Tigerpython

Lesedauer: 5 Minuten Aufrufe 120

Größe:
600 – 800 cm
Gewicht:
130 kg
Herkunft:
Südostasien
Lebensdauer:
30
Farbe:
cremefarben, gelblich-braun, braun, albino
Geeignet als:
Charakter:
FCI Gruppen:
Tagaktiv
Ja
Winterschlaf
Nein
Fleischfresser
Ja
Lebendfutter
Ja
Giftig
Nein
Sicherheitsauflagen
Ja
    wenig:

    viel:

Der Tigerpython gehört zu der Gattung der Eigentlichen Pythons und zählt zu den größten Schlangen der Welt. Was man über diese Schlagen wissen sollte erfährst Du in diesem Artikel!

Artenbeschreibung

Der Tigerpython gehört zur Familie der Riesenschlangen. Es gibt den Hellen und Dunklen Tigerpython. Diese unterscheiden sich in ihrem Verbreitungsgebiet und in der Größe.

Der helle Tigerpython kommt in Indien, Pakistan und Sri Lanka vor. Sein dunkler Verwandter hat ein größeres Verbreitungsgebiet, er bewohnt Teile Thailands, Kambodschas, Vietnam und Indonesiens.

Beide bewohnen sowohl Regenwaldgebiete, wie auch Graslandschaften, Bergregionen oder Gewässer. Sie leben sowohl auf Bäumen, als auch auf dem Boden. Da sie dämmerungs- und nachtaktiv sind, verbringen sie den Tag gerne in Höhlen.

Herkunft und Geschichte

Seinen Ursprung findet der Tigerpython in den Regenwälder Südostasiens. Da der Tigerpython eine Würgeschlage ist und keine Giftschlange, betäuben sie ihre Opfer nicht mit einem Nervengift. Haben sie ein potentielles Opfer aufgespürt, packen sie es zuerst mit ihren spitzen Fangzähnen.

Anschließend wickeln sie ihren kompletten Körper um ihre Beute, und verschlingen sie mit Haut und Haar. Jedoch wird auch von Menschen berichtet, die dem Tigerpython zum Opfer gefallen sind. Überraschenderweise sind es jedoch nicht so viele, wie man denken mag. In den USA sind seit 1980 „nur“ 12 Menschen ums Leben gekommen. Der letzte Fall ereignete sich am 1. Juli 2009 in Florida.

Schon gewusst? Tatsächlich waren Tigerpythons in den 1980er und 1990er Jahren beliebte Haustiere in den USA. Jedoch wussten viele Leute damals nicht, dass der Tigerpython zu den größten Schlangen der Welt gehört.

Aussehen der Tigerpython

Tigerpython

Das der Tigerpython zu den größten Schlangen der Welt gezählt wird, hat auch seinen Grund. Ausgewachsen kann das Tier zwischen 6 bis 8 Metern lang und bis zu 130 Kilogramm schwer werden. Männliche Tigerpythons sind durchschnittlich etwas kleiner als die Weibchen.

Die Grundfärbung der Würgeschlage ist cremefarben, gelblich-braun bis braun. Auf dem Rücken befinden sich zusätzlich dunkle Flecken. Immer mal werden zudem auch sogenannte Albinos und komplett gelbe Exemplare geboren. Der Bauch hingegen ist deutlich heller und unregelmäßig gefleckt. Am Kopf der Schlange befindet sich ein dunkler Strich vom Auge bis zum Mundwinkel.

Der Tigerpython ist eine sehr kräftige und muskulöse Schlange. Jedoch können diese Tiere in der Natur nur schwer überleben, da sie über keine natürliche Tarnung verfügen. Dadurch, dass sich die Augen der Tigerpython seitlich am Kopf befinden, hat sie ein relativ großes Sehfeld von etwa 135 Grad.

Der Geruchssinn ist aber weitaus besser ausgebildet. Die Würgeschlage ist zudem in der Lage, ausgehende Infrarotstrahlungen von Wärmequellen wahrzunehmen. So kann der Tigerpython unterschiedliche Säugetiere oder Vögel erkennen.

Haltung und Ernährung

Tigerpython

Da der Tigerpython mit einer ausgewachsenen Länge bis zu 8 Metern messen kann, solltest Du auf ein entsprechend großes Terrarium achten. Hierbei gibt es sogar konkrete Maße, nach denen Du Dich strengstens halten solltest. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gibt folgende Maße an: 1m x 0,7m x 0,7m (Länge x Breite x Höhe). Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich hierbei um Multiplikationsfaktoren zur Länge der Schlange handelt.

Beispiel: Ist Deine Schlange „nur“ 2,50 Meter lang, so benötigst Du ein Terrarium mit folgender Größe: 2,50m x 2m x 2m (Länge x Breite x Höhe).

Am besten ist es jedoch, ein komplettes Terrarienzimmer einzurichten. Unabhängig davon, für was Du Dich letztendlich entscheidest, solltest Du auf eine Vorgaben der Haltung achten. Selbstverständlich sollte auch beim Tigerpython darauf geachtet werden, die natürlichen Lebensumstände so gut wie möglich nachzuahmen.

Tagsüber ist eine Temperatur zwischen 27 Grad und 30 Grad ideal. Nachts sollte die Temperatur etwa 2 Grad weniger betragen. Zudem sollte in dem Terrarium oder in dem Terrarienzimmer sich ein Platz befinden, an dem es etwas wärmer ist und das Tier sich „sonnen“ kann. 40 Grad eignen sich dafür optimal. Der Wert der Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber bei 60 bis 70 % liegen. In der Nacht bei etwa 90 %.

Wie Du den Lebensraum für Deinen Tigerpython einrichten möchtest, hängt unter anderem von der Größe ab. Aber es gibt auch einige Faktoren, die unabhängig von der Größe des Tieres gelten. Unerlässlich sind demnach eine Rückwand, an der sich eine Liegefläche befinden sollte. Zudem gehören Klettermöglichkeiten oder Versteckmöglichkeiten für einen Unterschlupf in jedes Terrarium/Terrarienzimmer!

Tigerpythons lasen sich übrigens auch zu zweit oder zu dritt halten. Wichtig ist nur ein ausreichend großes Terrarium. Die Tiere sollten aber zur Fütterung getrennt werden, um gegenseitige Verletzungen zu vermeiden.

Die Ernährung der Würgeschlange besteht ausschließlich aus Fleisch. Mäuse, Ratten, Kaninchen oder Kücken eignen sich bestens. Ob Du das Futter lebend oder lieber tot verfüttern möchtest, hängt ganz von Dir ab.

Gefahr für den Menschen

Wie Du bereits weißt, handelt es sich bei der Tigerpython um keine Giftschlange, sondern eine Würgeschlange. Demnach tötet sie ihre Opfer nicht mit einem Nervengift, sondern mit reiner Körperkraft.

Der Körper der Würgeschlange besteht aus fast 90 % aus reinem Muskelgewebe. Unfassbar, oder? Selbst ein kräftiger, erwachsener Mensch hat gegen die Kraft dieser Schlange so gut wie keine Überlebenschance.

Falls Du Dich dazu entscheiden hast, Dir eine Tigerpython zuzulegen, solltest Du einige Dinge beachten. Die Würgeschlangen besitzen war kein giftiges Nervengift, mit dem sie ihre Beute töten können, dafür aber eine gewaltige Körperkraft.

Du sollest also immer zwei Mal nachschauen, ob das Terrarium wirklich geschlossen ist. Leben Kinder in Deinem Haushalt? Dann würden wir Dir eventuell davon abraten, ein Tigerpython zu kaufen.

Lebenserwartung

Tigerpythons können unter den besten Lebensbedingungen bis zu 30 Jahre alt werden. Der Rekord liegt bei einer Tigerpython mit ganzen 34 Jahren.

Die Lebenserwartung hängt auch hier – wie bei jedem anderen Tier – von den Lebensumständen ab. Bekommt Deine Schlange regelmäßig ausreichendes Futter und hat einen naturgetreuen Lebensraum? Dann wirst Du einige Jahre mit Deinem neuen Haustier verbringen können.

Reptilienart Tigerpython kaufen

Du möchtest eine Tigerpython kaufen? Dann solltest Du zunächst darauf achten, ob Du auch die räumlichen Gegebenheiten dafür zu Verfügung stellen kannst. Etwas weiter oben im Artikel findest Du die exakten Maße.

Wichtig: Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetztes. Die Haltung von gefährlichen Tieren kann ja nach Bundesland variieren. Demnach kann die Haltung also komplett verboten sein.

Den Besitz einer Würgeschlange sollte bei der Bezirksverwaltungsbehörde oder Naturschutzbehörde gemeldet werden.

Tigerpythons kannst Du online bei verschiedenen Anbietern kaufen oder direkt beim Züchter.

Entscheidungshilfe

Ein Tigerpython solltest Du Dir nur anschaffen, wenn Du für ein großzügiges Terrarium oder ein ganzes Terrarienzimmer genügend Platz hast. Am besten ist es, wenn Du Dich bereits mit Reptilien auskennst. Falls nicht, ist die Wahl für ein Tigerpython eventuell nicht die richtige.

Lass Dich ausgiebig beraten oder lege Dir Bücher rund um Tigerpythons zu. So bist Du bestens informiert!

Quelle:

https://www.schlangen-in-deutschland.de/pythons/tigerpython.php

https://www.goruma.de/tiere/reptilien/ungiftige-schlangen/tigerpython-burma-python-python-bivittatus

https://www.geo.de/geolino/tierlexikon/17075-rtkl-schlangen-die-tigerpython

Kai Reffler

Experte für Aquaristik & Terraristik

Kai hat zwei Familien: Neben Frau und Kindern hat sich der studierte Biologe der vielfältigen Welt der Reptilien verschrieben. Nach den drei Vogelspinnen zogen ein Chamäleon und zwei Wasserschildkröten bei ihm ein. Als Blogger berichtet er über die umfangreiche Wissenschaft der Haltung von Tieren in Terrarien und Aquarien.

Neben seinen Leidenschaften Biologie und Terraristik, stehen Ausflüge und Reisen mit seinen Kindern an oberster Stelle.

Gib jetzt deine Bewertung ab:
Bewertung:
Bewertungen: 2 Ihre Bewertung: {{rating}}

Ähnliche Artikel

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.