdige Art und kommt gut mit anderen Tieren aus. Seine kinderfreundliche Art schätzen viele Hundeliebhaber an ihm.

Dank seiner hohen Intelligenz und Lernbereitschaft, wirst Du mit der Erziehung keine Probleme haben. Neben einem treuen, wachsamen Begleiter erwartet Dich zudem ein Sportsfreund. Der Zwergpinscher liebt es sich zu bewegen und sich auszutoben. Du bist auch gerne aktiv? Dann ist der Zwergpinscher der ideale Hund für Dich!

Quellen:

https://www.zooplus.de/magazin/hund/hunderassen/zwergpinscher

https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/hunderassen/zwergpinscher/

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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