Welpen alleine lassen: Tipps & Tricks

Du hast einen neuen Welpen zu Hause und möchtest ihm beibringen, alleine zu sein? Er fängt aber jedes Mal an zu bellen, zu jaulen oder macht etwas in Deiner Wohnung kaputt, wenn Du weg bist? In diesem Beitrag haben wir die Lösung für Dich! Hier erfährst Du, wie Du Deinen Welpen so trainierst, dass Du ihn mit guten Gewissen alleine lassen kannst.

Trennungsängste von Welpen

Welpen alleine zu lassen kann schwierig sein. Denn bei Hunden handelt es sich um sehr soziale Tiere, die eigentlich nicht alleine sein möchten. Es widerspricht ihrer Natur, nicht den ganzen Tag in einer Gruppe zu sein, weshalb ihnen ausgeprägter Kontakt besonders wichtig ist.

Im Zusammenleben mit Menschen lässt sich dies jedoch kaum umsetzen. Hundehalter können nicht gewährleisten, dass ihr Vierbeiner rund um die Uhr Gesellschaft hat. Aus diesem Grund ist es wichtig, den kleinen Liebling langsam an das Alleinsein zu gewöhnen. Es erfordert eine Menge Training, aber nur so kannst Du sichergehen, dass Du auch mal für mehrere Stunden das Haus verlassen kannst, ohne dass Dein Hund total unter Stress steht.

Welpen kommen in der Regel in der 8.-12. Lebenswoche zu ihren Herrchen. Zu diesem Zeitpunkt werden sie also von ihrer Mutter und ihren Geschwistern getrennt. Dementsprechend ist es in dieser Zeit besonders wichtig, für den kleinen Vierbeiner da zu sein. Hundewelpen sollten in den ersten Lebenswochen immer Gesellschaft haben, damit sie die Trennung von ihrer Mutter und dem Rudel verarbeiten können. Gleichzeitig müssen sie sich an ihre neue Familie gewöhnen.

Erst ab der 15. Lebenswoche sollten Halter langsam damit beginnen, ihren Liebling an das Alleinsein zu gewöhnen. Beginnt man bereits vorher mit dem Training, kann das die Entwicklung des Welpen negativ beeinflussen.

Langsam anfangen

Die Gewöhnung Deines Welpen an das Alleinsein kann so individuell sein wie Dein Liebling selbst. Im ersten Schritt solltest Du beobachten, wie Dein Hund sich verhält, wenn Du den Raum verlässt. Manche Hunde bleiben ruhig auf ihrem Platz liegen, während andere sofort bellen oder unruhig werden. Wenn Du feststellst, dass Dein Welpe nervös wird, sobald er alleine ist, erfordert das Training viel Geduld und sollte nur Schritt für Schritt erfolgen.

Eine gute Übung für den Anfang ist es, den Raum, in dem Du Dich mit Deinem Liebling befindest, zu verlassen. Er sollte sich daran gewöhnen, dass es häufiger vorkommt, dass Du ihn in einem Raum zurücklässt, um beispielsweise ins Badezimmer zu gehen. Dies sollte für ihn ein selbstverständlicher Bestandteil eures Alltags werden.

Damit dies für Deinen Hund selbstverständlich werden kann, sollte das Verlassen des Raumes unauffällig passieren. Beachte Deinen Welpen nicht, bevor Du aus dem Zimmer gehst und nutze eine Situation, in der er beispielsweise durch ein Spielzeug abgelenkt ist. Genauso solltest Du danach auch wieder den Raum betreten. Auch, wenn Du das Bedürfnis hast, Deinen Welpen für sein gutes Verhalten zu loben, ist dies nicht förderlich für das Training.

Außerdem kannst Du versuchen, mehrmals unauffällig den Raum zu wechseln. Sobald Dein Liebling Dich bemerkt, wird er Dir natürlich folgen. Dann solltest Du ihm keine Aufmerksamkeit schenken, sondern weiter die Zimmer wechseln, bis er das Interesse daran verliert, Dir nachzulaufen.

Mit diesen Übungen wird Dein Welpe irgendwann akzeptieren, dass Du Dich in einem anderen Raum befindest. Wenn ihr an diesem Punkt des Trainings angelangt seid, könnt ihr die Übungen steigern.

Sich Schritt für Schritt steigern

Nach einem Raum solltest Du versuchen, die nächste Stufe zu wagen, indem Du die Wohnung verlässt. Lasse dafür Deinen Hund in einem Zimmer, das er gern hat, am besten dort, wo sein Körbchen steht. Einige Spielzeuge kannst Du ihm lassen, mit denen er alleine spielen kann. Hier gehst Du wieder schrittweise vor: Verlasse die Wohnung nur kurz und komme wieder, das wiederholst Du und verlängerst die Abstände.

Vermeide auch hier wieder Lob oder Beschimpfungen und ignoriere ihn. Dies kann sich negativ auf das Verhalten Deines Hundes auswirken, auch wenn es gut gemeint ist. Dein Welpe würde nur warten und sich nicht normal verhalten.

Um das Zeitgefühl Deines Hundes zu trainieren und am besten auf Deinen Alltag abzustimmen ist es sinnvoll, zu speziellen Uhrzeiten zu üben. Das betrifft z.B. Zeiten, an denen Du auf der Arbeit oder beim Sport bist.

3 wichtige Tipps im Überblick

  • Dein Hund sollte ausgelastet sein. So wird er in der Zeit, in der Du abwesend bist, eher ruhig sein und womöglich schlafen. Dennoch solltest Du nach dem Auspowern einen Moment warten, bevor Du gehst, um die entspannte Ruhe für Deinen Welpen aufrechtzuerhalten.
  • Verhalte Dich, soweit es geht, normal. Auch, wenn es anfangs schwierig ist, Deinen Welpen allein zu lassen, solltest Du ihm das Gefühl vermitteln, dass dies normal ist. Wenn Du ihn zu freudig begrüßt, kann das einen falschen Eindruck erwecken. Gleiches gilt für die Verabschiedung.
  • Es kann vorkommen, dass Dein Welpe, während er allein ist, anfängt, ein Chaos anzurichten. Dafür sollte er nicht bestraft werden, denn es handelt sich dabei um eine Art des Stressabbaus. Mit etwas Geduld und Training kannst Du ihm das allerdings abgewöhnen.

Geduld ist die Lösung

Wenn Du Deinen Welpen also an das Alleinsein gewöhnen möchtest, bring viel Zeit und Geduld mit. Es ist wichtig, keine Schritte zu überspringen, nur weil es einmal gut läuft. Denn das könnte dem Training schaden und Deinen bisherigen Fortschritt kaputt machen. Mit viel Geduld und Verständnis für Deine kleine Fellnase wird das Training positive Ergebnisse zeigen.

FAQ – Welpen alleine lassen

Ab wann kann ich meinen Welpen alleine lassen?

Empfohlen wird es, Welpen bis zur 15. Lebenswoche nicht alleine zu lassen.

Wie lange kann ich meinen Welpen alleine lassen?

Wie lange Du Deinen Welpen allein lassen kannst, kommt darauf an, in welcher Trainingsphase Du Dich befindest. Lasse ihn am Anfang nicht lange alleine, sondern erhöhe die Zeit Schritt für Schritt.

Wie bekomme ich meinen Welpen dazu, alleine zu bleiben?

Gewöhne Deinen Welpen in langsamen Schritten daran, alleine zu sein. Es benötigt Zeit und Geduld, einem Welpen das Alleinsein anzutrainieren. Es hilft anfangs sehr gut, ihn beispielsweise mit Spielzeug abzulenken.

Quellen

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