Rottweiler

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Größe:
56-68 cm
Gewicht:
42-50 kg
Herkunft:
Deutschland
Lebensdauer:
8-10
Farbe:
schwarz, lohfarbe, mahagonifarben
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Auslauf
Haaren
Fellpflege
Für Anfänger geeignet
Anfälligkeit für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
    wenig:

    viel:

Daten zum Rottweiler

FCI: Gruppe 2, Sektion 2.1, Standard 147
Namen: Rottweiler

Größe: 61 bis 68 cm (m), 56 bis 63 cm (w)
Gewicht: 50 kg (m), 42 kg (w)
Alter: 8-10 Jahre

Welpenpreis: 1000 € vom Züchter, 500 € von Privat

Aussehen des Rottweilers

Der Rottweiler hat eine äußerst kräftige Statur. Der Bewegungsablauf zeigt einen durchaus agilen Hund, der überhaupt keine Mühe hat sein Gewicht von immerhin bis zu 50 kg fortzubewegen. Von Behäbigkeit fehlt beim Rottweiler jede Spur.

Mit seinem breiten Kopf ist er auf jeden Fall eine imposante Erscheinung. Die Ohren stehen nicht, sondern sind abgenickt und liegen am Kopf an. Der Schwanz (eigentlich heißt das „Rute“) ist mit dichtem Fell bewachsen und nicht buschig.

Das Fell ist kurz und glatt, wobei er eine dichte Unterwolle hat.

Der Rottweiler hat im wesentlichen schwarzes Fell. Am Fang, an den Augen, der Brust und den Beinen hat er klar abgegrenzte, rotbraune Flecken, die man „Brand“ nennt.

Geschichte

Rottweiler wurden früher oft als Zughunde zur Fleischauslieferung und als Helfer bei der Saujagd eingesetzt. Außerdem waren sie im Mittelalter sehr häufig in der Umgebund der damaligen Stadt „Rottweil“ zu finden. Diese beiden Umstände haben ihm den Namen „Rottweiler Metzgerhund“ eingebracht. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts verlor der Rottweiler immer mehr seine Aufgabe beim treiben von Vieh. Zu dieser Zeit wurde er immer häufiger als Polizeihund eingesetzt, was sich auch bis heute nicht geändert hat.

Später dann kannte man ihn ausschließlich als tapferen Wachhund. Mittlerweile jedoch hat man seine „familientauglichen“ Fähigkeiten entdeckt und so wird er heute auch oft als normaler Familienhund gehalten.

Charakter

Bei richtiger Erziehung ist der Rottweiler ruhig, selbstsicher und gelassen. Unterschätzen darf man das Kraftpaket jedoch nicht. Für körperlich schwächere Menschen, Hundeanfänger oder eher sanfte, zurückhaltende Menschen eignet er sich weniger. Er braucht eine faire, aber sehr konsequente Erziehung.

Leider machte der Rottweiler in der letzten Zeit immer wieder negative Schlagzeilen als „Beißer“ und „Kampfhund“. Gerade deswegen muss man sehr umsichtig mit seiner Erziehung umgehen. Man sollte unbedingt eine Hundeschule mit ihm besuchen. Zudem braucht der Rottweiler ausreichend Bewegung und Beschäftigung, um ausgeglichen zu bleiben.

Da ein Rottweiler schon eine imposante Erscheinung ist, sollten Sie sich bereits vor der Anschaffung bewusst sein, dass viele Leute Angst vor diesen Hunden haben.

Rottweiler
Liegender Rottweiler. © 123RF, Bonzami Emmanuelle

ACHTUNG: Der Rottweiler gehört in einigen Bundesländern, ebenso wie in Österreich und der Schweiz zu den sogenannten Listenhunden. Das bedeutet, Sie müssen verschiedene Auflagen erfüllen, um einen Hund dieser Rasse halten zu dürfen. Z.B. einen Wesenstest, damit der Hund ohne Leine und Maulkorb unterwegs sein darf. Derzeit ist der Rottweiler in Bayern, Brandenburg und Nordrheinwestfalen gelistet. Bitte informieren Sie sich also vorher sehr genau und eingehend über die Haltung eines solchen Hundes und welche Einschränkungen und leider oft auch Anfeindungen das Leben mit einem Listenhund mit sich bringt.

Nicht verschwiegen werden soll, dass Studien in verschiedenenen Ländern dem Rottweiler eine überdurchschnittlich häufige Beteiligung bei Beißunfällen nachgewiesen haben. In den meisten Bundesländern ist die Haltung mit einem besonderen Wesenstest bzw. Sachkundenachweis verknüpft. Hier geht also auch der Gesetzgeber davon aus, dass der Rottweiler ein durchaus gutmütiger Hund ist, der aber von vornherein eine fundierte Erziehung braucht, damit er nicht zu einer öffentlichen Gefahr wird.

Um es deutlich zusammenzufassen: der Rottweiler ist ein Hund, der nicht in die Hände von Anfängern oder zierlichen Personen gehört.

Gesundheit des Rottweilers und Lebenserwartung

Der Rottweiler ist gesundheitlich eigentlich sehr robust. Sogar die Hüftgelenksdysplasie kommt nur noch selten vor. In den letzten Jahren wurden vermehrt Herzkrankheiten festgestellt, deren Ursache allerdings noch nicht geklärt ist.

Der Rottweiler kann bis 10 Jahre alt werden.

Verwandte und ähnliche Rassen zum Rottweiler

Körperlich ebenfalls kräftig: Boxer, Deutsche Dogge, Mastiff

FAQ zu Rottweilern

Wie alt werden Rottweiler?

Rottweiler werden zwischen 8 und 10 Jahren alt.

Wie viel kostet ein Rottweiler?

Ein fachgerecht aufgezogener Rottweiler vom Züchter kostet zwischen 1.300 und 2.000 Euro.

Wann ist ein Rottweiler ausgewachsen?

Rottweiler wachsen eher langsam. Das ist bei vielen größeren Hunderassen der Fall. Sie sind erst mit 2 bis 3 Jahren vollständig ausgewachsen.

Wie groß werden Rottweiler?

Zwischen 56 und 68 cm werden Rottweiler groß.

Was sind ähnliche Hunde wie Rottweiler?

Boxer, Deutsche Dogge, und der Mastiff weisen einen ähnlichen Körperbau wie der Rottweiler auf.

Rottweiler anschaffen: Was beachten?

Rottweiler sind aktive Hunde, die viel Beschäftigung für Körper und Kopf und viel Auslauf brauchen. Ein großer Garten ist ideal, wenn man sich einen Rottweiler anschaffen möchte. Um den Bewegungsdrang eines Rottweilers zu erfüllen, solltest Du etwa 2 Stunden täglich zum Gassigehen einplanen.

Wie schwer werden Rottweiler?

Zwischen 42 und 50 kg werden Rottweiler schwer.

Woher stammen Rottweiler?

Ursprünglich stammen Rottweiler aus Deutschland.

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