Häufige und gefährliche Augenkrankheiten bei Katzen

Als Katzenbesitzer bist du für die Gesundheit deines Vierbeiners verantwortlich und solltest auf den Gesundheitszustand deines Haustiers achten und Folgendes wissen:

  • Nickhautvorfall, Bindehautentzündung und Linsenschäden sind häufig
  • Rötungen und Schuppen können Hautreizungen bedeuten
  • Hornhautgeschwüre bedürfen sorgfältiger Behandlung
  • Glaukome verursachen für die Katze starke Schmerzen
  • Tierärzte können Katarakte bei Katzen operieren

Du solltest deine Katze beobachten, um mögliche Leiden festzustellen, denn Symptome können auf verschiedene Augenkrankheiten hindeuten.

Häufige Augenkrankheiten bei Katzen

Eine Schädigung der Netzhaut wirkt sich auf die Pupillen aus und verändert diese durch beispielsweise eine Entzündung oder allgemeine Mangelerscheinung.

Zu den häufigsten Augenkrankheiten bei Katzen zählt der Nickhautvorfall. Durch Parasitenbefall, eine Mittelohrentzündung oder Probleme im Verdauungssystem lösen oft einen Nickhautvorfall aus, wodurch sich die Nickhaut nur teilweise öffnet und schließt. Ein Nickhautvorfall durch Störungen im Magen-Darm resultiert aus dem Flüssigkeitsverlust und den daraus entstehenden Problemen im Tränenhaushalt.

Stelle deiner Katze sauberes Wasser bereit, damit das Tier den Flüssigkeitsverlust ausgleichen kann. Ein Wasserspender hält das Wasser rein und spendet ausreichende Mengen.

Die genannten Krankheiten kann der Tierarzt mit Augentropfen und Medikamenten therapieren. In schwerwiegenden oder unklaren Fällen solltest du dich über die entsprechende Behandlung beraten lassen, weil manchmal nur eine Operation deiner Katze helfen kann.

Operation als Notfallplan bei erkrankten Katzenaugen

Mechanische Schädigungen am Auge oder Herpesviren resultieren in einer Hornhautverletzung und erfordern antibiotische Behandlung. Wenn nötig, versorgt der Tierarzt deine Katze chirurgisch. Erweckt deine Katze den Eindruck von Unwohlsein oder scheint das Sehvermögen deiner Samtpfote beeinträchtigt, solltest du umgehend den Tierarzt konsultieren. Tumore können die Linse beschädigen und die Sehfähigkeit sowie die Lebensfreude der Katze stark einschränken. Jetzt hilft nur noch eine Operation, so schnell wie möglich.

Wenn du hohen finanziellen Aufwand befürchtest, solltest du rechtzeitig eine Katzenversicherung abschließen.

Die Versicherung übernimmt einen Teil der Kosten und ermöglicht tierärztliche Behandlungen bei kleinem Budget. Somit kannst du für wenig Geld deine Katze regelmäßig beim Tierarzt vorstellen und Krankheiten vorbeugen und rechtzeitig behandeln lassen. Das geübte Auge des Tiermediziners erkennt unter anderem an der Haut der Katze, ob es deinem Tier gut geht.

Hautreizungen bei Katzen schnell erkennen

Katzen mit gereizter Haut kratzen und lecken die betroffenen Stellen vermehrt. Hautreizungen zeigen sich bei deiner Katze durch:

Umweltbedingt greifen Pilzinfektionen, wie Hefepilze, die Haut deiner Katze an. Andernfalls können Allergien Hautbeschwerden oder Augenleiden bei deiner Katze auslösen.

Andere Augenkrankheiten erkennst du als Laie nicht sofort, denn Begleiterscheinungen von Hornhautgeschwüren ähneln den Merkmalen einer Bindehautentzündung.

Hornhautgeschwüre bei Katzen – das solltest du unbedingt wissen

Ein Hornhautgeschwür (Hornhautulcus) bereitet deiner Katze große Schmerzen und das Tier wird versuchen, das betroffene Auge zu reiben. Außerdem kneift die Katze die Augen zusammen; die Augen geben schleimig-eitriges Sekret ab. Je nach Schwere des Defektes ordnet der Tierarzt eine oberflächliche Abrasion an und verschreibt deiner Katze pflegende und schmerzstillende Augentropfen.

Bei tiefgehenden Hornhautgeschwüren schützt der Tierarzt das Auge deiner Katze mit einer Augenklappe. Sollte die Katze keine Augenklappe akzeptieren, ist eine Operation notwendig. Nach dem Eingriff muss deine Katze ruhen und sich erholen, zum Beispiel auf einem Korbsessel als Rückzugsort.

Durch Entspannung lindert die Katze ihre Schmerzen. Doch Vorsicht, starke Schmerzen und andere Symptome durch ein Glaukom darfst du nicht unterschätzen.

Glaukom bei Katzen – Schmerzen und Erblindung

Der grüne Star gehört zu den schmerzhaftesten Augenkrankheiten bei Katzen und endet meist der Erblindung der Samtpfote und zum Verlust des Augapfels. Bei Verdacht auf ein Glaukom solltest du deine Katze schnell dem Tierarzt vorstellen. Der Tierarzt untersucht das Kammerwasser, den Augeninnendruck und den Blutdruck deiner Katze, um die Krankheit zu diagnostizieren.

Eine Trübung im Auge deiner Katze muss kein Glaukom bedeuten, sondern kann auf einen Katarakt hinweisen.

Katarakte bei Katzen – der graue Star

Die Trübung der Linse bei geweiteter Pupille ist ein klares Anzeichen für einen Katarakt, auch \“grauer Star\“ genannt. Katarakte machen die weißlichen Anteile der Linse sichtbar, häufig erst im Erwachsenenalter und manchmal angeboren. Auch Augenverletzungen und Stoffwechselstörungen können Katarakte auslösen und den Augapfel entzünden.

Den Sehverlust durch den Katarakt muss der Tierarzt operativ beheben, da es keine Augentropfen gibt, die die Linse deiner Katze von der Trübung befreien.

FAQ zum Thema Augenkrankheiten bei Katzen

Wie sieht eine Augenentzündung bei Katzen aus?

Am Anfang einer Augenentzündung kneift die Katze die Augen stärker und öfter zu und blinzelt daraufhin auch viel häufiger. Danach tritt eine Schwellung auf. Soweit sollte man es aber am besten gar nicht kommen lassen, indem man rechtzeitig einen Tierarzt aufsucht.

Was kann man gegen entzündete Augen bei Katzen machen?

Erst einmal ist es wichtig die Augen frei zu halten und sie immer wieder zu säubern. Je nach Ursache kann sich für die Katze auch ein bestimmtes Antibiotikum eignen.

Kann man Augentropfen für Menschen auch für Katzen benutzen?

An sich ist dies möglich, wenn Du Dir sicher bist, dass Deine Katze die Augentropfen auch verträgt. Solltest Du Dir jedoch nicht sicher sein, ist es immer besser einen Tierarzt aufzusuchen.

Quellen

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