Hundeschule – Wie wichtig ist sie wirklich?

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"Hast Du dich schon einmal gefragt, was in einer Hundeschule passiert, oder was das überhaupt ist? Lerne Hunde dort schreiben und lesen?
Ich erkläre Dir heute ganz genau, was man unter einer Hundeschule versteht und was dort passiert.
In einer Hundeschule dreht sich alles um die Erziehung eines Hundes. Hier lernen Hund und auch Hundehalter, wie sie miteinander umgehen und kommunizieren können. Sie lernen auch, wie man im sozialen Umfeld möglichst konfliktfrei reagieren kann.

Ziele und Methoden

In der Hundeschule gibt es das Ziel, dass der Hund verschiedene Kommandos erlernt und sie ausführt. Gleichzeitig lernt der Hundehalter, wie er die Kommandos seinem Hund auf eine verständliche Art und Weise gibt.
Ein weiteres Ziel ist es, einer „schwierigen“ Hund-Halter-Konstellation das weitere Zusammenleben zu ermöglichen. Es ist durch die Hundeschule möglich, „schwierige“ Hunde mit vielen Tipps und Tricks, die dort erlernt werden, zu erziehen.
In der Hundeschule wird Dein Hund auch in Kontakt mit anderen Hunden kommen. Das kann sich positiv auf das Sozialverhalten deines Hundes auswirken.

Wo findet das Training statt?

Es gibt viele Hundeschulen, die auf Hundeplätzen ausbilden. Sehr oft wird auch die Möglichkeit gegeben, in der freien Natur oder geeigneten Räumlichkeiten zu trainieren.

Welpenschule

In der Zeit, in der Dein Hund noch ein Welpe ist, läuft neben der körperlichen Veränderung vor allem die charakteristische Veränderung ab. Die wichtigsten Erziehungsgrundlagen finden also in der sogenannten Welpenschule statt. In einem Welpenkurs lernt der Hundbesitzer viel über die Körpersprache des Hundes, das biologische lernverhalten und das Basiswissen über das Hundeverhalten. So lernt der Welpenbesitzer sowohl die Theorie, als auch die Praxis.
In der Welpenschule sollen die Welpen lernen, sich an andere Hunde und Menschen zu gewöhnen und sich ihnen gegenüber richtig zu verhalten. Auch werden dem Welpen verschiedene Umweltreize bekannt gemacht, wie zum Beispiel verschiedene Arten von Lärm, Menschen aller Altersgruppen, Jogger, Radfahrer, Wasser und verschiedene visuelle Reize.

Ab wann sollte ich die Hundeschule besuchen?

Egal ob Welpe oder ein ausgewachsener Hund. Sobald er bei dir zu Hause angekommen ist, solltest du anfangen ihn zu erziehen. Das ist sehr wichtig, damit ein harmonisches Zusammenleben garantiert wird.
Wenn Du schon Hundeerfahrungen hast, kannst Du deinem Vierbeiner auch ohne fremde Unterstützung die Grundkommandos wie „sitz“, „platz“ oder „aus!“ beibringen. Für einen Hundeanfänger kann es im Gegensatz sehr hilfreich sein, von einem Profi unterstützt zu werden. Das gilt vor allem dann, wenn der Vierbeiner sehr eigenwillig und Stur ist.

Wenn sich ein Hund erstmal an ein bestimmtes Verhalten gewöhnt hat, lässt sich das im Alter nur sehr schwer wieder abgewöhnen.
Ebenfalls kann ein Besuch in der Hundeschule ratsam sein, wenn Dein Hund sich nicht an die gewünschten Verhaltensweisen hält.
Wenn Du mit deinem Welpen die Welpenschule besuchen möchtest, ist hier ein Alter von 12-13 Wochen empfehlenswert. Dein Welpe sollte jedoch in diesem Alter schon die zweite Pflichtimpfung bekommen haben, damit er sich nicht mit einer schweren Krankheit anstecken kann.

Wie lange sollte der Besuch der Hundeschule dauern?

Die Häufigkeit und Dauer des Besuches in der Hundeschule ist sehr individuell und hängt von der Gelehrigkeit deines Hundes und dem gesetzten Trainingsziel ab. Wenn dein geliebter Vierbeiner sehr schell lernt und Du nur das Ziel hast, einige Grundkommandos zu erlernen, reichen in der Regel 2-3 Monate aus, in der Du ein- bis zweimal in der Woche mit deinem Hund die Hundeschule besuchst. Kurse, in denen Du eine Hundesportart belegen möchtest, besuchst du mit deinem Hund in der Regel für einen längeren Zeitraum. Hundesportarten dienen für eine Auslastung der Tiere und können auch dabei helfen, ein Fehlverhalten zu korrigieren.

Wie erkenne ich eine gute Hundeschule?

Auf diese Frage gibt am besten ein Gespräch mit dem Hundetrainer oder dem Betreiber der Hundeschule eine Antwort. Hier kann zunächst geklärt werden, ob Du den Hundetrainer sympathisch finden und die Chemie zwischen euch stimmt. In einem persönlichem Gespräch kannst du außerdem folgende, wichtige Fragen stellen. :

  • Wie sieht die Motivation des Trainers aus?
  • Gibt es Formen der Bestrafung bei einer Ungehorsamkeit? Die Hunde sollten niemals mit Wurfketten oder sonstiges erzogen werden.
  • Wie groß sind die Trainingsgruppen? Eine Trainingsgruppe sollte nie größer als 5 bis 6 Hunde plus Besitzer sein, bei einer Welpenschule kann die Gruppe jedoch auch größer sein, da es in diesen Kursen mehr um das Kennenlernen anderer geht.

Was kostet eine Hundeschule?

Genau lässt sich nicht sagen, wie viel eine Hundeschule kostet. Die Preise variieren zwischen 5€ und 25 €. Spezielle Kurse können jedoch zusätzlich gebucht werden und somit auch zusätzliche Kosten verursachen. Der Preis ist zunächst abhängig vom Anbieter und auch von Deinem Wohnort. So sind die Preise in einer Großstadt viel höher, als in einer Ländlichen Gegend.
Zum anderen variieren die Preise je nach belegtem Kurs. Ein Gruppentraining ist um einiges Günstiger als ein Einzeltraining. Die Kurse werden normalerweise Stundenweise abgerechnet.
Außerdem sind die Kosten, die für die Hundeschule anfallen von der Dauer abhängig, in der Du die Hundeschule besuchen möchtest. Manche Hundeschulen bieten auch Staffelpreise an, falls du direkt mehrere Stunden auf einmal buchen möchtest. Dazu kommen noch die Materialien die Du für die Hundeschule zum trainieren kaufst, wie beispielsweise eine Schleppleine oder ein Dummy.

Muss jeder Hund zur Hundeschule?

Nicht jede Fellnase muss eine Hundeschule besuchen. Wenn Du jedoch merkst, dass dein Vierbeiner nicht deinen Anweisungen folgt, aggressiv reagiert oder dir sogar gar keine Beachtung schenkt, ist der Besuch einer Hundeschule sehr ratsam. Dort haben die Experten oft langjährige Erfahrungen und können dir wertvolle Tipps geben.

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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