Wichtige Überlegungen vor dem Kauf einer Rassekatze

Lesedauer: 5 Minuten Aufrufe 374

Die Anschaffung einer Rassekatze ist eine recht kostspielige Investitionen. Deswegen ist es wichtig, dass sich Interessierte mit den Anforderungen auseinandersetzen, die Rassekatzen an ihre Besitzer stellen. Nur so ist es möglich, eine Katze zu finden, die zum Halter passt.

Neben den Kosten sollte die Pflege des jeweiligen Tieres in den Blick genommen werden. Zudem ist entscheidend, ob die Katze als Zuchttier genutzt werden soll.

Ferner ist zu klären, ob die Rassekatze aus dem Tierheim oder vom Züchter stammen soll und welches Alter empfehlenswert ist. Dieser Ratgeber stellt viele wichtige Kriterien vor, die bei einer Kaufentscheidung für eine Rassekatze berücksichtigt werden sollten.

Passt die Katze zum Halter?

Es gibt eine beachtliche Zahl an Rassekatzen, die jeweils eigene Persönlichkeitsmerkmale besitzen und verschiedene Charaktereigenschaften mitbringen.

Es ist wichtig, die Art der Rassekatze auf die Lebensweise und die Vorlieben der Halter anzupassen. Nur so ist sichergestellt, dass das Tier zu den persönlichen Wünschen passt und keinen übermäßig großen Aufwand verursacht.

Perserkatzen und Maine Coons zählen gemeinhin zu den ruhigen und schmusebedürftigen Katzen. Sie sind für Halter geeignet, die ein Haustier möchten, mit dem sie kuscheln und um dass sie sich kümmern können. Anders sieht es bei Bengalkatzen aus.

Diese sind äußerst lebhaft und benötigen viel Aufmerksamkeit. Die Halter müssen Zeit und Energie in Spiele investieren und dem Tier immer wieder neue Reize und Herausforderungen anbieten.

Zudem muss die Größe der Katze in die Kaufentscheidung einfließen. Norwegische Waldkatzen werden beispielsweise sehr groß und können bis zu 9 kg wiegen. Sie brauchen entsprechend viel Platz und sollten daher nicht in einer kleinen Wohnung gehalten werden.

Kosten, die auf einen zukommen

Ein Hauptposten bei Rassekatzen sind die Anschaffungskosten. Diese liegen häufig bei 1.000 € pro Tier und darüber. Käufer können sich bei einem solchen Tier sicher sein, dass dieses die ersten Lebenswochen über gut behütet und professionell aufgezogen wurde. Außerdem sind sie Tiere bereits geimpft und können direkt in die neue Familie integriert werden.

Wie bei anderen Katzen fallen Kosten für Alltagsgegenstände an. So muss hochwertiges Futter ebenso angeschafft werden wie geeignetes Katzenspielzeug. Wer sein Tier verpaaren möchte, muss einen geeigneten Kater finden. Die Suche und die Zucht gehen teilweise massiv ins Geld.

Zudem sollten zahlreiche Schutzmaßnahmen getroffen werden, um die Gesundheit der Rassekatze bestmöglich zu erhalten. Regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt sind daher dringend zu empfehlen. In einigen Fällen werden Behandlungen und Therapien notwendig. In einem solchen Fall ist es von Vorteil, auf eine Katzen-OP Versicherung zurückgreifen zu können.

Auf die Pflegebedürftigkeit der Katze achten

Eine Kartäuser-Katze hat hohe Ansprüche, die sich Käufer unbedingt bewusst machen müssen.

Im Unterschied zu Hauskatzen sind Rassekatzen häufig Tiere mit langem Fell. Dieses muss speziell gepflegt werden. Das kostet im Alltag eine Menge Zeit und Mühe. Außerdem werden verschiedene Pflegeutensilien wie Kämme und geeignete Waschmittel benötigt, damit die Katze gesund bleibt.

Insbesondere Halter, die eine Rassekatze mit großen Bewegungsdrang haben, müssen sich um die Fellpflege kümmern. Solche Tiere bleiben nicht in der Wohnung oder in einem Haus, sondern wollen regelmäßig auf dem Balkon oder in den Garten. Hier kommt es dazu, dass das Fell verschmutzt und speziell gepflegt werden muss.

Nicht nur bei Halblanghaarkatzen und Langhaarkatzen ist die Fellpflege relevant. Ältere Katzen sind häufig nicht mehr gelenkig genug, um sich eigenständig zu reinigen und das gesamte Fell zu erreichen.

Bei solchen Katzen ist es wichtig, dass die Halter aktiv werden und neben Kämmen und Pflegemitteln auch Haarbalsam einsetzen.

Eine Rassekatze als Zuchttier einsetzen

Wer sich eine Hauskatze anschafft, muss ich in der Regel nur noch um die Auffrischung von Impfungen und gegebenenfalls eine Kastration kümmern. Alle anderen Aufgaben werden vom Züchter übernommen. Wer plant, sein Rassekatze als Zuchttier zu verwenden, muss aber mit weiteren Kosten rechnen.

Hierzu gehört, dass für jedes Tier geeignete Papiere organisiert werden müssen. Das ist mit bürokratischem Aufwand und mit verschiedenen Gebühren verbunden. Des Weiteren erwarten Käufer, dass die ersten Impfungen bei den Rassekatzen bereits vorgenommen wurden.

Deswegen müssen sich Züchter hierum aktiv kümmern. Außerdem ist es heutzutage unvermeidlich, Rassekatzen chippen zu lassen. So lassen sie sich leicht identifizieren und die Gesundheitsvorsorge funktioniert einwandfrei.

Rassekatzen aus dem Tierheim oder vom Züchter?

In einem Tierheim sind nicht nur Streuner und ausgesetzte Tiere zu finden, sondern auch Rassekatzen haben oft genug ihr Zuhause verloren. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Tiere nach Haushaltsauflösungen übrig bleiben oder Trennungskatzen abgegeben werden müssen.

Wenn ein Halter mehrere Rassekatzen besitzt, die nicht miteinander klarkommen, gibt er eine davon häufig ab. Dann kann es sinnvoll sein, eine Katze aus dem Tierheim zu holen und ihr ein neues Heim zu geben.

Alternativ kann eine Rassekatze von einem Züchter gekauft werden. Dieser sollte höchsten Ansprüchen an Professionalität gerecht werden. Dazu gehört beispielsweise, dass die Rassekatze in einer Wohnung oder in einem Haus und nicht in einem Zwinger gehalten wird.

Sie ist den Kontakt mit Menschen gewöhnt und lässt sich leicht in die neue Familie integrieren. Zudem dürfen Rassekatzen höchstens einmal im Jahr werfen, ansonsten müssen Wurfpausen eingehalten werden.

Ein professioneller Züchter kennt sich zudem mit den individuellen Bedürfnissen seiner Rassekatzen aus und ist häufig Mitglied in einem Rassekatzenverein.

Das Alter der Katze berücksichtigen

Es sollte unbedingt überlegt werden, in welchem Alter eine Rassekatze angeschafft werden soll. Ausgewachsene Katzen sind bereits erzogen und lassen sich leicht in ein neues Zuhause integrieren.

Bei Katzenbabys dauert es zwar nicht lange, bis diese eigenständig sind. Dennoch ist es notwendig, viel Zeit in die Erziehung zu investieren, damit das Tier geltende Regeln einhält und beispielsweise die Katzentoilette benutzt.

Wer sich für ein Katzenbaby entscheidet, sollte dieses nicht zu früh von der Mutter trennen. Untersuchungen zeigen, dass Katzenbabys, die nur acht Wochen bei ihrer Mutter blieben, bei den neuen Haltern deutlich aggressiver waren als Katzen, die schon älter waren.

Häufig entscheiden sich Züchter daher dafür, ihre Katzen erst zu verkaufen, wenn diese 12-13 Wochen alt sind. Wer ein besonders zahmes und ruhiges Tier sucht, sollte sich für ein Katzenbaby entscheiden, dass 14-15 Wochen bei seiner Mutter geblieben ist.

Das ist zwar kein Garant für bestimmte Charaktereigenschaften, erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine ruhiges und pflegeleichtes Tier handelt.

Fazit

Bei der Anschaffung einer Rassekatze sind viele Aspekte zu berücksichtigen. Das Tier muss unbedingt zum Halter passen und die notwendige Pflege muss eingeplant werden.

Die Kosten für eine Rassekatze beschränken sich nicht auf den Kaufpreis, sondern umfassen auch notwendiges Zubehör wie einen Kratzbaum sowie eventuelle Arztbesuche und Behandlungen.

Käufer sollten sich genau entscheiden, ob sie ihre Rassekatze als Zuchttier nutzen möchtenund ob sie Ihr Tier aus einem Tierheim oder von einem Züchter kaufen wollen. Hierbei spielt vor allem das Alter der Rassekatze eine große Rolle.

Ähnliche Artikel

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.