Größe:                                    15 – 20 cm

Gewicht:                                30 – 40 g

Farben:                                   von Natur aus Grün

Züchtungen in Gelb, Gelb/Grün, Weiß, Grau, Blau

Herkunftsland:                       Australien

Lebensdauer:                         5 – 10 Jahre

Lateinischer Name:               Melopsittacus undulatus

Gehörend zur Familie der:    Eigentlichen Papageien

Wellensittich / © 123 RF boyenigma

Wellensittich / © 123 RF boyenigma

Käfig

Wellensittiche brauchen viel Freiraum und Platz. Doch nicht in jeder Wohnung kann dem gefiederten Freund ein separates Zimmer oder eine Voliere zur Verfügung gestellt werden. Bei dem Käfigkauf müssen einige Punkte beachtet werden. Hinsichtlich der Mindestmaße für den Käfig streiten sich die Gemüter. Einige Experten meinen, dass ein Käfig der Größe 70 cm x 40 cm x 50 cm (Länge, Breite, Höhe) für ein Wellensittich-Pärchen ausreicht. Andere Wellensittich-Spezialisten geben eine Länge von 120 cm als Mindestmaß vor. In der Breite sollte dann der Käfig 50 cm messen und die Höhe wird mit 80 cm empfohlen. Grundsätzlich gilt für den Wellensittich-Käfig, je größer umso besser. Der Käfig stellt für den gefiederten Freund nicht nur einen sicheren Zufluchtsort dar. Er ist gleichzeitig:

  • Schlafplatz
  • Essplatz
  • Spielplatz

Aus dem Grund sollte der Käfig auch entsprechend ausgestattet sein. Es sollte mindestens eine Türe nach unten geöffnet werden können, um eine sichere Landefläche bieten zu können. Die Bodenwanne sollte vorzugsweise aus Kunststoff bestehen, damit sich die Reinigung besonders leicht gestaltet. Schubladen zum Ausziehen ermöglichen einen schnellen Sandwechsel. Futter- und Wassernäpfe sollten entsprechend im Käfig angeordnet werden, damit der Inhalt von den Wellensittichen nicht zu schnell verschmutzt wird.

Ganz wichtig ist es, die mitgelieferten Sitzstangen im Käfig auszutauschen. Meistens sind es Rundstangen, die zur Verfügung gestellt werden. Noch schlimmer ist es, wenn Kunststoffstangen im Käfig angebracht sind. Vorzugsweise sollten natürliche Zweige verwendet werden, damit der Wellensittich verschiedene Aststärken zum Greifen zur Verfügung hat. Ansonsten leiden die Füße über kurz oder lang unter den gleichen Belastungen. Außerdem dienen natürliche Sitzstangen als Knabberobjekt. Deswegen ist es wichtig, nur ungiftige und ungespritzte Hölzer zu verwenden. Vorzugsweise eignen sich:

  • Obstbäume
  • Haselnuss
  • Buche
  • Ahorn aus dem heimischen Garten

Als mögliches Spielzeug können Wellensittichen Glöckchen, Leitern, Kletterringe, Schaukeln und Ähnliches angeboten werden. Auf Spiegel und Plastikvögel sollte zwingend verzichtet werden. Bevor Spielzeug angebracht wird, sollte dieses im Vorfeld auf Verletzungsgefahr überprüft werden. Bei Baumwollseilen kann es beispielsweise passieren, dass lose Enden vorhanden sind und sich die Wellensittiche mit den Krallen darin verfangen könnten.

Wellensittich / © 123 RF Kiril Matanov

Wellensittich / © 123 RF Kiril Matanov

Ernährung

Den Wellensittichen sollte grundsätzlich eine ausgewogene, gesunde und abwechslungsreiche Nahrung angeboten werden. Die richtige Ernährung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein langes und glückliches Vogelleben. Hauptsächlich ernähren sich Wellensittiche aus Sämereien. Zusätzlich zu den Sämereien sollte täglich weitere Futterbestandteile und unter Umständen auch Futterzusätze angeboten werden.

Futterbestandteile Futterzusätze
Frisches Obst (unbehandelt) Grit
Frisches Gemüse (unbehandelt) Mineralsteine
Verschiedene Kräuter Heilerde
Spitzwegerich Vitaminpräparate

So freut sich der gefiederte Freund über jede Menge Abwechslung auf dem Speiseplan und wird außerdem mit allen erforderlichen und wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen versorgt. Futterzusätze sind nicht unbedingt immer notwendig. Doch gerade während der Mauser liegt der Mineralbedarf höher als normal. Gurke enthält beispielsweise wichtige Mineralien, die sich als besonders förderlich herausstellt. Werden genügend Mineralien und Vitamine zugeführt, so können in den meisten Fällen Mangelerscheinungen verhindert werden.

Sind die Wellis besonders schlapp, sollte man den Tierarzt um Rat fragen und sich beispielsweise die in der Tabelle aufgelisteten Zusatzstoffe geben lassen. Grit, Mineralsteine und Heilerde bieten dem Wellensittich eine gute Versorgung mit wichtigen Mineralien. Werden dem Wellensittich Vitaminpräparate gegeben, so sollten diese kein Vitamin K3 (als krebserregend eingestuft) enthalten.

Fruchtsäfte (ohne Konservierungsstoffe und ungezuckert) können bei Bedarf unter das Wasser gemischt werden. Auch die Gabe von etwas Bierhefe zum eigentlichen Futter (alle zwei Wochen) ist eine gute Wahl. So wird der Wellensittich mit B-Vitaminen versorgt.

Obwohl Wellensittiche nur wenig Wasser trinken, sollte stets frisches Wasser angeboten werden.. So können die gefiederten Freunde selber entscheiden, wann sie Wasser trinken möchten. Wichtig ist natürlich auch, dass das Wasser jeden Tag gewechselt wird. So wird gewährleistet, dass Wellensittiche stets sauberes Wasser zu sich nehmen können.

Wellensittichpärchen / © 123RF Duncan Noakes

Wellensittichpärchen / © 123RF Duncan Noakes

Haltung

Wellensittiche zählen zu den Schwarmtieren. Von daher ist eine Einzelhaltung absolut tabu. Mindestens zwei Wellensittiche müssen zusammenleben, damit sie sich auch wohlfühlen. Wellensittiche leben in der Heimat Australien in Schwärmen mit einer Anzahl zwischen 20 und 100 Vögeln zusammen. Als Haustier hat er sich daran gewöhnt, nicht diese Menge um sich herum zu haben. Ein Wellensittich kann aber nie alleine sein. Menschen können eine 24-stündige Bespaßung nicht gewährleisten. Deshalb ist es wichtig, immer zwei Artgenossen zu halten. Die geselligen Tiere brauchen Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Leben die Tiere alleine, so treten unter Umständen folgende Erscheinungen auf:

  • zeigen Verhaltensstörungen
  • können ihre soziale Verhaltensweise nicht ausüben

Wellensittichen sollte immer genügend Freiflug geboten werden. Vorzugsweise sollte die Käfigtüre immer geöffnet sein, damit der Wellensittich selber entscheiden kann, wann fliegen und wann er wieder in den Käfig zurückkehren möchte. Der Freiflug ist wichtig damit sich:

  • die Muskulatur kräftigt
  • der Wellensittich agiler bleibt
  • die Gesundheit des Wellis gefördert wird

Um einen Wellensittich zu zähmen, bedarf es jede Menge Geduld, Zusammensein und Zuneigung. Haben Wellensittiche einmal erst Vertrauen zum Menschen aufgebaut, wird er auch keine Angst mehr haben, sich auf die ausgestreckte Hand zu setzen. Grundsätzlich sollte oft mit Wellensittichen geredet werden, um die gefiederten Gesellen für sich zu gewinnen.

Wellensittiche können auch zusammen mit anderen Vogelarten gehalten werden. Artverwandte Papageien bieten sich als vortreffliche Gesellschaft an. Hierzu zählen Nymphensittiche und Grassittiche an. Größere Papageien, Zebrafinken, Kanarienvögel und Spitzschnäbler hingegen sind ungeeignet.

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