Mastiff

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Größe:
70 – 80 cm
Gewicht:
55 – 90 kg
Herkunft:
England
Lebensdauer:
9 – 12 Jahre
Farbe:
sandfraben, apricot, braun, grau
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Auslauf
Haaren
Fellpflege
Für Anfänger geeignet
Anfällig für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
Katzenfreundlich
wenig:

viel:

Trotz seiner Größe ist der Mastiff ein sehr ruhiger Zeitgenossen. Du hast Interesse daran, einen Mastiff als Haustier zu halten? In diesem Artikel findest Du alle wissenswerten Informationen!

Rassebeschreibung

In der Ruhe liegt die Kraft! Der Mastiff zeichnet sich durch seine ruhige, gelassenen Art aus. Demnach eignet er sich bestens als Familienhund. Aggressives oder impulsives Verhalten ist dem Hund dagegen völlig fremd.

Der Mastiff gehört zu den jüngsten Hunderassen der Welt. Heute zählt die Rasse zu den beliebtesten Familienhunden.

Herkunft und Rassegeschichte

Der Mastiff ist auch unter der Rassenbezeichnung des Old English Mastiff bekannt. Die Farbe des Tieres sorgte unter Fachleuten für einige Unstimmigkeiten. Ein Grund dafür ist, dass die genaue Abstammung des Tieres bis heute nicht geklärt ist.

Es wird vermutet, dass der Mastiff ein Nachkommen des Molossers ist. Andere behaupten dagegen, dass das Tier von der Tibetdogge abstammt. Auch wenn die Abstammung des Mastiff nicht eindeutig geklärt wurde, taucht die Rasse das erste Mal im 14. Jahrhundert auf.

Der erste Beleg dafür, dass der Mastiff als Kriegshund gehalten wurde, findet sich im Jahr 1415. In der bürgerlichen Oberschicht wurden die Hunde als Jagdhunde gehalten. Im Mittelalter dienten sie vor allem der Volksunterhaltung in öffentlichen Bären- und Stierkämpfen.

Die grausame Karriere als Kampfhund endete erst im Jahr 1835. In diesem Jahr hat die britische Regierung beschlossen, dass diese Kämpfe nun nicht mehr stattfinden dürfen. Im Gegensatz zu seinen Artgenossen ist der Mastiff eine relativ seltene Hunderasse.

Aussehen des Mastiffs

Obwohl der Mastiff sich durch einen gutmütigen und liebevollen Charakter auszeichnet, steht er in einigen Bundesländern auf der sogenannten Rasseliste. Diese besagt, dass die Haltung des Tieres nur unter bestimmten Regeln und Bestimmungen erlaubt ist.

Der Mastiff kann etwa 70 bis 80 Zentimeter groß werden und ganze 55 bis 90 Kilogramm auf die Wage bringen. Die Größe und das Gewicht hängt zudem davon ab, ob es sich um einen Rüden oder eine Hündin handelt. Damit zählt er außerdem zu den größten Hunden weltweit.

Sein Erscheinungsbild wirkt zunächst etwas einschüchternd. Der Mastiff hat einen großen Kopf mit schwarzer Färbung rund um die Schnauze und eine leicht gefaltete Stirn. Die Ohren hängen herunter und sein Gesichtsausdruck wirkt sehr freundlich und gelassen.

Sein Fell ist kurz und glatt und kann unterschiedlichen Farben aufweisen. Fellfärbungen in sandfarben, apricot, braun oder grau sind möglich. Sein großer muskulöser Körper darf keinesfalls zu Übergewicht neigen.

Charakter und Wesen

Der Mastiff zeichnet sich vor allem durch seinen ausgeglichenen, entspannten Charakter aus. Ihn kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Durch Lärm, Stress oder andere Tiere lässt sich der treue Begleichet nicht stören. Sein ruhiges Wesen hat ihm in seinem Heimatland schon einen Spitznamen eingebracht. Dort wird der Mastiff auch als „gentle giant“ (sanfter Riese) bezeichnet.

In erster Linie wird der Mastiff als Familienhund gehalten. In einigen Fällen kommt er aber auch als Therapiehund zum Einsatz. Der Mastiff ist zudem ein sehr mutiger Hund, der sich immer vor seinen Besitzer stellen wird. Jedoch bleibt der Hund auch in diesem Fall äußerst beherrscht. Wirklich angreifen würde er nur in absoluten Notsituationen.

Mastiffs sind mit Menschen eng verbunden und eignen sich damit als idealer Familienhund. Auch die Erziehung der sanften Riesen ist einfach. Allerdings solltest Du wissen, dass auch diese Vierbeiner eine gewissen Eigenart besitzen. Ab und an wird das Tier versuchen, seinen Kopf durch zusetzten.

Du hast Kinder oder bereits schon ein anderes Haustier und fragst Dich nun, ob das ein Problem werden könnte? Du kannst aufatmen. Gegenüber Artgenossen beweist er eine hohe Toleranz. Auch im Umgang mit Kindern zeigt er sich als liebevoller Zeitgenosse.

Haltung und Ernährung

Mastiff

Allein schon die Größe des Mastiffs lässt vermuten, dass die Haltung möglicherweise etwas anspruchsvoller wird. Jedoch stellt er von seinem Wesen her keine hohen Ansprüche. Allerdings solltest Du darauf achten, dass er genügend Auslauf bekommt. Tägliche Spaziergänge sind also unvermeidbar.

Zudem wäre es von Vorteil, wenn Dein Mastiff in einem Haus mit Garten gehalten wird. Dort kann er sich so oft austoben, wie er möchte. Für den Mastiff ist die Nähe zum Menschen sehr wichtig. Er will am liebsten überall dabei sein und eignet sich auf keinen Fall für eine Zwinger-Haltung. Obwohl sich der Mastiff leicht erziehen lässt, solltest Du immer ruhig und ausgeglichen bleiben.

Mastiff können zu sogenannten Magendrehungen neigen. Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen des Hundes um die Längsachse, wobei der Mageneingang und -ausgang abgeschnürt wird. Um das zu vermeiden, solltest Du darauf achten, kleinere Portionen über den Tag verteil zu verabreichen.

Hunde sind Fleischfresser und sollten demnach mit reichlich Fleisch ernährt werden. Neben Trocken- und Nassfutter bietet sich zudem auch BARF (Rohfütterung) als Fütterungsmethode an. Grundsätzlich ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Übergewicht sollte vermieden werden, was nicht nur den Knochenbau belasten, sondern auch Krankheiten hervorrufen kann.

Erziehung und Pflege

Wie Du bereits weißt, sind Mastiffs sehr liebevolle Tiere. Genauso sollte auch die Erziehung ablaufen. Schreien oder laute Kommandos verschrecken das Tier nur und können schlimmsten Falls dazu führen, dass er sich zurückzieht und ängstlich wird.

Er benötigt auch schon aufgrund seiner Größe eine konsequente Erziehung. Hierbei ist Geduld und Ausdauer sehr wichtig. Inkonsequentes Handel verwirrt den Hund nur. Am besten ist es, bereits im Welpenalter mit der Erziehung zu beginnen. Hierbei kann es auch von Vorteil sein, wenn der Mastiff bereits mit anderen Tieren aufgewachsen ist.

Obwohl der Mastiff viel Platz und viel Futter benötigt, ist er in der Pflege relativ anspruchslos. Hierbei genügt einfaches Bürsten völlig, da das Fell sehr kurz und glatt ist.

Achtung: Die Hautfalten des Tieres sind anfällig dafür, dass sich dort gerne Dreck und Parasiten einnisten. Auch das solltest Du regelmäßig kontrollieren. Etwas einmal die Woche reicht aus.

Gesundheit und typische Krankheiten

Da das gemütliche Tier bis zu 90 Kilogramm auf die Wage bringen kann, hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Gelenke. Zudem können die Falten an Kopf und Körper oftmals zu chronischen Entzündungen führen.

Wie bei den meisten großen Hunderassen können auch Hüft- oder Ellenbogendysplasie auftreten sowie Augen- und Herzkrankheiten. Regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind deswegen zu empfehlen.

Lebenserwartung

Mastiff

Mastiffs können bis zu 12 Jahre alt werden. Allerdings hängt die Lebenserwartung von einigen Faktoren ab. Demnach spielen Haltung, Auslauf, Pflege und Ernährung eine wichtige Rolle.

Wird Dein Mastiff artgerecht gehalten und ausgewogen gefüttert, hat er die besten Chancen lange an Deiner Seite zu bleiben.

Hunderasse Mastiff kaufen

Vor dem Kauf eines Mastiff solltest Du Dich ausreichend informieren. Denn wie bereits erwähnt, steht das Tier in einigen Bundesländern auf der Rasseliste, welche die Haltung nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Der Kauf eines Hundes sollte in erster Linie bei einem verantwortungsvollen Züchter erfolgen. Dieser kann Dich ausreichend über die Rasse informieren und Dich dabei beraten, ob sich ein Mastiff überhaupt für Dich eignet.

Alternativ dazu kannst Du Dich auch in einem Tierheim umsehen. Dort warten die Tiere sehnlichst auf ein neues Zuhause.

Entscheidungshilfe

Der Mastiff eignet sich vor allem für die Menschen, die bereits erste Erfahrungen mit großen Hunden sammeln konnten. Denn aufgrund seiner Größe brauch der Mastiff viel Auslauf und die richtige Erziehung.

In einer artgerechten Haltung wird sich das Tier aber als liebevoller, ruhiger Begleiter feststellen. Eignet sich bestens als Familien- oder Therapiehund. Auch eine Haltung mit anderen Tieren oder Kindern ist kein Problem.

Quellen:

https://www.zooroyal.de/magazin/hunde/hunderassen/mastiff/

https://www.zooplus.de/magazin/hund/hunderassen/english-mastiff

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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