Algen im Aquarium: Ursachen und Bekämpfung

Algen im Aquarium sind ein Ärgernis. Die optische Beeinträchtigung ist hier nur ein Problem. Schlimmer ist die Algenbildung für die Bewohner, da einige Algenarten durchaus gefährlich sind und die Wasserqualität mindern.

Die beste Bekämpfung von Braun-,Grün- und Blaualgen ist die Prävention durch ein funktionierendes Mini-Biotop.

Algen im Aquarium: Mehr als nur ein Ärgernis

Das vor wenigen Tagen noch schön aussehende Aquarium ist trüb. Schlimmstenfalls zieht sich ein fauliger und äußerst unangenehmer Geruch durch das Zimmer.

In Deinem Aquarium haben sich Algen ausgebreitet und sind an den Scheiben, auf dem Boden und praktisch überall zu sehen. Die Bildung von Algen im Aquarium geschieht nicht über Nacht.

Wir sagen Dir, wie Du eine unkontrollierte Vermehrung vermeiden und Deine Fische vor gefährlichen Blaualgen im Aquarium schützen kannst.

Ein wichtiger Punkt auf Deiner Agenda ist die richtige Auswahl des Aquariums. Stimme die Größe auf die geplante Menge an Bewohnern ab. Ein zu kleines Becken für zu viele Fische fördert die Bildung von Algen im Aquarium.

Ursachenforschung – wie kommen die Algen ins Aquarium?

Algen im Aquarium

Algen sind der Albtraum eines jeden Aquarianers. Gerade als Anfänger liegt der Grund für den immensen Algenbewuchs in mangelhafter oder falscher Beckenpflege.

Auch Fehler in der Standortwahl machen sich durch die rasante Entwicklung von Algen bemerkbar.

Hier Du wichtige Tipps für die erste Ausstattung des Beckens und wichtige Antworten auf Fragen rund um die Ausstattung von Aquarien.

Der richtige Standort für Aquarien

Aquarien benötigen einen schattigen, weiter vom Fenster entfernten Platz. Denn direkte Sonneneinstrahlung fördert den Algenbewuchs.

Doch nicht nur die Sonne, sondern auch eine zu gut gemeinte Beleuchtung des Beckens begünstigen den Wuchs von Bartalgen und Blau- sowie Braunalgen im Aquarium.

Ein weiterer Grund sind zu wenig oder ungeeignete Wasserpflanzen. Auch zu große Intervalle zwischen den notwendigen Teilwasserwechseln begünstigen die Bildung von Algen in Deinem Aquarium.

Beleuchtung und Temperatur überprüfen

Es gibt Warmwasser- und Kaltwasserfische. Fakt ist, dass ein warmes Aquarium schneller von Algen zugewuchert wird als ein Becken mit niedriger Wassertemperatur.

Du beeinflusst das Risiko mit der Auswahl der Fische. Hast Du bisher noch keinerlei Erfahrung in der Aquaristik, empfehlen sich Kaltwasserfische. Was die Beleuchtung betrifft, solltest Du nicht zu viele Lichtstunden gewähren.

Tipp: Es empfiehlt sich, die Aquarienbeleuchtung über Zeitschaltuhr zu betreiben und nach zwei Stunden Licht eine Stunde Dunkelheit einzustellen. Nachts bleibt die Beleuchtung aus.

Zu viele Fische für die Beckengröße?

Ein weiterer Grund für Algen im Aquarium basiert auf der Menge der eingesetzten Fische. Wenn Du Dich für Schwarmfische entscheidest, brauchst Du ein größeres Aquarium als bei Einzelfischen (zum Beispiel Kampffische).

Überbesatz führt neben der Problematik von Bartalgen, Grün- oder Braunalgen und Blaualgen im Aquarium auch zu Stress für die Tiere.

Wenn Du es mit dem Futter zu gut meinst

Füttere nur so viel, wie Deine Fische auch direkt bei der Fütterung verzehren. Auf den Boden fallendes Futter verschlechtert die Wasserqualität.

Obendrein fördern Futterreste die Algenbildung. Die Überfütterung ist vor allem für Neueinsteiger in die Aquaristik ein Problem, da die Frage nach dem wie viel nicht mit einer konkreten Angabe zu beantworten ist.

Anders als beim Hund, wo die Futtermenge direkt nach Gewicht definiert ist, besteht diese Möglichkeit bei Fischen nicht.

Algen im Aquarium erkennen: Die verschiedenen Arten

Wenn Du vorbeugen und vorhandene Algen im Aquarium entfernen willst, musst Du Dich in erster Linie mit den verschiedenen Arten beschäftigen. Es gibt unschöne aber unschädliche Algen.

Es gibt aber auch gefährliche Algen, die bei Nichtbekämpfung zum Tod der Aquarienbewohner führen. Wenn sich beispielsweise Blaualgen im Aquarium ausbreiten, musst Du das Wasser vollständig wechseln und eine Reinigung der gesamten Ausstattung vornehmen.

Bei Grün- oder Kieselalgen handelt es sich hingegen um harmlose Arten.

Blaualgen im Aquarium

Blaualgen im Aquarium machen sich durch einen bläulichen Überzug der Steine und Einrichtung bemerkbar. Hierbei handelt es sich um Cyanobakterien, die ebenso gefährlich wie die Wasserblüte sind.

Diese Algen bilden sich hauptsächlich durch Überfütterung und die damit einhergehende zu hohe Phosphat- und Nitratdichte im Wasser.

Tritt die Algenblüte ein, färbt sich das Wasser meist trüb und weist eine grüne Oberfläche auf.

Bartalgen

Auch Bartalgen gehören zu den häufiger auftretenden Algen im Aquarium. Sie sind in die Familie der Rotalgen einzuordnen, auch wenn sich die Rotfärbung nur im Kontakt mit Alkohol zeigt.

Bei Bartalgen besteht dringender Handlungsbedarf. Bevorzugt legt sich der Algenfilm auf die Dekoration, auf großblättrige Pflanzen und auf den Filter sowie in den Ausströmer.

Ist das der Fall, solltest Du das Aquarium leeren und alles Interieur vollständig von der Algenpest befreien.

Grün- und Braunalgen im Aquarium

Grün- und Braunalgen sind im Aquarium eher harmlos. Doch es hilft nichts, auch diese Algen sind aus dem Aquarium zu entfernen. Wenn Du Braunalgen im Aquarium entdeckst, meist Du es im Regelfall zu gut mit der Fütterung der Bewohner.

Um die Plage loszuwerden, empfiehlt sich der Besatz mit Welsen. Denn die Hauptnahrung der am Boden und an den Scheiben „klebenden“ Fische besteht aus: Grünalgen und Braunalgen.

Tipp: Um den pH-Wert wieder herzustellen und ein funktionierendes Biotop zu schaffen, tauscht Du das Wasser in regelmäßigen Abständen aus.

Bei hartem Wasser, das ebenfalls für die Bildung von Grün- und Braunalgen sorgt, empfiehlt sich der Zusatz eines Wasserenthärters.

Algen im Aquarium entfernen und Neubildung vorbeugen

Algen im Aquarium

Du bist Dir sicher, um welche Algenart es sich handelt. Ebenfalls hast Du erkannt, wie es zur Bildung der Blaualgen im Aquarium kam oder warum sich Bartalgen und Braunalgen im Aquarium vermehrt haben.

Nachdem Du Dich mit dem Algen aus dem Aquarium entfernen beschäftigt hast, musst Du eine Entscheidung treffen. Wir empfehlen Dir natürliche Mittel und raten von der chemischen Keule ab.

Chemie oder Natur? Was wirklich gegen Algen im Aquarium hilft!

Chemische Algenbekämpfer schwächen das Immunsystem Deiner Frische und wirken sich nachteilig auf die Wasserqualität aus. Du kannst also ganz getrost auf derartige Produkte verzichten.

Doch um die Algen aus dem Aquarium zu entfernen, musst Du etwas unternehmen. Prüfe die Bepflanzung und stocke Sie gegebenenfalls auf. Entsprechend der Algenart kannst Du den Fischbesatz überprüfen.

Denn Algenfresser in Form von Welsen, Schmerlen und Barben oder Schnecken sind die beste und natürlichste Bekämpfung von Algen.

Tipps für natürliche Algenbekämpfung

Mit einem üppigen Pflanzenwachstum kannst Du der Bildung von Algen im Aquarium die Stirn bieten. Setzt Du zusätzlich noch ein paar Schnecken oder Welse ein, darfst Du Dich langfristig über sauberes UND algenfreies Wasser freuen.

Wasserpflanzen haben den gleichen Nährstoffanspruch wie Algen. Allein daraus erschließt sich, warum eine dichte Bepflanzung die Algenbildung mindert und einer unkontrollierten Verbreitung vorbeugt.

Algen stehen auf dem Speiseplan von Welsen und Schnecken. Anstelle mit Chemie vorhandene Algen im Aquarium zu entfernen, kannst Du auf ganz natürliche Mechanismen setzen.

Hinweis: Ist der Algenbefall bereits sehr stark, kommst Du nicht um eine Reinigung des Aquariums umhin. Über einen Neubesatz mit Schnecken und Welsen denkst Du später nach.

Denn auch bei größter Mühe könnte ein Übermaß an Blaualgen im Aquarium nicht durch Schnecken oder Fische verzehrt werden.

Schnecken und algenfressende Fische

Ehe Du ein Aquarium kaufst und es einrichtest, hast Du Dir bereits Gedanken über den Fischbesatz gemacht. Dir ist klar, welche Fischarten Du Dir vorstellst.

Du hast Dich erkundigt, ob die Tiere miteinander harmonieren und die gleichen Ansprüche an das Wasser haben. Du bist also in Deinem Projekt Aquarium schon einige Schritte vorangekommen.

Mit gleicher Akribie solltest Du Dich um die Bepflanzung kümmern. Hier verhält es sich beim Aquarium ebenso wie beim Terrarium auf die richtigen Pflanzen kommt es an.

Eines hast Du bestimmt vergessen. Stehen algenfressende Fische auf Deiner Liste und hast Du an einen Schneckenbesatz gedacht?

Wenn Du Algen im Aquarium von Anfang an vermeiden willst, solltest Du ein paar Tiere wählen, deren Hauptnahrung Algen sind.

Algen im neu eingerichteten Becken – warum?

Erfahrene Aquarianer raten Dir, ein Becken vor dem ersten Besatz mit Fischen „einzufahren“. Das heißt nichts anderes, als darauf zu warten, dass sich ein kleines Biotop bildet.

Je nach Beckengröße und Wassermenge kann das Einfahren zwischen drei und vier Wochen dauern. Verzichtest Du darauf und setzt die Fische sofort nach der Einrichtung ein, musst Du mit einer erhöhten Algenbildung rechnen.

Das Wasser ist hart: Ein Nährboden für Algen. Die Phosphatwerte sind noch nicht reguliert – ein weiterer Grund für die Bildung von Algen im Aquarium.

Die neu gekauften Pflanzen wurden im Fachhandel zu stark gedüngt. Durch Überdüngung kommt es selbst in einem sonst leeren Becken zur Algenbildung.

Behalte das frische Aquarium im Blick. Solltest Du Ansammlungen von Algen entdecken, entfernst Du sie direkt mit der Hand. Bei Algenbildung an den Scheiben ist ein Scheibenmagnet hilfreich.

Prävention ist der beste Schutz vor Algen im Aquarium

Während die Entfernung von Bartalgen, Blaualgen oder Braunalgen im Aquarium schwierig ist und Zeit erfordert, gestaltet sich die Vorbeugung einfach.

Mache Dir die Vorteile der Wasserpflanzen zunutze – obendrein sieht ein dichter Pflanzenwuchs im Aquarium schön aus. Füttere nie mehr, als die Fische verzehren können.

Tipp: Die richtige Futtermenge findest Du heraus, in dem Du die Tiere bei der Fütterung beobachtest. Nimm den Teilwasserwechsel alle vier Wochen vor und halte die Intervalle ein.

Um keine Algenplage von außen einzuschleppen, solltest Du neue Pflanzen immer einen Monat lang separat in einem Glas „in Quarantäne“ bringen.

Kaufe nur in dem Fachhandel, in dem Du algenfreie Aquarien siehst und Dir sicher sein kannst, dass Du mit den Pflanzen keine Algenfäden oder Algenblüten einschleppst.

Algen aus dem Aquarium entfernen: Chemikalien schädlicher als die gefährlichste Alge

Algenentferner sind doch für die Anwendung im Aquarium hergestellt. Das stimmt zwar, doch brauchst Du auf chemische Helfer bei der Entfernung von Bart-oder Blaualgen im Aquarium nicht zurückzugreifen.

Die Behandlung mit künstlichen Substanzen führt schlimmstenfalls zum „Kippen des Wassers“ (Qualitätsverschlechterung über Nacht und fauliger Geruch). Auch eine vermehrte Algenbildung ist bei Chemikalien nicht ausgeschlossen.

Deine Fische können erkranken, da selbst eine kleine Überdosis der chemischen Mittel zu einer Veränderung der Wasserwerte führt.

Mit ein wenig Aufmerksamkeit, der Hilfe von Schnecken und Welsen sowie dem Blick für Details kannst Du die Ausbreitung von Algen im Aquarium problemlos vermeiden.

Quellen

https://www.fressnapf.de/ratgeber/aquaristik/beitrag/algen-im-aquarium

https://www.zooroyal.de/magazin/aquaristik/algen-im-aquarium/

https://www.zooplus.de/magazin/aquaristik/aquarienpflege-wasseraufbereitung/algen-im-aquarium

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