Größe:                                    ca. 29 cm

Gewicht:                                ca. 60 g

Farben:                                   von Natur aus Grün

Züchtungen in Gelb, Weiß, Blau

Herkunftsland:                       Neuseeland

Lebensdauer:                         bis zu 15 Jahre

Lateinischer Name:               Cyanoramphus novaezelandiae

Gehörend zur Familie der:    eigentliche Papageien

Ziegensittich / © 123RF farinosa

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Käfig

Von einer Käfighaltung eines Ziegensittichs sollte Abstand gehalten werden. Die Tiere sind so lebhaft und benötigen jede Menge Platz, um sich auszutoben. Es ist zwar möglich, sie in einem sehr großen Käfig zu halten. Allerdings sollte den ganzen Tag über Freiflug gewährleistet sein, damit sich der Ziegensittich optimal austoben kann. Vorzuziehen ist eine große Voliere oder Außenvoliere. Das Mindestmaß sollte Folgendes hergeben:

  • 2 Meter Länge
  • 1 Meter Breite
  • 2 Meter Höhe

Damit die niedlichen Gesellen auch die kalte Jahreszeit gut überstehen können, ist es wichtig, einen frostfreien Bereich einzurichten. Die Ziegensittiche unterscheiden sich deutlich von anderen Vogelarten. Folgende Dinge stehen für den Ziegensittich:

  • Sehr lebhaft
  • Fliegen sehr schnell
  • Laufen viel umher
  • Klettern sehr viel und schnell

Ein Ziegensittich benötigt sehr viele Klettermöglichkeiten, die Sie ihm bieten sollten. Unter anderem bieten sich Seile und Leitern an. Ebenfalls bietet sich ein Vogelbaum und Kletterspielzeug an. Genügend Flugmöglichkeiten müssen die flinken Flieger zur Verfügung haben. Sie zählen zu den guten und vor allem schnellen Fliegern.

 

Ernährung

Dem Ziegensittich sollte ausreichend Abwechslung am Futternapf geboten werden. Das Hauptfutter des niedlichen Gesellen besteht aus einem guten Mix Großsittichfutter. Eine solche Mischung sollte Sonnenblumenkerne und Hirse (verschiedene Sorten) beinhalten. Damit der Ziegensittich mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt wird, sollten ebenfalls Gemüse und Obst auf dem Speiseplan stehen.

Hauptfutter Weitere Bestandteile
Sonnenblumenkerne Keimfutter
Hirse Obst
Vorzugsweise rote Kolbenhirse Gemüse
Beeren der Eberesche

Es sollte eben auf eine gute Mischung und Abwechslung großer Wert gelegt werden. Ein weiteres Highlight für die gefiederten Freunde sind frische Zweige versehen mit Blüten und Fruchtansätzen oder bereits reifen Früchten. Auch Weiden mit Kätzchen daran werden von den Ziegensittichen sehr gerne benagt. Selbstverständlich gehört auch frisches Wasser dazu. Jeden Tag sollte der Ziegensittich mit frischem Wasser versorgt werden.

Bemerken Sie, dass Ihr Ziegensittich schlapp und krank wirkt, ist der Gang zum Tierarzt die wohl beste Wahl. Der Tierarzt schaut, was dem Tier fehlt. Eventuell müssen wichtige Vitamine, Mineralien und Zusatzstoffe zugeführt werden.

Zu beachten ist, dass bei dem Ziegensittich der Stoffwechsel doch sehr schnell gestaltet ist. Deshalb müssen die kleinen Flieger viel mehr Nahrung zu sich nehmen. Sie sollten also entweder gleich reichlich Futter zur Verfügung stellen, oder zumindest zwischenzeitlich schauen, ob Nachschub notwendig ist.

Ziegensittich / © 123 RF farinosa

Ziegensittich / © 123 RF farinosa

 

Haltung

Die Ziegensittiche sollten nicht alleine gehalten werden, auch wenn es den Anschein macht, dass sie lieber alleine ihr Reich haben möchten. Sie brauchen keine körperliche Zuneigung, halten sich trotzdem immer in der Nähe des Partners auf. Bei alleiniger Haltung würde das Tier schnell vereinsamen. Die Anschaffung eines Paares ist daher unausweichlich.

Ziegensittiche sind generell sehr neugierig und erforschen jeden Ritz und jedes Eckchen. Von daher sollte das Zimmer oder die Voliere, vogelsicher gemacht werden. Dem gefiederten Freund soll ja schließlich nichts passieren. Stromkabel und dergleichen haben in einem Ziegensittich-Zimmer nichts zu suchen. Diese sollten vorzugsweise in der Wand verschwinden oder mittels Kabelkanal versteckt werden.

Um ein unkontrolliertes Nagen an Möbeln, Tapeten und anderen Dingen im Zimmer zu vermeiden, sollten stets frische Zweige zur Verfügung stehen. So kann der Ziegensittich seiner Leidenschaft nachgehen und knabbern, was das Zeug hält.

Nicht selten kommt es vor, dass die Halter der Ziegensittiche die Tiere suchen müssen, da sie wieder in die hinterletzte Ecke gekrochen sind. Übrigens liebt der Ziegensittich Korkrinde und Kartons. Unter anderem kann es sogar passieren, dass der Ziegensittich darin schläft.

Ein Ziegensittich sollte immer die Möglichkeit haben, den Käfig zu verlassen und Runden zu fliegen. Die Käfigtüre sollte also unbedingt immer geöffnet bleiben. Denn nur so kann sich der Vogel frei entfalten und selber entscheiden, wann er in seinem Käfig sein möchte, und wann nicht.

Ziegensittich / © 123RF farinosa

Ziegensittich / © 123RF farinosa

Die niedlichen Flieger baden auch ganz gerne. Sie sollten ihm daher stets ein Schälchen mit Wasser auf den Käfigboden stellen. Aufgrund der Neugierde und des Triebs wird es auch nicht lange auf sich warten lassen, bis der Ziegensittich die Wasserschale als Badeplatz annimmt.

Die die Ziegensittiche doch sehr neugierig sind, werden sie auch schnell zutraulich und zahm. Selbst dann, wenn zwei Ziegensittiche gehalten werden, sollte es kein Problem sein, die Tiere zu zähmen. Sie können damit rechnen, dass die Tiere Ihnen bereits nach kurzer Zeit förmlich aus der Hand fressen. Auch das Nachsprechen von Wörtern ist für die meisten Sittiche dieser Art kein Problem.

Ein Ziegensittich ist kein Selbstläufer, der mal so nebenher gehalten wird. Sie müssen sich schon um ihn kümmern, frisches Wasser aufstellen, genügend Futter zur Verfügung stellen und sich mit ihm beschäftigen. Das gilt natürlich auch dann, wenn Sie mehrere Ziegensittiche halten.

Praktischerweise können Ziegensittiche auch mit anderen Sitticharten zusammengehalten werden. Besonders gute tägliche Gesellen für den Ziegensittich sind die Nymphensittiche und Wellensittiche. Gerade am Anfang, wenn Tiere vergesellschaftet werden sollen, sollten Sie unbedingt aufpassen. Einige Ziegensittiche haben ein dominantes Wesen, die sich mit anderen Tieren nicht vertragen. Wichtig ist, dass genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind. Abtrennungsmöglichkeiten sollten ebenfalls bestehen, um Kampfhähne zu separieren. Auch während der Brutzeit ist eine Abtrennungsmöglichkeit Pflicht.

 

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