Maltipoo

Lesedauer: 9 Minuten Aufrufe 1978

Größe:
28 bis 35 cm cm
Gewicht:
2 bis 10 kg kg
Herkunft:
England
Lebensdauer:
ca. 15 Jahre
Farbe:
Schwarz, Weiß, Grau, Braun, Apricot, Gescheckt
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Auslauf
Haaren
Fellpflege
Für Anfänger geeignet
Anfällig für Krankheiten
Intelligenz
Verspieltheit
Familienfreundlich
Katzenfreundlich
    wenig:

    viel:

Ein Maltipoo ist kein Rassehund im herkömmlichen Sinn. Der kleine Hybrid, der im Sturm die Herzen der Hundeliebhaber erobert, ist eine gelungene Mischung aus Malteser und Pudel.

Der Maltipoo zählt zu den Canis lupus familiaris, was übersetzt Haushund bedeutet. Anders als bei herkömmlichen Mischlingshunden handelt es sich um eine gewollte Verpaarung zweier unterschiedlicher Hunderassen, Ziel ist es, die Vorzüge beider Rassen miteinander zu verbinden.

Insbesondere erfreuen sich Hybride, deren Elternteile sich aus einem Pudel und einem Labrador (Labradoodle), einem Pudel und einem Pekinesen Pekeapoo, oder wie beim Maltipoo, einem Pudel und einem Malteser zusammensetzen großer Beliebtheit.

Der kleine Hund mit seinen niedlichen dunklen Knopfaugen und einem extrem flauschigen Fell erfreut seinen Besitzer tagtäglich mit seinem freundlichen Wesen. Der Maltipoo ist zwar keine eingetragene Rasse, erobert aber dank seiner positiven Eigenschaften mit großem Erfolg die Herzen der Menschen die Hunde lieben.

So wundert es nicht, dass beinahe schon mehr Suchanfragen für diesen süßen kleinen Vierbeiner geschaltet werden, als Verkaufsangebote.
Bei einem Hybridhund, oder auch Designerhund, sind beide Elternteile Rassehunde, die gezielt miteinander verpaart werden.

Es ist dabei nicht üblich, die Zucht mit den entstandenen Welpen weiter zu führen. Wie bei allen anderen Hybridhunden werden auch beim Maltipoo immer die beiden unterschiedlichen Elternrassen neu miteinander verpaart.
Der Pudel nimmt bei Hybridhunden gerne die Rolle eines Elternteils ein. Der intelligente, gelehrige und fröhliche Pudel bringt viele positive Eigenschaften mit.

Er ist sehr menschenbezogen, ist kein passionierter Jäger und haart nicht. Mit Menschen und Artgenossen kommt der Pudel bestens zurecht und hat eine relativ hohe Lebenserwartung.

Wie der Pudel wird auch der Malteser den sogenannten Gesellschafts- und Begleithunden zugeordnet. Der Malteser ist ebenfalls intelligent und von fröhlicher Natur und verträgt sich sehr gut mit anderen Hunden.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist die insbesondere von Allergikern geschätzte Eigenschaft, kein Fell zu verlieren.
Die gelungene Mischung aus Pudel und Malteser ist in den USA bereits weit verbreitet und hat auch hierzulande ihren Siegeszug erfolgreich angetreten.

Rassebeschreibung des Maltipoo

Als Hybrid ist der Maltipoo keine anerkannte Hunderasse, sodass es weder konkrete Rassestandards noch eventuelle Zuchtrichtlinien gibt. Er wird von keinem der großen Zuchtverbände, wie zum Beispiel dem Amerikanischen oder Kanadischen Kennel Club gelistet. Nichtsdestotrotz ist der kleine Designerhund als Familien- und Schoßhund sehr beliebt.
Die jeweilige Farbe des Fells wird beim Maltipoo vom Pudel bestimmt, da Malteser stets weiß sind. Möglich sind die folgenden Farbgebungen:

  • Weiß
  • Schwarz
  • Grau
  • Braun
  • Apricot
  • Z-Gescheckt

Ein ausgewachsener Maltipoo erreicht eine Größe von ca. 30 Zentimetern und wiegt zwischen drei und fünf Kilogramm. Damit zählt der Maltipoo zu den kleinen Hunderassen. 

Herkunft und Rassegeschichte

Da der Maltipoo selbst eigentlich keine Hunderasse ist, ist es aufschlussreich, seine Eltern etwas genauer zu betrachten. Der Pudel war ursprünglich ein vielseitiger Arbeitshund.

Eine seiner wichtigsten Aufgaben war in früheren Zeiten die Entenjagd. Er war dafür verantwortlich, die Enten aufzuspüren und aus dem Schilf zu treiben. Anschließend apportierte er die vom Jäger erlegten Tiere. Seinen deutschen Namen soll der Pudel von dem Wort Pfudel haben.

Der aus dem Altdeutschen stammende Begriff bedeutet so viel wie Wasserpfütze oder auch Froschteich. Der Pudel war schon im Mittelalter in Europa weit verbreitet und wurde aufgrund seiner Intelligenz sehr geschätzt.

Obwohl sich Deutschland, Russland und Frankreich lange Zeit darum stritten, das Ursprungsland des Pudels zu sein, wurde dies letztlich Frankreich zuerkannt.

Schon sehr früh fand der optisch auffällige Pudel das Interesse der Rassehundezüchter. Bereits 1889 wurden die ersten Standardmerkmale festgehalten. Im Laufe der Zeit stellte Deutschland den für Europa größten Pudelverein und übte darüber hinaus den größten Einfluss bei der Festlegung der Standards aus.

Aus England schwappte die Mode des sogenannten Toy-Pudels auf das Festland. Um möglichst kleine Pudel zu erlangen, wurde zum Beispiel auch der Malteser eingekreuzt. Um ca. 1930 etablierte sich die Rasse des Zwergpudels, der in den Sechziger- und frühen Siebziger-Jahren des letzten Jahrhunderts einen wahren Boom erlebte. 

Über die Rassegeschichte des Maltesers gibt es kaum Angaben. Bekannt ist lediglich, dass der Malteser bereits bei den alten Ägyptern und Griechen sehr populär war. Damit steht fest, dass es sich bei dem Malteser um eine sehr alte Hunderasse handelt.

Es gibt Vermutungen, dass sein heutiger Name von dem semitischen Wort für Hafen màlat abgeleitet wurde. Dies begründet sich damit, dass der Malteser in späteren Zeiten als Rattenfänger in Hafengebieten Karriere machte. Zu den Zeiten der Renaissance entdeckte schließlich der Adel die hübsche Hunderasse für sich.

Der Malteser wurde fortan als Begleit- und Schoßhund gezüchtet. 
Der Maltipoo ist eine Kreuzung aus Zwerg- oder Toypudel und Malteser und vereint damit die positiven Eigenschaften beider Rassen in sich. Auf eine Weiterzucht mit den „Mischlingen“ wird, wie bereits erwähnt, in der Regel verzichtet.

Der Grund hierfür basiert auf der Annahme, dass die derart weitergegebenen vererbten Eigenschaften nur wenig vorhersehbar wären. Auf Grund fehlender Rassestandards kann es jedoch vorkommen, dass auch ein Maltipoo wieder mit einem Pudel oder einem Malteser oder auch einem anderen Maltipoo verpaart wird.

Wer einen „echten“ Matipoo haben möchte, sollte daher sehr genau darauf achten, welche Rasse die Elterntiere haben. 

Aussehen des Maltipoo

Der knuffige Hund, der einem Teddybären ähnelt, zählt zu den kleinen Hunderassen. Seine Schulterhöhe kann zwischen 28 und 35 cm variieren. Grundsätzlich kann das äußere Erscheinungsbild von Maltipoo zu Maltipoo sehr stark voneinander abweichen.

Das liegt daran, dass sowohl Zwergpudel als auch Toypudel als Elternteil zugelassen sind. So kann das Gewicht tatsächlich von knappen zwei Kilogramm bis zu stolzen zehn Kilogramm betragen. Der Durchschnitt liegt jedoch bei ca. 4 Kilogramm und einer Größe von ca. 30 cm.

Das etwa mittellange Fell ist seidig weich und durch den Einfluss des Pudels, mal mehr, mal weniger gekräuselt. Typisch für den Maltipoo sind die hängenden Schlappohren und die schwarzen runden Augen, die ihm auch den charakteristischen Teddy-Look verleihen.

Die Nase des Multipoo ist in der Regel Schwarz oder Rosa, das Fell zeigt sich in verschiedenen Farben. Den Maltipoo gibt es in Weiß, Schwarz, Braun, Creme oder Apricot. Auch zwei- oder dreifarbige Maltipoos sind recht häufig. 

Charakter und Wesen des Maltipoo

Sowohl der Pudel als auch der Malteser sind sehr menschenbezogen, zeigen sich aber Fremden gegenüber eher distanziert. Daher ist davon auszugehen, dass auch der Maltipoo diese Eigenschaften zeigen wird. Bei anderen Wesenszügen fällt es meist schwer, eine genaue Vorhersage zu wagen.

Von seinen Eltern erbt der Maltipoo eine hohe Intelligenz und zeigt sich daher als äußerst gelehrig. Im Umgang mit anderen Hunden gibt es erfahrungsgemäß keine Probleme. Der Maltipoo ist häufig sehr verspielt und folgt seinem Herrchen und Frauchen gerne überall hin.

Wenn er etwas Fremdes wahrnimmt, zeigt er dies im Regelfall an, neigt aber nicht zum unkontrollierten Kläffen. Wie bei anderen Hunderassen auch ist es hilfreich, wenn der Züchter den Welpen frühzeitig sozialisiert und an die Herausforderungen des täglichen Lebens – wie zum Beispiel einen Staubsauger oder eine Katze – gewöhnt.

Ein gut erzogener Maltipoo ist ein Hund, der sich durch seine vielen Vorzüge und bedingungslose Treue auszeichnet. Viele Halter beschreiben Ihren vierbeinigen Freund als äußerst mutig, sehr unternehmungslustig und neugierig.

Die wichtigsten Wesenszüge des Maltipoo

  • Der Maltipoo baut eine enge Bindung zu seiner Bezugsperson auf
  • Er ist sehr verspielt
  • Fremdem gegenüber lässt er Vorsicht walten
  • Sehr freundlich zu seinen Artgenossen
  • Mutig
  • Neugierig
  • Unternehmungslustig
  • Ein gut erzogener Maltipoo neigt nicht zum Kläffen

Haltung und Ernährung

Der Maltipoo geht gerne spazieren, benötigt aber keinen großen Garten, wie so manch andere Rasse. Er ist sehr genügsam und fühlt sich auch in der Stadtwohnung rundum wohl. Seinen Bewegungsdrang lebt der kleine Hund sehr gerne im Spiel aus. Endlos lange Spaziergänge sind also nicht erforderlich. 

Für eine ausgewogene Ernährung genügt dem Maltipoo Hundenahrung mit ausreichenden tierischen Proteinen. Das heißt nichts anderes, als dass auf der Liste der Zutaten an erster Stelle immer das Fleisch stehen sollte. Getreide und Zucker sind reine Füllstoffe und haben im Hundefutter nichts verloren.

Das gilt selbstverständlich nicht nur für den Maltipoo, sondern auch für jede 
andere Hunderasse. Der Maltipoo liebt sowohl Trockenfutter als auch Nassfutter.

Auch gegenüber einem Kauknochen oder anderen hundegerechten Leckereien ist der Maltipoo nicht abgeneigt. Es sollten aber nicht zu viele sein, sonst droht Übergewicht. 

Erziehung und Pflege des Maltipoo

Bei der Erziehung gibt es beim Maltipoo keine Besonderheiten. Er ist in der Regel sehr gelehrig und seinem Herrchen treu ergeben. Schlecht erzogen kann aber selbst der kleinste Hund zur echten Herausforderung werden.

Oberste Grundregel ist, niemals von einer aufgestellten Regel abzuweichen. Das Zauberwort in der Hundeerziehung heißt Konsequenz! Das signalisiert dem kleinen Gefährten etwas, was für das gegenseitige Vertrauen sehr wichtig ist – Zuverlässigkeit!

Gerade als Hundeneuling ist eine Hundeschule eine gute Empfehlung, um Erziehungsfehler, die später nicht oder nur sehr schwer korrigiert werden können zu vermeiden.

Mit ein wenig Anleitung wird aus dem Maltipoo ein liebenswerter Geselle, der seinem Herrchen und Frauchen viel Freude bereitet. 

Als Hybrid, der aus einem Pudel und einem Malteser hervorgeht, kann das Fell des Maltipoo sehr unterschiedlich geprägt sein. Meist setzt sich jedoch nicht die pflegeleichte Variante des Pudels, sondern die des Maltesers durch. Malteser mit ihrem wunderschönen langen weißen Fell müssen täglich gebürstet werden.

Auch auf ein regelmäßiges Bad sollte man auf keinen Fall verzichten. Diese Eigenschaften erben die meisten Maltipoos. Man sagt dem Maltipoo nach, dass sein Fell nur schwer zu kämmen ist und darüber hinaus zum Verfilzen neigt. Um dem vorzubeugen hilft nur eines: Baden und Bürsten! Gut, dass der Maltipoo so hübsch klein ist.

So geht die Schönheitspflege leicht von der Hand. Zum perfekten Styling gehört beim Maltipooauch das Kürzen der Krallen. Sie sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden und dem Problem mit einer speziellen Krallenschere zu Leibe gerückt werden.

Ein Indiz für zu lange Krallen ist auch das typische klackende Geräusch beim Laufen auf glatten Flächen. Wer sich nicht traut oder sich die Arbeit sparen möchte, kann auch einen Hundefriseur aufsuchen.

Auch wenn das Haarkleid des Maltipoo etwas Pflege benötigt, hat es durchaus seine Vorzüge. Der Maltipoo haart so gut wie gar nicht und ist daher sehr gut für Allergiker geeignet

Gesundheit und typische Krankheiten

Man hört sehr häufig, dass Mischlingshunde im Allgemeinen gesünder seien als Rassehunde. Dies trifft zum Teil zu. Nachkommen aus der Verpaarung zweier unterschiedlicher Rassen verfügen über eine günstige genetische Durchmischung. Daher sind sie häufig weniger krankheitsanfällig, agiler und mit einem längeren Leben gesegnet.

Wird allerdings mit Hybridhunden weitergezüchtet, das heißt, mindestens ein Elternteil ist bereits ein Hybridhund, verlieren sich diese Eigenschaften. 
Bei Rassehunden mit Zuchtpapieren gibt es strenge Auflagen.

Es wird eine Zuchttauglichkeitsprüfung verlangt, die die Gesundheit des Tieres garantiert. Anders bei freien Züchtern, die diesen Punkt leider häufig vernachlässigen. Daher sollte man beim Kauf eines Maltipoo unbedingt einen Gesundheitsnachweis einfordern.

Werden Pudel und Malteser miteinander verpaart, sollte bei den Elterntieren zunächst eine Untersuchung auf rassespezifische Erbkrankheiten erfolgen. Sowohl Pudel als auch Malteser neigen zu Problemen mit den Kniegelenken.

Auch Augenreizungen und -entzündungen treten bei beiden Rassen vermehrt auf. Bei einem Maltipoo kann es darüber hinaus zu Hautirritationen kommen. Die Mischung des krausen Pudelfells mit der seidigen Behaarung des Maltesers birgt gewisse Gefahren.

Lebenserwartung des Maltipoo

Ist der Maltipoo gesund, kann er ein durchschnittliches Alter von 15 Jahren erreichen. 

Einen Maltipoo kaufen – was sollte man beachten?

Wer einen Maltipoo kaufen möchte, sollte versuchen, so viel wie möglich über die Eltern des Hundes zu erfahren. Es ist wichtig, dass beide Elternteile reinrassig sind und nicht bereits selbst ein Hybrid. Wer kein Überraschungspaket kaufen möchte, sollte hier auf Nummer sichergehen.

Da es sich bei einem Maltipoo nicht um einen Rassehund handelt, gibt es auch keinen Verein, an den man sich wenden kann, wenn man einen Maltipoo Welpen sucht.

Am einfachsten wird man wohl im Internet fündig werden. Da der Maltipoo zu den sogenannten Modehunden gerechnet werden kann, werden die Preise leider nicht sonderlich günstig sein. 

Ist ein Maltipoo der richtige Hund für mich? Eine kleine Entscheidungshilfe

Der Maltipoo eignet sich sehr gut für Anfänger. Mit seinem freundlichen Wesen ist er der ideale Familienhund. Auch im Urlaub zeigt sich der Maltipoo unkompliziert. Aufgrund seiner geringen Größe kann man ihn fast überall hin mitnehmen. Für die Fellpflege sollte man allerdings etwas Zeit einplanen.

Wer einem Welpen ein neues Zuhause geben möchte, sollte stets daran denken, dass die Anschaffungskosten nur der Anfang sind. Eine hübsche Grundausstattung wie ein Hundekorb, Spielzeug und ein Futternapf und tägliches Futter schlagen ebenso zu Buche, wie der regelmäßige Besuch beim Tierarzt.

Nicht zu vergessen eine Hundeversicherung und die fällig werdende Hundesteuer. Auch für die Behandlung eventueller akuter Erkrankungen sollte man über ausreichende Reserven verfügen. 

Gib jetzt deine Bewertung ab:
Bewertung:
Bewertungen: 0 Ihre Bewertung: {{rating}}

Ähnliche Artikel

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.