Noch vor wenigen Jahren war eine Ratte als Haustier sehr unerwünscht. Es hieß, sie übertragen sehr viele Krankheiten, sind heimtückisch, und stinken. Wer möchte da schon eine Ratte als Haustier haben?
Zum Glück wissen wir heute, dass diese Aussagen alle Quatsch sind. Wir zeigen dir, was man alles zu tun hat, wenn man eine Ratte als Haustier hält.

Tipps für die Haltung

Die Haltung von Ratten ist nicht sehr kompliziert, jedoch muss trotzdem eine Reihe von Punkten beachtet werden, damit sich deine Ratten wohl fühlen.
Eine Ratte braucht Artgenossen
Da Ratten sehr soziale Tiere sind, vereinsamen sie schnell, wenn man sie alleine in einem Käfig hält. Wie auch wir Menschen, können Ratten depressiv und auch psychisch krank werden, wenn sie sich alleine fühlen. Daher sollten Ratten unbedingt mit Artgenossen gehalten werden, vor allem, wenn du dich nicht rund um die Uhr um dein Tier kümmern kannst.

Die Gesundheit deiner Ratte – Achte auf Warnzeichen!

Die Lebensdauer von Ratten beträgt circa 2 bis 3 Jahren. Besonders am Ende ihrer Lebensspanne werden Ratten häufig krank. Sehr oft treten dann Ohrprobleme, Atemwegserkrankungen und Tumore auf. Achte deshalb sehr auf Verhaltensveränderungen deines Tieres. Auch Schnarchen kann ein Anzeichen auf eine Krankheit sein.

Freiheit

Oft werden Ratten aus praktischen Gründen im Käfig gehalten. Allerdings sollten die Tiere mindestens einmal am Tag ihrem natürlichen Erkundungsdrang nachkommen und den Käfig verlassen dürfen. Am besten richtest du eine Ecke im Wohnzimmer ein, in der sich deine Ratten austoben können. Achtung: Farbratten knabbern gerne auch Möbelstücke an. Achte also darauf, deine Wohnung „Rattensicher“ zu machen, bevor du deine Ratten in der Wohnung ihre Freiheit lässt.

Wie sieht der perfekte Rattenkäfig aus?

Ein Rattenkäfig sollte für zwei bis vier Tiere ein Fassungsvermögen von etwa 220 Litern haben. In Maßen ist das ein Käfig mit 70cm (Länge) x 40 cm (Breite) x 80cm (Höhe). Im Rattenkäfig sollten immer ausreichend Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein. Ein Laufrad hat in einem Rattenkäfig allerdings nichts zu suchen, denn Ratten sind keine Hamster. Mögliche Folgen hierfür können Verletzungen und schwerwiegende Rückenschäden sein.

Wo sollte der Rattenkäfig stehen?

Wenn es darum geht, einen geeigneten Platz für deinen Rattenkäfig zu finden solltest du dich an folgende Punkte halten.
– Nicht unmittelbar vor der Heizung
– Nicht im Durchzug
– Vor Sonnenlicht schützen.
Tipp: Wenn Ratten spielen, ist das nicht gerade leise. Wenn du nachts also ungestört schlafen möchtest, solltest du deinen Rattenkäfig besser nicht ins Schlafzimmer stellen.

Eine Ratte als Haustier kaufen

Um eine Ratte zu kaufen, hast du viele Möglichkeiten. Neben dem Zoofachhandel bieten auch private Züchter Ratten zum Verkauf an. Du solltest aber schon vor dem Kauf darauf achten, ob die Tiere artgerecht gehalten werden und gesund sind. Eine gute Alternative ist auch der Gang zum nächsten Tierheim. Dort warten bestimmt eine Menge Ratten auf ein liebevolles, neues zu Hause.

5 Fakten über Ratte

1)Ratten schmusen gerne
Wenn man an ein Kuschelbedürftiges Haustier denkt, hat man vor allem Hunde und Katzen im Gedächtnis. Doch auch Ratten sind sehr verschmust. Ratten sind sehr soziale Tiere und bestehen auf eine Regelmäßige Kuscheleinheit von ihrem Besitzer, den sie auch sehr schnell als Teil ihres Rudels ansehen.

2)Ratten lieben Abenteuer
Während andere Tiere sich zufrieden geben, wenn ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden, kommt bei den Ratten schnell Lageweile auf. Wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, erkunden sie gerne jeden Winkel in der Wohnung.

3)Ratten sind intelligent
Ratten benötigen kein Spielzeug um ihren Abenteuerdrang zu befriedigen, auch mit ihrem Besitzer spielen sie für ihr Lebe gerne. Du kannst zum Beispiel einen kleinen Parcours aus Alltagsgegenständen bauen. Aber auch das Erlernen von Kunststücken fordert und fördert deine Ratten. Ratten können sich sehr gut Bewegungsabläufe ihres Besitzers merken. So kann nach ein paar Trainingseinheiten aus kleinen Kunststücken ein Tanz herauskommen.

4)Hausratten werden stubenrein
Dass Ratten nicht besonders saubere Tiere sein sollen, ist nur ein Vorurteil, welches sich hartnäckig in unserer Gesellschaft hält. Ob du es glaubst oder nicht, tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Die Tiere können selbst stubenrein werden. Sie nutzen schon von Natur aus meist eine bestimmte Ecke in ihrem Käfig, in der sie ihr Geschäft erledigen.

5)Ratten sind das ideale Haustier für Berufstätige
Da Ratten vorwiegend Dämmerungsaktive Tiere sind, werden sie meist erst munter, wenn ihr Besitzer von der Arbeit kommt. Die Ratten passen sich jedoch dem Rhythmus ihres Besitzers an. Putzt du also zur Mittagszeit eifrig deine Wohnung, sind auch deine Ratten aktiv.

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