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Ängstlicher Hund – Wie nehme ich die Angst?

Du machst Deinen Staubsauger an und fängst an zu saugen. Sobald das laute Rauschen des Saugers ertönt, legt Dein Hund die Ohren an, duckt sich und ergreift die Flucht. Er verkriecht sich unter die Küchenbank und ist ängstlich. Ähnlich verhält er sich auch gegenüber neuen Menschen oder Hunden. Du weißt, er hat Angst. Wie Du mit dieser umgehen und Deinem Hund diese nehmen kannst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Die Angst bei Deinem Hund erkennen

Um gezielt handeln zu können, ist es wichtig, dass Du die Angst Deines Hundes rechtzeitig erkennst. Dein Hund wird sich anders verhalten, in dem Moment, in dem er Angst bekommt. Daher ist es wichtig, dass Du sein Verhalten einordnen kannst.

Da jeder Hund ein anderes Gemüt sowie Charakter hat, unterscheiden sie sich auch in der Symptomatik der Angst. Es gibt viele verschiedene Anzeichen dafür, dass sich Dein Hund gerade ängstlich verhält. Nicht jeder Hund verhält sich gleich. Einige werden ruhig und igeln sich ein, andere hingegen werden aggressiv.

Die drei Beobachtungsmerkmale bei einem ängstlichen Hund

Es gibt drei Merkmale, auf die Du achten kannst. Dazu zählen Körpersprache, Verhalten und mögliche Körperreaktionen. Wenn Du diese drei Aspekte im Blick hast, kannst Du nicht nur erkennen, wann Dein Hund Angst hat, sondern auch sehen, wenn sein Allgemeinzustand gut ist. Allgemein gilt, dass Du Deinen Vierbeiner regelmäßig in seinem Verhalten beobachten solltest, um mögliche Auffälligkeiten rechtzeitig zu erkennen.

Bei folgenden Anzeichen kann es sich um Angst bei Deinem Hund handeln:

  • senkt oder zieht seine Rute ein
  • macht sich klein und legt die Ohren an
  • vermeidet Blickkontakt
  • zittert, hechelt, jault oder gähnt
  • versteckt sich oder gerät in Übersprungshandlungen
  • wird aggressiv, offensiv oder defensiv
  • leckt sich viel, bis hin zu Wunden
  • zerstört Gegenstände

Auch physische Anzeichen sind möglich: Von Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit bis zu Inkontinenz. Hier ist es ratsam, Hilfe bei einem Tierarzt zu suchen.

4 typische Verhaltensweisen, wenn ein Hund ängstlich ist

Häufig steht Angst bei Deinem Hund in Verbindung mit Stress. Vier mögliche Verhaltensweisen solltest Du kennen, um das Verhalten Deines Hundes deuten zu können.

  1. Abhauen
  2. Angreifen
  3. Angststarre
  4. Albernheit

Warum hat mein Hund Angst? Mögliche Ursachen

hund ängstlich
Sobald es laut wird, verhält sich Dein Hund anders. Er wird ängstlich. Lärm ist nur einer von vielen Ursachen.

Es gibt unterschiedliche Angstauslöser bei Hunden. Einige lassen sich leicht reduzieren, andere sind schwieriger zu nehmen:

  • schlechte Erfahrungen mit Menschen oder anderen Tieren
  • Fehler in der Erziehung
  • erbliche Veranlagung
  • Stress
  • Alleinsein
  • Besuch beim Tierarzt
  • Misshandlung und Schmerz
  • unbekannte Orte
  • Veränderung der täglichen Routine

Man kann zwischen absoluten Ängsten, wie z. B. der Angst vor fremden Menschen, und Ängsten, die getriggert werden, unterscheiden. Bei Letzterem handelt es sich um die Angst vor einem bestimmten „bösen“ Menschen, die durch einen unbekannten Menschen ausgelöst werden kann.

Wie Du die Angst Deines Hundes minimieren kannst

hund ängstlich
Manchmal sucht ein Hund auch Nähe, wenn er Angst hat.

Bevor Du weitere Maßnahmen ergreifst, wenn Dein Hund Angst bekommt, ist es zunächst einmal wichtig, dass Du ruhig bleibst. Denn durch zu schnelle Nähe oder auch Berührung kannst Du den Angstzustand Deines Lieblings verschlimmern. Gib ihm erst einmal etwas Zeit und halte etwas Abstand.

Hunde sind sehr empathisch und orientieren sich insbesondere an ihrem Besitzer. Daher ist es wichtig, dass Du selbst versuchst, entspannt zu bleiben. Achte auf Deine eigene Körperhaltung. So kannst Du ihm signalisieren, dass alles in Ordnung ist.

Da eine Angstsituation angespannt und stressig ist, solltest Du nicht mit Deinem Tier schimpfen. Viel hilfreicher ist es, wenn Du ihm aufmunternd zusprichst. So kann das Selbstbewusstsein gestärkt werden. Nachdem Du mit Deinem Hund die Situation zusammen gemeistert hast, kannst Du ihn aber dennoch belohnen.

Weitere Maßnahmen, um Deinem Hund die Angst zu nehmen:

  • Viel Bewegung ermöglicht Deinem Hund, Stress abzubauen. Lange Spaziergänge beruhigen in der Regel und lenken nicht nur Dich, sondern auch Deinen Vierbeiner ab.
  • Zudem solltest Du ihm auch Auszeiten gönnen. Insbesondere solche, in denen er sich auspowern kann. Auch das sorgt im Nachhinein für Gelassenheit bei Deinem Hund.
  • Ebenso wichtig sind Nickerchen. Der Schlafplatz Deines Hundes sollte daher an einem ruhigen Ort sein.
  • Aufmerksamkeit ist auch ein wichtiger Faktor für das Stresslevel Deines Hundes. Das Maß an dieser sollte jedoch ausgewogen sein. Zu viel Aufmerksamkeit kann kontraproduktiv wirken.

Wissen, Geduld und Zeit

Mittels Beobachten und Zeit wirst Du irgendwann erkennen, wann und in welcher Situation sich Dein Hund ängstlich verhält. Durch Erfahrung kannst Du die Angstauslöser vermeiden oder bewusst konfrontieren. Letzteres sollte allerdings in einem gewohnten Umfeld und in einem langsamen und schonenden Prozess stattfinden. Da Dein Hund sonst eine chronische Angst entwickeln kann.

Sonderfall: Ängstliche Hunde aus dem Ausland

Besonders betroffen von ängstlichem Verhalten sind Hunde aus dem Ausland. Diese haben meist ein schreckliches Leben hinter sich und müssen sich an ihr neues Umfeld gewöhnen. Oft haben diese schlechte Erfahrungen mit Menschen und Misshandlung gemacht.

In den meisten Fällen bedarf es hier eines speziellen Trainings. Vertrauen und Schutz sind hier zwei zentrale Begriffe, die den Hunden im Training helfen werden. Doch Vertrauen muss dafür zunächst erstmal aufgebaut werden. Dabei kann es sich um einen längeren Prozess handeln, der sich aber bestimmt für Dich und Deinen Hund lohnen wird!

Denn ein angstfreier Hund ist ein glücklicher Hund.

FAQ: Ängstlicher Hund

Wann spricht man von chronischer Angst?

Eine chronische Angst geht meist mit chronischem Stress für Deinen Hund einher. Je länger sich Dein Hund im Stress befindet, d. h. je später Du darauf reagierst, desto schwieriger wird es, ihn aus diesem Zustand zu befreien.

Gibt es Beruhigungsmittel für Hunde?

Es gibt einige Nahrungsergänzungsmittel, die die Nerven Deines Hundes zusätzlich unterstützen können. Bachblüten und Johanniskraut sind natürliche Mittel und können beruhigend wirken.

Gibt es medizinische Ursachen für Angst?

Ja, Schmerzen und eingeschränkte Sehfähigkeit sowie Hörfähigkeit können Angst bei Hunden auslösen.

Ich bin überfordert mit der Angst meines Hundes, was kann ich tun?

Wenn Du überhaupt nicht mehr weißt, wie Du Deinen Hund beruhigen sollst, ist es sinnvoll, einen Experten hinzuzuziehen. Du kannst Dir u. a. Rat bei Deinem Tierarzt suchen. In der Regel kann ein Hundetrainer, Dir und Deinem Hund mit der Angst helfen. Ein paar Einzelstunden in der Hundeschule können wahre Wunder bewirken.

Quellen

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