Daten zum Labrador Retriever

FCI: Gruppe 8, Sektion 1, Standard 122
Namen: Labrador, Labrador Retriever, Yellow Lab (gelbe Farbvarianten)

Größe: 56 bis 57 cm (m), 54 bis 56 cm (w)
Gewicht: 29 bis 36 kg (m), 25 bis 32 kg (w)
Alter: bis 13 Jahre

Welpenpreis: ab 950 € vom Züchter, ab 500 € von Privat

Aussehen des Labradors

Der Labrador hat eine massige Erscheinung. Er ist kräftig gebaut und hat einen recht breitem Kopf. Der Fang ist mittellang, ebenfalls recht breit und keineswegs spitz zulaufend. Der Schwanz ist nicht buschig, sondern läuft vom Rücken in gerader Linie spitz zu.

Der Labrador hat kurzhaariges Fell mit Wasser abweisendem Unterhaar. Labrador Retriever gibt es in den Fellfarben gelb, braun und schwarz. Die gelben Farben reichen von hellem creme bis ins rötliche hinein. Hier sei darauf hingewiesen, dass das Fell des ähnlich aussehenden Golden Retrievers länger ist.

Geschichte des Labrador Retrievers

Der Labrador ist nach seinem Herkunftsort benannt, der Halbinsel Labrador an der Ostküste Kanadas. Dort gab es zuerst mal nur einen kräftigen, stämmigen Hund, der ein dichtes Fell aufwies. Aus diesem Hund entwickelte sich einerseits der Neufundländer, der dem damaligen Urtyp noch recht ähnlich sieht und der schlankere Labrador, der auch kürzeres Fell hatte. Beide Hunde dienten ursprünglich dazu, den Fischern zu helfen, indem sie Fischernetze aus dem Wasser holten, aber auch zur Jagd auf Wasservögel.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden britische Besatzer auf den hübschen Hund aufmerksam und nahmen ihn mit zurück nach Großbritannien, wo die Zucht des Labradors gezielt weitergeführt wurde. 1870 wurde die Rasse erstmals als Labrador Retriever vorgestellt.

Zunächst galt nur schwarz als zugelassene Farbe. Gelbe Labradors galten erst ab ca. 1900 ebenfalls als zugelassene Farbvariante. Noch viel später (Mitte 1960er Jahre) kam die schokoladenbraune Farbe als ebenfalls rassetypisch zugelassene Farbe dazu.

Labrador Retriever braun

Brauner Labrador Retriever. © 123RF, Rohit Seth

Charakter des Labradors

Der Labrador ist ein Apportierhund.

Bei guter Haltung ist der Labrador ein freundlicher, familientauglicher Hund, der gerne mit Kindern tobt. Labradors sind wahre Wasserratten, Gassigänge sollten daher vor allem im Sommer häufig an Gewässer führen. Besonders, wenn Wasserspielzeug eingesetzt wird, ist der Labrador voll in seinem Element.

Er fühlt sich am wohlsten inmitten seiner Familie, für Zwingerhaltung oder längeres Alleinebleiben ist er daher überhaupt nicht geeignet. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit ist er jedoch zumeist ein artiger und gutmütiger Begleiter. Allgemein gilt der bewegungsfreudige Labrador als leicht zu erziehen und seinem Herrchen treu ergeben. Dennoch benötigt auch er eine gute Grunderziehung, da ein ausgewachsener Labrador sehr kräftig ist. Allgemein darf die Erziehung und Auslastung eines Labradors nicht unterschätzt werden. Für sämtliche Arten des Hundesports ist er gut geeignet und kann sich hierbei so richtig auspowern.

Gesundheit und Lebenserwartung

Als großer und massiger Hund ist auch der Labrador anfällig für Hüft- und Ellenbogenprobleme. Weiterhin gibt es einige Augenkrankheiten, die typisch für Labradore sind. Diese sind auch Kriterien, die zum Ausschluss von der Zucht führen können.

Eine rassetypische Krankheit ist außerdem die Myopathie, bei der der Hund starke Erschöpfungs- und Schwächeerscheinungen nach großen Anstrengungen zeigt. Davon erholt er sich aber vollständig nach entsprechender Ruhe.

Labradors werden trotz der (nicht vollständig) aufgeführten Krankheiten überdurchschnittlich alt, gemessen an der größe des Hundes. Sie können bis zu 13 Jahre alt werden.

Verwandte und ähnliche Rassen

Hybridrasse mit dem Labrador: Labradoodle

Golden Retriever, Golden Doodle, Flat Coated Retriever, Curly Coated Retriever, Nova Scotia Duck Tolling Retriever,

 

Lese die ausführliche Beschreibung der Rasse hier!

[eapi type=negative keyword=3440149358 title=Buchempfehlung]

Bewertung:
Bewertungen: 237 Ihre Bewertung: {{rating}}