Akita Inu

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Größe:
61-71 cm
Gewicht:
32-50 kg
Herkunft:
Japan
Lebensdauer:
10-15 Jahre
Farbe:
weiß, stromung, fehfarbe, pinto, rot
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Auslauf
Haaren
Fellpflege
Für Anfänger geeignet
Anfälligkeit für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
    wenig:

    viel:

Andere Namen

Japanischer Akita, Shishi Inu

Größe und Gewicht

Größe: 61 bis 71 cm
Gewicht: 32 bis 50 kg

Aussehen

Das Deckhaar des Akitas ist dicht und hart und er hat weiche, dicke Unterwolle. Es gibt ihn in den Farben pfefferrot, schwarz, pfeffer- und salzfarben, gestromt, weiß oder gescheckt. Manche Akitas haben eine schwarze Gesichtsmaske, die zum Beispiel in Japan als Fehler gewertet wird. In den USA und Europa allerdings sind diese Hunde sehr begehrt.

Geschichte

Akitas haben einen festen Platz in der japanischen Geschichte. Erstmals sollen diese Hunde bereits vor 5000 Jahren erwähnt worden sein und schon die Samurais begleitet haben.Ursprünglich diente der Akita sowohl als Helfer bei der Jagd auf Bären und Schwarzwild als auch als Wachhund für Haus und Hof. Um die Jahrhundertwende war der Akita auch als Teilnehmer bei Hundekämpfen beliebt, was für die Rasse an sich natürlich schrecklich war. In dieser Zeit wurden große kräftige Hunde wie der Tosa Inu oder andere Mastiff-Rassen eingekreuzt. Glücklicherweise wurden Hundekämpfe in Japan 1908 verboten.

Eine weitere schwierige Phase machte die Rasse im 2. Weltkrieg durch, als alle Hunde entweder zum Militär eingezogen wurden oder als Fleisch- und Felllieferanten dienten. Bevor die Akitas ganz ausstarben, konnte mit den verbliebenen Exemplaren jedoch die Zucht wieder von Neuem begonnen werden. Allerdings existierten zu diesem Zeitpunkt zwei verschiedene Varianten. In die schlankere waren wahrscheinlich in der Zeit des Krieges Deutsche Schäferhunde eingekreuzt worden. Diese Linie wurde durch das Militär in die USA gebracht, wo sie sich zum American Akita weiterentwickelte.

In Japan dagegen wollte man lieber zum ursprünglichen Erscheinungsbild des Akitas zurückkehren. Dafür wurden vereinzelt Chow Chows, japanische Schlittenhunde und der Jagdhund Kishu Inu eingekreuzt.

Heute sind Akita Inus in Japan nach wie vor sehr beliebte Hunde, denn dort gehören sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts zum Kulturdenkmal. In Europa ist die Rasse noch relativ selten anzutreffen, auch wenn die Verbreitungszahlen in den letzten Jahren etwas gestiegen sind.

Akita Inu / © 123 RF Eric Isselee
Akita Inu / © 123 RF Eric Isselee

Charakter

Der Akita Inu besitzt einen dominanten, eigenwilligen Charakter. Er möchte der Chef sein und zeigt dies auch. Eine konsequente Erziehung von Anfang an ist daher ein Muss. Dazu kommt, dass er ein ausgezeichneter Jäger ist und diesen Trieb auch gerne auslebt. Der Akita Inu ist ein körperlich sehr aktiver Hund, das bedeutet, dass er täglich viel Auslauf benötigt. Er ist hervorragend dafür geeignet, seinen Menschen beim Fahrradfahren oder Joggen zu begleiten. Aber auch geistige Forderung sollte nicht zu kurz kommen. Dies alles macht den Akita zu einem Hund, der in erfahrene Hände gehört.

Bei ausreichender Auslastung ist er zuhause ein ruhiger, ausgeglichener Hund, der auch mit Kinder gut zurecht kommt. Andere Haustiere können aufgrund seines Jagdtriebs mitunter problematisch sein. Sein Revier bewacht und verteidigt er. Als reiner Wachhund eignet er sich dennoch nicht, da er sehr an seinen Menschen hängt und nicht gerne alleine ist.

Abschließend kann man also sagen, dass ein Akita Inu am Besten in einem Haus mit großen Grundstück und viel Auslaufflächein der Nähe lebt. Seine Menschen sollten sportlich und aktiv sein, aber auch viel Zeit für Erziehung und Beschäftigung mit dem Hund haben.

Gesundheit und Lebenserwartung

Akita Inus können bis zu 12 Jahre alt werden. Sie sind relativ robuste Hunde, die keine besonderen rassetypischen Krankheiten aufweisen.

Verwandte und ähnliche Rassen

Shiba Inu, Spitz, Samojede, Chow Chow

Wissenswertes

Der berühmteste Akita Inu ist ein Rüde namens Hachiku. Dieser Hund hat für immer einen Platz im Herzen der Japaner. Als Welpe lief er seinem Besitzer zu. Von nun an wartete der Hund täglich abends am Bahnhof auf seinen Herren. Als dieser eines Tages an seinem Arbeitsplatz verstarb, wartete der Hund trotzdem jahrelang täglich um die gleiche Uhrzeit am Bahnhof. Diese wahre Geschichte wurde als Buch veröffentlicht und mit Richard Gere in der Hauptrolle verfilmt.

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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