Edelpapagei

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Größe:
35 – 40 cm
Gewicht:
0,4 – 0,6 kg
Herkunft:
Neuguinea
Lebensdauer:
25 – 30 Jahre
Farbe:
Grün mit rötlichen und bläulichen Details, rot mit blaulilanen Nuancen
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Haltung
Paarweise
Preis
400 bis 550 €
Aktivität
Pflegeaufwand
Beschäftigung
Lärm
Eignung für Anfänger
Sprachbegabung
Intelligenz
Verspieltheit
Geselligkeit
Handzahm
    wenig:

    viel:

Der Edelpapagei ist eine wunderschöne, farbenprächtige Papageienart, die das Fliegen vergöttert und viel Freiraum braucht.

Was diese spezielle Vogelgattung sonst noch charakterisiert, erfährst Du in diesem Beitrag. Nach Lesen des Artikels kannst Du auch einschätzen, ob der Edelpapagei zu Dir passt.

Artbeschreibung

Der Edelpapagei (Eclectus roratus) ist der einzige noch lebende Vertreter der Gattung Eclectus.

Subfossile Knochenfunde aus der Zeit der Lapita-Kultur (ab 1500 vor Christus) und eine Zeichnung aus dem 18. Jahrhundert deuten darauf hin, dass es einst auch noch eine zweite Eclectus-Art gab – den Polynesischen Edelpapageien (Eclectus infectus). Dieser gilt heute jedoch als ausgestorben.

Nach aktuellem Stand der Dinge ist der Edelpapagei nicht vom Aussterben bedroht. In freier Natur kommt er häufig vor. Man unterscheidet zehn Unterarten (alphabetisch geordnet):

  • Aru-Edelpapagei (Eclectus roratus aruensis)
  • Biak-Edelpapagei (Eclectus roratus biaki)
  • Ceram-Edelpapagei (Eclectus roratus roratus)
  • Cornelia-Edelpapagei (Eclectus roratus cornelia)
  • Halmahera-Edelpapagei (Eclectus roratus vosmaeri)
  • Neuguinea-Edelpapagei (Eclectus roratus polychloros)
  • Queensland-Edelpapagei (Eclectus roratus macgillivrayi)
  • Riedel-Edelpapagei (Eclectus roratus riedeli)
  • Salomon-Edelpapagei (Eclectus roratus solomonensis)
  • Westermans Edelpapagei (Eclectus roratus westermani)*

* nur von elf Museumsexemplaren bekannt.

Herkunft und Artgeschichte

Edelpapageien haben ein relativ großes Verbreitungsgebiet. Von den Kleinen Sundainseln und Molukken über Neuguinea bis hin zu den Solomoneninseln und der Cape-York-Halbinsel in Australien.

Die Vögel sind auf vielen Inseln und in mehreren Ländern zuhause und anzutreffen. Allerdings variiert die Bestandsdichte sehr stark.

Neuguinea bildet zusammen mit den umliegenden Inseln das Hauptverbreitungsgebiet.

Spannend ist, dass Männchen und Weibchen früher für verschiedene Arten gehalten wurden. Dies liegt daran, dass die beiden Geschlechter sich optisch (farblich) erheblich voneinander unterscheiden. Der Fachbegriff für diese Differenzen lautet übrigens Geschlechtsdimorphismus.

Aussehen des Edelpapageis

Edelpapagei

Jeder Edelpapagei – ob Männchen oder Weibchen – ist vergleichsweise groß und kräftig (gemessen an anderen Papageien). Zu den auffälligen Merkmalen zählt der quadratische Schwanz, der im Verhältnis zur Körpergröße recht kurz wirkt.

Des Weiteren kennzeichnen lange, gerundete Flügel Edelpapageien. Diese verleihen den Vögeln eine elegante und anmutige Ausstrahlung. Zur Schönheit der Papageien trägt außerdem das glänzende Kleingefieder bei.

Nicht zu vergessen, dass der Edelpapagei grundsätzlich eine befiederte Wachshaut hat. Der wuchtige Schnabel ist oben mit einer eindrücklichen Kerbe versehen.

Hinweis: Ein ausgewachsener Edelpapagei erreicht eine Körpergröße von ungefähr 35 bis 40 Zentimetern. Sein Gewicht liegt gemeinhin zwischen 440 und 620 Gramm.

Farben des männlichen Edelpapageis

Die Männchen des Edelpapageis weisen ein überwiegend grünes Gefieder auf. Rötliche Nuancen zeigen sich an den Flanken und Unterflügeldecken. An Flügelbug und Flügelrand ist das Gefieder bläulich gefärbt. Der Schnabel des Edelpapagei-Männchens erscheint rot mit gelber Spitze.

Farben des weiblichen Edelpapageis

Bei den Weibchen dominieren die Farben Rot und Lilablau. Der Blauton zieht sich als markant breites Band über die Brust und den Bauch; um den Nacken wird das blaulilane Band dann schmaler.

Auch die Schnabelfarbe der Weibchen kontrastiert mit jener der männlichen Vertreter. Edelpapagei-Damen haben einen komplett schwarzen Schnabel.

Hinweis: Bei manchen Unterarten fehlt den Weibchen das blaulilane Band.

Gemeinsamkeiten männlicher und weiblicher Edelpapageien

Ein paar Gemeinsamkeiten zwischen Männchen und Weibchen finden sich aber dennoch: Beide blicken Dich mit orangegelben Augen an. Die Füße sind sowohl bei den Herren als auch bei den Damen grau.

Geschlechtsdimorphismus schon bei Jungvögeln sichtbar

Bereits die Jungvögel des Edelpapageis offenbaren den ungewöhnlich stark ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus, wenngleich sie generell etwas matter gefärbt sind.

Bei den männlichen Jungtieren ist das Gefieder bläulicher überhaucht. Dies fällt vor allem auf der Unterseite des Körpers und auf den Flügeldecken auf. Die weiblichen Jungtiere haben ein verwascheneres Nackenband mit grünlichem Anflug.

Der Schnabel ist bei beiden Geschlechtern im jüngeren Alter dunkelbräunlich. Braun präsentiert sich auch die Iris der Jungvögel.

Charakter und Wesen

Der Edelpapagei ist gesellig, aber nicht unbedingt sozial. Er äußert sich umfassend – und zwar ziemlich laut mit rauem, heiserem und meist kreischendem Klang.

Die Kommunikation der Edelpapageien im Überblick

  • Balz: glockenartige Rufe
  • Nahrungsaufnahme: weiche, flötende Rufe („schu-wiii-schu-wiii“)
  • Flug: laute, kreischende Rufe („kreeeck-kreeeck“)

In Menschenobhut können Edelpapageien auch ein paar Worte lernen.

Zum Schlafen schließt er sich größeren Schwärmen an. Tagsüber geht der Edelpapagei mit einem oder mehreren Artgenossen auf Nahrungssuche. Die Schwärme bleiben nie sehr lange zusammen. Gruppen oder auch Einzelvögel trennen sich bald und fliegen alleine ab, im Regelfall ganz ohne Bindung.

Auf den Boden kommt der Edelpapagei selten. Meist hält er sich in der Wipfelregion auf – alleine, mit seinem Partner/seiner Partnerin und/oder den flüggen Jungen.

Apropos: Die Edelpapageien werden m Alter von zwei bis drei Jahren geschlechtsreif und pflanzen sich zu jeder beliebigen Jahreszeit fort unter günstigen Bedingungen sogar zweimal pro Jahr.

Für das Eierlegen und bebrüten (drei bis vier Wochen) ist nur das Weibchen zuständig. In einer hochgelegenen Baumhöhle kümmert es sich um den Nachwuchs. Das Männchen macht sich allerdings auch nützlich: Es versorgt seine Dame in dieser Zeit mit hochgewürgtem Futter.

Die Aufzucht der geschlüpften, anfangs noch nackten und blinden Jungen übernehmen dann beide Alttiere. Bis zum Flüggesein brauchen die Kleinen ungefähr elf bis zwölf Wochen. Danach werden sie normalerweise noch drei Wochen von den Eltern gefüttert, vornehmlich vom Vater.

Der Edelpapagei ist ein kraftvoller Flieger. Er legt auch gerne längere Strecken hoch über den Baumwipfeln des Regenwaldes zurück. Mit seinen weit ausholenden Flügelschlägen weiß der Vogel zu beeindrucken. Immer wieder unterbricht er seinen Flug durch kurze Gleitphasen.

Leben Edelpapageien in der Obhut von Menschen, werden sie sehr stark vom jeweiligen Umfeld geprägt. Sie sind äußerst intelligent und beobachten alles, was um sie herum passiert. Je mehr der Halter sich mit seinem Edelpapageien beschäftigt, desto schneller und intensiver entwickelt sich ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Vogel.

Wie andere Papageien besitzen auch Edelpapageien die faszinierende Fähigkeit, unterschiedlichste Geräusche perfekt nachzuahmen – beispielsweise Stimmen und Melodien. Insbesondere Jungvögel sind sehr begabt darin, neue Geräusche zu erlernen.

Tipp: Weibchen neigen mitunter zu Aggressionen – sowohl anderen Weibchen als auch dem eigenen Partner gegenüber. Um Wutausbrüche der Damen zu vermeiden, sollten im Falle einer Mehrfachhaltung die einzelnen Paare in der Paarungszeit getrennt werden.

Haltung und Ernährung

Haltung

Prinzipiell gilt: Je mehr Du Dich mit Deinem Edelpapageien befasst, desto lebendiger und gesünder ist er.

Hier einige Aspekte, die Du bezüglich der Haltung von Edelpapageien berücksichtigen solltest, in der Übersicht:

Halte Edelpapageien nie einzeln, sondern möglichst als Paar. In Einzelhaltung droht ein Edelpapagei zu vereinsamen, was zu Krankheiten und Verhaltensstörungen führen kann. Seit dem Jahr 2005 ist es durch das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz sogar verboten, Papageien in Einzelhaltung zu pflegen.

Der Edelpapagei fliegt für sein Leben gern. Deshalb ist eine großzügige Voliere Pflicht. Geforderte Mindestmaße: 200 x 100 x 100 cm. Auch ein Schutzraum muss in die Voliere integriert sein, damit die Vögel sich zurückziehen können.

Achte auf eine Maschenweite von etwa 20 x 20 mm und eine Drahtstärke von circa 2 mm. Tipp: Da Edelpapageien jede Menge Spaß daran haben, an Holz zu nagen, ist eine Voliere aus Metall sinnvoller.

Stelle ausreichend Flugraum sicher, damit Deine Edelpapageien mit ihren sehr langen Schwingen die Bewegungsfreiheit genießen, nach der sie sich sehnen.

Zudem wünscht der Edelpapagei mehrere Kletter- und Sitzäste sowie Kletterseile und sonstiges Spielzeug. Er soll genügend Beschäftigung haben, um nicht zu verfetten.

Verschaffe Deinen Vögeln die Möglichkeit eines täglichen Freifluges. Das macht sie garantiert glücklich.

Ein wichtiger Punkt ist weiterhin die große Wasseraffinität von Edelpapageien. Deshalb darf ein Badegefäß, das Du regelmäßig mit frischem Wasser befüllst, unter keinen Umständen fehlen.

Überhaupt benötigt der Edelpapagei eine hohe Luftfeuchtigkeit. Eine tägliche Beregnung ist wichtig (besprühe ihn mit einem Spray, das Wasser enthält).

Wenn Du ein geschlechtsreifes Paar hältst, ist in der Paarungszeit ein Brutkasten unbedingt erforderlich. Dieser sollte etwa 35 x 35 x 60 cm messen und ein 12 cm großes Einflugloch aufweisen.

Sorge für ausreichend Tageslichteinfall oder simuliere Sonnenlicht durch flimmerfreies Kunstlicht. Acht bis 14 Stunden Licht am Tag sind essenziell. Prinzipiell legen Papageien Wert auf einen mehr oder weniger festen Tag-Nacht-Rhythmus.

Überdies handelt es sich beim Edelpapageien um einen temperaturempfindlichen Vogel. Auch im Winter darf die Temperatur 15 °C nicht unterschreiten.

Ernährung

Edelpapageien ernähren sich von Sämereien, Knospen und Blüten, Nüssen, Beeren und anderen Früchten. Während der Brutzeit stehen auch Insekten und deren Larven auf dem Speiseplan der Vögel.

Praktisch: Der Schnabel eines Edelpapageien ist extrem kräftig, sodass er selbst mit hartschaligen Nüssen problemlos fertig wird.

Wir empfehlen folgende Futterzusammensetzung:

  • Körnermischung (zwei Drittel Sonnenblumenkerne, ein Drittel Hafer-Mais-Reis-Erdnuss-Kürbiskern-Mix) als Basis
  • Ergänzend beziehungsweise zur Abwechslung Samen, sonstige Nüsse, Hirse und Glanz
  • Hin und wieder Weichfresserfutter (Insekten, Obst und Gemüse)
  • Dauerhaft Grit und Zweige zum Nagen

Hinweis: Wenn Dein Edelpapagei deutlich signalisiert, Sonnenblumenkerne nicht allzu sehr zu schätzen, kannst Du zum Beispiel auch den Silberhirse- und/oder Glanz-Anteil erhöhen.

Beachte, dass Du Edelpapageien mit Nierenproblemen keinesfalls Zitrusfrüchte (Orangen, Mandarinen et cetera) verfüttern darfst. Darüber hinaus werden unreife Holunderbeeren, Avocados sowie Apfel- und Kirschkerne als giftig eingestuft.

Erziehung und Pflege

Erziehung

Das Hauptziel der Erziehung besteht darin, den Edelpapageien handzahm zu machen. Um das zu erreichen, musst Du das Vertrauen des Vogels gewinnen. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Dir, wie Du dabei am besten vorgehst:

1. Schritt: Überzeuge Deinen Papageien, dass Du nicht gefährlich bist. Zu diesem Zweck platzierst Du das Vogelhaus in einem ruhigen Zimmer – und zwar möglichst auf Brust- beziehungsweise Augenhöhe. Bloß nicht tiefer, denn für alle Vögel bedeutet es puren Stress, wenn Dinge sich über ihrem Kopf abspielen (keine Ausweichmöglichkeit).

2. Schritt: Lass Deinen Edelpapageien in den ersten Tagen nach seinem Einzug so weit es geht in Ruhe. Das fällt Dir sicherlich wahnsinnig schwer, doch Dein kleiner Freund braucht Zeit, um sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen.

3. Schritt: Werde nach und nach Teil der Umwelt Deines Vogels. Bewege Dich ruhig im Zimmer; sprich beiläufig mit dem Papageien; verbring „passiv“ Zeit in seiner Nähe.

Wichtig: „Manipulationen“ am Käfig solltest Du auf ein Minimum beschränken.

Führe diesen Schritt so lange fort, bis Dein Edelpapagei nicht mehr unruhig auf Deine Gegenwart reagiert.

4. Schritt: Beobachte, welches Futter Dein Vogel besonders mag, etwa ein bestimmtes Obst.

5. Schritt: Verwende das spezifische Futter als Lockmittel. Biete Deinem Edelpapageien einfach kleine Stückchen an, indem Du sie durch das Gitter steckst.

6. Schritt: Schritt 5 klappt schon gut? Dann versuche als nächstes Folgendes: Halte den Leckerbissen fest, sodass der Edelpapagei zu Dir kommen und die Köstlichkeit aus Deiner Hand nehmen muss.

7. Schritt: Schritt 6 ist keine Herausforderung mehr? Dann mach nun mutig die Tür des Käfigs auf und biete Deinem Vogel das Futter auf Deiner Hand an. Immer auf dem Handrücken! Die Handinnenfläche wirkt bedrohlich auf den Edelpapageien.

Hinweis: Erwarte nicht, dass Schritt 7 auf Anhieb wie gewünscht funktioniert. Vermutlich wird der Edelpapagei erst einmal aus der Entfernung nach dem Leckerli angeln oder es schnell schnappen und anderswo vertilgen. Bis er auf Deiner Hand sitzen bleibt, kann es einige Zeit dauern. Bleib geduldig und übe regelmäßig mit Deinem Vogel!

8. Schritt: Irgendwann ist es soweit – der Edelpapagei bleibt auf Deiner Hand sitzen und frisst das gute Futterstück darauf. Dann kannst Du es auch langsam wagen, den Vogel aus seiner Unterkunft auf Deine Hand zu nehmen und zum ersten Freiflug zu animieren. Stell vorher immer sicher, dass alle Fenster und Türen geschlossen und auch sonst keinerlei Gefahrenquellen im Raum vorhanden sind.

Tipp: Durch diese Vorgehensweise verliert Deine Hand für den Edelpapageien jeglichen Schrecken – vielmehr ist sie für ihn mit Leckereien und Freiheit verbunden.

Setze bei der Erziehung Deines Edelpapageien auf positive Verstärkung. Lobe sämtliche Verhaltensweisen, die Du an ihm sehen willst, ausdrücklich (Leckerli-Gabe).

Wenn dein Vogel bestimmte Handlungen unterlassen soll, musst Du ihm immer direkt Alternativen anbieten, damit er sich diese aneignen kann.

Grundsätzlich solltest Du Deinem Papageien viel Zeit zum Spielen und auch zum Schlafen gönnen.

Pflege

Häufig wachsen die Krallen der Papageien schneller nach, als sie abgenutzt werden. Ein solcher übermäßiger Hornzuwachs liegt eventuell in einer Überfütterung mit bestimmten Nährstoffen begründet.

Wenn Du es Dir selbst zutraust, kannst Du Deinem Vogel die Krallen stutzen. Im Zweifel ist es aber besser, dafür einen Tierarzt aufzusuchen.

Ansonsten ist pflegetechnisch vor allem das bereits erwähnte tägliche Beregnen des Edelpapageien wichtig.

Gesundheit und typische Krankheiten

Der Edelpapagei gilt als sehr robuster Vogel, der – sofern er richtig gehalten und gepflegt wird nicht zu Erkrankungen neigt. Natürlich hängt die Krankheitsanfälligkeit auch immer von individuellen Eigenschaften des jeweiligen Vogels ab.

Eine Rolle spielen zum Beispiel die Zuchtqualität und das erste Aufwachsen (bei den Edelpapagei-Eltern oder bei einem Menschen in Handaufzucht).

Eine Übersicht zu potenziellen Papageien-Krankheiten einschließlich der typischerweise auftretenden Symptome findest Du hier:

Lebenserwartung des Edelpapageis

Edelpapagei

Edelpapageien, die in menschlicher Obhut leben, können 30 Jahre alt oder auch noch älter werden.

Vogelart Edelpapagei kaufen

Beim Kauf eines Edelpapageis solltest Du auf folgende Punkte achten:

Informiere Dich vorab genauestens über den jeweiligen Züchter. Leider kommt es nach wie vor zu Mischzüchtungen mit verschiedenen Edelpapagei-Unterarten. Prüfe vor dem Kauf immer die Reinheit einer Art.

Sei vorsichtig, wenn ein Händler angibt, der jeweilige Edelpapagei sei handzahm. Dies kann nämlich bedeuten, dass er das Küken viel zu früh von seinen Eltern getrennt hat. Solche Vögel sind nicht mit Artgenossen sozialisiert und dadurch fehlgeprägt.

Hinweis: In Deutschland haben Züchter von Edelpapageien sich überwiegend privat formiert – einen Dachverband gibt es aktuell (Stand November 2019) nicht.

Wichtig: Für den Edelpapageien besteht Kennzeichnungs- und Anzeigepflicht. Darüber hinaus ist ein Herkunftsnachweis erforderlich.

Ein Edelpapagei kostet gemeinhin zwischen 400 und 550 Euro.

Entscheidungshilfe

Der Edelpapagei ist nur dann für Dich geeignet, wenn Du

  • Kein bisschen geräuschempfindlich bist.
  • Eher zu den Frühaufstehern gehörst.
  • Dir der Verantwortung für das Tier bewusst bist.
  • Dir viel Zeit für den Vogel nehmen kannst.

Wenn Du diese Anforderungen erfüllst, erwartet Dich mit dem Edelpapageien ein treuer, positiv aufregender Lebensbegleiter, der Deinen Alltag bereichert.

Charlotte Wangler

Expertin für Kleintiere & Vögel

Tierschutz ist für Charlotte eine Herzensangelegenheit. In ihrer Freizeit hilft sie ehrenamtlich im Tierheim. Ihr Spezialgebiet: Kaninchen.

Auch online setzt sich Charlotte für Tierschutz ein, indem sie über artgerechte Haltung, Bedürfnisse und Eigenschaften der Tiere informiert. Neben dem Aktivismus und ihrem Job als Bloggerin interessiert sich Charlotte für Jazz-Musik, Mode und natürlich ihren eigenen Kakadu "Momo".

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