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American Staffordshire Terrier

Größe:
43 – 48 cm
Gewicht:
20 – 30 kg
Herkunft:
USA
Lebensdauer:
10 – 15 Jahre
Farbe:
schwarz, rehfarbe, weiß
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Auslauf
Fellpflege
Haaren
Für Anfänger geeignet
Anfällig für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
Katzenfreundlich
    wenig:

    viel:

Rassebeschreibung

Der American Staffordshire Terrier ist eine junge Hunderasse aus den USA. Die Rasse stammt unter anderem vom Terrier und der alten Bulldogge ab. Er wird abgekürzt auch „Amstaff“ genannt.

Die Hunderasse steht in Deutschland auf diversen Rasselisten. Das heißt, je nach Bundesland gibt es spezielle Vorschriften, die ein Halter dieser Hundeart einhalten muss. Diese können von einem Führungszeugnis bis zu einer Anlein- oder Maulkorbpflicht reichen. Auch in anderen europäischen Ländern genießt der American Staffordshire Terrier kein hohes Ansehen und wird schnell als „Kampfhund“ abgestempelt.

In Dänemark ist der American Staffordshire Terrier sogar gänzlich verboten. Wohingegen in England die Rasse als angesehener Haushund gehalten wird und den Spitznamen „Nanny Dog“ erhalten hat. Klar ist dadurch, dass die Aggressivität von Hunden weniger von der Rasse an sich, sondern viel mehr vom Halter bzw. dessen Führungsstil bestimmt wird.

Herkunft

Wieso der American Staffordshire Terrier auch oft als Kampfhund bezeichnet wird, hängt mit seiner Herkunft zusammen. Die Rasse entstand während des 19. Jahrhunderts im Black County Mittelenglands, das sogenannte Staffordshire. Dort führten Kohle- und andere Industriearbeiter regelmäßig Hundekämpfe aus. Um noch stärkere und kampffähigere Hunde zu bilden, fingen sie an, die Rassen Alte Bulldogge und Terrier zu kreuzen.

Dies war zwar illegal, interessierte aber in den Hinterhöfen, in denen die Tierkämpfe stattfanden, fast niemanden. Als die sogenannte „Bull and Terrier“ Rasse nach Amerika überschwappte, bekam sie den oft verwendeten Namen „Pitbull“. Pit bezieht sich hierbei auf den Ring der Hundekämpfe.

Anfang des 20. Jahrhunderts vermehrten sich die Stimmen, den „Amstaff“ auch als Familienhund zu halten. Mit der Zeit wandte sich die Bevölkerung immer mehr gegen die Hundekämpfe und der Pitbull wurde immer beliebter. Dies ging so weit, dass der American Staffordshire Terrier im Ersten Weltkrieg als motivierendes Beispiel, welches nach vorne geht, angeführt wurde.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts steigerte er seine Beliebtheit in der Gesellschaft stetig. Auch in der Kurzfilmserie „Die kleinen Strolche“ (1922-1944) wurde der Amstaff zum freundlichen und hilfsbereiten Begleiter. So bekam er durch das Kino immer mehr Bekanntheit und Akzeptanz in der Bevölkerung.

1972 wurde die Rasse erstmals als American Staffordshire Terrier bezeichnet. Dies sollte eine klare Abgrenzung zum Verwandten aus England darstellen. Der „Amstaff“ ist breiter, höher und kräftiger.

In Deutschland ist er aufgrund seiner Vorurteile als „Kampfhund“ nicht sehr oft vorzufinden. Die Betreuung der Rasse wird von drei Vereinen im VDH übernommen.

Aussehen

american stafford
Im Aussehen unterscheiden sich American-Staffords.

Der American Staffordshire Terrier sticht vor allem durch seinen kompakten und kräftigen Körperbau hervor. Der Hund ist mittelgroß und kann bis zu 30 kg wiegen. Der „Amstaff“ besitzt einen bulligen Kopf und hat Schlappohren.

Er hat ein kurzes, glänzendes Fell und in den Farben ist er vielfältig. Sowohl einfarbig, gefleckt oder mehrfarbig gibt es ihn. Das Erscheinungsbild ist eindrucksvoll und elegant zugleich. Das Ziel der Züchtung ist laut dem 1. American Staffordshire Terrier Clubs auf die Bildung gesunder Tiere und erst zweitrangig auf das Aussehen gerichtet.

Charakter und Wesen

Das Wesen des American Staffordshire Terriers lässt sich als ruhig, intelligent und mutig zusammenfassen. Seinem Halter ist er liebenswert und treu ergeben. Er besitzt durch seinen kräftigen Körperbau eine hohe Kampfkraft. Jedoch lässt er sich kaum provozieren. Besonders bei der Rasse ist aufgrund der Zuchthistorie die hohe Kontrollierbarkeit durch den Besitzer.

In der offiziellen Zucht wurde die Rasse ausschließlich als Begleit- und Familienhund gezüchtet. Leider gibt es jedoch auch schwarze Schafe, die den „Amstaff“ wild mit anderen Rassen gekreuzt haben. Deshalb ist vor dem Kauf besonders darauf zu achten, dass der Hund von einem zertifizierten Züchter kommt.

Solange die Hunde richtig und fürsorglich gehalten werden, weist das Wesen des Hundes einen stets liebevollen und hilfsbereiten Charakter auf. Somit dient er als perfekter Begleiter oder als Familienhund.

Haltung und Ernährung

Der American Staffordshire Terrier ist ein sehr aktiver Hund, der gefordert werden will. Es reicht also nicht, nur eine Runde Gassi mit ihm zu gehen. Er möchte dauernd und vielseitig beschäftigt werden. Und das nicht nur körperlich. Der „Amstaff“ ist intelligent und will jedes Mal aufs Neue herausgefordert werden. Um den Hund richtig zu führen, muss ab dem Welpenalter konsequent mit dem Hund umgegangen werden.

Klare Grenzen sind zu setzen, damit der Hund ganz genau weiß, wem er Folge zu leisten hat. Wenn dies von Anfang an durchgezogen wird, wird der „Amstaff“ ein stets treuer und gehorsamer Begleiter sein.

Zusätzlich ist der American Staffordshire Terrier ein aufgeweckter Hund, der in jungen Jahren auch gerne spielt. Auch Hundesport jeglicher Art ist mit ihm ohne Probleme möglich, wenn nicht sogar förderlich. Zudem ist er stets wachsam und hält immer ein Auge auf seinen Besitzer.

Da der „Amstaff“ auf vielen Listen für angeblich gefährliche Hunde steht, sollte vor einem Urlaub im Ausland vorher ganz genau recherchiert werden, welche betreffenden Regelungen im Land vorherrschen. Es ist sogar möglich, dass die Rasse in manchen Ländern komplett verboten ist. Dies ist zum Beispiel in Dänemark der Fall.

Die Einreise in solche Länder sollte man mit diesem Hund definitiv vermeiden, da sonst ein Zwangseinzug durch die örtlichen Behörden erfolgen könnte.

Der „Amstaff“ hat keine besonderen Anforderungen an die Ernährung. Allgemein gilt es, die Futterration an die jeweilige Größe des Hundes anzupassen. Professionelle Empfehlungen gibt der jeweilige Züchter oder Tierarzt. Bei genügend Auslauf und Beschäftigung sollte Übergewicht im Normalfall nicht vorkommen.

Erziehung und Pflege

Bei der Erziehung ist besonders darauf zu achten, dass der Hund schon von Beginn an konsequent geleitet wird. Jede Handlung sollte klar und deutlich für den Hund verständlich sein. Da der Hund besonders aufgeweckt ist und einen starken Drang nach Bewegung und Arbeit hat, sollte man ihm klare Grenzen setzen.

Das heißt nicht, dass man keinen Spaß mit dem Hund haben kann. Im Gegenteil, der Hund weiß bei richtigem Umgang ganz genau, wann er an der Reihe ist und wann er zu folgen hat. Wenn man das ohne Ausnahmen durchzieht, ist es auch für den Hund einfacher. So kann er Handlungen klar deuten und die Autorität des Besitzers wird nicht dauerhaft infrage gestellt.

Der „Amstaff“ sucht förmlich die tiefe Bindung mit seinem Halter. Das Herrchen oder Frauchen wird somit bei der richtigen Erziehung von seinem Hund angehimmelt werden. Die Erziehung sollte deshalb mit einer sowohl ruhigen, respektvollen, als auch starken Hand vorgenommen werden.

Die Sozialisierung mit anderen Hunden sollte so früh wie möglich passieren. Dabei sollte jedoch die Begegnung ruhig und im neutralen Gebiet vollzogen werden. Durch seinen starken Willen und die Kräftigkeit ist er nur bedingt für Anfänger oder unerfahrene Besitzer geeignet. Der „Amstaff“ ist der perfekte Hund für Halter mit langjähriger Erfahrung, die wissen, wie man eine konsequente Erziehung durchführen kann. Zusätzlich ist der Besuch der Hundeschule stark zu empfehlen.

Gesundheit und typische Krankheiten

Der American Staffordshire Terrier erfreut sich im Allgemeinen einer rundum guten Gesundheit. Vereinzelt können Beschwerden im Ellenbogen- oder Hüftbereich auftreten.

Lebenserwartung

american-stafford
Mit einem American-Stafford kannst Du lange Freude haben.

Der „Amstaff“ kann um die 12 Jahre alt werden. Dank seiner auf Gesundheit und Fitness orientierten Zucht, ist er auch bis in hohe Lebensalter noch sehr fit und agil.

Hunderasse American Staffordshire Terrier kaufen

Bei dem American Staffordshire Terrier handelt es sich um einen sogenannten Listenhund. Das heißt, je nach Bundesland kommen verschiedenste Auflagen auf den Halter zu. Vor dem Kauf sollte man sich also intensiv informieren und fragen, ob man diese Vorschriften problemlos einhalten kann oder will. Zudem ist der „Amstaff“ in der Bevölkerung oft als Kampfhund verschrien und besitzt kein sehr hohes Ansehen.

Welpen sollten nur bei einem Züchter der drei Vereine vom Dachverband des VDH erworben werden. Nur so kann die Herkunft einwandfrei sichergestellt werden. Außerdem kann damit ausgeschlossen werden, dass keine unerwünschten Kreuzungen stattgefunden haben, die das Wesen des „Amstaff“ negativ beeinflussen könnten. Ein „Amstaff“Welpe aus seriöser Züchtung hat einen Preis von ungefähr 1000 €.

Als Alternative gibt es natürlich noch die Adoption aus einem Tierheim oder einer Nothilfestation. Diese Tiere warten meist schon lange auf ein neues Zuhause und sehnen sich nach einem Besitzer, der ihnen Geborgenheit und vor allem die nötige Aufmerksamkeit schenkt.

Jedoch sollte man sich vorher die Vorgeschichte des jeweiligen Hundes ganz genau anschauen, da die meisten Tiere leider keine reibungslose Vergangenheit haben. Deshalb sollten vor allem nur erfahrene Hundebesitzer oder intensiv geschulte Personen diese Möglichkeit suchen.

Entscheidungshilfe

Der Kauf eines Hundes sollte immer wohl und gründlich überlegt sein. Diese Entscheidung trifft man nur ein Mal. Es ist nicht so, dass man nach ein paar Monaten, wenn die Motivation sinkt, den Hund einfach wieder zurückgeben kann. Der Hund ist ein Begleiter für viele Jahre.

Mit starkem Engagement und der richtigen Erziehung wird man jedoch sehr viel Spaß und viele schöne Stunden mit seinem treuen Weggefährten verbringen können.

FAQ zum American Staffordshire Terrier

Für wen eignet sich ein American Staffordshire Terrier?

Ein „Amstaff“ ist grundsätzlich für jeden Hundehalter geeignet. Allerdings solltest Du bereits über viel Erfahrung mit der Hundererziehung verfügen, da diese Rasse von klein auf eine konsequente Erziehung benötigt.

Sind American Staffordshire Terrier gefährliche Hunde?

Nein, sind sie nicht. Das Vorurteil kommt nur durch den Hintergrund ihrer Entstehungsgeschichte in Verbindung mit Hundekämpfen. „Amstaffs“ sind sehr intelligente, aufgeweckte und treue Hunde und eignen sich sogar auch für Familien.

Worauf muss ich achten, wenn ich einen American Staffordshire Terrier kaufen möchte?

In vielen Bundesländern ist der Hund auf der Rasseliste. Informiere Dich daher vorher bei Deinem Wohnort, unter welchen Bedingungen Du diese Rasse halten darfst. Häufig sind Anlein- und/oder Maulkorbpflicht der Fall. Auch ist die Rasse in einigen Ländern generell verboten, z.B. in Dänemark.

Quellen

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2 Gedanken zu „American Staffordshire Terrier“

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