Katzen erziehen: Mit diesen Tipps ganz einfach

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Katzen erziehen ist unmöglich? So denken die meisten Menschen, die mit einem Stubentiger keine Erfahrung haben. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Auch wenn Katzen nicht so folgsam wie Hunde sind, ist die Katzenerziehung mit kleinen Tricks und viel Liebe zum Detail durchaus realisierbar. Wie das geht, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Katzenerziehung: Der Teufel steckt im Detail

Hundehalter sind sich einstimmig einig. Katzen erziehen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Doch die Praxis selbst liefert die Beweise, dass es möglich ist, Katzen zu erziehen und sie zu einem folgsamen Familienmitglied zu machen.

Sicherlich wird Deine Katze nicht apportieren wie ein Hund. Sie wird auch nicht auf einen Befehl hin zu miauen aufhören. Doch mit der richtigen Vorgehensweise beim Katzen erziehen erreichst Du viele Dinge. Deine Katze geht auf ihre Toilette.

Sie läuft nicht über den Tisch und nutzt Dein Sofa nicht als Kratzbaum. Sie schläft auch nicht im Bett, wenn Du diesen Umstand bereits beim Kitten erziehen ausschließt.

Kann man Katzen erziehen – wenn ja, wie?

Katzen erziehen

Zugegeben: Katzen zu erziehen ist nicht einfach. Du wirst nicht die Erfolgserlebnisse wie ein Hundehalter haben. Doch Du wirst schnell merken, dass Du der Katze bereits erlernte Unarten abgewöhnen kannst.

Wichtig ist es vor allem, die Kitten zu erziehen und der Katze von Anfang an zu zeigen, welches Verhalten unerwünscht ist. Kratzt die Katze an Deinem Sofa oder läuft sie über den Tisch und leckt an der Butter?

Dulde es nicht ein einziges Mal, denn das ist bereits der Fehler, der die Katzenerziehung erschwert bis unmöglich macht. Hier erfährst Du, wie Du erfolgreich erziehst und binnen kurzer Zeit einen Stubentiger ohne Marotten hast.

Konsequenz ist der Schlüssel beim Kitten erziehen

Ein wichtiger Punkt beim Katzen erziehen ist Dein Verständnis für das Wesen und die Sprache des Tieres. Nur wenn Du Deine Katze verstehst, wirst Du die eine oder andere Verhaltensweise ebenfalls verstehen.

Das Verständnis ist die Grundlage dafür, Fehlverhalten in gewünschte Bahnen zu lenken und positives Verhalten zu belohnen. Sei konsequent und kläre die Erziehung mit Deiner Familie ab.

Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann man Katzen richtig erziehen.

Katzenbabys erziehen: Die Familie zieht an einem Strang

Bei Deinen Kindern darf die Katze auf die Couch, während Du sie auf Ihren Platz schickst. Dein Sohn freut sich darüber, wie die Katze niedlich an der Butter leckt.

Doch Du möchtest nicht, dass sich die Tiere auf dem Esstisch tummeln. Stelle eine klare Agenda auf, an die sich jedes Mitglied Deiner Familie halten muss. Wichtig ist, dass Du das Thema Katzenerziehung ansprichst, ehe Du ein kleines Fellknäuel nach Hause holst.

Denn es ist ein Fakt, dass die Bedeutung der Katzenerziehung gerade bei tapsigen Kitten gerne übersehen und auf die lange Bank geschoben wird.

„Kleine Hilfsmittel“ zum Katzen erziehen

Neben der Einigkeit Deiner Familie solltest Du überlegen, kleine Hilfsmittel einzusetzen. Denn auf ein Nein oder ein Aus wie ein Hund wird ein Kitten nicht reagieren.

Doch es gibt durchaus einige Möglichkeiten. In erster Linie ist es wichtig, dass sich die Katze in Deiner Wohnung ausreichend beschäftigen kann. Denn bei Langeweile bringen die besten Tipps nichts.

Um Katzen erziehen und Erfolg feststellen zu können, brauchst Du eine zufriedene Katze. Das beste Hilfsmittel beim Katzen erziehen ist Deine Stimme.

Die sensiblen Tiere mögen keine Zischlaute, so dass Du diese bei jedem Fehlverhalten einbauen kannst. Nur bei sehr renitenten Tieren brauchst Du zu weiteren Tricks in der Katzenerziehung zu greifen.

Der Grundsatz und die Basics in der Katzenerziehung

Die Basis für jede Form der Katzenerziehung ist das Verständnis. Nur wenn Du weißt, wie eine Katze fühlt und wie sie lebt, kannst Du das Positive bestärken und negative Verhaltensweisen tadeln.

Du musst wissen, dass Angst ein ganz schlechter Erziehungsratgeber ist und perspektivisch das Gegenteil bewirkt. Deine Katze muss Dir vertrauen, dann wirst Du sie auch erziehen können.

Tipp: Erwarte nicht zu viel. Eine Katze ist und bleibt die kleinere Version eines Tigers und wird nie so folgsam wie ein Hund sein.

Was die Kleinen bereits lernen müssen und wie es geht

Ein wichtiger Punkt in der Katzenerziehung ist die Stubenreinheit. Wenn Du Kitten erziehen willst, solltest Du Dir ihre angeborene Reinlichkeit zunutze machen.

Das heißt, dass Du ihnen die Katzentoilette zeigen und diese peinlich sauber halten musst. Setze die kleine Katze direkt nach dem Trinken oder der Nahrungsaufnahme in die Toilette und warte, bis sie ihr Geschäft verrichtet hat.

Dann lobst Du ausgiebig und gibst ihr einen kleinen Snack. Auf diesem Weg verbindet sie das Lösen im Katzenklo mit einem positiven Erlebnis und wird es immer wieder tun.

Warum Katzen richtig erziehen nicht einfach ist

Katzenhalter schätzen den eigenen Willen, der diesen Tieren innewohnt. Wenn Du Dich für eine Katze entscheidest, solltest Du viel Toleranz und Humor mitbringen.

Denn auch wenn Du einige Fehlverhaltensmuster aberziehen kannst, wird eine Katze immer ihren eigenen Kopf behalten. Das macht diese Tiere aus und ist eine Wesensart, die Du nicht abtrainieren kannst.

Die Definition des Wortes Erziehung bei Katzen

Katzen erziehen, was ist das eigentlich? Verstehe die Begrifflichkeit Erziehung nicht so, wie sie ein Hundehalter verstehen würde. Deine Katze kann durchaus auf Zuruf kommen und wird Dir auf den Schoß springen, wenn Du das mit einem Klopfen auf Deine Oberschenkel motivierst.

Doch wird die Katze nicht von selbst gehen, außer sie möchte es. Sie wird nicht auf einen Befehl, sondern nur, wenn sie Hunger hat, fressen. Versprich Dir daher keinesfalls blinden Gehorsam von Deiner Katze.

Ist sie bei lauten Geräuschen ängstlich, könnte zum Beispiel an Silvester jede Erinnerung an die Erziehung vergessen sein.

Bestärkung von Positivem

Arbeite mit Lob und der Kunst der Leckerlis. Wenn Deine Katze für gewünschtes Verhalten belohnt wird, behält sie das im Gedächtnis. Auch eine Streicheleinheit oder längeres Kuscheln und Schmusen sind durchaus eine Bestärkung, die der Katze in Erinnerung bleibt.

Katzen sind durchaus intelligent, daher kann man die Tiere auch erziehen und mit kleinen Tricks und Geduld das gewünschte Ergebnis erlangen.

Warum Katzen Lob durchaus verstehen

Ein wichtiger Bestandteil der Bestärkung ist die Arbeit mit Deiner Stimme. Nicht nur, wenn Du Hund und Katze aneinander gewöhnen willst , sondern auch in allen anderen Bereichen. Erhebt sich Deine Stimme, spürt die Katze positive Absichten.

Wirst Du lauter oder zischt die Laute, weiß die Katze, dass sie gerade etwas tut was Dir nicht gefällt.

Richtig schimpfen bei Fehlverhalten

Die Katze kann das Wort nein durchaus verstehen, wenn es immer im Zusammenhang mit einem Fehlverhalten ausgesprochen wird. Hier ist das Timing entscheidend, auf das Du bereits beim Katzenbabys erziehen achten musst.

Hier verhält es sich nicht anders als bei der Hundeerziehung, der Schimpfen auch nur bei direktem Fehlverhalten und nicht im Nachgang versteht. Aus dieser Perspektive betrachtet, macht das Katzen erziehen somit keine andere Arbeit als die Erziehung eines Hundes.

So weiß die Katze, was Du willst

Schreie die Katze nie an und schubse sie nicht vom Tisch, auch wenn Du sie dort nicht haben willst. Diese und ähnliche Verhaltensweisen erzeugen Angst und machen das Tier scheu.

Besser ist es, wenn Du die Katze mit Nachdruck vom Tisch hebst und Deine Handlung mit einem lauten Nein untermauerst. Setze sie auf ihren Kratzbaum oder auf den Boden und lobe sie, wenn sie nicht erneut auf den Tisch springen will.

Deine Katze kann Deine Gedanken nicht lesen. Aber sie spürt, dass ihr Verhalten unerwünscht ist – sofern Du es ihr zeigst.

Die Kunst der Katzenerziehung bei renitenten Tieren

Katzen erziehen

Eigentlich sind Katzen sensibel. Vor allem wenn Du Kitten erziehen möchtest, sollte es im Regelfall mit der Stimmarbeit kein Problem geben.

Doch einige Katzen „möchten es wissen“ und versuchen, wie weit sie gehen und ihren Willen bekommen können. In diesem Fall ist eine mit Wasser gefüllte Blumenspritze ein wirklich praktischer Helfer.

Es gibt nichts, was Deine Katze mehr scheut als das Wasser.

Dein Wunsch reicht nur so weit, wie die Katze Dich sieht

Kaum bist Du aus dem Haus, wird die Katze auf Erkundungstour gehen. Daher solltest Du die wichtigen Informationen hier kennen und Dich auf verschiedene Überraschungen einstellen.

Auch bei erwachsenen Katzen kannst Du Dir sicher sein, dass Dein Erfolg in der Katzenerziehung nur in Reichweite vorhanden ist.

Sobald Du aus dem Haus bist, wird die Katze in den meisten Fällen genau das tun, was in Deiner Anwesenheit verboten – aber so interessant ist.

Fehler in der Erziehung von Katzen haben weitreichende Folgen

Keine Lösung in der Katzenerziehung ist Gewalt. Auch ein kleiner Klaps oder ein unsanftes „vom Tisch schubsen“ verstört die sensiblen Tiere und ihr Vertrauen in Dich.

Wie kann man aber Katzen erziehen, ohne das Vertrauen auf die Probe zu stellen oder es zu zerstören? Ganz einfach: In dem Du Dich in die Katze hineinversetzt und versuchst, aus ihrer Perspektive zu denken.

Schnell wirst Du erkennen, warum eine Katze wie handelt. Daraus kannst Du schlussfolgern, wie Du Katzen richtig erziehen und Erziehungsfehler vermeiden kannst.

Wie lassen sich Katzenbabys erziehen?

Liebevolle Konsequenz heißen die Zauberworte, wenn es um die Katzenerziehung geht. Es ist ganz normal und menschlich, dass Du beim 100. Mal „Katze vom Tisch nehmen“ genervt und leicht gereizt bist.

Das darf die Katze nicht spüren, da eine gereizte Reaktion das gerade beginnende Vertrauensband zerstören würde. Katzenbabys erziehen erfordert viel Fingerspitzengefühl.

Aber auch bei erwachsenen Katzen solltest Du bedenken, dass eine verärgerte Katze durchaus das Gegenteil vom Gewünschten tut und das, nur um Dich zu ärgern.

Gehorsam basiert nicht auf Angst

Vermeide jede für die Katze beängstigende Situation. Schreie nicht, verliere nie die Geduld und sperre eine Katze nicht ein. Diese und ähnliche Verhaltensweisen von Dir führen zum Vertrauensbruch und machen dem kleinen Stubentiger Angst.

Katzen zu erziehen ist nicht leicht, aber es ist möglich. Lerne das Wesen der Katze verstehen und Du wirst spüren, wie Du Katzenbabys erziehen oder einer erwachsenen Katze unerwünschtes Verhalten abtrainieren kannst.

Das Hauptaugenmerk richtet sich darauf, dass Du dem Tier ausreichend Alternativen und Beschäftigung, etwa mit einem Kratzbaum anbietest und behutsam erziehst.

Quellen

https://www.zooroyal.de/magazin/katzen/katzen-erziehen-ein-ding-der-unmoeglichkeit/

https://einfachtierisch.de/katzen/katzenerziehung/katzenbabys-erziehen-was-katzenkinder-lernen-muessen-103755

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