Perser

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Steckbrief

Größe:
40-60 cm
Gewicht:
5-6 kg
Herkunft:
Iran (früheres Persien)
Lebensdauer:
13-18 Jahre
Farbe:
alle
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Preis:
500-800 Euro, Zuchtkatzen etwa 1500 Euro
Aktivität
Haaren
Miauen
Wohnungseignung
Anfälligkeiten für Krankheiten
Verspieltheit
Zutraulichkeit
Intelligenz
Kinderfreundlich
Hundefreundlich
    wenig:

    viel:

Herkunft mit Rassengeschichte

Über die Herkunft der Perserkatze gehen die Meinungen auseinander. Man vermutet allerdings, dass sie aus dem Iran (früheres Persien) stammt. Die Perserkatze ist wahrscheinlich aus einer Kreuzung aus einer nordischen Langhaarkatze und einer Türkischen Angorakatze entstanden. Diese Kreuzung erklärt auch das typische lange und weiche Fell.

Im Iran bzw. früheren Persien verbreitete sich die Perserkatze, die von ihrem vermutlichen Herkunftsland auch ihren Namen erhalten hat.

Die gezielte Züchtung von Perserkatzen begann etwa Mitte des 19. Jahrhunderts in England. In den späten 1970er Jahren boomte die Perserzucht vor allem in den USA.

Rassenbeschreibung

Ruhig und zurückhaltend, so lässt sich die Perserkatze wohl am besten beschreiben. Sie hat im Gegensatz zu anderen Artgenossen, einen schwächeren Jagdinstinkt. Das hat auch Auswirkungen auf ihre Haltung.

Aussehen der Perserkatze

Zu Beginn der Perserzucht waren die Farbvarietäten noch begrenzt. Schwarz, Weiß und Blau. Mit der Zeit hat sich das Farbspektrum jedoch erweitert. Heutzutage sind fast alle Farben möglich. Neue Farben wie Lilac oder Chocolate werden nun vermehrt gezüchtet.

Ein stämmiger Körperbau, kurze Beine und langes Fell sind typische Merkmale für das Erscheinungsbild einer Perserkatze. Erst durch verschiedene Züchtungen entstanden die abgeflachten Nasen. Die Stupsnase ist für die Perser mittlerweile ein weiteres typisches Merkmal geworden, das sie von anderen Katzenarten unterscheidet. Unabhängig davon werden die Katzen in fast allen Fellfarben und Farbschattierungen gezüchtet.

Die Stupsnase ist für die Perser ein typisches Merkmal.

Charakter und Wesen

Ein kleines Energiebündel sucht man hier vergeblich. Die Perserkatze zeichnet sich nämlich durch ihre ruhige Art aus. Sie ist eher etwas zurückhaltend, aber dennoch ein liebenswertes Wesen. Sie hält nicht wirklich viel von ausgedehnten Spaziergängen, aber dafür liebt sie Streicheleinheiten. Alles in Allem, ein sehr gemütliches Tier. Und natürlich hat sie wie jedes andere Tier auch ihren eigenen Kopf. Auch wenn sie Fremden gegenüber zunächst etwas zurückhaltend gegenübertreten, sind die Perser dennoch sehr Menschen bezogen.

Falls du nach einer aktiven, temperamentvollen Katze suchst, ist die Perserkatze nicht unbedingt das Richtige. Sie zeichnet sich eher durch ruhiges, angenehmes Verhalten aus. Die Perserkatze hat zwar nicht den größten Bewegungsdrang, möchte aber dennoch beschäftigt werden. Hierbei hilft eine vielfältige Auswahl an geeignetem Katzenspielzeug

Der zutrauliche, entspannte Charakter eignet sich super als Familienkatze.

Haltung und Ernährung

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Perserkatze um einen eher gemütlichen Zeitgenossen ohne enormen Bewegungsdrang. Demnach ist sie optimal für eine Haltung in der Wohnung geeignet. Sie versteht sich sowohl mit Kindern, als auch mit anderen Haustieren relativ gut. Ihr muss nur genügend Freiraum gelassen werden, wo sie sich nach Bedarf zurückziehen kann.

Grundsätzlich gilt für die Ernährung bei jedem Tier, je hochwertiger desto besser. Vor allem solltest du auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Teuer ist nicht automatisch immer gut. Zu günstig sollte es aber auch nicht sein. Grade sehr günstiges Tierfutter ist dafür bekannt, einen sehr geringen Fleischanteil zu haben. Das Fleisch kann sogar in Form von Schlachtabfällen vorkommen.

Katzen benötigen viel Protein in ihrer Nahrung. Das Fleisch sollte zudem den Hauptbestandteil des Futters ausmachen. Ein Fleischgehalt ab etwa 60 Prozent ist super. Da Katzen von Natur aus generell wenig trinken, dürfen sie nicht ausschließlich mit Trockenfutter gefüttert werden. Mische hier immer genügend Nassfutter unter.

Erziehung

Die Perserkatze ist ein überaus gelassener und genügsamer Zeitgenosse, der sich kaum durch etwas aus der Ruhe bringen lässt. Ihr ausgeglichenes Wesen macht sie zu einer sehr angenehmen Katze für jedermann. Ihr Freiheitsdrang ist im Vergleich zu anderen Katzenrassen sehr gering. Aus diesem Grund eignet sie sich perfekt als Hauskatze. Die freundliche Katze liebt es aufgrund ihrer anhänglichen Art zu kuscheln und zu schmusen. Jedoch hat sie auch ihren eigenen Kopf. Vor allem wenn der Perserkatze demnach etwas nicht passt.

Wenn du deine Katze bereits von klein auf an eine konsequente Erziehung gewöhnst, gestaltet sich auch der weitere Verlauf relativ unproblematisch.

Pflege

Wenn du dir eine Perserkatze anschaffen möchtest, sollte dir die aufwendige Pflege des Fells bewusst sein. Ziemlich deutlich, wenn man sich ihr Fell anschaut. Das lange Fell neigt nämlich zu Verfilzungen und Knotenbildungen. Daher sollte es auf jeden Fall täglich gebürstet werden. Im Idealfall findest du einmal am Tag Zeit dafür. Noch besser ist es, deine Katze schon früh daran zu gewöhnen. Falls das lange Fell der Perserkatze verfilzt sein sollte, muss die Katze sogar geschoren werden. Aber keine Angst, das abrasierte Fell wächst schnell wieder nach. Die Perserkatze verliert aber auch ganz von selbst einen Teil ihres Fells. Während der Fellwechselzeit verliert die Katze trotz Kämmen und Bürsten einen immensen Teil ihrer Mähne.

Ein Tipp, Katzengras und Maltpaste können beim natürlichen Abgang verschluckter Haare helfen und zudem Verstopfungen vorbeugen.

Bedingt durch die kurze Nase benötigt die Perserkatze eine zusätzliche Reinigung der Augen und des Nasenbereiches. Hierbei kannst du einfach ein feuchtes Tuch verwenden, denn Kamillentee kann den Bereich um das Auge herum weiterhin reizen. Die Nahrungsaufnahme mancher Perserkatze ist zudem etwas außergewöhnlich. Durch das flache Gesicht sind einige Katzen dazu gezwungen, die Nahrung mit der Zunge aufzunehmen. Futter mit breiiger Konsistenz ist demnach für sie einfacher zu essen, als beispielsweise große Fleischbrocken.

Das Fell der Perser sollte auf jeden Fall täglich gebürstet werden.

Gesundheit und typische Krankheiten

Obwohl die Geschichte der Perserkatze auf eine problematische Zucht zurückgeht, kann sie bei guter Ernährung, guter Haltung und intensiver Pflege relativ lange gesund bleiben. Jedoch gibt es wie immer auch einige Ausnahmen. Die Rasse neigt besonders zur Polyzystischen Nierenerkrankung sowie progressivem Netzhautschwund, einer Verkrümmung der Netzhaut, die sogar zur vollständigen Erblindung führen kann.

Diese Krankheiten sind alle vererbbar und verdeutlichen, wie wichtig die Wahl des geeigneten Züchters ist. Denn durch einen Blick auf den Stammbaum lassen sich Erkrankungen erkennen. Professionelle Züchter lassen ihre Zuchttiere, sowie deren Nachkommen frühzeitig auf Krankheiten testen und schließen gegeben falls betroffene Tiere dann von der Zucht aus.

Lebenserwartung der Perserkatze

Natürlich willst du, dass dein kleiner Liebling so lange wie möglich lebt. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Perserkatze beträgt etwa 13 bis 18 Jahre. Das gilt natürlich nur unter bestimmten Umständen. Denn demnach kann es auch vorkommen, dass eine Perserkatze kürzer leben kann, aber eben auch etwas länger. Es ist nämlich auch keine Seltenheit, dass die Katzen sogar über 20 Jahre alt werden können.

Leider kann es immer passieren, dass Haustiere unerwartet Krankheiten erleiden. Um dem aber entgegenzuwirken, kannst du einiges tun.

Demnach ist es sehr wichtig, dass du auf die Ernährung deiner Katze achtest. Wie bereits erwähnt ist es hierbei notwendig, das Futter so gesund und ausgewogen wie möglich zu gestalten. Achte auf einen hohen Fleischanteil und vermeide Zusatzstoffe wie Zucker oder Geschmacksverstärker.

Obwohl die Perserkatze nicht unbedingt für ihren Bewegungsdrang bekannt ist, sondern ihre Zeit lieber in der Wohnung verbringt, ist ausreichende Bewegung dennoch sehr wichtig. Bekommt deine Katze nämlich zu viel Futter, insbesondere mit einem hohen Energiegehalt, kann es passieren, dass sie durch zu wenig Bewegung an Übergewicht erkranken kann.

Mit ihrem Durchschnittsalter liegt die Perserkatze auch im groben Durchschnitt aller Hauskatzen. Ob die Katze ein Freigänger ist, oder in der Wohnung gehalten wird, trägt zusätzlich zur Lebenserwartung bei.

Übrigens leben Katzen, die in der Wohnung gehalten werden, etwa drei bis fünf Jahre länger als Freigänger.

Perserkatze kaufen

Wenn du dich für eine Perserkatze als dein zukünftiges Haustier entschieden hast, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du gehst zu einem Züchter, bei dem du einen Einblick in den Stammbaum bekommen kannst, um mögliche Krankheiten festzustellen oder du schaust dich im Tierheim um. Es kann ganz Unterschiedliche Gründe haben, warum ein Tier in einem Tierheim abgegeben wird. Mach dir am besten ein eigenes Bild, und vermeide Vorurteile.

Dort hast du die Möglichkeit, den Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen.

Entscheidungshilfe

Die Perserkatze eignet sich vor allem für die Menschen, die sich gerne und intensiv mit ihrem Haustier beschäftigen. Diese Katzenrasse ist für ihr gemütliches, anhängliches Wesen bekannt und braucht viel Aufmerksamkeit von dir.

Die Katze besitzt von Natur aus keinen enormen Bewegungsdrang, und eignet sich damit optimal als Hauskatze. Dennoch solltest du auf genügend Bewegung achten, um Übergewicht zu vermeiden. Wenn du dich für eine Katze als Haustier entschieden hast, bist du nun für ihre Gesundheit verantwortlich. Demnach ist es wichtig auf gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten sowie dich auch ausreichend mit deiner Katze zu beschäftigen.

Eine reichliche Auswahl an Katzenspielzeug sowie ein Kratzbaum sind die optimalen Beschäftigungsmittel, die du unbedingt besitzen solltest.

Quellen

https://www.mein-haustier.de/katzenrassen/perserkatze/

http://die-perserkatze.de/lebenserwartung/

https://www.fressnapf.de/ratgeber/katze/rasseportraits/perserkatze

https://www.zooplus.de/magazin/katze/katzenrassen/perserkatze

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