Wichtiges über die Hüftdysplasie bei Hunden

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Bei der sogenannten Hüftdysplasie handelt es sich um eine Erkrankung, die bei verschiedenen Hunderassen leider recht häufig vorkommt. Wer erste Anzeichen beim Tier bemerkt, der sollte sich in aller Ruhe darüber informieren.

Sowohl ein Gespräch mit dem Tierarzt als auch eigene Recherchen können anschließend herangezogen werden, um sich für oder gegen eine OP zu entscheiden. Erste wichtige Informationen erhalten Sie hier.

Fehlbildung führt zu Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie wird nicht etwa durch äußere Umstände, eine Ansteckung oder die Alterung des Hundes ausgelöst. Stattdessen handelt es sich um eine Fehlbildung des Hüftgelenks, welche angeboren ist.

Da recht viele Hunde unter den Folgen leiden, sollten Hundebesitzer sich darüber Gedanken machen, ob gleich nach dem Kauf des Tieres eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden muss.

Wichtig ist, dass laut Leistungskatalog die Leistungen der Hundekrankenversicherung die Behandlung einer Hüftdysplasie einschließen. Leider kann nie ganz ausgeschlossen werden, dass der eigene Hund betroffen ist, da sich die Fehlbildung erst später bemerkbar machen kann.

Die natürliche Form des Oberschenkelkopfes und die der Hüftgelenkspfanne sind bei betroffenen Hunden leicht verformt, sodass sie nicht perfekt ineinander passen. Die logische Folge: das Gelenk sitzt nicht fest, sondern kann hin und wieder „rausrutschen“.

Übrigens bekommen nicht nur Hunde die Hüftdysplasie, sondern auch andere Tiere wie zum Beispiel Kaninchen, Katzen und sogar Pferde.

Manche Rassen besonders gefährdet

Wer sich für einen Golden Retriever, einen Labrador oder einen Deutschen Schäferhund entscheidet, für den besteht ein besonders hohes Risiko, dass das Tier an der Hüftdysplasie erkrankt.

Gerade große Hunde sind häufig betroffen, weil hier eine erbliche Disposition vorliegt. Wenn große Rassen sehr schnell wachsen, kann der Organismus des Tieres überfordert werden.

In der Folge werden die Knochen nicht mit einer ausreichend großen Menge an Nährstoffen und vor allem Mineralien versorgt. In diesem Fall wird die Hüftdysplasie – kurz: HD – leider begünstigt. Ist der Hund zudem dick, steigt das Risiko weiter an.

Nicht nur alte, sondern auch sehr junge Hunde können betroffen sein. Tiere im Welpenalter haben die Krankheit in der Regel nicht oder die Fehlbildung wird zumindest noch nicht als solche erkannt, da Symptome ausbleiben.

Diese Symptome deuten auf eine Hüftdysplasie hin

Wenn der Hund nach dem Liegen nur mit Mühe aufstehen kann und ansonsten vollkommen gesund ist, kann das ein erstes Anzeichen sein. Auch das Nachziehen der hinteren Gliedmaßen deutet auf eine Hüftdysplasie hin.

Sofern das Tier zudem nicht stabil zu stehen scheint, sollte dringend der Tierarzt aufgesucht werden. Hier wird das Tier zum einen geröntgt und zum anderen abgetastet.

Erfahren Ärzte stellen die HD recht schnell fest und klären Besitzer dann über alle mögliche Optionen auf.

Das kann gegen die Hüftdysplasie helfen

Handelt es sich um einen übergewichtigen Hund, kann häufig eine Diät zur Linderung der Symptome beitragen. Außerdem hat sich in der Vergangenheit die sogenannte Goldakupunktur als hilfreich erwiesen. Diese Behandlung ist allerdings relativ teuer und schlägt wohl nicht bei allen Tieren an.

Schmerzmittel und Medikamente gegen Entzündungen können zumindest dagegen helfen, dass das Tier Schmerzen verspürt. Spezialfutter sollte ebenfalls unterstützend gegeben werden.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit für eine Operation gegen Hüftdysplasie. Hier stehen verschiedene Methoden zur Auswahl. Welche Methode für das jeweilige Tier am besten geeignet ist, entscheidet immer der behandelnde Arzt.

Ausschlaggebend sind zumeist die Schwere der Fehlbildung sowie das Alter und die Größe des Tieres. Infrage kommt unter anderem das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks oder das Durchtrennen und Neuformen der Knochen.

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