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Hundepsychologie – so hört der Hund auf Dein Wort

Verhaltensweisen des Hundes lassen sich mit Hundepsychologie verstehen und ändern. Im Rudel existieren Regeln, die Hunde auch auf die Menschen übertragen. 

Damit Dein vierbeiniger Freund lernt, sich harmonisch in die Familie zu integrieren und auf Dich zu hören, musst Du Dich mit Hundepsychologie beschäftigen. Erst wenn Du verstehst, wie ein Hund in einem Rudel in Freiheit leben würde, weißt Du, welche Bedürfnisse das Tier hat und warum Grenzen schon für einen Welpen etwas völlig Normales sind.

Alle Informationen zur Hundepsychologie auf einen Blick

In diesem Artikel erfährst Du:

  • Wie Du Deinem Hund Grenzen setzt mit Hilfe von Regeln.
  • Wie Du Deinem Hund zeigst, dass Du der Rudelanführer bist, ansonsten übernimmt er die Rolle.
  • Wie Du klarstellst, dass Du der Hausherr bist und entscheidest, wer wo liegen und sitzen darf.
  • Wie Du Hundepsychologie praktisch anwendest, sodass Dein Hund auf Dich hört.

Regeln stärken die Position

So wie Kinder Regeln brauchen, benötigen auch Welpen und junge Hunde Grenzsetzungen. Allerdings aus anderem Grund als der Mensch. Wachsen Hunde in einem Rudel auf, gibt es dort eine klare Hierarchie. Es existiert ein Rudelführer, dem sich alle anderen Hunde beugen, ansonsten werden sie aus der Gemeinschaft verstoßen. 

Zieht ein Welpe oder Junghund bei Dir ein, wurde er zuvor von seiner Mutter und den Geschwistern (seinem Rudel) getrennt. Er wird die neue Familie automatisch als ein Rudel ansehen, auch wenn dieses aus Zweibeinern besteht. Hunde jeden Alters spüren instinktiv, welche Energie die Lebewesen in der neuen Umgebung ausstrahlen. Sie suchen nach dem „Leittier“ und wenn sie diese Energie nicht finden, werden sie selbst die Rolle des Rudelführers übernehmen. Egal, wie jung sie sind. 

Hunde leben auf natürliche Weise

Sind die Rollen verteilt, wird der Hund nicht mehr auf Dich hören, weil er in der Rangordnung über Dir steht. So lässt sich das Verhalten von Hunden erklären, die bestimmte Familienmitglieder beißen, wenn sich diese der Hauptbezugsperson des Tieres nähern. 

Hunde, die beim Füttern nach dem Halter schnappen oder knurren, sobald sie in die Transportbox sollen, lassen sich nichts vom Menschen sagen. Dieser hat seine Führungsposition verspielt und muss sich dem Verhalten des Hundes unterordnen, wenn es im Haus friedlich zugehen soll. 

Dass Menschen sich damit nicht zufriedengeben und einen solch dominanten Hund lieber ins Tierheim abgeben, ist verständlich. Doch es ist der Mensch, der den Hund aus Unkenntnis in diese Rolle gezwungen hat. Das Tier folgt nur seinem Instinkt und nimmt einen Platz ein, den es sich nicht selbst ausgesucht hat. Deshalb ist es unerlässlich, als Mensch Grenzen zu setzen. Dadurch wirst Du zum Rudelführer und Dein Hund kann sich Dir friedlich unterordnen und ein entspanntes Hundeleben leben.

Hundepsychologie praktisch angewendet – das ist mein Haus

Lässt Du Deinen Hund nicht wissen, dass das Haus Dir gehört und er nur eingeladen ist, darin zu wohnen, wirst Du keine Freude an Deinem Haustier haben. Sobald der Vierbeiner das erste Mal das Haus betritt oder mit dem Laufen anfängt, musst Du ihn wissen lassen, dass Du der Hausherr bist. Das ist nichts Negatives und der Hund wird alles willig akzeptieren, wenn Du mit freundlicher Entschiedenheit Deine Regeln zum Ausdruck bringst. 

Hundepsychologie ist ganz einfach gestrickt und lautet: Wer der Rudelführer ist, der bestimmt. 

  • Er bestimmt zum einen über das Futter
  • Sucht sich den besten Liegeplatz
  • Oder dominiert die anderen Familienmitglieder
  • Ein Rudelführer steckt sein eigenes Revier ab

Doch wie wirst Du als Mensch zum Rudelführer? 

Du bist der Mensch, der Hund ist das Tier

Soll Dein Hund bestimmten Plätzen in der Wohnung fernbleiben, musst Du diese für Dich beanspruchen. Dann weiß das Tier, dass es auf eine Einladung von Dir warten muss, um diese Plätze zu betreten. Es wird sich instinktiv davon fernhalten, wenn Du nicht anwesend bist und Deine Anweisung respektieren. Es ist ganz einfach, solange Du hinter Deinen Entscheidungen stehst.

Wem gehört das Bett?

Darf das Tier nicht mit ins Bett, wird es trotzdem den Einstieg versuchen. Mache hier nicht den Fehler und schimpfe mit dem Tier oder stoße es zurück. In diesem Moment sendest Du eine Energie der Wut und Aggression aus, auf die das Tier in gleicher Weise reagieren wird. Denn was hast Du zum Ausdruck gebracht? Hast Du Dein Revier klar abgesteckt, in ruhiger und dominanter Weise? Stattdessen hast Du Ärger ausgedrückt.

Schreien hat immer mit Unsicherheit und Angst zu tun und ein Hund spürt das. Deshalb tut er nicht, was Du von ihm erwartest. Die richtige Reaktion in dieser Situation? Hebe den Hund vom Bett und bleibe daneben stehen. Nimmt er erneut Anlauf, tritt ihm ruhig in den Weg, sodass er nicht springen kann. Achte auf langsame Bewegungen und erhebe nicht Deine Stimme. Sprich nicht den Namen des Hundes, sondern mache ein kleines Geräusch, das mit dem Unterlassen der Handlung in Verbindung gebracht wird. 

Hindere Deinen Hund sanft und geduldig daran, auf das Bett zu gelangen. Wie Du auch einem Kleinkind ruhig und gleichzeitig bestimmt einen gefährlichen Gegenstand aus der Hand nehmen würdest. Du musst geduldig bleiben und Dich beherrschen. Nur so spürt der Hund, dass Du der Chef bist und er sich unterordnen muss.

FAQ zur Hundepsychologie

Was ist Hundepsychologie?

Hunde leben gemäß ihrer Instinkte. Der Mensch muss diese kennen, wenn er mit seinem vierbeinigen Freund zusammenleben möchte. Hunde sind Rudeltiere und daher Verhaltensweisen unterworfen, die sie auch auf den Menschen übertragen. Um mit dem Vierbeiner harmonisch zusammenzuleben, muss man die Regeln eines Rudels verstehen und diese auf das Leben innerhalb der Menschenfamilie übertragen.

Wie wendet man Hundepsychologie bei Problemhunden an?

Wenn Hunde unangemessene Verhaltensweisen zeigen, kann das zwei Gründe haben. Dominantes Verhalten stellt sich häufig ein, wenn der Hund im menschlichen Rudel die Führung übernehmen muss. Angstzustände und Unsicherheiten zeigen sich, wenn der menschliche Rudelführer dem Hund keine Stabilität und Sicherheit vermitteln kann. 

Was ist ein Rudelführer?

In einem Hunderudel dominiert der Anführer. Er gibt den Ton an und lässt keinen Zweifel daran, dass er der Chef ist. Würde jeder Hundehalter mit der gleichen Konsequenz auftreten, würde es keine problematischen Hunde geben. Statt das Tier zu dressieren und auf andere Verhaltensweisen zu konditionieren, sollte sich der Mensch verändern. Er muss Sicherheit ausstrahlen und Angst sowie Aggressivität ablegen. Wer etwas von Hundepsychologie versteht, wird daher zu einer besseren Version seiner selbst.

Quellen

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