Der richtige Hund: Rasseauswahl und Ernährung

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Hunde sind loyal, zeigen ihre Liebe ganz direkt und lassen ihre Menschen kaum aus den Augen. Manche Hunde sind lebendige Spielpartner für Kinder, andere ruhige Gesellschafter für Senioren. So unterschiedlich der Bewegungsdrang der Hunde ist, so angepasst muss die Ernährung gestaltet werden.

Ist Trockenfutter oder Nassfutter das richtige für meinen Hund? Ist diese erste Entscheidung getroffen, ist unbedingt auf die Herstellungsweise des Futters zu achten.

Setzt man auf herkömmlich mit dem Extrusionsverfahren produziertes Futter, das es unter anderem von Anbietern wie Bosch, Josera und Wolfsblut gibt oder auf hochwertige Nahrung aus der Fleischsaftgarung.

Welche Rasse eignet sich am besten und was ist bei der Ernährung grundsätzlich zu beachten? Der Beitrag dient zur Orientierung.

Die Auswahl einer geeigneten Rasse

Hunde sind des Deutschen liebster Begleiter und immer mehr kommen auf den Hund. Groß oder klein, quirlig oder ruhig, weiß oder schwarz? Wer einen Hund anschaffen will, hat viele Fragen.

Wie lässt sich die geeignete Rasse finden? Zum Ziel führen mehrere Wege.

  1. Schnellcheck machen
    Ein schneller Check zur Auswahl der geeigneten Hunderasse hilft, sich einen ersten Überblick über die wichtigsten Merkmale zu verschaffen. Unsere Datenbank der Hunderassen lässt sich nach Größe, verschiedenen Eigenschaften, Charakterzügen oder Eignungen filtern.

Je nach Auswahl werden passende Rassen angezeigt. Im Schnellcheck werden alle wichtigen Aspekte angesprochen, die bei der Auswahl der Hunderasse eine Rolle spielen. Schritt für Schritt finden zukünftige Hundebesitzer heraus, was ihnen bei einem Hund besonders wichtig ist:

  • Wie groß soll der Hund sein?
  • Soll der Hund für Anfänger oder Erfahrene geeignet sein?
  • Soll der Hund viel oder wenig Auslauf benötigen?
  • Wie aufwendig soll die Fellpflege sein? 
  • Darf der Hund haaren?
  • Soll der Hund familienfreundlich, verspielt oder ruhig sein?
  • In welche FCI-Gruppe soll der Hund gehören?
  • Soll es zum Beispiel ein Hütehund, Spürhund, Wachhund, Jagdhund oder Familienhund sein?

Der Schnellcheck ist eine gute Vorbereitung und hilft bei den weiteren Schritten auf dem Weg zur richtigen Hunderasse.

  1. Bücher wälzen und Rasseporträts lesen

Einen umfassenden Wälzer über Hunderassen mit ausführlichen Beschreibungen und großartigen Bildern durchzublättern ist eine weitere Möglichkeit, die Rasse zu finden, die optisch und vom Wesen her am besten gefällt. Gleichsam ist das Durchstöbern von Hunderassenporträts online ebenfalls nützlich, um eine Hunderasse zu finden, die besonders zusagt. 

3. Auf eine Hundemesse gehen
Eine Hundemesse ist eine gute Gelegenheit, um viele verschiedene Hunderassen live zu sehen. Das Praktische ist, dass Züchter vor Ort sind und gezielte Fragen beantworten können.

Außerdem gibt es verschiedene Veranstaltungen, bei denen Hunde präsentiert werden: Agility, Obedience, Dog Dancing, Rassevorstellungen und vieles mehr. Außerdem finden sich auf Messen viele Hundeliebhaber, die sicherlich gerne aus dem Nähkästchen plaudern und ihre persönlichen Erfahrungen weitergeben.  

Beliebte Hunderassen: Labrador, Französische Bulldogge und Chihuahua

Auf den ersten drei Plätzen der beliebtesten Hunderassen 2020/2021 stehen Labrador Retriever, Französische Bulldogge und Chihuahua. 

Labrador Retriever 

Sie sind beliebte Familienhunde, intelligent und freundlich. Ihre mittelgroße Statur und ihr schlanker Körper müssen topfit gehalten werden, damit sie lange leben. Diese Rasse ist ausgeglichen, treuherzig und ein absoluter Feinschmecker. Halter müssen ganz besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten!

Französische Bulldogge 

Das Rasseprofil der französischen Bulldoge spricht vor allem junge Menschen an. Die niedlichen Fledermausohren, der treue Blick, das verspielte und fröhliche Wesen lassen ihn geradewegs in die Herzen junger Hundehalter spazieren. Diese sollten dem Kampfschmuser bewusst Grenzen setzen, denn sonst haben sie ihren Platz auf der Couch bald nicht mehr für sich allein.

Chihuahua

Der kleinste Hund der Welt erobert die Herzen im Sturm. Er ist robust, sportlich und aufgeweckt. Die Kulleraugen und das Apfelköpfchen krönen einen kleinen, schlanken Körper. Kaum zu glauben, dass der Mini-Hund ein so großes Ego hat!

Hunde aus dem Freundeskreis

Ob Chihuahua, französische Bulldogge oder Labrador Retriever – auf einem der oben vorgestellten Wege dürfte es gelingen, die richtige Rasse aufzuspüren. Darüber hinaus finden Hund und Halter auch auf andere Weise zusammen.

So ist es keine Seltenheit, dass zukünftige Hundebesitzer im Freundes- oder Familienkreis einen Hund kennenlernen, dessen rassetypischen Eigenschaften ihm besonders gut gefallen. Auch können regelmäßige Spaziergänge mit Hunden aus dem Tierheim eine Freundschaft mit einem Vierbeiner aufkeimen lassen.

Wie auch immer es gelingt, die richtige Rasse zu finden, über die Ernährung sollten sich zukünftige Hundebesitzer stets im Vorfeld informieren.

Angepasste Ernährung: Darauf müssen Halter achten 

Nassfutter oder Trockenfutter, BARF oder vegan? Und dann stellt sich noch die Frage der Herstellungsmethode? Auf dem Markt sind vielfältige Futtersorten und es ist nicht einfach, sich für eine zu entscheiden.

Fakt ist, dass gutes Futter nicht teuer sein muss oder anders ausgedrückt: nur, weil Futter von einer bestimmten Marke teuer ist, muss es noch lange nicht gut sein. Eine gute Futtersorte zeichnet sich durch ihre Qualität aus, nicht durch den Preis.

Grundsatzfrage klären: Trocken- oder Nassfutter?

Zunächst einmal müssen Halter eine Entscheidung treffen. Füttern Sie Trockenfutter oder Nassfutter? Oder soll beides auf dem Speiseplan stehen. Egal, auf welche Futterart die Wahl fällt, die Qualität muss stimmen. 

Nassfutter oder Trockenfutter?

Ob Nassfutter, Trockenfutter oder gar BARF ist eine Frage, an der sich die Geister scheiden.

Während der eine auf die in puncto Anforderungen an den Halter sehr anspruchsvolle und hinsichtlich Keimbelastung risikobehaftete Fütterung mit rohem Fleisch (BARF) besteht, setzt der andere auf bequemere und ausgewogene Alternativen wie die Fütterung mit Trocken- oder Nassfutter.

Wichtig ist, sich die Vor- und Nachteile bewusst zu machen. Zudem verträgt nicht jeder Hund jede Futterart. Der Beitrag „Nassfutter oder Trockenfutter – Was ist besser für den Hund“ hilft weiter.

Trockenfutter ist nicht gleich Trockenfutter

Die Qualität zeigt sich am Herstellungsverfahren. Billigfutter wird in der Regel im Extrusionsverfahren hergestellt. Dabei muss billig hergestelltes Futter nicht unbedingt billig verkauft werden. Oft sind die Preise für Trockenfutter viel zu hoch für die Qualität, die Verbraucher einkaufen.

Doch wie lässt sich der Qualitätsunterschied erkennen? Als Faustregel gilt: Je mehr Frischfleisch auf der Inhaltstliste steht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um hochwertiges Futter aus Fleischsaftgarung handelt. 

Was ist Fleischsaftgarung? 

Hinter dem Begriff Fleischsaftgarung verbirgt sich eine Methode zur Zubereitung von Hundenahrung, bei der ohne Zusatz von Wasser oder Brühe frisches Fleisch im eigenen Saft lange und bei niedriger Temperatur gegart wird. Daher kommt die Bezeichnung Fleischsaftgarung.

Die schonende Zubereitung, die an die Zubereitung von Nahrung für Menschen angelehnt ist, erhält den natürlichen Fleischsaftgeschmacks sowie die wichtigen Inhaltsstoffe des Frischfleisches, sodass Trockennahrung aus Fleischsaftgarung von vielen Hunden gerne akzeptiert wird.

Weitere Informationen zur gesunden Hundeernährung liefert der Beitrag „Gesunde Hundeernährung – Extrusionsverfahren oder Fleischsaftgarung“.

Angepasst füttern und auf das Gewicht achten

Jeder Hund hat einen bestimmten Energiebedarf und Halter sollten die Fütterung darauf abstimmen. Die Herstellerangaben auf den Verpackungen des Futters dienen als Richtschnur. Allerdings gibt es Tiere, die deutlich mehr oder weniger fressen, als herstellerseitig vorgegeben.

Labrador Retriever gelten als ausgesprochene Feinschmecker, die richtig „verfressen“ sind – Übergewicht droht! Hundebesitzer sollten stets auf den Appetit des Vierbeiners achten und dafür sorgen, dass dieser die optimale Menge erhält, weder zu viel noch zu wenig.

Im Zweifel hilft ein Gespräch mit dem Tierarzt, der einen gesunden Futterplan festlegt und so lange anpasst, bis er perfekt auf den Hund abgestimmt ist. 

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