Wie finde ich die richtige Hunderasse?

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Hunde sind die besten Freunde des Menschen, so lautet ein Sprichwort, welches sich schon oftmals bewahrheitet hat. Sie sind treu, loyal und kennen keine Stereotypen.

Hunde lieben ihre Besitzer ebenso, wie sie sind. Dies ist ein maßgeblicher Faktor, der Hunde so beliebt macht. Diese Liebe, die man täglich geschenkt bekommt, wenn man nach Hause kommt und die Freude der pelzigen Vierbeiner zu spüren, ist ein Privileg.

Erst-Besitzer sollten sich – bevor sie übereilt eine Wahl treffen – vorher Gedanken machen und sich mit dem Thema auseinandersetzen, denn jede Rasse hat ihre Besonderheiten. Persönliche Umstände und Einflüsse der Umwelt spielen ebenfalls eine Rolle.

Eigene Verhältnisse klären

Es gibt ca. 350 anerkannte Hunderassen. Jedoch passen nicht alle zu jedem Besitzer. Vor dem Kauf sind essentielle Kriterien zu beachten.

Möchten Sie einen gemütlichen Hund haben, der nicht viel Auslauf benötigt? So wäre eine gediegene Bulldogge die richtige Wahl, ein Husky wäre maßlos unterfordert, also keine gute Entscheidung.

Wenn Sie eine aktive Hunderasse mit viel Energie brauchen, weil Sie selbst sehr agil sind und Sport treiben, so wären beispielsweise der Australian Sheperd oder der Appenzeller-Sennenhund eine gute Wahl, wobei letzterer nicht unbedingt die beste Wahl für einen Erst-Besitzer darstellt.

Diese Rasse ist sehr reserviert und kann ein erhöhtes territoriales Verhalten zeigen. Beide Rassen sind jedoch voller Energie und benötigen viel Auslauf und auch geistige Beschäftigung, also das Üben von Tricks.

Weiterhin sollten Sie überlegen, wie oft und wie lange Sie den Hund alleine zu Hause lassen, denn dafür sind nicht alle Hunderassen geeignet.

Jagdhund und Hütehund

Achtung, diese Rassen sind für die Jagd vorgesehen. Das heißt, wenn Sie einen reinen Familienhund halten wollen, dann sind diese Rassen ungeeignet.

Sie werden in dieser Aufgabe nicht aufgehen und glücklich werden, denn diese Hunde besitzen einen ausgeprägteren Trieb, im Gegensatz zu ihren Artgenossen.

Sofern Sie den Hunden nicht das geben können, was in Ihrer Natur liegt, kann dies zu aufmüpfigem Verhalten führen. Denn der Hund bekommt nicht die Art von Ausgleich, die er bräuchte.

Folge ist zumeist Unverständnis und Trotz des Besitzers und das führt nahezu immer zur Trennung vom Hund. Hier liegt jedoch ganz klar der Fehler beim Menschen und nicht beim Vierbeiner.

Achten Sie also auf den Ursprung des Hundes, seine eigentliche Verwendung, denn nur so wird eine gesunde Basis für die Hund-Mensch-Beziehung geschaffen.

Ein ausgeglichener Hund hilft einem Menschen ebenfalls ausgeglichen zu werden und somit ein glücklicheres Leben zu führen.

Familienhunde

Vielerorts werden Familienhunde gesucht, dabei dann aber die falsche Rasse ausgewählt. Familienhunde sollen freundlich, treu und verspielt sein. Doch welche Ausprägung eignet sich hierfür, soll er groß oder eher klein sein?

Die Klassiker in dieser Kategorie lauten: Golden Retriever, Labrador, Berner Sennenhund, Australian Sheperd. Mit diesen Gefährten begehen Sie keine Fehler. Fakt ist aber, dass auch besagte Rassen klare Regeln und Strukturen brauchen, das ist unentbehrlich bei der Erziehung.

Hunde, welche sich nicht als Familienhund halten lassen, sind zum Beispiel der Weimaraner, der Irish Setter und der Magyar Vizsla. Diese Arten jagen, nur so erreichen sie ein befriedigendes Hundeleben.

Abschließende Worte

Groß oder klein, wild oder ruhig, agil oder faul, das alles und noch weitere Kriterien müssen vor dem Kauf abwägt werden, um dem Hund und auch Ihnen einen Gefallen zu tun.

Nur wer sich mit den Themen kritisch auseinandersetzt wird das Fundament einer glücklichen Beziehung legen können. Alle Hunde haben ihre eigenen Vorzüge, doch nicht alle sind für jede Lebenssituation geeignet.

Zum Schluss: Vergessen Sie die Hundehaftpflichtversicherung nicht, denn es kann immer Unvorhergesehenes geschehen und dann ist es gut, abgesichert zu sein.

Wenn Ihr Hund aus dem Tierheim kommt, dort traumatisiert wurde und er durch irgendwelche Gründe diese beim Gassi-Gehen auslebt, so einen anderen Hund beißt, dann kann dies teuer werden. Also immer auch an die Hundehaftpflichtversicherung denken.

Wir lieben unsere Vierbeiner und sie lieben uns. Geben Sie jedem Hund eine Chance, aber bedenken Sie zunächst die Umstände. Sodann steht einem wunderschönen Hunde- und Menschenleben nichts mehr im Wege.

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