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Der Rückruf beim Hund

Es gibt Dinge, die ein Hund einfach können muss. Der Rückruf ist, vielleicht vor allem anderem, eines dieser Dinge. Spätestens wenn unser Hund das Welpenalter hinter sich lässt, willst Du mit ihm vermutlich am Liebsten ohne Leine gehen können. Vielleicht nicht gleich an der Straße, aber wenigstens doch im Park oder dem Wald. Damit wir und unser Hund uns dabei nicht nur sicher fühlen, sondern auch wirklich sicher sind, müssen wir uns darauf verlassen können, dass er auf unseren Rückruf hört.
In diesem Artikel werden wir klären, wie man einen soliden Rückruf mit dem Hund aufbauen und verschiedenen Situationen anwenden kann.

Vorweg

  • Den Rückruf solltest Du mit Deinem Hund nur dann üben, wenn er gerade mindestens halbwegs fokussiert ist.
  • Ein ruhigerer Ort empfiehlt sich dabei logischerweise mehr als beispielsweise ein kleiner Park, in dem gerade sechs andere Hunde in Blickweite sind. Eine ruhige Wiese, der Garten, der Hinterhof oder sonstige Flächen etwas außerhalb der Stadt können hier helfen.
  • Zu unserer Grundausstattung sollte eine Tasche gehören, aus der wir sehr schnell Belohnungen holen können.
    Solche findest Du beispielsweise hier.
  • Auch macht es Sinn, den Hund während der Trainingsphase nur noch draußen zu füttern. Es stimmt nicht, dass ein Hund in großen Portionen aus dem Napf fressen muss. Wenn Du eine Tagesration abwiegst und Deinen Hund unterwegs den gesamten Tag über ausschließlich belohnend fütterst, lernt er schnell, dass es sich lohnt, bei Dir zu bleiben.
  • Eine Schleppleine ist für den Beginn perfekt fürs Training.
  • Du solltest Dir ein festes Kommando überlegen (Und ggf. mit Familienmitgliedern und/oder Partner:in besprechen – es sollte einheitlich sein). „Zu mir“, „komm“, „hier her“ sind genauso möglich wie speziellere Wörter wie etwa „Feierabend“ oder „Abfahrt“. Du solltest Dich lediglich auf ein Kommando beschränken. Dein Hund soll es schließlich möglichst gut und eindeutig mit dem Zurückkommen verknüpfen können.

Der Grundaufbau

Für den Anfang bleiben wir an der Schleppleine. Hast Du einen sicheren Raum ohne Gefahren – etwa Garten oder Hinterhof – kannst Du sie auch weglassen, aber auch hier ist sie praktisch, um dem Hund über ein seichtes Ziehen zu signalisieren, dass er zu uns kommen soll.

Wir belohnen anfangs absolut jedes Kommen des Hundes. Auch wenn er dafür länger braucht, als Du wolltest. Er muss die Verknüpfung herstellen „Es ist gut / lohnt sich, wenn ich zu diesem Mensch komme“.

Gleichzeitig stellen wir eine Verknüpfung zu unserem Kommando her. Wenn Du also merkst, dass Dein Hund zu Dir kommt, gibst Du ihm eine Belohnung, während Du parallel das Kommando klar und deutlich sagst.

Für den Anfang solltest Du dieses Kommando immer nur dann benutzen, wenn der Hund schon kommt.

Auch zu zweit kann man das prima üben und den Hund zwischen Mensch und Mensch hin und herlaufen lassen – um ihn dann immer zu belohnen und das Kommando zu sprechen, wenn er bei einem der beiden ankommt.

Später, wenn Dein Hund vielleicht schon ohne Leine draußen laufen darf, solltest Du Deinen Rückruf immer nur benutzen, wenn Du Dir sicher bist, dass Dein Hund auch wirklich kommt. Er sollte nicht lernen, dass es normal ist, dass Du das Kommando 10 mal durch die Gegen brüllst, ohne dass er kommt.

Solches Training kostet Zeit und Geduld. Erwarte nicht, dass Dein Hund nach ein paar Wochen perfekt und ausnahmslos zu Dir kommt, wenn Du das Kommando benutzt. Aber das Training lohnt sich und Fortschritte kommen mit der Zeit, solange man nur jeden Tag übt.

Auch über Körpersprache kann man einen Rückruf aufbauen. Etwa eine bestimmt Armbewegung oder ähnliches. Das ist für den Anfang allerdings meist weniger praktikabel als das Rufen eines bestimmten Wortes oder der Pfiff.

Der Superrückruf

Es kann weiterhin eine sinnvolle Sache sein, neben dem regulären Rückruf einen Superrückruf aufzubauen. Hierfür empfiehlt sich eine Hundepfeife. Diesen Ton hört der Hund in jeder Lage sehr deutlich. Auch, wenn etwa tief im Wald Tieren hinterhergejagt ist und Deine Rufe schon kaum noch hört.

Für den Superrückruf brauchen wir auch eine Super Belohnung. Das kann zum Beispiel spezielle Leberwurst für Hunde aus der Tube sein. Aber auch größere Traingssnacks eigenen sich. Es sollte nur für den Hund etwas besonderes sein, das er neben den normalen Trockenfutter Kugeln auch als etwas Besonderes erkennt.

Im Training ist es ganz ähnlich wie bei dem „normalen“ Rückruf. Immer wenn Dein Hund zu Dir kommt, gibst Du einen Pfiff ab und belohnst ihn gleichzeitig mit einer wirklich tollen Belohnung.

Auch hier gilt: Erst aufbauen, dann in Realsituationen einsetzen! Es ist durchaus nicht verkehrt, dem Hund diesen Pfiff durch hunderte Trainingssituationen zu verknüpfen, bevor man ihn dann wirklich im freien Laufen draußen damit zu sich pfeift.

Später kann man den Superrückruf dann gut in Situationen verwenden, in denen man mit dem normalen Rückruf nicht mehr weit kommt. Etwa wenn Dein Hund schon 100 Meter entfernt ist, weil er einem Vogel oder sonst etwas nachjagt oder vielleicht im Spiel mit einem anderen Hund seinen Radius verlässt.

Der Rückruf im Beisein anderer Hunde

Besonders schwer haben es die allermeisten Hunde mit dem Rückruf im Beisein (fremder) Artgenossen. Aber natürlich wollen wir alle, dass unser Hund mittelfristig lernt, auch zu uns zu kommen, wenn er auf der Runde durch den Wald einen anderen Hund zum Spielen getroffen hat.
Hierfür eignet sich das Spiel mit einem bekannten Hund, bei dem es vielleicht nach ein paar Minuten etwas ruhiger zugeht. Wenn Du denkst, dass Dein Hund nun aufmerksam genug ist und vielleicht auch schonmal zu Dir geschaut hat, benutzt Du Euer Kommando.

Alternativ lässt sich der Rückruf mit anderen Hunden natürlich gut in einer Hundeschule üben. Für solche Trainingssituationen gibt es die Junghundegruppen.

Wie trainiere ich den Rückruf beim Hund?

Jedes Mal, wenn Dein Hund zu Dir kommt, belohnst Du ihn mit einem Snack und sprichst gleichzeitig ein eindeutiges Kommando dazu aus. Der Hund stellt früher oder später die Verknüpfung her, dass er bei diesem Kommando zu Dir kommt.

Welches Kommando ist das Richtige für den Rückruf?

Das Kommando selbst ist im Grunde egal. Man sollte sich nur auf ein festes Wort festlegen und bei dem Hund die Verknüpfung zwischen diesem und dem Zurückkommen antrainieren.

Wann sollte der Hund den Rückruf können?

Den Rückruf sollte man bereits im Welpenalter trainieren. Wie lange der Hund braucht, um gut auf seine Menschen zu hören, ist jedoch sehr individuell.

Quellen

Hundeschulkonzepte.de

Martinruetter.com

Planethund.com

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