Siberian Husky

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Größe:
50 – 60 cm
Gewicht:
20 – 28 kg
Herkunft:
USA
Farbe:
weiß/schwarzes Muster oder gänzlich weiß
Lebensdauer:
12 Jahre
FCI Gruppen:
Auslauf
Sabbern
Haaren
Fellpflege

Rassebeschreibung

Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer Schlittenhund, welcher seit Jahrhunderten den Menschen am Polarkreis das überleben sichert. Er zählt zu den robustesten und kälteresistentesten Hunderassen auf der Welt. Sein Aussehen ist einzigartig und ähnelt vom weiten dem eines Wolfes.

Herkunft und Rassegeschichte

Wie man sich vom Namen schon denken kann, stammt der Siberian Husky aus den tiefen Gründen von Sibirien. Dort dient er seit hunderten von Jahren den Einheimischen zur Jagd sowie zum Transport und Schutz des Menschen. Durch die Funktion als Schlittenhund, konnten die Menschen im eisigen und verschneiten Gebiet Sibiriens wichtige Strecken möglichst schnell durchqueren.

Sie zogen damit nicht nur den Menschen samt seinem Gepäck durch die schneebedeckte Landschaft, sondern dienten gleichzeitig auch als Navigationssystem dank ihres natürlichen Orientierungssinns. Zum Schutz vor gefährlichen Wildtieren wie Bären dienten sie ebenfalls. Zusätzlich wärmten sie in der eisigen Kälte den Menschen über die Nacht.

Somit ist der Siberian Husky nicht nur ein einfacher Begleiter für diese Menschen, sondern auch die Lebensgrundlage in den tödlichen Gegebenheiten der Natur.

Die gezielte und moderne Züchtung dieser Tiere begann aber erst relativ spät. 1910 reiste ein Pelzhändler aus Sibirien zusammen mit seinen Huskys nach Alaska. Dort gab es auch zwar auch Schlittenhunde, diese waren aber um einiges größer und kräftiger gebaut.

Als der besagte Pelzhändler in einem Schlittenrennen gegen die dortige Bevölkerung antreten wollte, wurden seine Hunde belächelt und beschimpft. Dadurch ist der heutige Name der Hunde entstanden. „Husky“ war zu dieser Zeit ein Schimpfwort gegen die einheimischen Eskimos.

Als unerwarteter weise der Pelzhändler aus dem entfernten Sibirien zusammen mit seinen Huskys das Rennen gegen die Konkurrenz gewann, wurden seine Hunde populärer. Die Siberian Huskys waren den vor Ort stammenden Hunden in Schnelligkeit und Leichtigkeit überlegen. So kam es dazu, dass sich immer mehr Menschen vor Ort für diese Hunde interessierten.

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts begann mit dem Norweger Leonard Seppala die gezielte Zucht der Hunde, welche ein Schlittenrennen nach dem anderen gewonnen. So erfreute sich der Siberian Husky immer mehr Beliebtheit unter den Menschen.

1933 wurde der Siberian Husky dann auch offiziell in den USA als Rasse anerkannt. Die Anerkennung in Europa folgte im Jahr 1966.

In den USA wurde der Siberian Husky so beliebt, dass in den 70er Jahren die Zucht für das breite Publikum gestartet wurde. Im Verlauf der weiteren Zucht entstanden dann zwei voneinander sich unterscheidende Linien. Zum einen der „Working Siberian Husky“, welcher am meisten dem ursprünglichem Husky ähnelt, und dem Husky welcher zu Showzwecken gezüchtet wurde.

Ersterer diente weiterhin hauptsächlich als Arbeitshund und unterstützte den Menschen in den kalten Regionen. Die Showvariante des Huskys wurde im Laufe der Zeit auch vermehrt als Familienhund gehalten.

Aussehen des Siberian Huskys

Der Siberian Husky hat in seinem Auftreten ein charakteristisches Erscheinungsbild. Er ist mittelgroß, hat ein sehr dichtes Fell und eine sportliche Körperform. Laut dem FCI Standard besitzen die Rüden eine Widerristhöhe von 53 bis 60 cm und ein Gewicht von 20 bis 28 kg. Die Hündinnen können dagegen 50 bis 56 cm groß werden und wiegen im Normalfall zwischen 15 bis 23 kg.

Das Fell und der Körperbau eines Siberian Huskys ähnelt vom weiten stark dem eines Wolfes. Der Siberian Husky besitzt einen kompakten und muskulösen Körperbau, welcher unter einer dicken und doppellagigen Fellschicht steckt. Das Fell kann verschiedene und durchaus ausgefallene schwarz/weiße Muster aufweisen.

Auch rein weiße Varianten sind möglich. Die Augenfarbe des Huskys kann zwischen blau und braun variieren, auch unterschiedlich farbige Augenpaare sind möglich.

Die für die Arbeit gezüchtete Linie unterscheidet sich von der Showlinie vor allem durch einen sportlicheren und windschnittigeren Körperbau. Die Show-Huskys ähneln von ihrem Äußeren meist Plüschtieren und besitzen ein flauschigeres Fell.

Charakter und Wesen

Der Charakter und Wesen eines Siberian Huskys ist voll und ganz auf die ausdauernde Arbeit im Schnee ausgelegt. Er liebt das Laufen in der Natur und am meisten natürlich an einem Schlitten vorne dran. Diese Begeisterung der Hunde kann man immer wieder bei extra ausgetragenen Schlittenhunderennen bestaunen.

Die Hunde können es vor dem Start kaum erwarten los zu rennen und sobald der Startschuss fällt, bewegen sich die Hunde mit aller Kraft und Entschlossenheit nach vorne.

Siberian Huskys sind sowohl intelligente, sportliche als auch dem Menschen sehr verbundene Tiere. Die Arbeit und Aktivität in der Natur ist ihre Leidenschaft. Bei den Huskys handelt es sich um eher hierarchisch geprägte Tiere, die die Führung vom Halter verlangen. Neben ihrer ruhigen Art sind sie besonders wachsam und beobachten ihre Umgebung ganz genau.

Gegenüber Menschen ist der Husky freundlich eingestellt. Zudem ist ihm der Schutz seines Frauchens oder Herrchen besonders wichtig und ist immer bereit sein Rudel oder seine Familie zu verteidigen. Auch der Jagdinstinkt ist in ihm immer noch enthalten.

Aus diesem Grund handelt es sich bei dem Husk, um einen anspruchsvollen Hund, welcher eine konsequente Erziehung und die volle Aufmerksamkeit von seinem Besitzer benötigt. Wenn dies der Fall ist, kann der Husky pflegeleicht und liebevoll im Umgang mit seiner Familie sein.

Die Showvariante des Huskys benötigt meist etwas weniger Auslauf und fühlt sich auch im kuscheligen Zuhause sehr wohl. Jedoch sollte man auch dann nicht verkennen, dass er von echten Schlittenhunden abstammt und nach ausreichend Bewegung verlangt.

Haltung und Ernährung

Der Siberian Husky ist ein echter Arbeitshund, welcher die Herausforderung und Beschäftigung von seinem Besitzer benötigt. Durch seine anspruchsvolle Art ist er kein Hund für einen hundeunerfahrenen Besitzer. Huskys brauchen die ausdauernde Bewegung in der freien Natur. Ihr Arbeitsdrang und ihr Jagdtrieb sollten nicht unterschätzt werden.

Die Haltung eines solchen Hundes verlangt abwechslungsreiche sowie herausfordernde Aktivitäten. Eine Möglichkeit, um diese optimal auszufüllen, ist der Hundesport. Huskys lieben es einen Schlitten zu ziehen. Jedoch gibt es auch viele Alternativen in schneelosem Gebiet. So gibt es zahlreiche Gefährte wie Scooter, Trikes oder Fahrräder, welche speziell auf das Ziehen durch einen Hund angepasst sind.

Diese Art der Beschäftigung macht nicht nur dem Hund eine Menge Spaß, sondern kann auch den Menschen an seine sportlichen Grenzen bringen. Deshalb ist ein Siberian Husky vor allem für aktive Menschen geeignet.

Der Siberian Husky ist ein freiheitsliebender Hund, welcher genügend Auslauf benötigt. Einer Haltung in einer Wohnung ist deshalb abzuraten. Auch für die Haltung in einem Zwinger ist dieser Hund auf keinen Fall geeignet. Mindestens sollte ein mittelgroßer Garten vorhanden sein.

Bevor man den Hund jedoch in diesem spielen lässt, sollte man sich sicher sein, dass alle möglichen Ausgänge genügend gesichert sind. Sein Drang nach Freiheit lässt den Hund gerne Ausbüchsen und neue Gebiete erkundigen. Deshalb sollte man seinen Garten so ausbruchssicher wie nur möglich gestalten.

Wenn täglicher Auslauf und reichlich Beschäftigung für den Hund gegeben sind, ist er ein sehr liebevoller Hund, welcher das Beisammensein bei der Familie genießt.

Ernährung

Siberian Huskys können, was die Wahl ihres Futters angeht, wählerisch sein. Deshalb sollte man verschiedene Methoden und Futtertypen austesten. Wichtig hierbei ist, dass es sich um ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil handelt. Zudem sollte man auf die Zufuhr von Gemüse und guten Nährwerten achten.

Bei sportlichen Aktivitäten, welcher beim Husky sehr zu empfehlen sind, ist der Energiebedarf etwas erhöht. Dementsprechend sollte man die Futtermenge auch anpassen.

Erziehung und Pflege

Die Erziehung eines Siberian Huskys ist eher nichts für einen Hundeanfänger. Aufgrund der sehr hohen Anforderungen, die dieser Hund stellt, ist eine artgerechte Erziehung von Beginn an wichtig.

Der Siberian Husky hat einen sehr großen Freiheitsdrang, der mit einer konsequenten Erziehungsweise und viel Bewegung kontrolliert werden muss.

Der Husky ist ein sehr lernfreudiger Hund und kann von einem hundeerfahrenen Besitzer gut ausgebildet werden. Wenn er aufs Wort gehorcht, ist er ein angenehmer und hilfsbereiter Zeitgenosse. Besonders Aufblühen kann der Hund bei gemeinsamen Aktivitäten mit seinem Frauchen oder Herrchen.

Um andere Haustiere nicht als Beute wahrzunehmen, sollte man einen Siberian Husky schon möglichst im Welpenalter an die Mitbewohner gewöhnen.

Die Fellpflege ist beim Siberian Husky sehr wichtig. Er sollte regelmäßig gebürstet werden und während seines zwei Mal im Jahr stattfindenden Fellwechsels verliert er besonders viele Haare. Diese können sich auf allen Gegenständen in der Wohnung oder auch im Auto sowie auf der eigenen Kleidung ausbreiten.

Gesundheit und typische Krankheiten

Ein aus gesunder Züchtung stammender Husky ist ein kerngesunder und fitter Begleiter des Menschen. Vorsichtig sollte man bei überzüchteten Varianten sein, die nur auf äußerliche Merkmale und die Haltung in einer Wohnung hin gezüchtet wurden.

Diese sind konditionell und die Gesundheit betreffend weit schwächer als ihre für Arbeitszwecke gezüchteten Verwandten.

Lebenserwartung des Siberian Huskys

Aus gesunder Züchtung stammend, können Siberien Huskys ein stolzes Alter von ungefähr 12 Jahren erreichen.

Hunderasse Siberian Husky kaufen

Einen Siberian Husky sollte man bei einem Züchter aus einem der beiden Vereine des VDH erwerben. Überzüchteten Varianten ist möglichst aus dem Weg zu gehen. Diese Tiere erfreuen sich meist keiner hohen Gesundheit und entsprechen nicht dem Wesen eines echten Siberian Huskys. Einen Welpen aus verantwortungsvoller Züchtung bekommt man ab einem Preis von 1000€.

Natürlich ist es auch möglich einen Husky aus einem nahegelegenen Tierheim zu adoptieren. Wichtig hierbei ist es sich ausgiebig mit der Vorgeschichte des Tieres zu beschäftigen. Eine ausführliche Beratung vom Personal ist ratsam.

Da diese Hunde meist keinen einfachen Hintergrund haben, ist eine geduldige Herangehensweise wichtig. Der Siberian Husky ist zudem eher für hundeerfahrene Menschen geeignet.

Entscheidungshilfe

Sollten Sie überlegen sich einen Siberian Husky anzuschaffen, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen. Beim Erwerb eines Husky Welpen, können Sie davon ausgehen, dass Sie einen Begleiter über mindestens 10 Jahre erhalten. Ein Husky ist ein sehr anspruchsvoller Hund was den Auslauf und das Ausführen von Aktivitäten anbelangt. Als zukünftiger Besitzer sollte man möglichst schon sportlich aktiv sein.

Die Erziehung eines Siberian Huskys benötigt erfahrene Hände. Diese Hunde möchten und müssen von ihrem Halter geführt werden. Auch wenn manche Exemplare beinahe so aussehen, handelt es sich bei Huskys um keine Plüschtiere, sondern echte Arbeitstiere, welche die Herausforderung und das Leben in der Natur lieben.

Wenn Du denkst, dass Du einem solchen Hund gerecht werden kannst, wirst Du über viele Jahre einen treuen Begleiter und hilfsbereiten Freund an Deiner Seite haben.

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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