Teichfische: Alle Informationen zu Fischarten, Haltung und Pflege

Teichfische sind das i-Tüpfelchen für jeden Gartenteich. Sie sorgen dafür, dass der Gartenteich zu einem vollwertigen Lebensraum für zahllose Tiere und Pflanzen wird.

Welche Fische für den Gartenteich geeignet sind, welche Pflege sie benötigen und worauf Du achten solltest, wenn Du Teichfische kaufen willst, erfährst Du im folgenden Ratgeber.

Welche Fische eignen sich für den Gartenteich?

Teichfische

Wenn Du Teichfische kaufen willst, hast Du heute eine große Auswahl zwischen verschiedenen Fischarten, die als Fische für den Gartenteich geeignet sind.

Für mittelgroße Teiche mit einem Wasserinhalt von 5.000 Liter und mehr eignen sich die folgenden Fischarten:

  • Amerikanische Rotflossenorfe
  • Sonnenbarsch
  • Goldelritze
  • Goldfisch
  • Goldorfe
  • Rotbrust-Sonnenbarsch
  • Großohr-Sonnenbarsch
  • Pfauenaugenbarsch
  • Spanienkärpfling

Diese Fische für den Gartenteich erreichen eine Größe von etwa 10 bis 20 cm. Sie werden immer in kleinen Gruppen von vier bis sechs Stück im Teich ausgesetzt. Die meisten von ihnen können im Teich überwintern.

Teichfische kaufen für den Miniteich

Da in vielen Gärten nicht genügend Platz für einen großen Gartenteich ist, entscheiden sich viele Gartenteich-Freunde für einen Miniteich.

Obwohl diese Teiche oft nicht sehr viel Wasser enthalten gibt es doch einige Fischarten, die Du in einem Miniteich halten kannst. Hierzu gehören

  • Amerikanischer Hundsfisch
  • Bitterlinge
  • Blaubandbärblinge
  • Elritzen
  • Chanchitos
  • Koboldkärpflinge

Diese Fischarten werden nur 6 bis 7 cm und maximal 10 cm groß. Sie sind daher ideal für die Haltung im Mini-Gartenteich. Die meisten sind zudem winterhart und können, wenn der Miniteich tief genug ist, im Teich überwintern.

Im Sommer kannst Du auch Warmwasserfische aus Deinem Aquarium wie zum Beispiel Guppys, Platys und Schwertträger in den Miniteich umsetzen.

Neben diesen Fischarten für normal große Gartenteiche und Miniteiche gibt es noch ein paar Fischarten, für die große Gartenteiche angelegt werden müssen. Hierzu zählen beispielsweise Drachenfische, Rotaugen, Koi oder Goldschleien.

Wie viele Teichfische passen in einen Gartenteich?

Die Menge und Größe der Teichfische, die Du in Deinem Gartenteich aussetzen kannst, ist in erster Linie von der Größe des Teichs abhängig. Einige Experten raten dazu, dass ein Gartenteich mindestens 1.000 Liter Wasser enthalten sollte, damit Teichfische darin gehalten werden können und gesund bleiben.

Bei weniger Wasserinhalt sollten keine Teichfische darin ausgesetzt werden. Fischzüchter und erfahrene Teichbesitzer nutzen eine einfache Faustformel, um die maximale Anzahl und Größe der Teichfische, die in Ihrem Teich gehalten werden kann, zu bestimmen.

Die Faustformel lautet, dass 1 cm Fisch etwa 10 Liter Wasser benötigt. Dies gilt für gefilterte Gartenteiche. Bei Naturteichen ohne zusätzliche Filteranlage sollten für in 1 cm Fisch 30 Liter Wasser zur Verfügung stehen.

Passen sich Teichfische der Teichgröße an?

Wahrscheinlich wirst Du, wenn Du Teichfische kaufen willst, immer wieder einmal hören, dass sich Teichfische automatisch an die Größe des Teichs anpassen.

Das stimmt allerdings nicht. Werden die Teichfische in einem zu kleinen Teich gehalten, wachsen sie von Natur aus stärker in die Höhe, als in die Länge. Es kommt also zu Deformationen bei den Fischen.

Bei der Haltung von zu vielen Fischen in kleinen Teichen ist die Wasserbelastung extrem hoch. Dadurch verlangsamt sich wiederum das Wachstum der Teichfische.

Allerdings wachsen die inneren Organe normal weiter, sodass die Teichfische über kurz oder lang qualvoll verenden.

Wenn Du Teichfische kaufen willst, solltest Du daher vorher genau überlegen, für wie viele Teichfische Dein Teich genügend Lebensraum bietet und gegebenenfalls einen Experten um Rat fragen.

Goldfische kaufen für den Gartenteich

Goldfische zählen nach wie vor zu den beliebtesten Bewohnern in Gartenteichen. Neben den normalen rötlich-goldenen Fischen gibt es noch verschiedene Zuchtformen, die sich ebenfalls einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen. Zu diesen Zuchtformen zählen:

  • Blau-bunte Shubunkin
  • Rot-weiße Sarasa
  • Schleierschwänze

Ein Vorteil der Goldfische ist, dass sie den Winter über im Teich bleiben können. Ausgenommen sind nur die Schleierschwänze.

Schleierschwänze vertragen keine niedrigen Wassertemperaturen und müssen im Haus oder in der Wohnung im Aquarium überwintern. Du kannst problemlos verschiedene Arten Goldfische kaufen und sie gemeinsam in einem Teich halten.

Die Naturform der Goldfische und Vorläufer aller Zuchtformen ist die in Ostasien und China beheimatete Silberkarausche.

Die passende Teichgröße für Goldfische

Wenn Du für Deinen Teich Goldfische kaufen möchtest, musst Du bedenken, dass diese Teichfische bis zu ca. 30 cm groß werden können. Meistens bleiben sie zwar kleiner, aber sie benötigen dennoch einen entsprechend großen Teich.

Die Mindest-Teichgröße für den Besatz mit Goldfischen ist etwa 1.000 Liter. Als Faustformel gilt, dass ein Erwachsener Goldfisch zwischen 200 bis 400 Liter Wasser für sich benötigt.

Wenn Du kleinwüchsige Goldfische kaufen möchtest, die nur bis maximal 7 oder 10 cm groß werden, ist die Wassermenge entsprechend geringer. Damit die Teichfische im Teich überwintern können, muss die Wassertiefe in einem großen Bereich mindestens 1,2 Meter betragen.

Die perfekte Wassertemperatur für die Haltung von Goldfischen liegt zwischen 18 bis 24 Grad Celsius. Für kurze Zeiträume können Sie auch höhere Temperaturen bis 30° verkraften.

Goldfische kaufen und richtig ernähren

Goldfische sind Allesfresser. Das macht es für Dich einfach, diese Fische richtig zu füttern. Die ist ein Grund, warum sie als Teichfische so beliebt sind. Sie fressen Wasserflöhe, Mückenlarven, spezielles Futter für Goldfische und allgemeines Futter für Teichfische.

Das heißt, wenn Du für Deinen Teich Goldfische kaufen wirst, musst Du Dir keine allzu großen Gedanken über das richtige Futter machen.

Ein gutes Ganzjahresfutter für Teichfische und die gelegentliche Fütterung von lebenden Mückenlarven reicht in der Regel für eine abwechslungsreiche Ernährung vollkommen aus.

Teichfische als Algenfresser – klares Wasser das ganze Jahr über

Teichfische

Viele Teichbesitzer haben die immer wieder mit einem üppigen Algenwuchs zu kämpfen.

Wenn das Teichwasser sehr viele Nährstoffe enthält und die Wassertemperaturen gegen Ende des Frühjahrs ansteigen, vermehren sich Algen explosionsartig und trüben das Wasser. Natürliche Algenfresser in Teichen sind Schnecken, Muscheln und Krebstiere.

Der Nachteil ist, dass der Bestand kaum zu kontrollieren ist. Viele Teichbesitzer nutzen daher Teichfische als Algenfresser, um das Algenwachstum einzudämmen. Für jede Teichgröße eignen sich

  • Grundel / Gründling
  • Goldelritze

als natürliche Algenfresser. Sie werden nur maximal 10 bis 15 cm groß und können daher auch bei kleinen bis mittelgroßen Teichen eingesetzt werden. Grundeln sollten in kleinen Schwärmen von mindestens 6 Stück als Teichfische ausgesetzt werden. Sie werden bis zu 5 Jahre alt.

Große Teichfische als Algenfresser für große Gartenteiche

Für große und sehr große Gartenteiche schwören die Besitzer auf die folgenden Teichfische als Algenfresser:

  • Nase
  • Rotfeder
  • Silberkarpfen
  • Wimpelkarpfen

Rotfedern erreichen als Teichfische gehalten beispielsweise eine Größe von bis zu 20 cm und können in großen und mittelgroßen Teichen eingesetzt werden.

Silberkarpfen und Wimpelkarpfen werden mit einer Länge von 60 cm und mehr sehr groß. Sie eignen sich als Teichfische daher nur für wirklich große Gartenteiche.

Das richtige Fischfutter für Teichfische

Bei der Fütterung der Teichfische kommt es auf die richtige Menge und ein ausgewogenes Fischfutter an, damit die Tische lange gesund bleiben. Grundsätzlich gilt, dass Teichfische etwa 1 bis 2 % ihres Körpergewichts täglich an Futter benötigen.

Eine weitere Grundregel lautet, dass Teichfische regelmäßig beispielsweise zweimal täglich morgens und am frühen Abend um die gleiche Uhrzeit gefüttert werden sollten. Das Futter sollte innerhalb weniger Minuten komplett gefressen werden.

Bleibt Futter zurück, verrottet es und entzieht dem Wasser beim Verrotten den für die Teichfische lebenswichtigen Sauerstoff. Wichtig ist eine hohe Qualität des Fischfutters.

In welcher Form das Fischfutter gegeben wird, ist abhängig von der Art der Teichfische. Goldfische können gut mit Sticks gefüttert werden. Jungfische und Teichfische, die mehr am Grund des Teiches leben, bevorzugen flockiges Futter, das schnell auf den Boden absinkt.

So können auch kleine Fische für den Gartenteich das Futter leicht fressen.

Teichfische: Fütterung von Frühjahr bis in den Herbst

Die Fütterung von Teichfischen beginnt in der Regel im Frühjahr, wenn die Wassertemperatur die 14 bis 15 Grad Marke übersteigt.

Wenn die Wassertemperatur im Sommer die 26 Grad Marke übersteigt, sollte die Futtermenge wieder reduziert werden, da Teichfische bei hohen Wassertemperaturen nicht viel fressen und es durch verrottendes Futter zu einer Ammoniakvergiftung kommen kann.

Im Herbst, wenn die Wassertemperatur wieder sinkt, kann die Futtermenge erhöht werden, damit sich die Teichfische für den Winter genügend Reserven anfressen können. Sobald die Wassertemperatur unter eine Temperatur von 10 bis 12 Grad sinkt, wird kein Futter mehr gegeben.

Ab diesen Temperaturen ziehen sich die Teichfische in die tieferen Regionen zurück, reduzieren den Stoffwechsel und stellen die Verdauung ein. Eine Fütterung würde sie in dieser Zeit nur in ihrer Ruhe stören.

Teichfische sicher überwintern

Die meisten Teichfische können im Gartenteich überwintern. Wenn die Wassertemperatur gegen Ende des Herbstes langsam sinkt, bereiten sie sich auf die Winterruhe vor und ziehen sich in tiefe Bereiche zurück.

Wenn Du Teichfische kaufen willst, die im Gartenteich überwintern sollten, musst Du bedenken, dass der Teich eine Tiefe von mindestens 80 cm haben muss, damit zumindest ein Teil eisfrei bleibt.

Nur bei dieser Wassertiefe bleibt den Fischen beim Einfrieren des Wassers ein ausreichend großer Lebensraum. Erfahrene Teichbesitzer und Züchter empfehlen für das sichere Überwintern von Teichfischen eine Wassertiefe von 100 bis 120 cm.

Überleben Teichfische im zugefrorenen Gartenteich?

Einige Teichfische wie beispielsweise Goldfische, können eine kurze Zeit im Teich überleben, selbst wenn die gesamte also Oberfläche zugefroren ist. Bei Gartenteichen mit einer Oberfläche von 2 bis 3 Quadratmeter sollte jedoch ein etwa 20 bis 30 cm großes Loch eisfrei gehalten werden.

Durch diese Öffnung in der Eisdecke können Faulgase entweichen und Sauerstoff ins Wasser gelangen. Bei größeren Teichen empfiehlt sich der Einsatz von Eisfreihaltern, damit ein Gasaustausch zuverlässig im gesamten Teich stattfinden kann.

Falls ein Winter mit sehr niedrigen Temperaturen über einen längeren Zeitraum bevorsteht, kannst Du den Gartenteich mit einer Teichheizung ausstatten, um so das Überleben der Teichfische sicherzustellen.

Wenn Du Warmwasserfische aus dem Aquarium im Sommer im Teich aussetzt, musst Du sie im Herbst wieder ins Aquarium umsetzen, Warmwasser Aquarium Fische überleben niedrige Wassertemperaturen nur für eine kurze Zeit.

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