Mops

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Größe:
25-3 cm
Gewicht:
6-8 kg
Herkunft:
China
Lebensdauer:
12-15 Jahre
Farbe:
silber, apricot, hellfarben oder schwarz
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Auslauf
Haaren
Fellpflege
Für Angfänger geeignet
Anfälligkeiten für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
    wenig:

    viel:

Rassebeschreibung

Der Mops, im englischen „pug“ genannt, ist eine Mini-Hunderasse mit einem charakteristischen Aussehen. Der Standard der Rasse wird laut der FCI durch Großbritannien geführt.

Herkunft und Rassegeschichte

Die heutige Geschichtsschreibung geht davon aus, dass der Mops schon vor über 2000 Jahren im damaligen Kaiserreich China existiert haben soll. Dort soll er aus doggenartigen Hunden gezüchtet worden sein. Lange Zeit wurde er am Hofe der Kaiser gehalten und sollte nur privilegiert an die Adelsschicht weitergegeben werden.

Jedoch kam es auch dazu, dass Hunde die scheinbar nicht für die Weiterzucht geeignet waren, an das Volk verkauft wurden. So konnte sich diese Rasse auch außerhalb der obersten Schicht vermehren.

Im 16. Jahrhundert kam der Mops durch die Ostindien-Kompanie in die Niederlande. Dort wurde er vornehmlich von adeligen und berühmten Damen gehalten. Aufgrund dessen schaffte es der Hund auch auf einige Gemälde, die diese Damen samt Haustier abbildeten.

Mit der Zeit gelangte der Hund auch in die Zivilbevölkerung und wurde zum Modehund. Auch in England fand die Rasse schnell großen Anklang und wurde daraufhin gezielt gezüchtet. Leider litt die Gesundheit der Rasse im Laufe der weiteren Züchtung daran, dass die Nase des Hundes immer flacher gezüchtet wurde. Dies sorgte für erhöhte Atembeschwerden und weiteren gesundheitlichen Problemen dieser Rasse.

Im Jahr 2010 reagierte die FCI auf diese gesundheitsgefährdende Entwicklung und überarbeitete den Standard. Seitdem orientiert sich die heutige Züchtung wieder mehr auf das Originalbild des Mopses mit einer längeren Schnauze.

Aussehen

Mops

Das Aussehen eines Mopses ist in der Regel sehr leicht wieder zu erkennen. Neben seinen glubschartigen Augen und seinem kleinen, faltigen Kopf, ist vor allem seine kurze Schnauze charakteristisch. Diese sorgt aber für häufige Atembeschwerden dieser Rasse.

Zudem ist die oft anzutreffende Schnauze auf die gezielte Züchtung dieser zurückzuführen. Die Ursprungsvariante des Mopses hatte eine weitaus längere und dementsprechend auch gesündere Schnauze. Dank einer Änderung des Standards setzt die heutige Züchtung wieder vermehrt auf längere Frontpartien.

Der Mops gehört zu den sogenannten Mini-Rassen und kann ein Gewicht zwischen 6 bis 8 kg erreichen. Das Fell des Mopses kann zudem in drei Farbvarianten auftreten. Neben schwarz und silberfarben können auch diverse Cremefarben das Fell schmücken. Das Fell der Tiere ist in der Regel kurz, glatt und leicht glänzend.

Charakter und Wesen

Möpse sind sehr anhängliche Hunde, die die Nähe zu ihrem Frauchen oder Herrchen suchen. Aus diesem Grund werden sie auch nur ungern lange allein gelassen. Dank ihrer geringen Größe können sie aber in den meisten Fällen auch einfach transportiert und mitgenommen werden.

Darüber hinaus haben diese Hunde einen sehr liebevollen Charakter und sind gegenüber Menschen freundlich eingestellt. Gleichzeitig haben sie auch eine sehr verspielte und fröhliche Art. Gerne spielen sie mit dem Frauchen oder Herrchen und lassen sich bespaßen. Auch wenn es sich um sehr kleine Hunde handelt, sollte man die Intelligenz dieser nicht unterschätzen.

Der Mops hat mehr drauf als man denkt. Mit der richtigen Erziehung können dem Mops sogar einige Kunststücke antrainiert werden. Der Mops möchte zudem immer wieder neue Herausforderungen, die er meistern kann.

Haltung und Ernährung

Aufgrund seiner geringen Größe handelt es sich beim Mops natürlich um einen Hund, der gerne in einer Wohnung gehalten wird. Dies ist auch nicht weiter tragisch. Der Mops hegt an seine Wohnumgebung keine wirklich großen Ansprüche. Jedoch sollte man den täglichen Auslauf des Hundes nicht vernachlässigen. Dieser kann sonst schnell unruhig werden.

Im Allgemeinen kann der Mops aber ohne Probleme in städtischer Umgebung gehalten werden. Er ist nicht besonders laut und macht auch nicht sonderlich viel Krach. Dennoch sollte man ihn nicht allzu lange allein lassen. Der Mops ist ein sehr anhänglicher Hund, der nicht gerne von seinem Frauchen oder Herrchen getrennt ist. Optimal ist es deshalb, wenn immer ein Familienmitglied Zuhause ist.

Darüber hinaus kann man den Mops aufgrund seiner Größe auch prima transportieren oder auch mal in einer geeigneten Hundetasche mitnehmen. Man sollte den Hund aber nicht dauerhaft in dieser umher schleppen, schließlich handelt es sich auch noch um einen Hund, der die Bewegung benötigt. Genügend ausgelastet, verbringt der Mops gerne den Abend mit seinem Frauchen oder Herrchen auf oder neben der Couch.

Besonders liebt er die liebevollen Schmuse- und Streicheleinheiten seines Besitzers. Möpse sind in der Regel sehr pflegeleicht. Auch die Erziehung dieses gestaltet sich im Normalfall unproblematisch und kann auch von Hundeanfängern vollzogen werden.

Ernährung

Der Mops gehört zu den Hunderassen, die schnell zu Übergewicht neigen. Aufgrund seiner geringen Maße sollte man die Futterrationen genaustens dosieren. Zudem sollte die Vergabe von Leckerlies nicht allzu sehr ausarten.

Wichtig für eine gesunde und ausgewogene Ernährung des Hundes ist ein hoher Fleischanteil zusammen mit Gemüse und Obst. Ob Nass- oder Trockenfutter bleibt dem Besitzer letztendlich selbst überlassen.

Um eine Überernährung des Hundes zu vermeiden, sollte man darauf achten, dass das Futter eher wenige Kohlenhydrate und nicht zu viel Fett enthalten. Gesunde Ballaststoffe wie viel Eiweiß sollten die Grundlage des Futters sein.

Erziehung und Pflege

Generell lässt sich der Mops gut erziehen und ist dementsprechend auch für Hundeanfänger geeignet. Jedoch sollte man so früh wie möglich mit der Erziehung anfangen. Schon ab dem Welpenalter sollte man dem Hund mit liebevoller Strenge entgegentreten.

Das Setzen von klaren Regeln ist gerade am Anfang wichtig. Der Mops ist ein Hund, der im Normalfall den Worten seines Frauchens oder Herrchens Gehör schenkt, dennoch kann er zuweilen eine etwas dickköpfige Attitüde an den Tag legen. Solchem Verhalten sollte man möglichst gelassen und liebevoll entgegentreten, ohne aber seine eigene Autorität zu untergraben.

Der Hund muss zu jeder Zeit wissen, wer die Führung in den Händen hält und dies sollte definitiv der Besitzer sein. Für noch hundeunerfahrene Besitzer empfiehlt sich der Ganz zu Hundeschule. Dort lernt sowohl der Hund als auch Besitzer den richtigen Umgang mit einander sowie mit anderen.

Zudem trifft der kleine Vierbeiner dort schon früh auf Artgenossen. Eine frühe Sozialisierung im Umfeld und mit anderen Hunden ist sehr wichtig, um sich an das Aufeinandertreffen mit Menschen und anderen Hunden zu gewöhnen.

Pflege

Der Mops hat ein kurzes und glattes Fell, was ihn prinzipiell zu einem sehr pflegeleichten Hund macht. Dadurch dass der Mops jedoch das ganze Jahr über haart, ist es sinnvoll in regelmäßig zu Bürsten und von losen Haaren zu befreien.

Alternativ werden sich die zahllosen Haare in der ganzen Wohnung verteilen. Dies kann man zwar nie gänzlich verhindern, aber wenn man die meisten Haare schon vom Hund entfernen kann, ist es leichter als sie aus den Ecken zu saugen. Sinnvoll ist es deshalb mehrmals die Woche zu bürsten und die losen Haare aufzufangen.

Gesundheit und typische Krankheiten

Aufgrund der in den letzten Jahren immer kürzer gezüchteten Nase des Hundes, leidet er in sehr vielen Fällen unter starker Kurzatmigkeit. Dieses Krankheitsbild kann sich wiederum auf die Gesamtgesundheit und Ausdauer des Hundes auswirken.

Kurzatmigkeit macht sich vor allem durch lautes Schnaufen am Tag sowie Schnarchen in der Nacht bemerkbar. Bei besonders schweren Fällen kann es sinnvoll sein einen professionellen chirurgischen Vorgriff vornehmen zu lassen. Dies ist mittlerweile schon ein Routinegriff und kommt in vielen Tierkliniken zum Einsatz.

Kleine Hunderassen leiden darüber hinaus noch über diverse andere Krankheiten. Einige davon können eine Hüftdysplasie, Patella Luxation oder die Demodikose sein. Neben dieser zuletzt genannten Hauterkrankung kann es auch zu Augenentzündungen kommen. Eine regelmäßige Reinigung der Augen kann dieser aber gut vorbeugen.

Lebenserwartung

Möpse erreichen im Normalfall ein Lebensalter zwischen 12 und 15 Jahren.

Hunderasse Mops kaufen

Mopswelpen können ab einem Preis von 600-800€ bei einem seriösen Züchter erworben werden. Der Kauf bei einem eingetragenen Züchter empfiehlt sich, da diese viel Wert auf die Gesundheit ihrer Tiere legen und somit viele Erbkrankheiten weitestgehend ausschließen können. Der Wurf sollte man sich vor dem Kauf genaustens anschauen.

Es kann sogar sinnvoll sein, Welpen bei verschiedenen Züchtern zu besichtigen. Die Haltung der Tiere kann schon einen großen Aufschluss auf die Gesundheit dieser geben. Vor dem Kauf sollte man sich auch genaustens über die Rasse informieren.

Neben dem Erwerb eines Welpen bei einem Züchter, kann man auch verschiedene Tierheime besuchen. Dort warten meist schon erwachsene und ältere Hunde auf ein neues Zuhause. Wenn dich das nicht stört, solltest du dich genaustens vom ansässigen Personal über die jeweiligen Hunde beraten lassen.

Einige können eine atemberaubende Vergangenheit hinter sich haben und benötigen einen besonders vorsichtigen Umgang. Die Adoption eines Vierbeiners aus dem Tierheim ist deshalb auch vor allem für schon hundeerfahrene Menschen zu empfehlen. Der Umgang mit diesen Tieren kann durchaus herausfordernd sein.

Entscheidungshilfe

Du hast Interesse an dem Mops gefunden, bist dir aber noch nicht sicher, ob es die richtige Wahl für dich ist? Dann geben wir dir hier eine kleine Entscheidungshilfe.

In erster Linie solltest du dir im Klaren sein, dass ein Mops auch ein voller Hund ist, der deine volle Aufmerksamkeit braucht. Das Zulegen eines Vierbeiners kann sich auf die nächsten 10 Jahre deines Lebens oder noch länger auswirken.

Deshalb solltest du genau wissen, ob du über diesen Zeitraum einen ständigen Begleiter an deiner Seite haben möchtest. Der Vorteil des Mopses ist, dass er auch problemlos in einer Stadtwohnung gehalten werden kann. Der tägliche Auslauf sollte dennoch auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Möpse lassen sich zudem relativ leicht erziehen und sind auch für Hundeanfänger bestens geeignet, solange sie sich gut um die Erziehung des Hundes kümmern. Falls du dir die oben genannten Punkte gut vorstellen kannst, wirst du über die nächsten Jahre einen treuen Gefährten sowie schmusebedürftigen Mitbewohner an deiner Seite haben.

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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