Degu

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Ursprünglich kommen die Degus aus Chile, wo sie hauptsächlich Steppenlandschaften bewohnen. Sie bauen unterirdische Höhlen, in denen sie schlafen oder sich bei Gefahr zurückziehen.

Degus sind tagaktiv und leben in Gruppen zusammen. In den letzten Jahren wurden sie immer beliebtere Haustiere. Werden Degus in einer kleinen Gruppe in einem geräumigen Gehege gehalten, wird es nie langweilig, ihnen beim Spielen, Buddeln und Klettern zuzusehen.

Anschaffung von Degus

Degus sind Gruppentiere und sollten daher mindestens einen Partner haben. Eine Gruppe kann aus bis zu fünf Tiere bestehen.

Am Besten verstehen sich Tiere aus dem gleichen Wurf. Werden beide Geschlechter gehalten, muss sehr bald mit zahlreichem Degu-Nachwuchs rechnen. Am Anfang entscheidet man sich am Besten für zwei oder drei Weibchen.

Degus können sie von den nachfolgenden Quellen beziehen:

Zoogeschäft

Mittlerweile gibt es Degus in vielen Zoogeschäften. Sie sind für die meisten Anfänger auch die erste Anlaufstelle. Sie sollten jedoch auf einige Punkte achten, um gesunde Tiere zu erhalten:

  • Die Käfige der Degus sollten geräumig und abwechslungsreich eingerichtet sein. Selbstverständlich sollten sie auch einen gepflegten und sauberen Eindruck machen. Futter und Wasser sollten frisch aussehen.
  • Die Degus selbst sollten einen munteren und lebhaften Eindruck machen. Die Äuglein sollten klar sein, Nase und After sauber sein.
  • Das Personal sollte Ihnen in Ruhe ihre Fragen beantworten können.

Züchter

Wer sich einen oder mehrere Degus vom Züchter holt, legt meist Wert auf eine bestimmte Fellfarbe. Degu-Züchter stellen ihre Tiere oft auf Kleintiermessen aus oder inserieren in Fachzeitschriften.

Beim Züchter sollten Sie auf die gleichen Punkte achten, wie beim Zoogeschäft.

Tierschutz

Wie viele andere Nager, sitzen leider auch viele Degus in den Tierheimen. Ein Blick in ihr örtliches Tierheim lohnt sich daher auf jeden Fall. Der Vorteil an Tierheimtieren ist, dass sie bereits ärztlich untersucht wurden und häufig auch schon zutraulich sind. Sie können auch einmal einen Blick auf unsere Tierschutzseiten werfen.

Degu
Ein Degu. © 123RF, Oleg Kozlov

Von Privatleuten

Da Degus sehr sich häufig und zahlreich fortpflanzen, bleibt Degu-Nachwuchs auch bei normalen Degu-Haltern häufiger vor. Diese inserieren dann häufig in örtlichen Anzeigenblättern, um die Kleinen zu vermitteln. Häufig werden diese Tiere kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt abgegeben.

Degus und Kinder

Degus sind klein und flink. Zudem haben sie keinen festen Tag-Nacht-Rhytmus, sondern turnen auch gerne mal nachts durch die Gegend bzw. verziehen sich tagsüber in ihr Häuschen. Das alles macht sie eher ungeeignet als Haustier für kleinere Kinder.

Ältere Kinder und Teenager ab ca. 12 Jahren können evtl. bereits Freude am reinen Beobachten und Pflegen der Degus haben. Allerdings sind auch hier – wie bei allen anderen Tieren auch – die Eltern natürlich die Verantwortlichen, die im Endeffekt für Käfigreinigung, Fütterung und Pflege sorgen müssen.

Geklärt werden muss auf jeden Fall im Vorhinein, wo der sehr geräumige Käfig stehen soll. In Kinderzimmern fehlt dafür häufig der Platz, sodass auf andere Räume ausgewichen werden muss. Zudem brauchen Degus während ihrer Schlafphasen auch Ruhe, sodass sie sich durch Musik oder lautes Spielen leicht gestört fühlen können.

Charlotte Wangler

Expertin für Kleintiere & Vögel

Tierschutz ist für Charlotte eine Herzensangelegenheit. In ihrer Freizeit hilft sie ehrenamtlich im Tierheim. Ihr Spezialgebiet: Kaninchen.

Auch online setzt sich Charlotte für Tierschutz ein, indem sie über artgerechte Haltung, Bedürfnisse und Eigenschaften der Tiere informiert. Neben dem Aktivismus und ihrem Job als Bloggerin interessiert sich Charlotte für Jazz-Musik, Mode und natürlich ihren eigenen Kakadu "Momo".

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