Herzwurmbefall bei Hunden – Das ist zu tun

Da der Herzwurm zumeist im Mittelmeerraum vorkommt, fällt er unter die sogenannten Mittelmeerkrankheiten. Hunde, die sich in dieser Gegend aufhalten, sollten also besonders geschützt werden. Herzwürmer sind potenziell lebensbedrohlich. In diesem Artikel erfährst Du

  • was der Herzwurm überhaupt ist
  • welche Symptome es gibt
  • wie der Herzwurm diagnostiziert wird
  • was gegen den Herzwurm hilft
  • wie man vorbeugen kann
  • wie die Ansteckung abläuft

Was sind Herzwürmer?

Bei Herzwürmern, auch Dirofilaria immitis genannt, handelt es sich um Fadenwürmer, die von Stechmücken übertragen werden. Die Larven der Herzwürmer werden durch den Stich der Stechmücke übertragen und siedeln sich in den Blutgefäßen, Organen und in der Muskulatur des Hundes an. Mit Vorliebe befallen sie die rechte Herzkammer und die Lungenarterien. Ausgewachsene Herzwürmer können bis zu 30 Zentimeter groß werden. Die ausgewachsenen Herzwürmer legen weitere Larven im Hund ab, die dann im Blutkreislauf zirkulieren und durch den Stich einer Stechmücke aufgenommen und an andere Hunde weiter getragen werden.

Wie machen sich Herzwürmer beim Hund bemerkbar?

Die Symptome von Herzwürmern sind schwer von denen anderer Krankheiten zu unterscheiden. Auf einen Befall mit Herzwürmern können

  • Husten
  • Trägheit oder Abgeschlagenheit
  • wenig Appetit
  • Gewichtsverlust
  • Blut im Urin
  • Atemnot
  • Ohnmachtsanfälle
  • beschleunigter Herzschlag

hindeuten.

Herzwürmer kommen zumeist im Mittelmeerraum vor. Doch wurden Herzwürmer auch schon in Afrika, Amerika, Australien, Südostasien und im Nahen Osten nachgewiesen. In Deutschland gab es bisher noch keinen Fall einer Ansteckung innerhalb des Landes. Die größte Verbreitung gibt es in den Ländern

  • Spanien
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Südfrankreich
  • Italien
  • Tschechische Republik
  • Griechenland.

Wie werden Herzwürmer diagnostiziert?

Hast Du den Verdacht, dass Dein Hund an Herzwürmer leidet und hat er sich vor kurzem in einem Risikogebiet aufgehalten, solltest Du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Der Tierarzt hört zunächst Herz und Lunge ab und nimmt dem Hund Blut ab. Spezifische Bluttests können sowohl Antigene als auch Herzwürmer selbst nachweisen. Das Ausmaß und die Verbreitung des Herzwurms kann eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung zeigen.

Was hilft gegen Herzwürmer?

Werden die Herzwürmer in einem frühen Stadium fest gestellt und ist der Hund noch nicht zu stark befallen, hat er gute Überlebenschancen. Jedoch ist die Behandlung komplex und nicht frei von Risiken. Der Hund bekommt ein spezielles Entwurmungsmittel, das sowohl die Larven als auch die erwachsenen Herzwürmer abtötet. Bei einem starken Befall kann das Abtöten das Verstopfen der Blutgefäße zur Folge haben.

Durch das große Absterben der Herzwürmer kann der Hund außerdem einen anaphylaktischer Schock Erleiden. Um das Risiko eines anaphylaktischer Schocks möglichst gering zu halten, bekommt der Hund weitere Medikamente. Um die Thrombosegefahr zu senken, darf der Hund sich während der Behandlung nicht anstrengen. Es sind nur ruhige Spaziergänge an der Leine erlaubt, Spielen sollte dem Hund strikt untersagt werden.

Ist der Befall mit Herzwürmern zu groß und Herz und Lunge sind bereits stark befallen, so muss der Hund operiert werden. Die Operation findet in einer auf Herzwürmer spezialisierten Tierklinik statt.

Was kann man zur Vorbeugung tun?

Gegen Herzwürmer gibt es keine Medikamente und auch keine Impfung. Der sicherste Schutz ist es, nicht in Risikogebiete zu reisen. Sollte es sich dennoch nicht vermeiden lassen, gilt es, folgendes zu beachten:

  • verwende Insektenschutz
  • vermeide Spaziergänge bei Sonnenuntergang, da nun vermehrt Stechmücken auftauchen
  • Türen und Fenster sollten tagsüber geschlossen sein
  • der Hund sollte nicht draußen schlafen
  • nach der Rückkehr solltest Du Deinem Hund unbedingt eine Wurmkur verabreichen

Wie kann man sich mit Herzwürmern anstecken?

Ein Hund, der Herzwürmer hat, kann diese nicht an andere Hunde übertragen. Eine Übertragung findet ausschließlich mittels Zwischenwirt, also der Stechmücke, statt. Menschen können durch die Stechmücke auch von den Larven befallen werden, sind jedoch Fehlwirte, das heißt, die Larven können sich im menschlichen Körper nicht entwickeln und sterben ab.

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