Größe und Gewicht

Laut dem Standart erreicht der Havaneser eine Größe von 23-27 cm und ein Gewicht von 4-8 Kg.

Aussehen

Fell

Der Havaneser hat langes, weiches Deckhaar, glatt oder leicht gewellt und weiches Unterhaar. Den Havaneser gibt es in allen möglichen beige-Schattierungen, braun, grau oder weiß, mittlerweile auch in schwarz oder schwarz-weiß.Häufig sind auch Flecken und Brand-Makierungen vorhanden. Das Deckhaar hat bei einem erwachsenem Hund eine Länge von 12-18 cm. Das Fell ist weich und glatt oder gewellt. Das Unterhaar ist nur sehr schwach entwickelt oder fehlt ganz. Die Fellpflege kann man gut nutzen, um die Bindung zwischen Dir und deinem Havaneser zu stärken. Das Fell deines Hundes muss nicht getrimmt werden.

Kopf und Hals

Der Havneser ist trotz seiner Größe ein Kräftiger Hund. Sein Haar ist lang und üppig. Vorzugsweise ist es auch gewellt. Der Kopf ist mittelgroß mit einem flach bis wenig gewölbten Schädel. Der Havaneser hat  einen zum Nasenschwamm leicht verjüngten Fang und einen mäßig ausgeprägten Stop. Der Hals hat eine mittlere länge und geht in eine gerade Oberlinie über.

Ohren und Augen

Die Augen des Havanesers sind groß und Mandelförmig. Sie sollten so dunkelbraun wie möglich sein, wenn möglich auch schwarz. Seine Ohren sind relativ hoch angesetzt und fallen nach unten. Dabei sollten die Ohren nicht abstehen aber auch nicht komplett an den Backen des Havanesers anliegen. Die Ohren sind besetzt von langen Haaren.

Rute

Die Rute wird oben getragen. Sie wird entweder an den rücken gerollt oder hat die Form eines Krummstabs. Die Rute hat lange und seidige Haare.

Brauner Havaneser / © 123 RF Eric Isselee

Brauner Havaneser / © 123 RF Eric Isselee

Geschichte

Der Havaneser ist ein kleiner Charmeur. Er gehört zur Gruppe der Bichons Havanais, einer uralten Familie der Begleithunde. Die Hunde sind auch unter dem Name Bichos bekannt. Ursprünglich wurden die niedlichen Hündchen von italienischen Geschäftsleuten nach Kuba gebracht, wo sie reichen Damen als Geschenk übergeben wurden. Damals wurde die Rasse noch als „Havana Silk Dog“ bezeichnet. Schon Aristoteles beschrieb vor 2.400 Jahren einen „melitäischen Hund, der von auffällig kleinem Wuchs sei“. Seinen Namen kann der kleine Vierbeiner der Havaneser zum einen der kubanischen Hauptstadt, zum anderen aber auch der tabakähnlichen Havannafarbe verdanken. Als die Hündchen in Kuba als „Zeichen des Kapitalismus“ verachtet wurden, kamen einige Exemplare mit Exilkubanern nach Amerika, wo die gezielte Zucht begann. Seit den 1950er Jahren ist der Havaneser vollständig aus Kuba verschwunden. Anfang der 80er Jahre hielten die Havaneser Einzug in Deutschland. Heute gibt es die lustigen Wuschel weltweit und die Rasse gewinnt zunehmend an Beliebtheit.

Die kleinen Vierbeiner waren früher auch dafür zuständig, dass Ratten und anderes ungeziefer klein gehalten wurde. Sie hatten außerdem als Wächter die Funktion einer heutigen Alarmanlage. Ein römischer Historiker namens Plinius berichtet von einer heilsamen Wirkung der Hunde bei Magenbeschwerden und auch allgemein als lebende Wärmflasche. Hunde wie der kleine Havaneser tun unserer Psyche sehr gut.

Charakter

Der Havaneser ist ein idealer Familienhund. Er ist lebendig und verspielt, aber nicht grob oder ungestüm. Liebend gerne tobt er mit Kinder über die Wiesen oder genießt ausgiebige Spaziergänge. Mit anderen Haustieren versteht er sich in der Regel ausgezeichnet. Durch seine Gelehrigkeit ist der weiße Wuschel gut für den Hundesport geeignet. Auch auf gemäßigten Joggingrunden ist er ein guter Begleiter. Als reines Schoßhündchen eignet er sich nicht, dafür ist er viel zu intelligent und beweglich. Er kann jedoch problemlos auch in einer kleineren Wohnung gehalten werden und verkraftet es, wenn zwischendurch mal eine Gassirunde etwas kleiner ausfällt. Dann freut er sich über eine kleine Spielrunde zuhause mit dem Ball oder einem anderen geliebten Spielzeug.

Jagdtrieb, Agressivität oder Rauflustigkeit braucht man bei dem süssen Kerlchen nicht zu befürchten, daher kommt er gut mit Artgenossen zurecht. Allerdings melden viele Havaneser gerne ungewöhnliches und bellen beispielsweise beim Klingeln an der Tür. Zum Kläffen neigen sie jedoch nicht. Ein Havaneser ist nicht gerne alleine, weil er sehr an seinen Menschen hängt. Durch seine handliche Größe kann er aber auch gut mitgenommen werden.

Das Fell des Havanesers benötigt relativ aufwendige Pflege, im Erwachsenenalter sollte es, je nach individueller Fellbeschaffenheit, mindestens drei- bis viermal in der Woche gebürstet werden. Während der Übergangsphase von Welpen- zu Erwachsenenfell filzt das Fell oft sehr stark, sodass tägliche Fellpflege nötig ist. Bei Bedarf kann es auch etwas geschnitten und gestutzt werden, allerdings sollte das Fell nie zu weit geschoren werden, da es sonst sein kann, dass es erst recht verfilzt und dann immer kurz gehalten werden muss. Zudem sollte man bedenken, dass zu dieser Rasse einfach das lange Fell gehört und den Typ dieses Hundes ausmacht.

Havaneser Welpe / © 123 RF mdorottya

Havaneser Welpe / © 123 RF mdorottya

Gesundheit und Lebenserwartung

Havaneser sind recht gesunde Hunde. Augenprobleme wie zum Beispiel vermehrter Tränenfluß, können auftreten. Zudem kann, wie bei vielen kleinen Rassen, die Patella-Luxation (Knieprobleme) auftreten. Daher sollte man beim Welpenkauf darauf achten, dass beide Elternteile PL-frei sind. Auch der graue Star (Katarakt) ist bei den Havanesern oft verbreitet.

Havaneser können bis zu 15 Jahre alt werden.

 

 

Ernährung

Wie auch jede andere Hunderasse, hat der Havaneser einen ganz speziellen Bedarf an Nährstoffen. Doch auch innerhalb einer Rasse gibt es viele Unterschiede. Der Nährstoffbedarf häng ganz davon ab, wie alt der Hund ist, welche Aktivitäten der Hund macht wie auch die Krankheitsanfälligkeit des Hundes. Auch bereits bestehende Allergien müssen beachtet werden.

Haltung

Der kleine Havaneser kann sehr gut in der Stadt und in einer kleinen Wohnung gehalten werden. Er braucht aber natürlich tägliche Runden in der Natur, um sich wohlzufühlen. Der Havaneser ist sehr Anspruchslos, wenn er eine Bezugsperson hat und ein wenig Abwechslung und Beschäftigung bekommt. Lediglich sein Fell benötigt eine regelmäßige Pflege, damit es nicht verfilzt

Erziehung

Der Havaneser lässt sich sehr gut erziehen, er muss jedoch auch erzogen werden. Sein süßes und putziges Wesen lässt leicht übersehen, dass der Hund eine konsequente Führung und Eriehung braucht. Seine super Eignug als Familienhund sollte nicht damit verwchselt werden, dass der kleine Havaneser wenig Erziehung bräuchte.

Aktivitäten mit dem Havaneser

Heutzutage ist der Havaneser ein toller Familienhund und eignet sich auch sehr gut als Begleithund. Da der Havaneser relativ unkompliziert und seine Größe gut handelbar ist, wird er von vielen aktiven Senioren als treuer Freund gewählt. Den Bewegungsdrang des kleinen Vierbeiners sollte man jedoch nie unterschätzen, für einen reinen Couchhund ist er nämlich nicht geeignet.

Havaneser kaufen

Man sollte beim Kauf darauf achten, dass man den Havaneser nur vor Ort beim Züchter kauft. Idealerweise sollte der Züchter dem Verband Deutscher Kleinhundzüchter e.V. im VDH angeschlossen sein. Bei seriösen Züchtern werden die Würfe mit Fotos detailliert dokumentiert. Sie stehen auch gerne Rede und Antwort. Es gibt leider bei diesen Kleinhunden viele Anbieter aus Hinterhofzuchten oder Hudefabriken. Bei einem seriösen Züchter kostet ein Havaneserwelpe etwa 1000-1500€

Verwandte und ähnliche Rassen

Bologneser, Malteser, Bichon frisé, Löwchen, Coton de Tulear, Tibet Terrier

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