Schwarze Wite

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Größe:
0,7 – 1,5 cm
Gewicht:
0,001 kg
Herkunft:
Nordafrika
Lebensdauer:
1-3
Farbe:
schwarz
Geeignet als:
Charakter:
FCI Gruppen:
Tagaktiv
Nein
Winterschlaf
Nein
Fleischfresser
Ja
Lebendfutter
Ja
Giftig
Ja
Sicherheitsauflagen
Nein
    wenig:

    viel:

Ein Biss der Schwarzen Witwe kann den Tod bedeuten – so sagt man. Doch ist der Biss dieser Spinne wirklich so gefährlich, wie es immer behauptet wird? Die wichtigsten Infos über die Schwarze Witwe findest Du hier!

Artenbeschreibung

Die Schwarze Witwe ist vielen auch als die gefährlichste Spinne der Welt bekannt. Allerdings ist das ein Irrglaube! Durch den Namen der Spinne verbinden die meisten Leute damit Eigenschaften wie „besonders giftig“ oder sogar „tödlich“.

Dabei hat die Schwarze Witwe ihren Namen zunächst ihrem Paarungsverhalten zu verdanken. Die Weibchen fressen das Männchen nach dem Akt der Fortpflanzung auf. Daher die Bezeichnung der Witwe. Tatsächlich ist das aber ein Verhalten, dass auch bei einigen anderen Webspinnen beobachtet werden kann.

Wird ein Mensch von einer Schwarzen Witwe gebissen, ist das zunächst ziemlich unangenehm. In den seltensten Fällen kann das aber auch lebensgefährlich sein. Wird allerdings durch den Spinnenbiss ein Herzinfarkt oder eine Atemlähmung verursacht, kann das auch tödlich enden.

Laut Experten liegt die Sterberate durch einen Biss der Schwarzen Witwe aber gerade einmal bei einem Prozent.

Achtung: Für Allergiker fallen die Bisse dieser Spinne aber nochmals schlimmer aus.

Herkunft und Geschichte

Die Schwarze Witwe ist vor allem in Süd- und Südosteuropa, dem Nahen Osten und in Nordafrika zu finden. Sie gehört zu der Familie der sogenannten Haubennetzspinnen und ist in der Forschung auch unter den Namen Latrodectus mactans tredecimguttatus bekannt.

Wer in Europa auf eine Schwarze Witwe trifft, hat es in der Regel mit der Europäischen oder Mediterranen Schwarzen Witwe zu tun. In Europa ist sie sehr häufig im Mittelmeerraum zu finden. Vor allem in Frankreich, Spanien oder Italien.

Tatsächlich ist es bereits vorgekommen, das die Schwarze Witwe auch schon hier in Deutschland gesichtet wurde. Jedoch ist es ihr bisher noch nicht gelungen, sich hier fortzupflanzen und zu verbreiten.

Aussehen der Schwarzen Witwe

Auffällig an der Spinne ist zunächst ihre schwarze Farbe, wie der Name des Tieres bereits vermuten lässt. Der Körper des Weibchens kann bis zu 1,5 Zentimeter groß werden. Der Körper des Männchens hingegen nur gerade einmal etwa 7 Millimeter.

An dem Bauch der Schwarzen Witwe befindet sich ein roter Punkt. Die männlichen Tiere haben meist etwas längere Beine und zudem einen gelben Hinterleib.

Haltung und Ernährung

Wer sich eine Schwarze Witwe halten möchte, sollte sich dessen bewusst sein, dass dieses Tier giftig ist. Achtung: Im schlimmsten Fall kann ein Biss sogar tödlich enden!

Wer gebissen wurde, erwartet Symptome wie Lähmung, Schmerzen, Verkrampfungen oder steigenden Blutdruck. Bei Allergikern, älteren Menschen oder Kindern kann der Biss sogar schlimme Folgen haben.

Demnach solltest Du umso vorsichtiger sein, wenn Du mit den genannten Personen in einem Haushalt lebst. Vermutlich ist es sogar besser, dann vollkommen auf die Anschaffung einer Schwarzen Witwe zu verzichten.

Allerdings beißt das Tier erst dann zu, wenn es sich bedroht fühlt. Das ist bei den meisten Tieren der Fall. Am liebsten versteckt sich die Schwarze Witwe tagsüber im dunklen und krabbelt nur nachts aus dem gewebten Netz.

Wie bei allen giftigen Tieren, solltest Du auf hohe Sicherheitsmaßnahmen achten! Schau lieber zweimal nach, ob Du das Terrarium wirklich wieder geschlossen hast, nachdem das Tier gefüttert wurde.

Die Schwarze Witwe ernährt sich hauptsächlich von Insekten.

Welche Symptome treten bei einem Biss auf?

Schwarze Witwe+

Das Nervengift der Schwarzen Witwe kann unterschiedliche Symptome hervorrufen. Krampfartige Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck sowie Muskelschmerzen oder Muskellähmungen.

Optisch hingegen ist an dem Biss nichts ungewöhnliches zu erkennen. Der Biss macht sich durch eine Rötung oder Schwellung bekannt. Er sieht also harmloser aus, als er tatsächlich ist. Eine gezielte Behandlung mit entsprechend notwendig, da die Symptome sonst über einen längeren Zeitraum anhalten können.

Du wurdest von einer Schwarzen Witwe gebissen? Dann solltest Du umgehend zum Arzt gehen! In den schlimmsten Fällen kann ein Biss sogar tödlich enden!

Lebenserwartung

Grundsätzlich haben die Tiere eine Lebenserwartung von etwa 1 bis 3 Jahren. Jedoch hängt die Lebenserwartung – wie bei allen anderen Tieren auch – von den Lebensumständen ab. Bekommt Deine Schwarze Witwe genügend Futter und lebt in Artgerechter Haltung hat sie damit die besten Vorraussetzungen.

Reptilienart Schwarze Witwe kaufen

Falls Du Dich dafür entschieden hast, Dir eine Schwarze Witwe zuzulegen, kannst Du diese im Tierfachhandel oder beim Züchter online kaufen.

Unabhängig davon, wo Du eine Schwarze Witwe kaufen möchtest, solltest Du auf einige Dinge achten.

  • Ist das Terrarium sauber und gepflegt?
  • Kann der Verkäufer kompetente Auskünfte geben?
  • Fühlst Du Dich gut beraten?

Entscheidungshilfe

Wie bei jedem giftigen Tier, ist auch hier die Anschaffung und Haltung mit einem gewissen Risiko verbunden. Möchtest Du Dir eine Schwarze Witwe zulegen, solltest Du strikt auf die nötigen Sicherheitsbestimmungen achten.

Wohnen Kinder, ältere Menschen oder Allergiker in Deinem Haushalt? Dann würden wir Dir von der Wahl einer Schwarzen Witwe abraten. Bei den genannten Personen kann ein Biss dieser Spinne schlimme Folgen haben.

Bei einem Biss der Spinne solltest Du umgehend zum Arzt gehen!

Quellen:

https://www.latrodectus-mactans.de/haltungzucht.htm

http://tierdoku.com/index.php?title=Schwarze_Witwe

https://www.t-online.de/leben/familie/id_64695044/schwarze-witwe-wie-gefaehrlich-ist-die-giftspinne-.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Die-Schwarze-Witwe-Klein-und-toedlich-id37032952.html

Kai Reffler

Experte für Aquaristik & Terraristik

Kai hat zwei Familien: Neben Frau und Kindern hat sich der studierte Biologe der vielfältigen Welt der Reptilien verschrieben. Nach den drei Vogelspinnen zogen ein Chamäleon und zwei Wasserschildkröten bei ihm ein. Als Blogger berichtet er über die umfangreiche Wissenschaft der Haltung von Tieren in Terrarien und Aquarien.

Neben seinen Leidenschaften Biologie und Terraristik, stehen Ausflüge und Reisen mit seinen Kindern an oberster Stelle.

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