Bretonischer Spaniel

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Größe:
47 – 51 cm
Gewicht:
13 – 15 kg
Herkunft:
Frankreich
Lebensdauer:
10 – 12 Jahre
Farbe:
orange-weiß, schwarz-weiß-orange, braun-weiß-orange, orange-weiß, schwarz-weiß
FCI Gruppen:
Preis
400 bis 800 Euro
Auslauf
Haaren
Fellpflege
Für Anfänger geeignet
Anfälligkeit für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
Katzenfreundlich
    wenig:

    viel:

Ein Bretonischer Spaniel ist der perfekte Hund für aktive Menschen. Wenn du viel draußen unterwegs bist und Kinder hast, die mit ihm im Garten herumtollen, dann solltest Du Dir diese Rasse näher anschauen.

Der Bretone ist mittelgroß, hat ein freundliches Wesen und liebt Bewegung. Er ist sehr intelligent und entdeckungsfreudig – der perfekte Partner für eine aktive Familie.

Rassebeschreibung

Ein Bretonischer Spaniel ist ein Jagdhund. Er ist sehr zuverlässig und vielseitig einsetzbar. Gerade Jäger wissen seine Stärken zu schätzen. Der Bretone hat eine sehr feine Nase, die ihm hilft, auch in weitläufigen Geländen hervorragende Spürarbeit zu leisten.

Der hübsche Hund arbeitet sehr konzentriert und lässt sich nicht ablenken. Er ist schnell, ausdauernd und intelligent. Dies macht ihn zu einem Hund, für den lange Spaziergänge ebenso wichtig sind wie Strecken, auf denen er freilaufen und herumtoben kann.

In Deutschland gibt es seit 1978 den von Friedrich Fährmann gegründeten „Club für Bretonische Vorstehhunde e.V.“. Die meisten der in Deutschland gezüchteten Welpen werden aufgrund ihrer außergewöhnlichen Jagdeigenschaften an Jäger und Falkner gegeben.

Ein Bretonischer Spaniel gilt als sehr robust und gesund. Wird er als Familienhund gehalten, sind viel Auslauf und Aufgaben, die seine Intelligenz fördern, unverzichtbar für ihn.

Herkunft und Rassegeschichte

Ein Bretonischer Spaniel oder auch Brittany Spaniel bzw. Epagneul Breton kommt, wie sein Name schon vermuten lässt, aus der Bretagne im Westen Frankreichs. Zur genauen Entstehung der Rasse liegen keine Informationen vor.

Aber bereits im Mittelalter finden sich Berichte über die Jagd mit einem Hund, zu dem das Aussehen und die Eigenschaften des Bretonischen Spaniels passen. Auch zahlreiche Gemälde und Stickereien aus dem Mittelalter zeigen Hunde, die dem heutigen Epagneul Breton ähnlich sehen. Die Bilder zeigen das Tier vornehmlich bei der Jagd mit dem Falken.

Da sich um das Jahr 1900 herum viele englische Jäger mit ihren English Settern und Pointern zur Jagd in der Bretagne aufhielten, kam es zu Verpaarungen zwischen diesen Rassen und dem ursprünglichen Bretonischen Spaniel.

Die hieraus entstandenen Welpen zeigten sich als sehr robust, schnell, ausdauernd und intelligent. Im Jahr 1907 wurden der „Club L´Epagneul Breton à queue courte naturelle“ gegründet und erste Rassestandards ausgegeben.

Aussehen des Bretonischer Spaniels

Bretonischer Spaniel

Ein Bretonischer Spaniel gehört mit seiner maximalen Größe von 52 cm und seinem Gewicht von 13 – 15 kg zu den mittelgroßen Hunden. Er ist kräftig und kompakt gebaut, dabei jedoch recht elegant.

Typisch für ihn sind die Schlappohren. Viele Hunde werden mit einer Stummelrute geboren, es gibt jedoch auch Tiere mit einem schönen, langen Schwanz.

Das Fell des Bretonen ist ursprünglich braun-weiß. Heute kommen jedoch auch orange-weiß, schwarz-weiß-orange, braun-weiß-orange, orange-weiß und schwarz-weiß vor. Das Fell ist fein und manchmal leicht gewellt.

Am Kopf ist das Fell kurz, am Körper etwas länger, insbesondere am Schwanz und an den Beinen. Die Augen des Bretonen sind dunkelbraun. Er hat einen offenen und sehr aufmerksamen Blick. Im Zusammenspiel mit seinen Ohren verfügt er über eine lebhafte Mimik.

Charakter und Wesen

Der Bretonische Spaniel ist ein sehr freundlicher und ausgeglichener Hund. Er lässt sich leicht führen und ist seinem Rudel gegenüber offen und aufgeschlossen. Wird er konsequent erzogen, lernt er schnell und gehorcht sehr gut.

Eine zu strenge Erziehung ist jedoch nicht angebracht, weil der Bretone sehr feinfühlig ist und mit Verstörung reagieren würde. Hunde dieser Rasse zeichnen sich zumeist durch eine enge Bindung zu ihrem Rudelführer aus.

Der Bretone ist intelligent und wachsam. Als Familienhund ist er freundlich und verspielt, jedoch braucht er eine Aufgabe und viel Auslauf und Beschäftigung, um nicht unglücklich zu werden. Der Bretonische Spaniel ist kein Anfängerhund.

Sein starker Jagdinstinkt und seine Intelligenz benötigen ausreichend Erfahrung. Er ist gelehrig und sehr aufgeschlossen, wenn es um neue Erfahrungen geht.

Als Spielkamerad für Kinder ist ein Bretonischer Spaniel gut geeignet. Weil er aber sehr lebendig und sehr kräftig ist, könnten Kleinkinder mit seinem Temperament überfordert sein.

Wichtig ist, dass ein als Familienhund gehaltene Bretonischer Spaniel sowohl ausreichend Auslauf als auch regelmäßige geistige Beschäftigung bekommt.

Haltung und Ernährung

Haltung

Der Bretone ist lebhaft, ausdauernd und intelligent. Um nicht unglücklich oder träge zu werden, sollte er viel Auslauf und geistige Herausforderungen bekommen.

Eine perfekte Sportart für ihn ist das Wandern. Ausgedehnte Spaziergänge durch Wälder und Wiesen oder an Bergen und Meer sorgen für jede Menge Abwechslung.

Wunderbar eignet sich für den Bretonen das Dummytraining. Diese Hundesportart wurde ursprünglich entwickelt, um Jagdhunde auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Heute wird das Dummytraining oft genutzt, um Hunden wie dem Bretonen eine herausfordernde Arbeit zu bieten.

Der Hund muss nicht nur den Dummy zurückbringen, sondern er muss bei den fortgeschrittenen Aufgaben das Zielgebiet systematisch absuchen und den Dummy zum Teil aus schwer zugänglichen Bereichen wie Schilf oder dem Unterholz holen.

Erziehung

Zur artgerechten Hundehaltung gehört Fleisch als Hauptbestandteil. Beim Trockenfutter und Nassfutter sollte Fleisch daher die Hauptkomponente sein.

Das bedeutet, dass Fleisch als Hauptzutat als erster Bestandteil in der Liste der Zutaten des jeweiligen Futters aufgeführt ist. Ergänzt werden kann durch Gemüse, Reis oder Kartoffeln. Getreide sollte nur gelegentlich Bestandteil der Nahrungsrationen sein.

Da ein Bretonischer Spaniel gern unterwegs ist, sollte er nach langen Spaziergängen entsprechend angepasste Nahrungsrationen in seinem Futternapf vorfinden.

Sind die Tage geruhsamer, so sollten die Rationen kleiner sein, damit der Bretone seinen schlanken Körper behält. Nach der Mahlzeit sollte Zeit für ein Schläfchen sein. Bitte achte darauf, dass Deinem Hund immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht.

Erziehung und Pflege

Erziehung

Der Epagneul lernt schnell und hat Spaß an neuen Aufgaben. Die eigentliche Hundeerziehung ist daher normalerweise unproblematisch. Die oft sehr enge Bindung zum Rudelführer unterstützt dies noch. Da ein Bretonischer Spaniel sehr sensibel reagiert, solltest du auf Strenge möglichst verzichten.

Sollte sich Dein Bretone falsch verhalten, liegt dies meistens daran, dass er nicht verstehen konnte, was von ihm verlangt wurde. Achte daher bitte auf eine klare Kommunikation, um Deinen lernwilligen vierbeinigen Freund zu unterstützen.

Der Besuch einer Hundeschule ist für den Bretonen sehr zu empfehlen. In einem hundegerechten Umfeld lernt es sich leichter und mit mehr Spaß. Und als Besitzer bekommst Du Tipps und Tricks an die Hand, um Deinen Hund konsequent, aber auch mit viel Liebe auszubilden.

Gerade Hunde mit einem so großen Jagd- und Bewegungstrieb wie ein Bretonischer Spaniel benötigen eine durchdachte und kontrollierte Ausbildung, um zu einem ausgeglichenen Hund heranwachsen zu können.

Damit das weiche Fell nicht verfilzt, ist das tägliche Bürsten ein Muss. Am leichtesten lässt sich mit der täglichen Fellpflege gleich im Welpenalter beginnen.

Der Kleine kann spielerisch mit Bürste und Co. vertraut gemacht werden. Auf die Ohrenpflege sollte wegen der Schlappohren ein spezielles Augenmerk gelegt werden. Zubehör und Informationen zur Fellpflege findest du hier: https://www.haustierratgeber.de/test/hunde/hundebuerste/

Nach dem Spaziergang sollten Blätter, Zweige und anderes aus dem Fell entfernt werden. Lassen sich die Verschmutzungen nicht leicht ausbürsten, lässt sich der Bretone gern kurz abduschen.

Hartnäckigen Schmutz kannst du auch mit einem milden Hundeshampoo aus dem Fell waschen. Dein Bretonischer Spaniel liebt das Wasser. Wenn er als Welpe an das Abduschen gewöhnt wurde, bedeutet eine Dusche immer eine willkommene Abwechslung. Welpen sollten langsam und in kleinen Schritten an das Duschen herangeführt werden.

Für einen kleinen Hund können die Duschwanne und die Dusche selbst zuerst ein wenig unheimlich erscheinen. Auf spielerische Weise kann ihm diese Angst aber meistens schnell genommen werden.

Gesundheit und typische Krankheiten

Ein Bretonischer Spaniel gilt als sehr robuste und gesunde Rasse. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12 Jahren, aber auch bis zu 15 Jahre sind nicht selten. Beim Kauf des Hundes sollte der Züchter um Informationen zum Risiko der Hüftdysplasie gebeten werden.

Da der Bretone eine Neigung zu dieser Erkrankung hat, sollte der Züchter entsprechende Nachweise zu Gelenkuntersuchungen der Eltern des Hundes vorlegen können.

Um die Erkrankung möglichst zu verhindern oder unter Kontrolle zu halten, sollte auf eine artgerechte und ausgewogene Ernährung geachtet werden, die an Trainingszustand und Alter angepasst ist. Gleiches gilt für das tägliche Maß an Bewegung.

Neben der bereits erwähnten Neigung zu Hüftdysplasie bestehen leichte Neigungen zu Hauterkrankungen und auch zu Epilepsie. Der Züchter wird Ihnen entsprechende Hinweise geben können.

Ein verantwortungsvoller Züchter achtet von Geburt an auf eine gesunde und artgerechte Haltung und legt das Fundament für die Ausbildung eines guten Charakters.

Als Besitzer kannst Du durch eine ausgewogene und durchdachte Ernährung, ausreichend Bewegung und geistige Anregung und gute Pflege dazu beitragen, dass Dein Hund bis ins hohe Alter gesund bleibt.

Einmal pro Jahr solltest Du mit Deinem Hund zur Kontrolluntersuchung zum Tierarzt gehen. Der Tierarzt gibt auch gern hilfreiche Tipps zu Haltung, Futter, Impfungen, Wurmkuren und vielen anderen Aspekten eines gesunden und langen Hundelebens.

Lebenserwartung Bretonischer Spaniel

Bretonischer Spaniel

Die durchschnittliche Lebenserwartung des agilen Bretonen liegt bei 12 Jahren. Ein Alter von bis zu 15 Jahren ist aber auch durchaus möglich. Eine gesunde Ernährung und eine artgerechte Haltung, die den typischen Merkmalen des Bretonen entsprechen, tragen zu einem langen und gesunden Leben bei.

Hunderasse Bretonischen Spaniel kaufen

Wer einen Bretonen kaufen möchte, findet im Internet eine Auswahl an Züchtern. Aber auch Tierschutzvereine oder Vereine, die auf die Arbeit mit Jagdhunden spezialisiert sind, bieten gelegentlich Bretonische Spaniel zum Kauf an.

Insbesondere entsprechend ausgerichtete Vereine können Tipps zum Kauf und zur Haltung geben und oft auch den Kontakt zu einem guten Züchter herstellen.

Schaust Du Dich im Internet nach einem Züchter um, kann es sein, dass Du eine weitere Strecke zurücklegen musst, um Deinen neuen Mitbewohner kennenzulernen. Ein seriöser Züchter gibt gern Informationen zur artgerechten Haltung.

Er hat die Elterntiere auf Krankheiten testen lassen und wählt Tiere zur Zucht aus, die einen guten Charakter haben. Auf diese Weise stellt er sicher, dass die Welpen gesund sind.

Da ein Bretonischer Spaniel über einen ausgeprägten Jagdtrieb verfügt, solltest Du mit dem Züchter schon vor dem Kauf über das neue Lebensumfeld des kleinen Bretonen sprechen.

Der Hund kann nur in einem passenden zuhause zu einem gesunden und ausgeglichenen Hund heranwachsen. Der Züchter kann Dir hier wertvolle Tipps geben.

Meide bitte unseriöse Züchter, denen es nur um den Gewinn geht. Ein seriöser Züchter sollte einem anerkannten Verein angehören und Abstammungsnachweise sowie Informationen zum Gesundheitszustand der Elterntiere vorlegen können.

Entscheidungshilfe

Ein zufriedener und ausgeglichener Hund benötigt ein Umfeld, dass zu ihm passt. Ein Bretonischer Spaniel hat einen enorm großen Bewegungsdrang und liebt das Jagen.

Er benötigt viel Auslauf und immer wieder neue Impulse, sonst langweilt er sich und wird unleidlich oder krank. Besonders glücklich ist er, wenn er eine Aufgabe hat und mit seinem Menschen lange Spaziergänge unternehmen kann.

Sportarten wie das Dummytraining, Agility oder Obedience sind optimal für einen Bretonischen Spaniel. Hier kann er sich bewegen und wird gleichzeitig geistig gefordert.

In einer Stadtwohnung wird der Bretone kaum glücklich sein. Besser geeignet ist ein Haus mit einem großen Garten, in dem er mit den Kindern herumtollen kann. Hier lässt sich ein Pacours bauen, den er bewältigen muss. Auch Ballspiele zwischendurch machen ihm viel Spaß.

Mit Kaninchen, Hamstern oder anderen kleinen Tieren sollte ein Bretonischer Spaniel wegen seines ausgeprägten Jagdtriebes nicht zusammen in einem Haushalt leben.

Ist er von klein auf an Katzen gewöhnt, stellt ein Zusammenleben mit den Samtpfoten aber meistens kein Problem dar.

Quellen

https://futalis.de/hunderatgeber/hunderassen/mittelgrosse-hunde/bretonischer-spaniel

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