Goldendoodle

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Größe:
60 – 75 cm
Gewicht:
15 – 35 kg
Herkunft:
USA
Lebensdauer:
11 – 15 Jahre
Farbe:
creme, goldbraun, schwarz
FCI Gruppen:
Auslauf
Fellpflege
Haaren
Für Anfänger geeignet
Anfällig für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
Katzenfreundlich
    wenig:

    viel:

Rassebeschreibung

Der Goldendoodle ist ein sogenannter Designer-Dog. Er wurde durch die Kreuzung eines reinrassigen Golden Retrievers mit einem reinrassigen Pudel erschaffen. Der Name setzt sich aus dem „Golden“ vom Retriever und der englischen Bezeichnung von Pudel, also „Poodle“, zusammen.

Er soll die positiven Eigenschaften beider Rassen vereinen und besonders als Allergikerhund geeignet sein.

Herkunft und Rassegeschichte

Der Goldendoodle entstammt aus der Idee des Australiers Wally Conrons. Dieser war in den 1980er Jahren Zuchtleiter der Royal Guide Dog Association und auf der Suche nach einem passenden Blindenführhund, der aber auch für Allergiker geeignet ist. Der Pudel eignet sich besonders gut für Menschen mit einer Haarallergie, da er praktisch gesehen keine Haare verliert.

Und der Labrador Retriever bietet große Vorteile in der Arbeit mit dem Menschen und wird oft als Assistenzhund verwendet. Da der Körperbau und das Wesen der beiden Tiere sich nicht stark unterscheiden, entschied Wally Conrons die beiden Rassen gezielt zu kreuzen. Dies gelang zwar mit Erfolg jedoch ließen sich am Anfang nur sehr wenige Abnehmer finden. Erst als er die Idee hatte, die neue Hybrid-Rasse „Labradoodle“ zu taufen, stieg der Erfolg dieser.

Vor allem die Nachfrage in den USA stieg rasant an. Als die Beliebtheit dieser Züchtung sich weiter vergrößerte, fingen geschäftstüchtige Züchter an immer neue Designer Hunde zu kreieren. So konnten Interessenten anhand verschiedener Merkmale ihren ganz individuellen Hund zusammenstellen. Das Problem dabei war aber, dass kaum Rücksicht auf die Verträglichkeit der zu kreuzenden Rassen gelegt wurde. Sowohl der Körperbau als auch das Wesen der beiden Rassen muss kompatibel sein.

So kam es zu vielen weiteren Kreuzungen mit dem Pudel wie dem Cockaspoo (Pudel mit Cocker-Spaniel), Shih-Poo (Pudel mit Shih-Tzu) oder dem Goldendoodle. Auch die Kreuzung mit einem Rottweiler soll es gegeben haben.

Nicht nur der Pudel wurde zur Kreuzung mit teilweise völlig entgegengesetzten Rassen genutzt. Den Designer-Dog Züchtern fielen mit der Zeit immer neue durchaus abstruse Kreuzungen ein.

Dies hatte zur Folge, dass das Wesen eines starken Hundes in den schwachen Körper eines anderen transferiert wurde (Beispiel „Jug“ oder „Puggle“). Deshalb sind diese auch als „Hybridhunde“ bezeichneten Rassen besonders anfällig für Krankheiten.

Beim Goldendoodle kann man jedoch von einer eher gesünderen Hybrid-Rasse ausgehen. Da die Ausgangsrassen Goldener Retriever und Poodle, in ihrem Wesen und Körperbau viele Dinge vereinen. Beide kommen als Assistenzhunde zum Einsatz und sind gerade im Umgang mit dem Menschen sehr verträglich.

Aussehen

Goldendoodle

Der Goldendoodle ist eine Mischung aus dem Goldenen Retriever und Pudel. Dies kann man auch an seinem Äußeren erkennen. Er ist ähnlich groß wie seine Verwandten und zählt somit zu den mittelgroßen Rassen. Das Fell kann je nach Ausprägung mehr dem Pudel oder dem Retriever ähneln.

Allgemein sind Variationen im Bereich vom lockigen Haar des Pudels bis hin zu eher langen, glatten Haaren vom Golden Retriever möglich. Von den Farben her reicht das Spektrum von cremig- weiß über gold-gelb bis hin zu gänzlich schwarz. Auch Brauntöne sind möglich.

Da er in den meisten Fällen die Eigenschaften nicht bzw. weniger zu Haaren vom Pudel geerbt hat, ist er gerade für Allergiker sehr interessant. Dennoch kann es auch vorkommen, dass diese Eigenschaft nicht übertragen wurde.

Der Goldendoodle hat im Durchschnitt eine Widerristhöhe von 50 bis 70 cm und wiegt zwischen 20 und 40 kg. Die im Verhältnis große Variation in der Größe und im Gewicht, lässt sich auf die Züchtung mit kleinen bzw. großen Pudelrassen zurückführen. Meist sind die Hunde eher schlank und sportlich. Je nach Vorfahren sind aber auch da Spielräume zu verzeichnen.

Charakter und Wesen

Genau wie beim Aussehen können auch beim Charakter und Wesen unterschiedliche Ausprägungen auftreten. Da sowohl der Pudel als auch der Golden Retriever zur Jagd am Wasser und als Arbeitshund verwendet wurden, lassen sich ähnliche Eigenschaften beim Goldendoodle erkennen.

Somit zählt er zu den lernfreudigen Hunden, deren Intelligenz herausgefordert werden will. Anspruchsvolle Aufgaben und regelmäßige Beschäftigung sollten deshalb auch im Umgang mit dem Goldendoodle ausreichend vorhanden sein.

Die soziale Kompetenz beim Goldendoodle ist überdurchschnittlich hoch und macht ihn zum geeigneten Familienhund. Der Goldendoodle ist sehr aktiv und mag es die Natur mit seiner Nase zu erkunden. Außerdem ist er aufgrund seiner Vorfahren, die als Arbeitshunde agierten, bereit immer neue Aufgaben von seinem Halter entgegen zu nehmen.

Da die Bestimmung des Wesens bei Designerhunden nicht ganz einfach ist und verschiedenste Ausprägungen haben kann, ist das Lesen des Stammbaums besonders wichtig. Je nachdem welche Rassen zu den genauen Vorfahren zählen, lassen sich auch gewisse Charakterzüge ableiten.

Haltung und Ernährung

Die Haltung des Goldendoodles gestaltet sich als Familienhund eher unproblematisch. Wichtig sind vor allem eine ausreichende Beschäftigung und regelmäßige Aktivitäten mit dem Hund. Die Arbeit mit dem Menschen ist dem Hund besonders wichtig. Gemeinsames Laufen in der Natur oder andere sportliche Betätigungen sind ratsam.

Der Hund will zudem seine geistigen Fähigkeiten immer wieder auf die Probe stellen. Das Stellen von abwechslungsreichen Aufgaben kann dem Hund helfen seine Bedürfnisse zu befriedigen. Auch Apportieren und das Spielen im Wasser zählen in den meisten Fällen zu den Leidenschaften des Goldendoodles.

Die Eigenschaft des Nicht-Haarens, welche vom Pudel übernommen sein soll, ist noch nicht eindeutig bewiesen. Deshalb kann auch keine Garantie gegeben werden, dass er sich perfekt für Allergiker eignet. Viele Allergiker leben ohne Probleme mit dieser Hunderasse zusammen, es empfiehlt sich aber die Verträglichkeit bei längerem Kontaktt mit den Hunden zu testen.

Ernährung

Die Ernährung des Goldendoodles ist im Normalfall unproblematisch. Je nach Größe sollte die Dosierung des Futters angepasst werden. Bei der Wahl des Futters stellt der Goldendoodle keine hohen Ansprüche. Gelegentliche Abwechslung und ausgewogene Ernährung sind zu empfehlen.

Erziehung und Pflege

Wie bei jedem Hund sollte man auch beim Goldendoodle die Erziehung nicht vernachlässigen. Da seine Ahnen als Arbeitshunde gehalten wurden, sind diese besonders lernwillig und aufgeweckt. Die richtige Balance aus vielseitiger Beschäftigung und konsequenter Erziehung sollte also gewährleistet werden.

Denn nur so kann der Goldendoodle glücklich und gleichzeitig verhaltensunauffällig werden. Durch seine große Lernfreude gestaltet sich seine Erziehung sehr angenehm und wenn man dem Hund genügend Herausforderungen stellt, wird sie sogar Spaß machen. Der Goldendoodle wünscht sich die Führung vom Frauchen oder Herrchen und zeigt seine Dankbarkeit offen und ehrlich.

Pflege

Regelmäßige Fellpflege ist beim Goldendoodle angebracht. Je nach Beschaffenheit des Fells, muss es regelmäßig getrimmt und gebürstet werden. Auch gelegentliches Waschen mit einem Waschlappen oder feuchten Tuch ist ratsam. So setzt sich der unhygienische Schmutz nicht im Fell fest und der Hund neigt auch weniger dazu, streng zu riechen.

Da er auch das Wasser liebt, ist es im Sommer empfehlenswert den Hund direkt nach dem Ausflug ordentlich mit einem Handtuch trocken zu reiben. Ansonsten gibt es bei dieser Rasse keine wirklichen Besonderheiten was die Pflege angeht.

Gesundheit und typische Krankheiten

Das Aufzählen typischer Krankheiten ist bei Designer-Dogs nicht besonders einfach. So können sowohl häufig auftretende Erbkrankheiten von den Ausgangsrassen als auch neue entstandene Krankheitsbilder aufgrund der Kombination zweier gänzlich unterschiedlicher Rassen entstehen.

Der Goldendoodle gehört wohl noch zu den gesünderen Exemplaren von Hybridhunden. Der genaue Blick auf die Elterntiere und die nähere Verwandtschaft sind zum Erkennen möglicher Erbkrankheiten von Vorteil.

Lebenserwartung

Goldendoodle

Die Lebenserwartung eines Goldendoodles kann je nach Herkunftslinie und Größe ein wenig variieren. Bei einem fitten und aus gesunder Züchtung stammenden Hund kann man aber durchaus ein hohes Lebensalter von bis zu 15 Jahren erwarten.

Hunderasse Goldendoodle kaufen

Beim Kauf eines Goldendoodles ist wie bei anderen sogenannten Designerhunden besondere Vorsicht geboten. Da es sich um keine offiziell anerkannte Rasse handelt, sondern um einen Hybridhund, sind seriöse Züchter nicht oft zu finden.

Vor dem Kauf eines Welpens sollte darauf geschaut werden, wer die Elterntiere sind und ob bei diesen gewisse Erbkrankheiten vorliegen. Der Besuch vor Ort beim Welpen und Muttertier ist immer zu empfehlen.

Des Weiteren findet man Mischlinge auch sehr oft in Tierheimen. Ein Besuch in einer örtlichen Einrichtung kann sich deshalb lohnen. Dort gibt es sehr viele verschiedene Arten und Persönlichkeiten, sodass mit ein bisschen Glück auch für Sie der richtige Vierbeiner dabei sein kann. Das Schenken eines neuen Zuhauses wird Ihnen der Hund in vielen gemeinsamen Stunden danken.

Entscheidungshilfe

Der Kauf eines Vierbeiners sollte wohl überlegt sein. Es sollten neben genügend Zeit auch der Wille immer neue Herausforderungen mit dem Hund zu erleben vorhanden sein. Ein Goldendoodle zählt zu den aktiven Hunden. So sollte es der zukünftige Besitzer auch sein.

Regelmäßiges Gassi gehen mit genügend Auslauf gehören zum Leben mit einem solchen Hund dazu. Aufblühen kann er vor allem bei gemeinsamen Aktivitäten oder beim Sport. Das Lernen neuer Aufgaben macht im besonders Spaß. Seine soziale Kompetenz prädestiniert ihn als Familienhund.

Er sucht die starke Bindung mit dem Frauchen oder Herrchen. Auch gegenüber anderen Menschen oder Tieren ist er eher freundlich eingestellt.

Der Goldendoodle wird oft als Allergikerhund aufgrund seiner Verwandtschaft mit dem Poodle angepriesen. Jedoch sollte man dort vorsichtig sein. Es ist nicht garantiert, dass er die Eigenschaften des Pudelfells erbt.

Der Goldendoodle ist zudem sehr variantenreich in seinem Äußeren. Von einem Blindkauf im Internet ist generell abzuraten. Die vorige Besichtigung beim Züchter bzw. Halter des Muttertieres ist auf jeden Fall ratsam.

Abschließend lässt sich sagen, dass der Goldendoodle ein sehr sozialer und lernfreudiger Hund ist. Solange Sie ihm genügend Aktivitäten bieten können, werden Sie eine enge Beziehung mit ihm aufbauen und über viele Jahre mit ihm glücklich werden.

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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