Der Königspython – Keine Anfängerschlange

Königspythons kommen ursprünglich aus West- und Zentralafrika. Dort leben sie sowohl in Regenwäldern als auch in Steppenlandschaften und sind teilweise bis an den Rand von menschlichen Siedlungen vorgedrungen. Aufgrund ihrer Eigenschaft, sich zu einem Knäuel zusammenzurollen, tragen sie auch den Namen „Ballpython“.

Der Königspython zählt mittlerweile zu den beliebtesten Terrarienschlangen, was ihn allerdings trotzdem nicht zu einer Anfängerschlange macht. Relativ oft treten nämlich Nahrungsverweigerung oder sonstige Futterprobleme auf. Daher sollte man bereits Schlangenerfahrung mitbringen, wenn man sich für einen Königspython entscheidet.

Ansonsten ist der Königspython als Würgeschlange ungiftig und wenig aggressiv. Er ist nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen II geschützt, das heißt, Sie benötigen Herkunftspapiere und müssen die Schlange behördlich melden.

Ernährung des Königspython

Königspython

Königspython, wegen dieser bevorzugten Haltung auch „Ballpython“ genannt. © 123RF, Sanne Van De Berg

Wie bereits oben erwähnt, sind Königspythons relativ komplizierte Fresser. In der Natur ernähren sie sich von allen kleineren Säugern, wie z. B. Fledermäusen, Mäusen und Vögeln. Im Notfall können sie es jedoch auch bis zu zwei Jahren ohne Nahrung aushalten, wenn ihnen nicht das geeignete Futtertier vor die Nase läuft. Und dies macht ganz besonders Wildfänge im Terrarium gerne zu Futterverweigerern. Sie sollten also bereits beim Kauf Ihres Königspythons darauf achten, dass es sich um eine Nachzucht aus Europa handelt.

Im Terrarium werden üblicherweise Mäuse oder kleinere Ratten verfüttert. Manchmal werden tote Tiere verweigert, dann sollten Sie die Futtertiere lebend anbieten. Bitte machen Sie sich bereits vor dem Schlangenkauf Gedanken darüber, ob Sie (und der Rest der Familie) diese Art der Fütterung übers Herz bringen.

Das Terrarium für einen Königspython

Ein Königspython sollte mindestens ein Terrarium mit den Maßen 1,20 m x 0,60 m x 0,50 m (LBH) zur Verfügung haben. Als Bodengrund eignen sich Rindenmulch oder Terrarienerde.

Neben Versteckmöglichkeiten in Form von Steinen und Wurzeln, sollte ein kleines Wasserbecken vorhanden sein. Dies dient zum Trinken und zur Luftbefeuchtung.

Als Beleuchtungssystem eignet sich ein HQI-Strahler für die Tagesbeleuchtung, unterstützt von einer UV-Lampe und dem zeitweisen Einsatz einer Wärmelampe. Da der Königspython nachtaktiv ist, können Sie für die Nacht ein sogenanntes Mondlicht anbringen, was ein Dämmerlicht ins Terrarium zaubert und wodurch man die Schlange besser beobachten kann.

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