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Kater oder Kätzin: Macht das wirklich einen Unterschied?

Wenn Du Dir eine Katze zulegen möchtest, solltest Du Dir vorher gut überlegen, ob es lieber eine Katze oder ein Kater sein soll. Denn es gibt einige wesentliche Unterschiede bezüglich Jagd-, Territorial- und Spielverhalten. Wird die Katze kastriert, hat das wiederum Auswirkungen auf die Persönlichkeit des Tieres.

Katze oder Kater: Wie erkenne ich das Geschlecht?

Du bist ins nächstgelegene Tierheim oder zum Züchter gefahren und ein kleines Kätzchen beschnuppert Dich ganz neugierig und spielt mit Deinen Schnürsenkeln? Wenn es Liebe auf den ersten Blick ist, dann willst Du vermutlich zunächst eines wissen: Katze oder Kater? Das ist wichtig, um sich vorab über die geschlechtstypischen Eigenschaften der Katze informieren zu können.

Zur Geschlechtsbestimmung hebst Du das Kätzchen einfach vorsichtig hoch. Jetzt drehst Du es in Deinem Arm behutsam auf den Rücken. Bei diesem Vorgang klappt der Schwanz automatisch nach unten und gibt das Geschlecht frei. So erkennst Du, ob es sich um Katze oder Kater handelt:

Männchen: Unter der Schwanzwurzel befindet sich der After und darunter die Hoden. Ein Stück weiter unten findest Du eine weitere runde Öffnung, worin der Penis liegt.

Weibchen: Natürlich befindet sich auch bei Kätzinnen der After direkt unter der Schwanzwurzel. Darunter liegt mit geringem Abstand die Vulva. Sie sieht optisch wie ein „i“ aus und ist als Schlitz erkennbar.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Katze und Kater?

Zwischen Kätzinnen und Katern gibt es nicht nur anatomisch gesehen Unterschiede: Die beiden Geschlechter legen auch jeweils unterschiedliche Verhaltensweisen an den Tag. Überlege Dir vor der Anschaffung einer Katze oder Kater daher gut, welches Geschlecht besser zu Dir passen könnte. Die Unterschiede in den Verhaltensweisen zeigen sich am deutlichsten unkastrierten Hauskatzen.

Typische Verhaltensweisen des Katers:

  • Liebt es, zu streunen
  • Sehr freiheitsliebend
  • Viel robuster
  • Sucht häufig rollige Kätzinnen auf
  • Markieren ihr Revier eifrig
  • Durchkämmt alle Zimmer in der Wohnung mehrmals täglich
  • Reibt sich an Möbel und Wänden
  • Verhalten sich anderen Katern gegenüber oft aggressiv
  • Zeigen einen erhöhten Spieltrieb
  • Ist häufig distanzierter

Typische Verhaltensweisen der Katze:

  • Leben i.d.R. in einer sozialen Gemeinschaft mit anderen Kätzinnen
  • Hat einen ausgeprägteren Jagdtrieb
  • Ist unabhängiger
  • Zieht sich gern zwischendurch zurück
  • Holt sich dennoch ihre Streicheleinheiten ab
  • Ist sehr reinlich und pflegt das eigene Fell ausgiebig
  • Bleibt eher nahe am Zuhause

Kastration ändert das Verhalten

Ab dem 6. Lebensmonat Deiner Katze ist es empfehlenswert, eine Kastration durchführen zu lassen. Das bringt ein paar wesentliche Vorteile mit sich: So markiert der Kater sein Revier nicht mehr mit geruchsintensivem Harn und die Kätzin miaut nicht lautstark, wenn sie rollig ist. Zudem bekommen Kätzinnen oft sehr viele Katzenbabys und nicht immer findet man auch einen Abnehmer dafür.

Eine Kastration wirkt sich zudem auf die Beziehung zwischen Mensch und Katze aus. Das früher eher distanzierte Männchen mutiert plötzlich zum Schmusekater, der gerne möglichst nah am Zuhause bleibt. Statt tagelang auf Streifzüge zu gehen und sein Revier zu erweitern, erkundet er die Nachbarschaft bestenfalls noch stundenweise. Kater tragen auch nicht so häufig Kämpfe aus. Insgesamt wird dein Haustier nach der Kastration – egal ob männlich oder weiblich – friedlicher und sozialer.

Du hast übrigens auch die Möglichkeit, Deine Katze lediglich sterilisieren zu lassen. Bei den Katzendamen werden dann z.B. nur die Eileiter durchtrennt, sodass sie nicht mehr schwanger werden kann. Das Sexualverhalten bleibt jedoch weiterhin bestehen.

Das Geschlecht und die Beziehung zum Mensch

Wie bereits besprochen sind Kater häufig robuster, distanzierter, verspielt und weniger nachtragend. Kätzinnen sind dagegen weniger aggressiv, dafür etwas zickig und eigenwillig. Diese Aussagen beruhen jedoch nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern stellen lediglich Erfahrungswerte dar. Hier ein paar Beispiele, wie sich diese Geschlechtsunterschiede auf die Beziehung zum Menschen auswirken können:

1. Ein Kater erträgt im sozialen Spiel mit Menschen mehr versehentliche Grobheiten wie z.B. von Kindern. Er ist nicht so schnell eingeschnappt und weniger lange nachtragend. Das liegt auch daran, dass der Körper des Katers robuster gebaut ist. Dennoch sollten man Kindern natürlich so schnell wie möglich einen sorgsamen Umgang mit dem Kater näherbringen.

2. Mit Futter und Leckerlis sind Kater leichter zu motivieren. Das hat den Nachteil, dass männliche Katzen auch häufiger an Übergewicht leiden.

3. Kätzinnen haben einen stark ausgeprägten Jagdtrieb. Ihr Primärziel ist es, ihre Kitten mit Futter zu versorgen und die Jagd sehen sie als Lebensaufgabe an. Wundere dich also nicht, wenn deine Katze jede Gelegenheit zur Jagd in Deiner Wohnung wahrnimmt und eifrig Fliegen und Co. fängt.

Mehrkatzenhaushalt: Katze oder Kater?

Ob Du Dich letztendlich für eine Katze oder Kater entscheidest, hängt natürlich ganz von Dir ab. Hast Du bereits ein oder mehrere Katzen und möchtest Dir noch eine zulegen, dann stellt sich ebenfalls die Frage nach dem Geschlecht. Erfahrungen haben gezeigt, dass gleichgeschlechtliche Gruppen oft besser zusammenpassen.

Während Kater soziale Rangelspiele mögen und das Spiel ab der Pubertät auch einen sexuellen Unterton bekommt, bevorzugen Kätzinnen Objektspiele – damit können Sie ihrem erhöhten Jagdtrieb nachkommen.

Fazit: Jede Katze ist einzigartig und nicht jede Charaktereigenschaft lässt sich am Geschlecht festmachen. Wenn Du Dir eine Katze oder einen Katzer nach Hause holst, entscheidest Du Dich für ein einzigartiges Lebewesen mit ganz individuellen Eigenschaften. Natürlich trägt jedoch auch das Geschlecht zu gewissen Verhaltensweisen bei. Darüber hinaus verändert sich das Verhalten nach der Kastration auch oft schlagartig. Aus vorher distanzierten Katern werden plötzlich super verschmuste Tiere. Überlege Dir im Vorhinein, was Deine Bedürfnisse sind und was Dir wichtig ist. Dann kannst Du Dich garantiert bald für eine Katze oder einen Kater entscheiden können.

FAQs

Was wirkt sich neben dem Geschlecht noch auf die Persönlichkeit der Katze aus?

Ob Deine Katze eher schreckhaft oder selbstbewusst ist, offen oder distanziert ist, hängt von einem wesentlichen Teil auch von der Genetik ab. Erbliche Komponenten aber auch die Erziehung der Kätzinnen wirken sich somit auf die individuelle Persönlichkeit Deiner Katze aus.

Wann sollte ich mich für eine Katze entscheiden?

Wenn Du Wert darauf legst, dass Dein Haustier nicht so weite Erkundungstouren unternimmt und eher in der Nähe vom Haus bleibt, dann ist eventuell eine Katze die bessere Wahl. Allerdings schränken Kater nach der Kastration häufig ihren Radius ein.

Wann sollte ich mich für einen Kater entscheiden?

Wenn Du Wert auf viele Kuscheleinheiten legst und ein „weniger nachtragendes“ Tier möchtest, könnte eventuell ein kastrierter Kater die richtige Wahl sein. Pauschal lässt sich das natürlich nicht so einfach beantworten, da Haustiere in ihrem Wesen sehr individuell sind.

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