Wenn eine Katzenmutter ihre Jungen verstößt, nicht säugen lässt oder ein einzelnes Katzenbaby immer wieder aus dem Nest trägt, ist schnelles, aber besonnenes Handeln wichtig. Gerade neugeborene Kätzchen können ohne Wärme und Milch innerhalb kurzer Zeit stark geschwächt werden.
Dabei bedeutet nicht jede kurze Trennung automatisch, dass die Mutter ihr Junges tatsächlich verstößt. Katzenmütter verlassen ihren Wurf beispielsweise zum Fressen, Trinken oder für den Toilettengang. Problematisch wird es, wenn ein Kitten dauerhaft abseits liegt, nicht trinken darf, immer wieder weggeschoben wird oder deutlich schwächer als seine Geschwister wirkt.
In diesem Ratgeber erfährst Du, warum Katzenmütter ihre Jungen manchmal nicht versorgen, woran Du einen Notfall erkennst und was bei einer notwendigen Handaufzucht zu beachten ist.
Aus diesen Gründen verstoßen Katzenmütter ihre Jungen
Wenn eine Katzenmutter ein Jungtier nicht annimmt, gibt es dafür unterschiedliche mögliche Ursachen. Von außen lässt sich der genaue Grund nicht immer eindeutig erkennen. Deshalb sollte man nicht automatisch davon ausgehen, die Mutter „wisse“, dass ein bestimmtes Jungtier nicht überlebensfähig ist.
Mögliche Gründe sind unter anderem:
- Erkrankung oder starke Schwäche eines Katzenbabys,
- Unterkühlung des Jungtiers,
- angeborene Fehlbildungen oder Entwicklungsprobleme,
- ein sehr großer Wurf und Schwierigkeiten bei der Versorgung aller Kitten,
- zu geringe Milchproduktion,
- Schmerzen oder Erkrankungen der Mutterkatze,
- Entzündungen der Milchdrüsen,
- Probleme nach der Geburt,
- starker Stress oder eine ungeeignete Wurfumgebung,
- Unerfahrenheit einer sehr jungen Mutterkatze.
Manchmal betrifft das Problem nur ein Jungtier. In anderen Fällen kümmert sich die Katze um den gesamten Wurf nur unzureichend. Gerade dann sollte auch die Mutterkatze tierärztlich untersucht werden, denn eine Erkrankung der Mutter kann hinter dem veränderten Verhalten stecken.
Zu großer Wurf oder zu wenig Milch
Bei einem großen Wurf kann es vorkommen, dass nicht alle Katzenbabys gleichermaßen an die Zitzen gelangen oder ausreichend Milch aufnehmen. Das kleinste Kitten kann von kräftigeren Geschwistern verdrängt werden.
Das ist allerdings nicht dasselbe wie ein bewusstes „Aussortieren“ durch die Mutter. Deshalb solltest Du beobachten, ob jedes Jungtier regelmäßig saugt und sich normal entwickelt.
Eine kleine digitale Waage ist dabei sehr hilfreich. Werden die Kitten regelmäßig zur gleichen Tageszeit gewogen, lassen sich Entwicklungsprobleme oft früher erkennen als allein durch Anschauen.
Wenn ein Katzenbaby krank oder besonders schwach ist
Ein krankes, unterkühltes oder sehr schwaches Jungtier kann Schwierigkeiten haben, selbstständig eine Zitze zu erreichen und kräftig genug zu saugen. Es kann dadurch den Eindruck erwecken, die Mutter habe es verstoßen, obwohl das eigentliche Problem beim Gesundheitszustand des Babys liegt.
Auch Infektionen, angeborene Erkrankungen oder Fehlbildungen können zu Trinkschwäche führen. Ein auffällig schwaches Neugeborenes sollte deshalb nicht einfach nur zurück ins Nest gelegt und weiter beobachtet werden.
Besonders bei einem kalten, apathischen oder nicht trinkenden Kitten ist tierärztliche Hilfe wichtig.
Auch die Katzenmutter kann krank sein
Wenn eine Katzenmutter ihren gesamten Wurf plötzlich nicht mehr säugen möchte, können Schmerzen oder Erkrankungen eine Ursache sein.
Denkbar sind beispielsweise Probleme an den Milchdrüsen, Fieber, Schmerzen nach der Geburt oder andere Komplikationen im Zusammenhang mit Trächtigkeit und Geburt.
Warnzeichen bei der Mutter sind unter anderem:
- deutliche Teilnahmslosigkeit,
- Futterverweigerung,
- Fieber oder auffällig heißer Körper,
- schmerzhafte, harte oder stark gerötete Milchdrüsen,
- ungewöhnlicher oder übel riechender Ausfluss,
- starke Unruhe,
- Schmerzen,
- Zittern, Schwäche oder andere deutliche Verhaltensänderungen.
Bei solchen Symptomen sollte die Katze tierärztlich untersucht werden.
Stress kann die Betreuung des Wurfs beeinträchtigen
Eine frisch gebackene Katzenmutter benötigt einen ruhigen und geschützten Wurfplatz. Ständiger Besuch, andere Tiere, Lärm oder häufiges Umsetzen des Nestes können Stress verursachen.
Die Wurfkiste beziehungsweise das Nest sollte daher an einem ruhigen, warmen und zugluftfreien Ort stehen. Futter, Wasser und Katzentoilette sollten für die Mutter gut erreichbar sein, ohne unmittelbar im Nest zu stehen.
Verstößt die Katzenmutter ihre Babys wegen Menschengeruch?
Nein, normalerweise nicht. Die verbreitete Behauptung, eine Katzenmutter würde ihr Junges verstoßen, sobald ein Mensch es angefasst hat und es dadurch „nach Mensch riecht“, ist ein Mythos.
Das bedeutet allerdings nicht, dass neugeborene Katzen ständig hochgenommen und herumgereicht werden sollten. Unnötiges Handling kann die Mutter beunruhigen und die Kitten auskühlen.
Kurzes, notwendiges Anfassen zum Kontrollieren, Wiegen oder Versorgen eines Jungtiers führt jedoch nicht automatisch dazu, dass die Mutter es ablehnt.
So solltest Du Dich verhalten, wenn die Katzenmutter ein Junges verstößt
Wenn ein Neugeborenes außerhalb des Nestes liegt oder offensichtlich nicht trinken kann, solltest Du die Situation zunächst genau beurteilen. Einfach mehrere Stunden „gar nichts zu machen“ kann bei einem wirklich unversorgten Kitten gefährlich sein.
Prüfe insbesondere:
- Ist das Katzenbaby warm?
- Ist es aufmerksam und bewegt es sich?
- Sucht es nach einer Zitze?
- Lässt die Mutter das Baby trinken?
- Schiebt sie es gezielt immer wieder weg?
- Liegt es dauerhaft getrennt von den Geschwistern?
- Schreit es auffällig viel?
- nimmt es bei regelmäßigen Gewichtskontrollen zu?
Ein gesundes Neugeborenes verbringt viel Zeit mit Schlafen und Trinken. Dauerhaftes lautes Rufen, Kälte, Schwäche oder fehlende Gewichtsentwicklung können dagegen auf ein Problem hinweisen.
Darf man ein verstoßenes Kitten wieder zur Mutter legen?
Wenn das Jungtier warm und stabil ist und die Mutter ruhig reagiert, kannst Du versuchen, es vorsichtig wieder bei ihr beziehungsweise an einer freien Zitze zu platzieren.
Beobachte anschließend, was passiert. Säugt das Kitten und bleibt die Mutter entspannt, ist das ein gutes Zeichen.
Greift die Mutter das Jungtier dagegen an, schiebt es konsequent weg oder lässt es überhaupt nicht trinken, solltest Du es nicht immer wieder mit Gewalt unter ihr festhalten.
Wann ein Katzenbaby dringend zum Tierarzt muss
Neugeborene Katzen besitzen nur geringe Reserven. Ihr Gesundheitszustand kann sich daher wesentlich schneller verschlechtern als bei einer erwachsenen Katze.
Tierärztlicher Rat ist besonders wichtig, wenn ein Jungtier:
- nicht trinken kann oder will,
- ausgekühlt ist,
- sehr schwach oder teilnahmslos wirkt,
- ständig und auffällig schreit,
- nicht zunimmt oder Gewicht verliert,
- Atemprobleme zeigt,
- Milch aus der Nase austritt,
- Durchfall oder Erbrechen entwickelt,
- einen stark aufgeblähten Bauch hat,
- sichtbare Fehlbildungen oder Verletzungen besitzt.
Auch wenn die gesamte Katzenfamilie betroffen ist oder die Mutter plötzlich krank wirkt, sollte nicht nur das einzelne Kitten betrachtet werden.
Kann eine andere Katzenmutter das Junge aufnehmen?
Unter bestimmten Umständen kann eine säugende Katzenmutter ein fremdes Jungtier annehmen. Das wird als Ammenaufzucht bezeichnet und kann gegenüber einer vollständigen Handaufzucht Vorteile haben.
Eine Vergesellschaftung sollte jedoch nicht unüberlegt erfolgen. Alter und Größe der Jungtiere sollten möglichst zueinander passen, und vor allem darf durch ein fremdes Kitten keine Infektionskrankheit in einen gesunden Wurf eingeschleppt werden.
Eine mögliche Ammenaufzucht sollte deshalb mit einer Tierarztpraxis oder einer erfahrenen Tierschutz- beziehungsweise Katzenaufzuchtstelle abgestimmt werden.
Die Möglichkeit der Handaufzucht
Kann die Mutter ein Jungtier tatsächlich nicht versorgen und steht keine geeignete Amme zur Verfügung, kann eine Handaufzucht des Katzenbabys notwendig werden.
Das ist anspruchsvoll. Sehr junge Kitten benötigen rund um die Uhr Wärme, Nahrung, Gewichtskontrolle, Hygiene und Unterstützung bei der Ausscheidung.
Wenn Du noch nie ein neugeborenes Katzenbaby aufgezogen hast, solltest Du Dir möglichst früh Anleitung von einer Tierarztpraxis oder einer erfahrenen Pflegestelle holen.
Das Wichtigste zuerst: Ein kaltes Kitten nicht sofort füttern
Ein ausgekühltes Katzenbaby muss zunächst langsam und kontrolliert erwärmt werden. Ein stark unterkühltes Neugeborenes sollte nicht einfach mit Milch gefüttert werden.
Unterkühlung beeinträchtigt unter anderem Verdauung und Schluckreflex. Dadurch steigt bei unsachgemäßer Fütterung das Risiko von Komplikationen.
Wirkt das Kitten deutlich kalt, schwach oder apathisch, solltest Du tierärztlichen Rat einholen.
Welche Milch bekommt ein verstoßenes Katzenbaby?
Für die Handaufzucht benötigst Du eine speziell für Katzenbabys entwickelte Milchersatznahrung. Sie wird häufig als Katzenaufzuchtmilch oder Kitten Milk Replacer angeboten.
Normale Kuhmilch ist kein geeigneter Ersatz für Katzenmilch. Ihre Nährstoffzusammensetzung passt nicht zum Bedarf eines neugeborenen Kätzchens und sie kann Verdauungsprobleme verursachen.
Bereite die Aufzuchtmilch genau nach Herstellerangabe zu. Zu konzentrierte oder zu stark verdünnte Mischungen können ebenfalls problematisch sein.
Wie oft muss ein Katzenbaby gefüttert werden?
Neugeborene Kitten benötigen sehr häufig kleine Mahlzeiten – auch nachts. In der ersten Lebensphase können Fütterungsabstände von ungefähr zwei bis wenigen Stunden notwendig sein.
Die genaue Menge und Häufigkeit richtet sich nach Alter, Gewicht, Gesundheitszustand und verwendetem Milchersatz. Halte Dich deshalb an die Herstellerangaben der Aufzuchtmilch und lass Dir bei einem sehr jungen oder geschwächten Kitten einen individuellen Fütterungsplan von der Tierarztpraxis erstellen.
Wie wird ein Katzenbaby mit der Flasche gefüttert?
Die richtige Körperhaltung ist entscheidend. Ein Katzenbaby sollte beim Füttern mit dem Bauch nach unten liegen – ähnlich wie beim natürlichen Saugen an der Mutter.
Füttere ein Kitten niemals wie ein menschliches Baby auf dem Rücken. Dabei kann Milch leichter in die Atemwege gelangen.
Auch die alte Empfehlung, ein Katzenbaby „im Sitzen“ zu füttern, ist nicht optimal. Die natürliche bäuchlings beziehungsweise brustgestützte Position ist sicherer.
Die Milch sollte angenehm warm und entsprechend den Herstellerhinweisen zubereitet sein. Prüfe vor jeder Fütterung außerdem Sauger und Durchfluss.
Milch niemals mit Druck in den Mund spritzen
Das Katzenbaby sollte möglichst selbst am geeigneten Sauger trinken. Wird Milch mit zu viel Druck aus Flasche oder Spritze in den Mund gegeben, kann sie in die Atemwege gelangen.
Tritt Milch aus der Nase aus, hustet das Kitten oder bekommt es Atemprobleme, solltest Du die Fütterung sofort stoppen und tierärztlichen Rat einholen.
Wie viel Milch braucht ein Katzenbaby?
Eine pauschale Milliliterangabe für jedes Katzenbaby wäre riskant. Die benötigte Menge hängt unter anderem vom Körpergewicht und von der Energiedichte des verwendeten Milchersatzprodukts ab.
Verwende deshalb die Dosiertabelle des Herstellers und kontrolliere die Gewichtsentwicklung. Überfütterung kann ebenso problematisch sein wie eine zu geringe Futtermenge.
Katzenbaby täglich wiegen
Bei einer Handaufzucht gehört eine grammgenaue digitale Waage zur wichtigsten Grundausstattung. Wiege das Kitten regelmäßig unter möglichst vergleichbaren Bedingungen und dokumentiere die Werte.
Die Entwicklung über mehrere Messungen ist aussagekräftiger als ein einzelner Wert. Bleibt eine Gewichtszunahme aus oder verliert das Jungtier Gewicht, sollte die Ursache abgeklärt werden.
Verdauung anregen: Kitten brauchen Unterstützung
Sehr junge Katzenbabys können Urin und Kot zunächst nicht zuverlässig selbstständig absetzen. Normalerweise stimuliert die Mutter den Genital- und Analbereich durch Lecken.
Bei einer Handaufzucht musst Du diese Aufgabe übernehmen. Nach den Mahlzeiten kann der Bereich vorsichtig mit einem weichen, warm angefeuchteten Tuch oder Wattepad stimuliert werden.
Eine kräftige Bauchmassage ist dagegen nicht erforderlich und kann unangenehm sein. Entscheidend ist die sanfte Stimulation des Bereichs unterhalb des Schwanzes.
Mit zunehmendem Alter beginnen die Kitten selbstständig auszuscheiden. Dann kann schrittweise eine flache Katzentoilette angeboten werden.
Braucht ein Katzenbaby eine Wärmelampe?
Neugeborene Kitten können ihre Körpertemperatur noch nicht ausreichend selbst regulieren und benötigen deshalb eine warme Umgebung. Eine Wärmelampe ist jedoch nicht automatisch die beste oder sicherste Lösung.
Wärmelampen können punktuell sehr hohe Temperaturen erzeugen und zu Überhitzung oder Verbrennungen führen. Alternativ können kontrollierbare Wärmequellen eingesetzt werden, die so gesichert sind, dass das Kitten keinen direkten Kontakt mit einer heißen Oberfläche hat.
Besonders wichtig ist ein Temperaturgefälle: Das Katzenbaby sollte die Möglichkeit haben, sich von der Wärmequelle wegzubewegen, wenn es zu warm wird.
Das Nest für ein verstoßenes Katzenbaby
Ein kleiner geschützter Bereich ist für ein einzelnes Handaufzucht-Kitten meist geeigneter als eine große offene Box. Der Untergrund sollte sauber, trocken, weich und gleichzeitig rutschfest sein.
Lose Fäden, tiefe Spalten oder dicke Deckenfalten können für ein winziges Jungtier problematisch sein. Die Unterlagen sollten deshalb glatt liegen und regelmäßig gewechselt werden.
Mit der Zahnbürste die Katzenmutter imitieren?
Eine sehr weiche Zahnbürste wird manchmal genutzt, um bei Handaufzuchten sanfte putzende Bewegungen der Mutter nachzuahmen. Notwendig für das Überleben des Kitten ist diese Methode jedoch nicht.
Wesentlich wichtiger sind Wärme, ausreichende Nahrungsaufnahme, Gewichtskontrolle, Hygiene und die Unterstützung bei der Ausscheidung.
Hygiene bei der Handaufzucht
Neugeborene Katzen sind besonders empfindlich gegenüber Infektionen. Flasche, Sauger und andere Fütterungsutensilien müssen deshalb sorgfältig gereinigt werden.
Bereite Milchersatz hygienisch und entsprechend den Herstellerangaben zu. Bereits angerührte Milch sollte nicht über längere Zeit ungekühlt stehen bleiben.
Auch die Unterlagen im Nest sollten sofort gewechselt werden, wenn sie nass oder stark verschmutzt sind.
Handaufzucht ist keine Garantie fürs Überleben
Die Aussage, ein verstoßenes Kitten habe bei Handaufzucht grundsätzlich eine „große Chance zu überleben“, ist zu pauschal. Die Prognose hängt entscheidend davon ab, warum die Mutter das Katzenbaby nicht versorgt.
Ein gesundes, lediglich verwaistes Jungtier hat andere Voraussetzungen als ein Kitten mit angeborener Erkrankung, Infektion, schwerer Unterkühlung oder Geburtskomplikationen.
Je früher eine gesundheitliche Ursache erkannt und fachgerecht behandelt wird, desto besser können die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufzucht sein.
Was Du für eine Handaufzucht brauchst
- spezielle Katzenaufzuchtmilch,
- geeignete Kittenflasche und passende Sauger,
- digitale Feinwaage,
- kontrollierbare sichere Wärmequelle,
- Thermometer für den Nestbereich,
- weiche waschbare Unterlagen,
- warme feuchte Wattepads oder weiche Tücher zur Ausscheidungsstimulation,
- Dokumentation für Gewicht und Fütterungen,
- Kontakt zu einer Tierarztpraxis.
FAQ: Wenn Katzenmütter ihre Jungen verstoßen
Warum verstößt eine Katzenmutter eines ihrer Jungen?
Verstößt eine Katzenmutter ihr Baby, wenn ein Mensch es angefasst hat?
Sollte ich ein verstoßenes Katzenbaby erst einmal in Ruhe lassen?
Kann ich das Katzenbaby wieder zur Mutter legen?
Was bekommt ein verstoßenes Katzenbaby zu trinken?
Wie füttert man ein Katzenbaby richtig?
Darf man ein ausgekühltes Katzenbaby sofort füttern?
Wie oft muss ein neugeborenes Katzenbaby gefüttert werden?
Muss man bei einem Katzenbaby die Verdauung anregen?
Braucht ein verstoßenes Katzenbaby eine Wärmelampe?
Kann eine andere Katzenmutter ein fremdes Kitten annehmen?
Wann muss ein verstoßenes Katzenbaby zum Tierarzt?
Fazit
Wenn eine Katzenmutter ihre Jungen verstößt, steckt dahinter nicht automatisch ein bewusstes „Aussortieren“ des Nachwuchses. Erkrankungen oder Schwäche eines Kitten, Probleme bei der Mutter, ein großer Wurf oder Stress können dazu führen, dass ein Jungtier nicht ausreichend versorgt wird.
Wichtig ist, nicht vorschnell einzugreifen, aber ebenso wenig ein kaltes oder nicht trinkendes Neugeborenes stundenlang sich selbst zu überlassen. Kontrolliere Wärme, Trinkverhalten und Gewichtsentwicklung und hole bei Auffälligkeiten frühzeitig tierärztlichen Rat ein.
Ist eine Versorgung durch die Mutter nicht möglich, können eine geeignete Ammenkatze oder eine fachgerecht durchgeführte Handaufzucht dem Katzenbaby eine Chance geben. Gerade bei Neugeborenen ist professionelle Unterstützung dabei besonders wertvoll.