Kleine Wohnung, glückliche Katze: So wird wenig Platz zum Katzenparadies

Eine kleine Wohnung und eine Katze – passt das überhaupt zusammen? In vielen Fällen lautet die Antwort eindeutig: ja. Für eine Katze ist nicht allein entscheidend, wie viele Quadratmeter ihr zur Verfügung stehen. Viel wichtiger ist, was sie auf diesen Quadratmetern tun kann. Klettern, beobachten, kratzen, schlafen, spielen und sich zurückziehen gehören zu den Dingen, die auch in einer kleineren Wohnung möglich sein sollten.

Gerade bei Wohnungskatzen lohnt es sich deshalb, den vorhandenen Raum nicht nur aus menschlicher Perspektive zu betrachten. Während wir vor allem die Bodenfläche sehen, entdecken Katzen Fensterbänke, Regale, Schränke und verschiedene Ebenen. Aus einem kleinen Wohnzimmer kann dadurch ein erstaunlich großes Katzenrevier werden.

Mit einer durchdachten Einrichtung lassen sich Kratzmöglichkeiten, erhöhte Plätze und gemütliche Rückzugsbereiche schaffen, ohne dass die Wohnung anschließend wie ein einziges großes Katzenzimmer aussieht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch eine kleine Wohnung kann für eine Katze abwechslungsreich eingerichtet werden.
  • Nutze neben der Bodenfläche vor allem die Höhe des Raumes.
  • Eine stabile Kratzmöglichkeit gehört zur Grundausstattung.
  • Kompakte Kratzbäume können Kratzen, Klettern, Schlafen und Beobachten miteinander verbinden.
  • Der Standort eines Kratzbaums ist häufig wichtiger als seine reine Größe.
  • Zusätzliche Fensterplätze, Regale und Kratzbretter erweitern das Katzenrevier.
  • Plane sowohl aktive Bereiche als auch ruhige Rückzugsorte ein.
  • Bei älteren Katzen sollten erhöhte Plätze leicht erreichbar sein.

Wie viel Platz braucht eine Wohnungskatze?

Eine pauschale Quadratmeterzahl sagt nur wenig darüber aus, wie katzenfreundlich eine Wohnung tatsächlich ist. Eine große, aber völlig leere Wohnung kann für eine Katze weniger interessant sein als ein kleinerer Wohnraum mit verschiedenen Ebenen, Aussichtspunkten, Kratzmöglichkeiten und wechselnder Beschäftigung.

Besonders wichtig ist die Aufteilung des vorhandenen Platzes. Eine Katze sollte beispielsweise nicht gezwungen sein, direkt neben ihrem Katzenklo zu schlafen oder unmittelbar neben ihrem Futterplatz zu spielen. Selbst in einer kleinen Wohnung können unterschiedliche Funktionsbereiche entstehen.

Wer eine Wohnungskatze hält, sollte außerdem bedenken, dass draußen viele Reize automatisch vorhanden wären: Gerüche, Bewegungen, Geräusche, Bäume, erhöhte Plätze und mögliche Beute. In der Wohnung müssen einige dieser Beschäftigungsmöglichkeiten bewusst geschaffen werden.

Weitere grundlegende Tipps zur Gestaltung des Wohnraums findest Du auch im Beitrag Wohnungskatze – Tipps für die Indoor-Haltung.

Die Wohnung aus Katzenperspektive betrachten

Stell Dich einmal in Dein Wohnzimmer und betrachte es nicht als Mensch, sondern gedanklich als Katze. Plötzlich wird aus einer Kommode eine Aussichtsplattform, aus einem Regal eine Zwischenstation und aus der Fensterbank ein spannender Beobachtungsposten.

Diese dritte Dimension ist bei kleinen Wohnungen besonders wertvoll. Statt immer mehr Katzenmöbel auf den Boden zu stellen, kann die vorhandene Raumhöhe genutzt werden.

Geeignete Möglichkeiten können beispielsweise sein:

  • ein Kratzbaum mit mehreren Ebenen,
  • eine ausreichend breite Fensterbank,
  • stabil befestigte Wandliegeflächen,
  • ein niedriges Regal als Zwischenstufe,
  • ein sicher zugänglicher Platz auf einer Kommode,
  • eine Wand-Kletterlandschaft oder
  • ein Fensterplatz mit Liegekissen.

Alle erhöhten Plätze müssen selbstverständlich stabil sein. Möbel, auf die Deine Katze regelmäßig springt, sollten nicht kippen können. Auch Dekoration, Lampen und zerbrechliche Gegenstände gehören nicht unmittelbar auf bevorzugte Sprung- und Laufwege.

Warum ein Kratzplatz so wichtig ist

Kratzen ist kein schlechtes Benehmen, sondern normales Katzenverhalten. Katzen bearbeiten geeignete Oberflächen unter anderem mit ihren Krallen, strecken dabei ihren Körper und nutzen bevorzugte Kratzstellen immer wieder.

Besonders Wohnungskatzen benötigen deshalb geeignete Alternativen zu Sofa, Teppich und Tapete. Welche Form angenommen wird, hängt allerdings stark von der jeweiligen Katze ab. Manche Katzen kratzen mit Begeisterung senkrecht an einem Stamm, andere bevorzugen eine waagerechte Kratzpappe.

Ein Kratzbaum kann mehrere Bedürfnisse gleichzeitig erfüllen. Er bietet eine Kratzfläche, schafft einen erhöhten Platz und kann zusätzlich als Schlaf-, Spiel- oder Beobachtungsort genutzt werden. Gerade bei begrenztem Wohnraum ist diese Mehrfachfunktion interessant.

Kleiner Kratzbaum oder großer Kratzbaum?

Ein großer Kratzbaum ist nicht automatisch die bessere Wahl. In einer kleinen Wohnung kann ein kompaktes Modell deutlich sinnvoller sein, wenn es stabil konstruiert ist und zur Katze passt.

Wer nur wenig Stellfläche zur Verfügung hat, findet unter Kratzbaum klein verschiedene kompakte Varianten. Entscheidend sollte allerdings nicht allein die Außenabmessung sein. Achte beispielsweise darauf, ob Deine Katze ausreichend Platz zum Liegen hat und ob die Konstruktion ihrem Gewicht und ihrer Aktivität gewachsen ist.

Variante Vorteile Nachteile Geeignet für
Kleiner Kratzbaum Geringer Platzbedarf, leicht aufzustellen, oft mehrere Funktionen auf kleiner Fläche Weniger Kletterhöhe und häufig weniger Liegeplätze Kleine Wohnungen, Senioren, ruhige Einzelkatzen
Mittelhoher Kratzbaum Guter Kompromiss aus Stellfläche, Höhe und Liegeplätzen Benötigt bereits etwas mehr Raum Viele klassische Wohnungskatzen
Hoher Kratzbaum Viel Kletterfläche und attraktive Aussichtspunkte Kann kleine Räume optisch dominieren Aktive und kletterfreudige Katzen
Deckenhoher Kratzbaum Nutzt vor allem die Raumhöhe und benötigt teilweise wenig Bodenfläche Montage und sichere Befestigung besonders wichtig Kleine Wohnungen mit ausreichender Deckenhöhe
Wand-Kletterlandschaft Sehr flexible Nutzung der Wände Bohrungen und sorgfältige Montage notwendig Sehr kleine Räume und aktive Katzen

Bei einem kleinen Kratzbaum auf die Details achten

Gerade bei kompakten Modellen lohnt sich ein genauer Blick auf den Aufbau. Ein kleiner Kratzbaum soll wenig Platz benötigen, darf aber nicht so klein werden, dass wichtige Funktionen verloren gehen.

1. Eine stabile Bodenplatte

Wenn eine Katze mit Schwung auf eine Plattform springt, wirken deutlich größere Kräfte als beim gemütlichen Liegen. Ein leichter Kratzbaum mit einer schmalen Bodenplatte kann dadurch ins Wackeln geraten.

Stabilität ist deshalb eines der wichtigsten Kriterien. Das gilt insbesondere für große oder schwere Katzen.

2. Ausreichend große Liegeflächen

Eine Plattform sieht auf Produktfotos häufig größer aus, als sie tatsächlich ist. Vergleiche die Abmessungen daher mit der Körpergröße Deiner Katze.

Vor allem größere Katzen möchten bequem liegen können, ohne ständig halb über den Rand hinauszuragen. Manche Katzen lieben zwar genau solche Positionen, trotzdem sollte die Liegefläche grundsätzlich groß genug sein.

3. Nutzbare Kratzfläche

Ein Kratzstamm sollte nicht nur dekorativ vorhanden sein. Die Katze sollte ihn tatsächlich gut erreichen und benutzen können.

Da viele Katzen sich beim Kratzen gerne ausgiebig strecken, kann ein zusätzlicher langer Kratzbereich sinnvoll sein. Wenn ein kompakter Kratzbaum dafür nicht genügend Platz bietet, lässt er sich hervorragend mit einem Wandbrett ergänzen.

Mehr dazu erfährst Du in unserem Ratgeber zum Kratzbrett für Katzen.

4. Passende Einstiegshöhe

Bei jungen, gesunden Katzen ist eine größere Einstiegshöhe normalerweise weniger problematisch. Anders sieht es bei älteren Katzen oder Tieren mit eingeschränkter Beweglichkeit aus.

Hier können niedrige Ebenen oder mehrere kleine Zwischenstufen den Zugang erleichtern.

Der richtige Standort entscheidet mit

Ein hervorragender Kratzbaum am falschen Standort kann von der Katze weitgehend ignoriert werden. Katzen wählen ihre Lieblingsplätze nicht danach aus, wo ein Möbelstück aus menschlicher Sicht am wenigsten stört.

Viele Tiere möchten beobachten, was um sie herum passiert. Deshalb kann ein Kratzbaum im Wohnzimmer interessanter sein als ein identisches Modell im kaum genutzten Gästezimmer.

Besonders attraktiv sind häufig Plätze:

  • in Fensternähe,
  • in der Nähe häufig genutzter Wohnbereiche,
  • an Übergängen zwischen zwei Räumen,
  • in der Nähe eines bevorzugten Schlafplatzes oder
  • dort, wo die Katze ohnehin bereits kratzt.

Ein Platz direkt am Fenster kann gleich mehrere Funktionen erfüllen. Die Katze kann dösen, das Geschehen draußen beobachten und gleichzeitig einen erhöhten Standort nutzen.

Welche Kratzlösung passt zu welcher Wohnung?

Nicht jede kleine Wohnung ist gleich. In einem Altbau mit hohen Decken ergeben sich andere Möglichkeiten als in einem niedrigen Dachgeschoss. Auch die Anzahl und das Temperament der Katzen spielen eine Rolle.

Wohnsituation Sinnvolle Lösung Sinnvolle Ergänzung
1-Zimmer-Wohnung Kompakter Kratzbaum mit Liegefläche Fensterplatz und Wand-Kratzbrett
Kleine Wohnung mit hohen Decken Schlanker, hoher oder deckenhoher Kratzbaum Wandliegeflächen
Wohnung mit älterer Katze Niedriger stabiler Kratzbaum Zwischenstufen und horizontale Kratzfläche
Wohnung mit junger aktiver Katze Kratzbaum mit mehreren Ebenen Spielzeug und zusätzliche Klettermöglichkeiten
Zwei Katzen auf begrenztem Raum Stabiler Kratzbaum mit mehreren Liegeplätzen Weitere getrennte Ruhe- und Kratzplätze

Ein Kratzbaum muss nicht alle Aufgaben übernehmen

Ein häufiger Fehler besteht darin, von einem einzigen Katzenmöbel alles zu erwarten. Es soll möglichst klein sein, gleichzeitig hoch, mehrere Höhlen besitzen, große Liegeflächen bieten, als Kratzsäule dienen und vielleicht noch Platz für zwei Katzen bieten.

Gerade in kleinen Wohnungen funktioniert eine Kombination verschiedener kompakter Elemente häufig besser.

Ein kleiner Kratzbaum kann beispielsweise den gemütlichen Fensterplatz bieten. Zusätzlich übernimmt ein schmales Kratzbrett an der Wand die Krallenpflege. Ein stabiles Regal schafft eine weitere erhöhte Ebene und ein Karton wird vorübergehend zum Rückzugsort.

Auf diese Weise entsteht eine abwechslungsreiche Umgebung, ohne dass ein riesiger Kratzbaum das halbe Wohnzimmer beansprucht.

Fensterplätze sind wertvoller Raum

Fenster gehören für viele Wohnungskatzen zu den interessantesten Bereichen des Zuhauses. Ein ausreichend breites Fensterbrett kann mit einer weichen, rutschfesten Unterlage schnell zum Lieblingsplatz werden.

Ist die Fensterbank zu schmal, gibt es spezielle Fensterliegen oder Möglichkeiten, ein angrenzendes Möbelstück als Aussichtsplattform zu nutzen.

Bei geöffneten oder gekippten Fenstern muss die Sicherheit der Katze allerdings unbedingt berücksichtigt werden. Auch ein Balkon sollte so gestaltet sein, dass die Katze ihn gefahrlos nutzen kann.

Wände als zusätzliche Katzenfläche nutzen

Wenn auf dem Boden kaum noch Platz vorhanden ist, lohnt sich der Blick an die Wand. Wandbretter, Liegeschalen und einzelne Kletterelemente können einen zusätzlichen Weg durch den Raum schaffen.

Besonders spannend wird es, wenn verschiedene Ebenen miteinander verbunden werden. Beispielsweise kann die Katze vom Kratzbaum auf ein Wandbrett und von dort auf eine sichere Liegefläche gelangen.

Eine solche Konstruktion muss sorgfältig befestigt werden. Nicht nur das Gewicht der Katze ist entscheidend. Beim Abspringen und Landen entstehen zusätzliche Belastungen.

Rückzugsorte schaffen, ohne die Wohnung vollzustellen

Katzen verbringen einen großen Teil ihres Tages ruhend oder schlafend. Deshalb gehören ruhige Plätze genauso zu einer katzenfreundlichen Wohnung wie Spiel- und Kratzmöglichkeiten.

Dafür musst Du nicht überall zusätzliche Katzenbetten aufstellen. Oft nutzen Katzen ohnehin Plätze, die bereits vorhanden sind.

Geeignet können beispielsweise sein:

  • eine Decke auf einem Regal,
  • ein freier Platz auf einer Kommode,
  • eine Höhle im Kratzbaum,
  • ein Karton in einer ruhigen Ecke,
  • eine Fensterliege oder
  • ein geschützter Platz unter einem Möbelstück.

Idealerweise stehen mehrere Ruheplätze zur Auswahl. Dann kann Deine Katze selbst entscheiden, ob sie gerade mitten im Geschehen oder lieber etwas abgeschieden schlafen möchte.

Beschäftigung auf kleinem Raum

Eine Katze benötigt kein riesiges Spielzimmer. Viele Formen der Beschäftigung brauchen nur wenige Quadratmeter und können nach Gebrauch wieder weggeräumt werden.

Besonders geeignet sind beispielsweise:

  • Katzenangeln,
  • kleine Bälle,
  • Fummelbretter,
  • Futter- und Suchspiele,
  • Kartons,
  • Papiertüten ohne Henkel,
  • Spielmäuse und
  • wechselnde kleine Parcours.

Interessant ist dabei nicht unbedingt die Menge an Spielzeug. Häufig ist es spannender, nur einen Teil anzubieten und regelmäßig zu wechseln. Ein lange verschwundenes Spielzeug kann dadurch plötzlich wieder interessant werden.

Video: Ideen zur Beschäftigung von Wohnungskatzen

Auch mit einfachen Mitteln lässt sich der Alltag einer Wohnungskatze abwechslungsreicher gestalten. Das folgende Video zeigt verschiedene Ideen zur Beschäftigung von Katzen in der Wohnung:

Spielbereiche regelmäßig verändern

Katzen sind neugierig. Deshalb muss eine katzenfreundliche Einrichtung nicht vollkommen statisch sein. Schon kleine Veränderungen können neue Anreize schaffen.

Stell beispielsweise gelegentlich einen Karton an einen anderen Platz, verstecke ein Spielzeug oder verändere einen kleinen Teil des Spielbereichs. Dabei solltest Du allerdings nicht ständig die wichtigsten Rückzugsorte verändern. Katzen mögen neben Abwechslung auch vertraute Plätze.

Wenn die Katze das Sofa statt des Kratzbaums benutzt

Es kann frustrierend sein: Der neue Kratzbaum steht bereit, doch die Katze bevorzugt weiterhin die Sofaecke. In diesem Fall hilft es, die Situation aus Sicht der Katze zu betrachten.

Vielleicht steht der Kratzbaum an einem uninteressanten Ort. Vielleicht bevorzugt die Katze eine andere Oberflächenstruktur. Oder der Stamm ist zu kurz, um sich daran richtig auszustrecken.

Statt die Katze lediglich vom Sofa wegzuscheuchen, sollte eine attraktive Alternative möglichst nahe am bevorzugten Kratzplatz angeboten werden.

Beobachte außerdem, ob Deine Katze lieber:

  • senkrecht oder waagerecht kratzt,
  • raue oder weichere Oberflächen bevorzugt,
  • direkt nach dem Schlafen kratzt oder
  • bestimmte Bereiche der Wohnung zum Markieren nutzt.

Diese Beobachtungen helfen bei der Auswahl einer passenden Kratzmöglichkeit.

Kleine Kratzbäume für ältere Katzen

Ein kompakter oder niedriger Kratzbaum kann für ältere Katzen besonders interessant sein. Mit zunehmendem Alter fällt es manchen Tieren schwerer, große Höhenunterschiede zu überwinden.

Statt eines hohen Sprungs können mehrere niedrige Ebenen den Aufstieg erleichtern. Auch eine große Liegefläche in moderater Höhe kann attraktiv sein, weil die Katze weiterhin einen guten Überblick hat, ohne weit springen zu müssen.

Bei Senioren solltest Du außerdem auf rutschfeste Flächen und einen besonders stabilen Stand achten.

Bei großen Katzen ist Stabilität besonders wichtig

Eine kleine Wohnung bedeutet nicht automatisch eine kleine Katze. Maine Coon, Norwegische Waldkatze und andere große Tiere benötigen ausreichend dimensionierte Liegeflächen und einen stabilen Unterbau.

Ein kompakter Kratzbaum kann durchaus funktionieren, solange die Stellfläche sinnvoll genutzt wird. Ein kleines, sehr leichtes Modell mit winzigen Plattformen ist dagegen möglicherweise weniger geeignet.

Hier lohnt sich ein Blick auf:

  • Gewicht des Kratzbaums,
  • Größe der Bodenplatte,
  • Durchmesser der Stämme,
  • Größe der Liegeflächen,
  • Verarbeitung der Verbindungen und
  • gegebenenfalls Möglichkeiten zur zusätzlichen Befestigung.

Zwei Katzen in einer kleinen Wohnung

Bei mehreren Katzen sollte nicht nur die Größe einzelner Möbel betrachtet werden. Wichtig ist auch, dass begehrte Ressourcen nicht ausschließlich an einem einzigen Ort vorhanden sind.

Wenn es beispielsweise nur einen attraktiven erhöhten Liegeplatz gibt, kann dieser zum Streitpunkt werden. Besser sind mehrere Möglichkeiten, sodass sich die Tiere aus dem Weg gehen können.

Das betrifft nicht nur Kratzbäume, sondern auch Schlafplätze, Kratzflächen und andere häufig genutzte Bereiche.

Typische Fehler bei der Einrichtung einer kleinen Katzenwohnung

Auch mit guten Absichten kann eine Wohnung so eingerichtet werden, dass sie für die Katze weniger attraktiv ist als gedacht.

Fehler Warum problematisch? Besser
Kratzbaum in einer abgelegenen Ecke Der Standort ist für die Katze möglicherweise uninteressant In einen häufig genutzten Wohnbereich integrieren
Nur Bodenfläche nutzen Viel möglicher Katzenraum bleibt ungenutzt Fenster, Regale und Wände einbeziehen
Zu leichter Kratzbaum Wackeln kann die Nutzung unattraktiv machen Auf stabile Konstruktion achten
Nur eine Kratzoberfläche anbieten Nicht jede Katze hat dieselben Vorlieben Vertikale und horizontale Möglichkeiten testen
Zu viel Spielzeug dauerhaft herumliegen lassen Der Neuigkeitsreiz geht verloren Spielzeug regelmäßig austauschen
Keine ruhigen Rückzugsplätze Die Katze kann sich schlechter zurückziehen Mehrere geschützte Ruheplätze ermöglichen

So planst Du Deine Wohnung Schritt für Schritt

  1. Beobachte Deine Katze: Wo schläft sie? Wo kratzt sie? Welche erhöhten Plätze sucht sie auf?
  2. Prüfe freie Ecken: Dort kann möglicherweise ein kompakter Kratzbaum stehen.
  3. Nutze vorhandene Höhe: Fensterbänke, Regale und Wandflächen können zusätzliche Ebenen schaffen.
  4. Plane mindestens eine gute Kratzmöglichkeit: Bei Bedarf können verschiedene Kratzrichtungen angeboten werden.
  5. Schaffe Aussichtspunkte: Besonders Fensterplätze sind häufig attraktiv.
  6. Plane Rückzug ein: Mindestens ein ruhiger Bereich sollte dauerhaft verfügbar sein.
  7. Halte freie Laufwege: Nicht jeder Quadratmeter muss mit Katzenmöbeln belegt werden.
  8. Ergänze Beschäftigung: Gemeinsames Spielen und wechselnde Beschäftigungsmöglichkeiten bringen Abwechslung.

FAQ: Katzenhaltung und Kratzbäume in kleinen Wohnungen

Braucht eine Katze einen großen Kratzbaum?

Nein. Entscheidend sind unter anderem Stabilität, eine geeignete Kratzfläche und eine für die Katze nutzbare Gestaltung. Ein kompakter Kratzbaum kann in einer kleinen Wohnung sinnvoll mit Fensterplätzen, Wandflächen oder einem Kratzbrett kombiniert werden.

Wo sollte ein kleiner Kratzbaum stehen?

Ein guter Standort befindet sich häufig dort, wo die Katze ohnehin gerne Zeit verbringt. Das kann beispielsweise in der Nähe eines Fensters oder im Wohnbereich sein. Eine abgelegene Ecke ist nicht automatisch die beste Wahl.

Ist ein kleiner Kratzbaum auch für große Katzen geeignet?

Das hängt vom Modell ab. Besonders wichtig sind eine stabile Konstruktion und ausreichend große Liegeflächen. Die Außenmaße allein sagen deshalb wenig darüber aus, ob ein Kratzbaum für eine große Katze geeignet ist.

Was kann ich zusätzlich zu einem Kratzbaum anbieten?

Kratzbretter, Kratzmatten, Fensterplätze, sichere Regale, Wandliegeflächen und verschiedene Rückzugsorte können den vorhandenen Raum erweitern und unterschiedliche Bedürfnisse abdecken.

Was mache ich, wenn meine Katze den Kratzbaum ignoriert?

Überprüfe zunächst den Standort und die Stabilität. Beobachte außerdem, welche Oberflächen und Kratzrichtungen Deine Katze bevorzugt. Manchmal hilft es bereits, die Kratzmöglichkeit näher an einen bevorzugten Aufenthalts- oder Kratzplatz zu stellen.

Ist ein niedriger Kratzbaum für eine ältere Katze sinnvoll?

Ja, das kann sogar besonders praktisch sein. Niedrige Ebenen sind leichter erreichbar und reduzieren große Sprünge. Trotzdem sollte auch ein niedriger Kratzbaum stabil stehen und ausreichend große Ruheflächen besitzen.

Fazit: Auch wenige Quadratmeter können viel Katzenleben bieten

Eine kleine Wohnung ist nicht automatisch ein schlechtes Zuhause für eine Katze. Viel hängt davon ab, wie der vorhandene Raum gestaltet und genutzt wird.

Statt ausschließlich über Quadratmeter nachzudenken, lohnt sich der Blick nach oben. Fensterplätze, stabile Regale, Wandflächen und ein passend gewählter Kratzbaum können zusätzliche Ebenen schaffen. Ergänzt durch Rückzugsorte, geeignete Kratzflächen und regelmäßige Beschäftigung entsteht selbst auf begrenztem Raum ein abwechslungsreiches Revier.

Der beste Kratzbaum ist dabei nicht unbedingt der größte. Er muss zur Katze, zum verfügbaren Platz und zu den übrigen Möglichkeiten in der Wohnung passen. Ein kompakter Kratzbaum an einem guten Standort kann deshalb wesentlich wertvoller sein als ein riesiges Modell, das zwar beeindruckend aussieht, von der Katze aber kaum genutzt wird.

Beobachte Deine Katze, nutze den vorhandenen Raum kreativ und passe die Einrichtung an ihre individuellen Vorlieben an. So können aus wenigen Quadratmetern erstaunlich viele Möglichkeiten zum Klettern, Kratzen, Spielen, Beobachten und Entspannen entstehen.

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