Von Großkatzen bis Hauskatzen – So vielfältig ist die Familie der Katzen

Lesedauer: 4 Minuten Aufrufe 63

Ob Hauskatze oder Raubkatze – Katzen faszinieren Menschen seit jeher. Die von der Wildkatze abstammende Hauskatze ist heute sogar das beliebteste Haustier der Welt. Mittlerweile ist es üblich, dass die Hauskatze in verschiedene Rassen unterteilt und gezielt gezüchtet wird. Dadurch entsprechen die Tiere jedem Anspruch und Geschmack der Menschen. 

Die Angorakatze als erste Katzenrasse 

Galt die Hauskatze für lange Zeit nur als Mittel zur Beseitigung von Ungeziefer, lebt das Tier heutzutage in rund 40 Katzenrassen fort. Als erste Katzenrasse wurde die Angorakatze durch eine planmäßige Züchtung auffällig. Während des 17. Jahrhunderts von Händlern aus Kleinasien nach Europa mitgebracht, fand vor allem der Adel an europäischen Höfen daran Gefallen. Doch heute gibt es wesentlich mehr Katzenrassen. 

Hauskatzen-Rassen im Überblick 

Eine Auflistung der Hauskatzen in Kurzhaarrassen, Halblanghaarrassen und Langhaarrassen wird hier gezeigt. Zumeist sehen sich die Cats sehr ähnlich, so dass bei einer Unterscheidung der Blick fürs Detail gefragt ist. Diese Rassen werden durch sogenannte Hybridrassen ergänzt. Diese Katzenrassen entstehen durch Bemühungen der Züchter, die Hauskatze mit der Wildkatze zu kreuzen. Züchter investieren demzufolge sehr viel Zeit, um die Rassen der Hauskatze zu pflegen. Entsprechende Expertise ist erforderlich. Wer sich auch neben der Zucht dem Thema Katzen widmen möchte, kann sich ebenfalls die Zeit nehmen und Games wie “Cats” online spielen. 

Kurzhaar- und Halblanghaarrassen 

Unter allen Rassegruppen ist die Kategorie der Kurzhaarrassen die größte Rassegruppe. Dieser Kategorie gehören beispielsweise Abessinier, die Britische Kurzhaar und Siamkatze an. An zweiter Stelle rangieren Halblanghaarrassen, deren bekannteste Vertreter beispielsweise die Türkisch Angora sowie Birma-Katze sind. Ein weiteres Beispiel für eine Halblanghaarrasse ist die Maine Coon, die Züchter zum Teil aber auch als Naturrasse einstufen. 

Besonderheiten von Hauskatzen-Rassen 

Die Gruppe der Langhaarkatzen ist relativ überschaubar. Neben der Angorakatze gehören die Colourpoint, Perserkatzen sowie Himalayan ebenfalls zur Riege der Langhaarrassen. Zudem werden Hybrid- und Naturrassen gezüchtet. Der Anteil an Hybridrassen ist im Vergleich zu anderen Hauskatzen sehr gering. Die klassische Hybridrasse ist eine Kreuzung aus domestizierter Haus- und Wildkatze. Bekannte Vertreter sind die Savannah F1 bis F4, die Chausie oder Bengal. Im Gegensatz zu dieser Katzenart sind Naturrassen natürlichen Ursprungs. Auch wenn heute bekannte Katzenarten wie die Maine Coon oder Norwegische Waldkatze zwar mittlerweile züchterischen Richtlinien entsprechen, gelten die Tiere als Waldkatzen, falls sie langhaarig sind. 

Unterteilung nach Klein- und Großkatze 

Bekannte Verwandte der Hauskatze sind Raubkatzen. Insgesamt 39 Tierarten gehören der sogenannten Familie der Felidae an, die wiederum in Klein- sowie Großkatzen unterteilt werden. Zur Unterfamilie der Großkatzen gehören zwar Tiger und Löwen als größte Katzen. Ausschlaggebender Faktor dieser Untergliederung ist jedoch nicht die Körpergröße, sondern die Beschaffenheit des Zungenbeins. Das zu Großkatzen gehörige elastische Zungenbein ermöglicht es den Tieren zu brüllen. Aus dem Grund ist ein 1,50 Meter großer Puma beispielsweise trotz stattlicher Größe eine Kleinkatze, da das Tier nicht brüllen kann. 

Der Löwe als König der Tiere

Im Gegensatz zu den meisten anderen Großkatzen lebt der Löwe im Rudel. Doch der Lebensraum der Tiere ist bedroht, so dass die Tiere in Europa schon seit über 2.000 Jahren ausgestorben sind. Heutzutage leben noch maximal 35.000 Löwen in freier Wildbahn, überwiegend im in Nordwest-Indien gelegenen Gir-Nationalpark und im Süden der Sahara in Afrika.

Der Tiger als größte Raubkatze der Welt

Der in Asien beheimatete Tiger ist die größte Raubkatze der Welt. Das Raubtier ist in Asien zu Hause. Doch noch Anfang des 20. Jahrhunderts erstreckte sich dessen Lebensraum vom Kaspischen Meer bis hin nach China oder gar zu den Weiten des eisigen Sibiriens. Tigerarten wie der Bali-Tiger, Kaspische Tiger und Java-Tiger sind bereits ausgestorben. Derzeit ist wissenschaftlich belegt, dass von einst neun nur noch fünf Unterarten leben. Die Naturschutzorganisation “World Wide Fund for Nature” bzw. WWF schätzt, dass derzeit noch etwa 3.900 Tiger in freier Natur leben. 

Der Jaguar als größte Raubkatze von Amerika

Im ersten Moment sehen sich der Leopard und Jaguar zum Verwechseln ähnlich. Allerdings befinden sich auf dem Fell des Jaguars Rosetten, die größer beim Leopard sind. Der Jaguar ist überwiegend rund um den Amazonas im tropischen Regenwald zu Hause. In den meisten Teilen der einstigen Verbreitungsgebiete von Argentinien bis nach Mexiko ist der Jaguar bereits verschwunden oder gar vom Aussterben bedroht. In freier Wildbahn leben derzeit zwischen 15.000 und 25.000 Tiere. Der Jaguar ist die drittgrößte Katzenart weltweit, die besonders gut schwimmt und sich beispielsweise von Nagetieren, Hirschen, Vögeln, Schildkröten, Fischen und kleinen Krokodilen ernährt. Das Raubtier ist ein Einzelgänger. 

Der Leopard als Anpassungskünstler

Aufgrund des besonders schönen Fells ist der Leopard unter Jägern eine beliebte Trophäe. Im Gegensatz zu anderen Raubtieren ist der Leopard wesentlich anpassungsfähiger und lebt beispielsweise noch immer in Gebieten, in denen andere Großkatzen längst ausgestorben sind. Klassische Lebensräume der Katze sind Indien, Afrika südlich der Sahara, China sowie der äußere Nordosten von Russland. Abhängig vom Lebensraum variieren das Aussehen, die Körpergröße und individuelle Nahrungsgewohnheiten. Eine Besonderheit unter Leoparden sind komplett schwarze Tiere, die zumeist im gleichen Wurf mit “normal” gezeichneten Leoparden geboren werden. Diese auch als Schwarze Panther bezeichneten Tiere leben überwiegend in Südindien, Nepal, Südwestchina sowie in Burma. 

Ähnliche Artikel

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.