Heilige Birma

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Steckbrief

Größe:
50 cm
Gewicht:
3,5 – 6 kg
Herkunft:
Frankreich, Legenden zufolge: Myanmar
Lebensdauer:
12 – 20 Jahre
Farbe:
alle Point-Farben sind anerkannt
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Aktivität
Haaren
Miauen
Gesundheit
Kinderfreundlich
Hundefreundlich
    wenig:

    viel:

Herkunft und Rassengeschichte

Um die Herkunft der Heiligen Birma Rasse ranken sich Geschichten und Mythen. Angeblich soll die mittelgroße Katze schon im alten Orient als Tempelkatze gedient haben. Im heutigen Myanmar soll die Birma gemeinsam mit Mönchen gelebt haben. Ob die Geschichte stimmt, ist nicht erwiesen, jedoch verdankt die Birma-Katze dieser ihren Namen, „Heilige“ Birma.

Sicher kann man die Wurzeln der Rasse bis ins 20. Jahrhundert in Frankreich zurückverfolgen. Ein gewisser Mr. Vanderbilt brachte von seiner Orient-Reise aus Birma in Myanmar zwei Kätzchen mit. In der Zucht wurden Siam- und Perserkatzen eingekreuzt, die sich beide in der Optik der Heiligen Birma wiederfinden lassen. Angeblich verunglückte eines der Kätzchen aus dem Orient nämlich bei einem Autounfall, aber Mr. Vanderbilt wollte die Zucht trotzdem fortsetzen und kreuzte deshalb die beiden Katzenrassen.

Anerkannt wurde die Katzenrasse Heilige Birma 1925. Die neue Katzenrasse schlug in den 1930er-Jahren auch nach Deutschland herüber. Während der Kriegszeiten wurde die Zucht der Birma-Katze unterbrochen. Seit 1955 hat sie sich aber wieder stabilisiert.

Rassenbeschreibung

Das ideale Haustier für junge Katzenfreunde ist die Rasse Heilige Birma. Die flauschigen Kätzchen mit ihren leuchtend blauen Augen legen nämlich alles daran, um den Menschen zu gefallen. Sie sind nicht nur anhänglich und verschmust, sondern auch sehr brav und leicht zu erziehen.

Mit einer Birma-Katze wird es trotzdem nie langweilig. Das liebe, süße Wollknäuel ist ganz verrückt nach Spielstunden und gemeinsamen Aktivitäten mit Kindern, Erwachsenen oder sogar Hunden. Als neues Familienmitglied fügt sich die Birma-Katze in kurzer Zeit ein, ist unkompliziert und besticht durch ihre liebenswürdige Ader sowie ihr süßes Aussehen.

Das flauschige Kätzchen mit ihren leuchtend blauen Augen ist sehr brav und leicht zu erziehen.

Aussehen der Birma-Katze

Bei der Heiligen Birma handelt es sich um eine Point-Katze. Das bedeutet ihr Körperfell ist aufgehellt und verfügt an den kühleren Regionen, wie Ohren, Beine, Schwanz oder Gesicht, über dunkle, kontrastreiche Färbungen, die sogenannten Points. Grund für diesen Hell-Dunkel-Kontrast ist ein partieller Albinismus. Auch Siamkatzen haben diese genetische Mutation.

Das Farbspektrum des Birma-Fells ist breit gefächert, denn die verspielten Kätzchen gibt es in allen zulässigen Point-Farben. Hierzu gehören beispielsweise Creme, Rot, Seal oder Lilac.

Die Heilige Birma wird den Halblanghaar- und Langhaarkatzen zugeordnet. Ihr weiches, flauschiges Fell kann nämlich eine beachtliche Länge erreichen. Signifikant ist ihre „Halskrause“: Eine Reihe Haare, die leicht seitlich abstehen und ihren Kopf wie eine Halskrause umranden.

Schaut man der Birma-Katze in ihre strahlend blauen Augen, verfällt man ihrer sanften, aber majestätischen Schönheit. Die elegante Samtpfote hat einen eher kräftigen Körperbau, der von einem runden Kopf mit kleinen Ohren abgerundet wird. Außerdem trägt die Heilige Birma sogenannte „Handschuhe“. Natürlich hat das Kätzchen keinen Stoff an den Pfoten. Die Bezeichnung rührt daher, dass die runden Pfoten der Heiligen Birma ausschließlich weiß gefärbt sein dürfen.

Charakter und Wesen

Menschenbezogen, sanft und liebenswürdig: Die Heilige Birma ist ein sehr liebes und höfliches Wesen. Egoismus und Eigenwilligkeit sind ihr fremd. Stattdessen richtet sie sich nach den Menschen und versucht vor allem, diesen zu gefallen.

Schmusen und Kuscheln gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen der Birma-Katze. Sie ist immer auf der Suche nach Nähe und zudem bekannt dafür, dass sie eine sehr enge Bindung zu Menschen entwickeln kann und möchte.

Trotzdem ist die Heilige Birma aber keine Faulenzerin. Das verspielte Wesen kann sich stundenlang mit speziellem Katzenspielzeug beschäftigen – gerne auch in Gesellschaft von Kindern oder anderen Artgenossen. Auf Grund ihrer unkomplizierten und offenen Art spielt die Birma-Katze auch mit Hunden und kann mit ihnen in einem Haushalt leben.

Haltung und Ernährung

Wegen ihres ruhigen Wesens eignet sich die Heilige Birma hervorragend als Wohnungs- und Hauskatze. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass die Birma-Katze ein sehr soziales Wesen ist. Trotz ihrer starken Menschenbezogenheit sehnt sie sich nach einem Artgenossen, mit dem sie spielen und Zeit verbringen kann. Besonders wenn du sehr beschäftigt oder vollzeitbeschäftigt bist, solltest du dir neben der Birma eine zweite Katze zulegen.

Auch von dir selbst braucht die Birma-Katze viel Aufmerksamkeit. Auf eine unangenehme oder nervige Art und Weise anhänglich ist sie jedoch nicht. Trotzdem solltest du ihr die Zeit, Nähe und Liebe schenken, die sie benötigt.

Ab und zu unternimmt die Birma-Katze auch mal gerne einen Ausflug in die Natur. Ihr Bewegungsdrang ist aber im Gegensatz zu Tieren anderer Katzenrassen sehr gering. Begibt sie sich in freie Wildbahn solltest du ein Auge auf die Heilige Birma haben. Schließlich ist die Birma-Katze sehr zutraulich, auch gegenüber fremden Menschen, und begibt sich dadurch schnell selbst in Gefahr.

Sehr viel Zeit am Tag verbringt die Birma-Katze damit, ihr Fell selbst zu putzen und zu pflegen. Auf Grund ihres langen Katzenfells kommt es schnell dazu, dass das Kätzchen die eigenen Haare verschluckt. Im Verdauungstrakt bildet sich dann schnell ein Haarballen, der zu Erbrechen und Verdauungsbeschwerden führen kann. Mit dem richtigen Futter kannst du der Bildung von Haarballen entgegenwirken. Auf dem Markt gibt es spezielles Katzenfutter für Halblang- und Langhaarkatzen. Dieses unterstützt die Verdauung und sorgt dafür, dass die täglich geschluckte Haarmenge schnell ausgeschieden wird.

Erziehung 

Unkomplizierter als mit der Heiligen Birma könnte die Erziehung einer Katze nicht sein. Auf Schränke klettern, am Tisch um Essensreste betteln oder die Schreibtischunterlagen durchwühlen. Auf solche Ideen kommt die liebe Birma-Katze erst gar nicht. Das brave Tier versucht direkt alles umzusetzen, was die Menschen ihr vermitteln und hält sich mit Vergnügen an Regeln.

Pflege

Bei der Pflege der Birma-Katze spielt besonders ihr langes Fell eine Rolle. Die weiche Haarmatte solltest du mindestens zweimal wöchentlich bürsten. Besonders pflegebedürftig ist die Halskrause der Birma. Schließlich ist das Katzenfell an dieser Stelle auch am längsten.

Die Gefahr, dass die Katzenhaare der Heiligen Birma verfilzen, ist relativ gering. Grund dafür ist die kaum vorhandene Unterwolle. Trotzdem ist das Bürsten notwendig. Es sorgt für ein angenehmes Fellgefühl und stärkt gleichzeitig die Bindung von Menschen und Tier. Der fedrig behaarte Schwanz der Heiligen Birma bedarf keinerlei Pflege.

Gesundheit und typische Krankheiten

Insgesamt sind die Birma-Katzen sehr immun gegenüber Krankheiten. Trotzdem gibt es einige rassetypische Erkrankungen, die bei der Heiligen Birma auftreten können. Zum einen können die Kätzchen von Dermoidzysten betroffen sein. Diese treten an Hoden und Eierstöcken, aber auch im Kopfbereich auf.

Zum anderen treten bei Birma-Katzen häufiger Augenentzündungen auf. Teilweise neigen die flauschigen Kätzchen leider auch zum Schielen.

Außerdem sind die Birmas in seltenen Fällen von Hypomyelination betroffen. Hierbei kommt es zu starkem Zittern oder spastischen Anfällen.

Lebenserwartung der Heiligen Birma

Die Heilige Birma hat eine Lebenserwartung von 12 bis 20 Jahren. Ausgewachsen sind die weiblichen Tiere mit 1,5 Jahren. Ein Birma-Kater erreicht das Erwachsenenalter mit mindestens 2 Jahren.

Heilige Birma kaufen

Entweder du entscheidest dich für eine Birma-Katze vom Tierheim oder von einem Züchter. Bei der letzteren Option gilt es einiges zu beachten.

Auf jeden Fall solltest du vorher die Elterntiere kennenlernen. So kannst du feststellen, ob die Birma-Katze aus einem guten sozialen Umfeld kommt. Achte außerdem darauf, dass die Eltern der Birma-Kitten keine Erbkrankheiten haben. Ein seriöser und vertrauenswürdiger Züchter informiert dich vorab darüber. Zudem entwurmt und impft er die Birma-Kitten.

Wenn du Birma-Kitten von einem Züchter kaufen möchtest, solltest du mit einem Preisrahmen von 700 bis 900 Euro planen. Im Tierheim kannst du einer verlassenen Birma-Katze ab einem Preis von 100 Euro ein neues Zuhause bieten.

Entscheidungshilfe

Die Katze als verspieltes, liebes Familienmitglied. Tatsächlich erfüllt die Heilige Birma das idealistische Bild vieler Katzenliebhaber. Sie ist brav, lässt sich leicht erziehen und fügt sich schnell in das neue Zuhause ein. Schließlich freut sich die süße Birma-Katze geradezu darauf, ihre neuen Besitzer lieb zu gewinnen und ihnen zu gefallen.

Wer eine sanftmütige, verspielte Familienkatze sucht, ist mit der Heiligen Birma gut beraten. Auf der Suche nach einem eigenwilligen Energiebündel oder einem Raubtier in Miniaturausgabe ist man bei dieser Katzenrasse jedoch an der falschen Adresse.

Wenn du dir eine Heilige Birma kaufen willst, solltest du dir vorher bewusst sein, dass diese viel Zeit und emotionale Nähe in Anspruch nimmt. Kannst du dem Kätzchen diese nicht oder nur teilweise bieten, kaufe ihr einen Artgenossen zur Gesellschaft oder lass die Finger von der sozialaffinen Birma-Katze.

Quellen

https://www.fressnapf.de/ratgeber/katze/rasseportraits/heilige-birma

https://www.mein-haustier.de/katzenrassen/heilige-birma/

https://www.royal-canin.de/stories/rassenportrait-die-birma-katze/

https://www.zooroyal.de/magazin/katzen/katzenrassen/heilige-birma/

https://www.das-tierlexikon.de/heilige-birma/

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