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Das richtige Welpenfutter finden

Welpen und junge Hunde haben großen Appetit auf gesundes Welpenfutter und wollen die Welt erkunden. Dieses Abenteuer verlangt viel Energie, die Du durch gesundes Welpenfutter zur Verfügung stellst. Achte dabei darauf, dass Du Dich an die Fütterungsvorgaben des Züchters oder Tierarztes hältst, damit sich die Knochen des Tieres gesund entwickeln.

Das Aufwachsen eines Welpen – wenn die Natur ein Wunder vollbringt

Hundewelpen wachsen mit utopischer Geschwindigkeit. Nach der Geburt sind sie hilflose Fellknäule, die nur herumliegen und Geräusche von sich geben können. Die Augen sind noch geschlossen und mit den Pfoten lässt sich allenfalls unkoordiniert in der Luft herumrudern. Innerhalb der ersten Lebenswoche verdoppelt sich das Gewicht der Vierbeiner. Schlafen, Trinken und Wachsen sind in dieser Zeit die einzigen Dinge im Leben der Welpen.

Nach drei Wochen ist der Welpe schon in der Lage, sein Körpergewicht auf den Beinen durch die Kinderstube zu tragen. Die Geschwister balgen sich miteinander und interessieren sich zunehmend für das Futter der Mutter. Nach fünf bis sechs Wochen ist das Milchgebiss durchgetreten.

Welpen sind vom Fressen fasziniert, denn die Natur ist auf Wachstum ausgerichtet. Innerhalb weniger Wochen wird aus einem hilflosen Lebewesen ein aktiver Junghund, der täglich an Größe und Gewicht gewinnt. Nach acht Wochen sind Welpen von der Muttermilch entwöhnt und werden mit speziellem Welpenfutter ernährt. Nach zehn Wochen darf der Vierbeiner von der Mutter getrennt werden und in ein neues Heim einziehen.

Futter bedeutet Energie, die verbraucht werden will

Die Ernährung Deines Welpen ist von großer Bedeutung. Auch wenn Dich das neue Familienmitglied mit bettelnden Augen in Versuchung bringen wird, den Futternapf immer wieder zu füllen – Fütterungszeiten und Futtermengen müssen eingehalten werden. Bekommt Dein Vierbeiner Futter, wenn er danach verlangt, wächst er schneller, als von der Natur vorgesehen.

Jede Futteraufnahme liefert Energie, die verbraucht werden muss. In den ersten Lebenswochen wird diese für das Wachstum des Körpers und die Ausbildung aller Sinne eingesetzt. EinÜberschuss würde dafür sorgen, dass das Tier schneller als geplant wächst.

Was ist an schnellem Wachstum verkehrt?

Knochenwachstum braucht seine Zeit. Bei den Menschen braucht es fast ein Jahr, bis ein Baby von seinem Knochengerüst getragen wird und sich hinstellen kann.

Kleine Hunde durchlaufen diesen Prozess in drei bis vier Wochen, aber auch sie sind erst mit mehreren Monaten oder bei größeren Rassen ab einem Jahr ausgewachsen. In dieser Zeit müssen sich Knochen bilden und verlängern, die eine ausreichende Mineralstoffversorgung benötigen. Erfolgt das Wachstum in dieser Phase zu schnell, werden nicht genügend Mineralien in die Knochenzellen eingelagert. Es kommt es zu Schäden am Skelett, die sich nicht mehr beseitigen lassen.

Welches Futter braucht ein Welpe?

Futter für Welpen braucht eine andere Zusammensetzung als für erwachsene Hunde. Der Energiebedarf liegt bei Welpen und Junghunden auf einem ganz anderen Niveau. Sie benötigen die Energie, um zu spielen und soziale Erfahrungen zu machen, gleichzeitig wachsen sie jeden Tag und brauchen auch dafür ausreichend Kraft.

Deshalb solltest Du ausschließlich Welpenfutter verwenden, wenn es um die Fütterung Deines vierbeinigen Freundes geht. Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette sind mit Vitaminen und Mineralstoffen auf eine Weise abgestimmt, die dem Energiebedarf des heranwachsenden Hundes entsprechen. Futter für erwachsene Tiere kann den Bedürfnissen eines jungen Tieres nicht gerecht werden, deshalb solltest Du ausschließlich zu Futter für Welpen oder Junghunde greifen.

  • Welpenfutter ist auf das sensible Magen- und Darmsystem des Welpen abgestimmt.
  • Welpen brauchen eine andere Zusammensetzung ihres Futters, da ihr Energiebedarf ein anderer ist.
  • Bis die Milchzähne gewachsen sind, muss das Futter als Brei verabreicht werden.
  • In den ersten Lebensmonaten muss das tägliche Welpenfutter in vier bis sechs Portionen gefüttert werden.

Wachstumskurven als Anhaltspunkt für die richtige Futtermenge

Hast Du Deinen Welpen von einem Züchter bekommen, kann dieser Dir eine Wachstumskurve Deines Tieres mitgeben. Bei Tieren aus dem Tierheim können Tierärzte mit einer Wachstumskurve weiterhelfen. Sie zeigt Dir, wie sich Größe und Gewicht Deines Tieres aufgrund seiner Rasse und des Alters entwickeln sollten.

Diese Vorgaben helfen Dir, Deinem Welpen nicht zu viel Futter in den Napf zu geben. Besonders nach Wachstumsschüben wirst Du in Versuchung kommen, mehr zu füttern als notwendig. Hunde sehen in dieser Phase besonders schlaksig aus und Du wirst in Versuchung geraten, größere Futterportionen zu geben. Das Längenwachstum der Knochen und die ausreichende Einlagerung von Mineralien müssen allerdings im richtigen Verhältnis stehen, damit Dein Welpe ein gesundes Skelett entwickeln kann.

Die Abhängigkeit der Entwicklung von Größe und Rasse

Welche Menge Futter Welpen benötigen, hängt vor allem von der Rasse und dem Gewicht ab, das die Tiere nach vollendeter Größenentwicklung erreichen werden. Demzufolge brauchen kleinere Hunde weniger Futter als große Rassen. Hinzu kommen Kriterien wie der Aktivitätsgrad Deines Tieres und die Größenentwicklung in Bezug auf das Alter. Kam Dein Hund beispielsweise als letztes Geschwisterchen des Wurfes auf die Welt, kann er besonders zart und sensibel sein. Dann bleibt er möglicherweise immer ein wenig unter der Wachstumskurve, weil seine Entwicklung ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen wird.

Jedes Tier entwickelt seinen eigenen Charakter. Im gleichen Wurf gibt es daher Welpen, die träge sind und sich nicht gerne bewegen. Andere Tiere sind ständig am Raufen, Toben und Spielen. Besonders aktive Welpen und Junghunde verbrauchen mehr Energie als ruhigere Tiere. Diese Tatsache solltest Du immer berücksichtigen und das Futter des Welpen auf die jeweilige Entwicklungsphase anpassen. Die folgende Aufstellung zeigt, wie unterschiedliche der Bedarf an Welpenfutter bei verschiedenen Rassen ist.

Bis 5 Kilogramm Endgewicht:
In den ersten drei Monaten erhält das Tier 200 bis 400 Gramm Welpenfutter. Anschließend werden bis zu 400 Gramm täglich gefüttert.

5 bis 15 Kilogramm Endgewicht:
In den ersten drei Monaten erhalten die Tiere 400 bis 800 Gramm Welpenfutter. Ab dem dritten Monat erhöht sich der tägliche Bedarf bis auf 1000 Gramm. Ab dem siebten Lebensmonat kann das Welpenfutter auf eine Höchstmenge von 800 Gramm reduziert werden.

Feste Fütterungszeiten

Gewöhne Deinen Hund an feste Fütterungszeiten. Das ist nicht nur für die Verdauung des Tieres von Vorteil. Dein Vierbeiner bekommt dadurch einen festen Tagesrhythmus, der ihm Sicherheit bietet. Außerdem werden die Reflexe des Tieres auf diese Weise konditioniert. Instinktiv wird der Welpe spüren, wann die Zeit für die nächste Fütterung naht. Speichelfluss und die Produktion von Magensaft werden dann automatisch einsetzen, noch bevor das Tier sein Welpenfutter gesehen oder gerochen hat.

Am Anfang bekommt Dein Welpe mehrere Mahlzeiten, daher wird sich zu diesem Zeitpunkt noch kein fester Rhythmus einstellen. Bekommt Dein Vierbeiner nur noch zwei oder drei Portionen, kannst Du regelmäßige Fütterungszeiten einführen. Da Dein Welpe zu diesem Zeitpunkt schon größere Mengen an Welpenfutter zu sich nimmt, brauchst Du kein schlechtes Gewissen haben, wenn es nur noch zwei bis drei Mahlzeiten am Tag gibt.

Trocken- oder Nassfutter?

Füttere Deinen Welpen vorwiegend mit Nassfutter. Das kommt der Beschaffenheit des ersten Futterbreis am nächsten und sorgt für einen leichteren Übergang in der Ernährung. Außerdem stellt sich mit Nassfutter schneller das Sättigungsgefühl ein, das den Welpen zufrieden macht. Trockenfutter ist dagegen eine sehr konzentrierte Nahrung, weshalb Du diese gerade im ersten Lebensjahr eher sparsam einsetzen solltest. Gib dem Welpen Trockenfutter zur Belohnung, dann kann er sich an diese Fütterungsform gewöhnen und seine Zähne trainieren.

Welpenfutter: FAQ

Wie lange gibt es Muttermilch?

In den ersten Lebenswochen bekommen Welpen durch die Muttermilch alle notwendigen Nährstoffe für einen guten Start ins Leben. Nach drei bis vier Wochen erhöht sich der Energiebedarf und Du kannst mit der Zufütterung von Brei beginnen. Der genaue Zeitpunkt ist unterschiedlich und von der Rasse sowie der Anzahl der Welpen abhängig.

Wann gibt es feste Nahrung?

Bis das Milchgebiss durchgetreten ist (3. bis 4. Lebenswoche), gibt es Muttermilch für die Welpen. Ab der dritten Lebenswoche sind Welpen in der Lage, sich auf ihren Pfoten fortzubewegen. Zu diesem Zeitpunkt wächst ihr Bedarf an Energie und das Interesse an einer Futterschüssel. Um den Übergang von der Muttermilch zur festen Nahrung zu erleichtern, kann das erste Nassfutter mit warmem Wasser verdünnt werden.

Wie viel Futter ist notwendig?

Die Futtermenge für Welpen unterscheidet sich aufgrund der Rasse, des Endgewichtes, des Aktivitätslevels und des Entwicklungsstandes. Für jede Hunderasse gibt es sogenannte Entwicklungskurven, die den ungefähren Fütterungsbedarf abbilden. Bedenke jedoch, dass sich auch Tiere nicht nach Lehrbuch entwickeln und passe die Menge des Welpenfutters individuell an.

Barfen oder industriell hergestelltes Futter für Welpen?

Die Entscheidung liegt in Deinen Händen. Barfen braucht mehr Zeit, bei industriell hergestelltem Futter kann Dein Welpe mit Allergien reagieren. Füttere immer hochwertiges Welpenfutter, das alle Nährstoffe enthält und eine gesunde Entwicklung sichert.

Feste Fütterungszeiten oder füttern nach Bedarf?

Sobald Dein Welpe nur noch zwei bis drei Mahlzeiten täglich zu sich nimmt, solltest Du feste Fütterungszeiten einführen. Sie geben dem Vierbeiner das Gefühl von Struktur und Sicherheit. Gleichzeitig konditionieren sie Deinen Hund und sorgen für eine gesunde Verdauung.

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