Dalmatiner

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Größe:
56-61 cm
Gewicht:
25-32 kg
Herkunft:
Kroatien
Farbe:
schwarz- weiß, lemon- weiß
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Auslauf
Haaren
Fellpflege
Für Anfänger geeignet
Anfälligkeit für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
    wenig:

    viel:

Größe und Gewicht des Dalmatiners

Der Dalmatiner hat eine Größe von 56-61 cm und ein Gewicht von etwa 25-32kg.

Aussehen des Dalmatiners

Seit dem Film „101 Dalmatiner“ ist das Aussehen des Dalmatiners weltweit jedem bekannt. Sein typisches weißes Fell mit schwarzen Tupfen. Als Ideal gilt das Fell wenn es kurz ist und Stichelhaare hat. In sehr seltenen Fällen ist das Fell lang. Woher diese genetische Veränderung kommt ist bisher noch ungeklärt. Langhaarige Dalmatiner sind in der Zucht jedoch nicht gewünscht. Bei der Farbe kommt es zu deutlich bunten Veränderungen. Hin und wieder kommt es nämlich auch zu lemon- oder orangefarbenen Tupfen, was eigentlich nicht gewünscht ist, vielen Leuten aber dennoch gut gefällt. In der Zucht ist diese Farbveränderung heute noch sehr umstritten. Ob diese Genveränderugen einen positiven oder negativen Einfluss haben ist noch nicht bekannt und auch der Grund dafür, weshalb diese Hunde für die Zucht nicht zugelassen werden.

Im Übrigen kommen Dalmatiner-Welpen völlig weiß zur Welt. Die ersten Tupfen zeigen sich erst ab der 2. Woche.

Mögliche Krankheiten

Der Dalmatiner leidet oft unter Krankheiten wie Taubheit, Harngris, Allergien. Eine sehr Purinarme Ernährung ist hierbei sehr wichtig und hilfreich.

Taubheit

Am häufigsten betrifft die Taubheit Hunderassen mit einer Hellen Fellfarbe. Sehr oft kommt die Taubheit auch in verbindung mit blauen Augen vor. Aus diesem Grund wird heutzutage nur mit Hunden gezüchtet, bei denen der Gehörsinn in Ordnung ist. So kann die Taubheit bei Welpen gut vermieden werden

LUA/HUA

Der Dalmatiner hat eine Harnsäureproblematik, welche vererbt wird. Es wird zu viel Harnsäure produziert und der Körper kann diese nicht richtig im Stoffwechsel verarbeiten. Dies führt dann oft zu Nieren oder Blasensteinen. Zu empfehlen ist eine häufige Kontrolle bei einem Tierart oder selber zu Hause mit einer PH-Wert Messung. Um diese Probleme Vorzubeugen ist eine angepasste Fütterung und eine gesunde Wasseraufnahme wichtig.

HD/OCD/ED

Wenn es um Gelenke geht ist der Dalmatiner ein sehr gesunder und robuster Hund. Das Problem hierbei liegt er bei der Überbelastung von Bewegung im jungen Hundealter. Die kleinen Hunde müssen die „Pause“ erst noch lernen. Um spätere Gelenkschäden zu vermeiden, sollte man umbedingt ein Übermaß an Sport und Bewegung meiden.

Geschichte

Dalmatiner
Dalmatiner

Es gibt viele Theorien, aber der Ursprung des Dalmatiners ist ungeklärt. Hunde die Damaltiners sehr ähnlich sind, sind schon auf vielen Gemälden aus dem alten Ägypten in Pharaonengräbern zu sehen. Es gibt außerdem eine Theorie, dass die Dalmatiner aus Kroatien , aber auch Italien, England, oder aus der Türkei stammen. Aus genetischen Tests stammt die Vermutung, dass Dalmatiner mit den Pointern Verwandt sind. Das würde dann dafür sprechen, dass die Dalmatiner aus England stammen.

Wie der Dalmatiner zu seinem Namen kam, ist nicht überliefert. Ebenfalls strittig ist, ob der Dalmatiner oder seine Vorfahren je zu Jagdzwecken eingesetzt wurden. Dadurch bleibt auch offen, was seine tatsächlichen Aufgaben waren. Auf Reisen könnte er als aufpasser gedient haben, auch ein Begleithund von Reitern oder einer Kutsche kann er gewesen sein. Das Wachen wird wohl eine seiner Hauptaufgaben gewesen sein. Allerdings spricht dagegen, dass der Dalmatiner keine Unterwolle besitzt und daher sich den Witterungen nicht entgegen setzen kann.

Was aber bekannt ist, ist dass der Dalmatiner seit Ende des Mittelalters in Europäischen Adelshäusern und allgemein in den hoch angesehenen Gesellschaften sehr beliebt war. Vor allem in England diente er als Begleiter von Kutschen. Als die Feuerwehrwagen in den USA noch von Pferden gezogen wurden, wurde der Dalmatiner als lebende Sirene eingesetzt, um streunende Hunde zu verjagen. Heute noch ist er das Maskottchen der Amerikanischen feuerwehr.

1890 wurde der Dalmatiner dann als Rasse anerkannt. Als der Film „101 Dalmatiner“ erschien, war die nachfrage nach den Dalmatinern am Höhepunkt. Heutzutage ist der Dalmatiner ein beliebter Beigleit und Familienhund.

Liebe zu dem Mensch

Die Nähe des Menschen, lieben Dalmatiner. Sei es im Bett oder auf der Couch, wenn sie unter die Decke kriechen, beim Essen auf den Füßen liegen oder im Alltag jede Chance nutzen, um sich neben ihren Menschen zu legen oder setzen. Wenn andere Rassen im Huashalt leben, werden auch diese zum Kuscheln benutzt.

Charakter

Die Dalmatiner gehören wohl zu den bekanntesten Hunderassen der Welt, vor allem dank diverser Disney-Filme. Wie fast jeder Hunderasse, die mal in Mode kam, hat das den Dalmatinern mehr geschadet als genützt.

Fachleute raten Anfängern eher von einem Dalmatiner ab. Es sind sensible, aber trotzdem selbstständige und neugierige Hunde, die gerne die Führung übernehmen. Hier ist eine konsequente, aber dennoch liebevolle Erziehung notwendig. Härte verträgt dieser Hund nämlich gar nicht. Als Familienhund eignet er sich ebenfalls, auch wenn er eher mit größeren Kindern zurecht kommt. Zu viel Lärm und Hektik gehen ihm schnell auf die Nerven. In einer trubeligen Familien sollte der gepunktete Vierbeiner auf jeden Fall ein ruhiges Plätzchen zum Zurückziehen haben.

Der Dalmatiner ist ein Laufhund. Er liebt es lange Strecken neben dem Fahrrad herzulaufen oder seinen Menschen beim Joggen zu begleiten. Auch als Reitbegleiter ist er sehr gut geeignet. Ausreichende Bewegung braucht er jeden Tag, um nicht unzufrieden zu werden. Allgemein hat der Dalmatiner ein freundliches und offenes Wesen. In einigen Situationen zeigt er seine Wachhundeigenschaften. Ab und zu kann er jedoch seine Sturheit sehr zum Ausdruck bringen und zeigt seinen Willen zum eigenständigen Handeln.

Nichtsdestotrotz sind Dalmatiner in den richtigen Händen tolle Hunde. Sie haben einen eher geringen Jagdtrieb, sind sehr gelehrig, neigen kaum zur Agressivität und zum Bellen. Zudem sind sie ihrem Menschen treu ergeben und suchen stark seine Nähe. In ihren Augen ist der beste Platz für einen Hund das Sofa oder das Bett ihres Menschen.

Ein Dalmatiner ist also der richtige Hund für sportliche Menschen mit Hundeerfahrung.

Gesundheit und Lebenserwartung

Ein großes züchterisches Problem bei dieser Rasse ist die Taubheit. Etwa 4 % aller Dalmatiner wird taub geboren, weitere ca. 20 % sind einseitig taub. Außerdem neigt die Rasse zu Futterunverträglichkeiten, die sich dann häufig in Hautproblemen zeigen. Auch Blasen- und Harnsteine sind häufiger vertreten.

Dalmatiner können bis zu 14 Jahre alt werden.

Haltung und Pflege

Der Dalmatiner passt dank seiner anpassungsfähigen und humorvollen Art sehr gut in eine lebhafte Familie. Er benötigt einen sehr starken Familienanschluss mit viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Er ist wegen seines dünnen Fells nicht für eine Außenhaltung geeignet. Der Dalmatiner ist sehr Kinderfreundlich, sollte jedoch nicht als Spielzeug angesehen werden,da er sehr sensibel ist. Wenn Besucher kommen, macht der Dalmatiner sich bemerkbar. Er wird jedoch nicht aggressiv oder ängstlich. Der Dalmatiner braucht sehr viel Bewegung, da er gezüchtet wurde, um Kutschen tagelang begleiten zu können. Er ist verspielt und lernwillig genug um eden Hundesport zu betreiben. Eine Ausbildung zum Rettungshund ist ebenfalls möglich.

Es gibt leide Dalmatinertypische Gesundheitsprobleme. Etwa 4% der Dalmatinerwelpen kommen Taub zur Welt. Es ist wichtig, dass Du beachtest das Dalmatiner ein gestörtes Harnsäuretransportsystem haben und sich dadurch leicht Harnsteine bilden können. Als Vorbeugung dafür, kannst du auf eine sehr Purinarme Ernährung achten. Viel Purin ist zum Beispiel in Fisch, Hefe oder Innereien. Ebenfalls sind bei dn Dalmatinern oft Allergien sehr verbreitet. Sie leiden außerdem oft an einer Imunschwäche. Hierbei kann Omega 3 sehr helfen.

Verwandte und ähnliche Rassen

Ähnlich sind andere schlanke Rassen wie der English Pointer oder der Podenco

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