Fliegen mit dem Hund – was Du wissen musst!

Endlich ist es soweit! Der langersehnte Urlaub steht vor der Tür. Das Hotel und die Flugtickets sind bereits gebucht, doch was ist mit dem Hund? Auf Flugreisen mit dem Hund gibt es einiges zu beachten. Nicht jeder Hund ist flugtauglich und nicht jede Hunderasse wird im Flieger zugelassen. Allerdings gelten abhängig von der jeweiligen Airline unterschiedliche Regelungen. Es ist wichtig, dass Du Dich vor dem Flug umfangreich über die einzelnen Regelungen Deiner gebuchten Airline informierst. Anderenfalls kann es passieren, dass Du am Flughafen vor ungeahnten Problemen stehst. Damit Du Dich auf das Fliegen mit dem Hund vorbereiten kannst, haben wir einige allgemeine Punkte für Dich zusammengefasst.

1. Flugtauglichkeit des Hundes – Darf Dein Hund mit an Board?

Es gibt einige Airlines, die die Mitnahme spezieller Hunderassen von vornherein ablehnen. Zu diesen Rassen zählen unter anderem Kampfhunde sowie stumpfnasige und kurzköpfige Hunde. So haben vor allem kurzköpfige Hunde während einer Stresssituation sehr schnell Atemnot. Die Lufthansa empfiehlt die Mitnahme von stumpfnasigen Rassen ausschließlich bei Temperaturen unter 27 Grad. Diese Temperaturgrenze gilt für den Abflugs-, Transfer- und Zielflughafen. Der Grund wird direkt mitgeliefert. Stumpfnasige Hunderassen sind sehr temperatur-stressempfindlich. Bei zu hohen Temperaturen kann es zu einer gesundheitsgefährdenden Atemnot und sogar zum Tod des Tieres kommen. Neben der Lufthansa gibt es verschiedene Airlines, bei denen die Mitnahme entsprechender Rassen von vorneherein nicht möglich ist. Zu den gefährdeten Rassen zählen:

  • Boxer
  • Bulldoggen
  • der Mops
  • Boston Terrier
  • Shi Tzu
  • Pekinesen

Neben Tieren, für die der Flug eine Gesundheitsgefahr bedeutet, dürfen in der Regel auch solche Hunde nicht mitfliegen, die aufgrund ihres Charakters ungeeignet sind. Wenn Du das Fliegen mit Hund planst, empfiehlt sich eine vorherige Rücksprache mit dem Tierarzt. Dieser kann Dir genau erläutern, ob Dein Vierbeiner flugtauglich ist oder Alternativen eventuell besser geeignet sind.

2. Fliegen mit dem Hund – darf der Vierbeiner in die Kabine?

Kleine Hunde können in den meisten Fällen als Handgepäck in der Kabine mitgeführt werden. Ausschlaggebend sind allerdings die Größe und das Gewicht der Box mit Hund. Bei der Lufthansa darf die Box maximal 55 x 40 x 23 cm groß sein. Das Gewicht darf mit Hund maximal acht Kilogramm betragen. Schwerere Hunde oder größere Transportboxen für Hunde müssen als Sondergepäck abgegeben werden und dementsprechend im Frachtraum mitfliegen. Sollte Dein Hund in der Kabine mitfliegen dürfen, darf er die Box während des gesamten Fluges nicht verlassen. Auch darf sein Kopf während des Fluges nicht aus der Box herausschauen. Ferner ist es nicht gestattet, die Box auf einen Extrasitz zu stellen. Selbst dann nicht, wenn dieser extra gebucht wurde. In der Business Class dürfen Hunde prinzipiell nicht in der Kabine mitfliegen. Bei Eurowings dürfen übrigens ausschließlich kleine Hunde mitfliegen. Im Frachtraum werden keine Hunde transportiert. Die Webseite Skyscanner hat die einzelnen Regelungen der verschiedenen Airlines kompakt zusammengefasst.

3. Notwendige Dokumente für den Flug mit Hund

Fliegen mit Hund ist mit verschiedenen Formalitäten verbunden. Damit Dein Hund an Board darf, benötigst Du einen EU-Heimtierausweis. In diesem Ausweis sind unter anderem die Registriernummer Deines Hundes, aber auch die Tetanus-Impf-Nachweise enthalten. Die Tetanus-Impfung muss spätestens drei Wochen vor dem geplanten Reiseantritt erfolgen. Dein Tierarzt kann Dir einen entsprechenden Heimtierausweis ausstellen. Ferner solltest Du beim Fliegen mit Hund einen Nachweis über die Hundehalterhaftpflichtversicherung mitführen und für den Fall der Fälle auch einen Auslandsschutz abschließen.

4. Fliegen mit Hund – was Du sonst noch mitnehmen solltest!

Wenn Du mit Deinem Hund in den Urlaub fliegst, ist das ähnlich wie mit einem Kind. Du benötigst eine umfangreiche Vorbereitung und ausreichend Equipment für unterwegs. Allem voran solltest Du über ein Erste-Hilfe-Set verfügen. Mit einem entsprechenden Set bist Du gut gewappnet, um im Notfall erste Hilfe beim Hund zu leisten. Des Weiteren empfiehlt sich die Mitnahme von Kotbeuteln, Zeckenzangen, einem Maulkorb, einem Reisenapf und Wasser. Für den Hund selber kann es hilfreich sein, etwas Vertrautes von zu Hause dabei zu haben. Beispielsweise die Hundedecke.

5. Den Hund auf den Flug vorbereiten

Um einen entspannten Flug zu genießen und auch dem Hund möglichst wenig Stress zuzumuten, ist es ratsam, den Hund langsam heranzuführen und vorzubereiten. So macht es Sinn, mit dem Hund vorab immer wieder zu üben, in die Box zu gehen und dort auch zu schlafen. Das funktioniert am Besten über Belohnung. Auch ist es sinnvoll, ein Lieblingsspielzeug oder eine Lieblingsdecke mit dem vertrauten Geruch in die Box zu legen. Des Weiteren solltest Du vor dem eigentlichen Flug dafür sorgen, dass Dein Hund richtig ausgepowert ist. Beruhigungsmittel sind dagegen mit höchster Vorsicht zu genießen. Viele Beruhigungsmittel lösen diverse Nebenwirkungen aus. Sollte es zu Nebenwirkungen kommen und sich der Hund zum Beispiel im Frachtraum aufhalten, kann sich die Situation zu einem traumatischen Erlebnis zuspitzen.

FAQ’s zum Thema Fliegen mit dem Hund

Wie viel kostet das Fliegen mit dem Hund?

Die Kosten für einen Flug samt Hund sind sehr unterschiedlich. Im Frachtraum bewegen sie sich zwischen 60 und 200 EUR. In der Kabine fallen Kosten in Höhe von 40 bis 110 EUR an.

Was brauchen Hunde zum Fliegen?

Seit Oktober 2004 ist für den Flug ein EU-Heimtierausweis vorgeschrieben. Dieser lässt sich vom Tierarzt ausstellen. Ferner benötigen Hunde einen Microchip oder eine Tätowierung sowie einen Impfausweis.

Welche Hunde dürfen in der Kabine mitfliegen?

Jede Airline hat eigene Regelungen. In den meisten Fällen dürfen Hunde bis acht Kilogramm mit der Transporttasche in der Kabine mitfliegen. Eine Ausnahme gilt für Begleit- und Blindenhunde.

Wie stressig ist fliegen mit Hund?

Für den Hund selbst bedeutet das Fliegen Stress. Vor allem im Frachtraum sind sie von ihren Bezugspersonen getrennt. Es ist laut und auch die Gerüche sind anders als bekannt. Auch für robuste Hunde ist das Fliegen eine Belastungsprobe.

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