Maine Coon

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Größe:
40 cm
Gewicht:
4,5 – 9 kg
Herkunft:
USA (Bundesstaat Maine)
Farbe:
Weiß, Schwarz, Rot, Creme
Lebensdauer:
12,5
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Aktivität
Haaren
Miauen
Gesundheit
Kinderfreundlich
Hundefreundlich

Rassebeschreibung

Durch ihr langes Fell, dem buschigen Schwanz und ihrer Größe hinterlässt die Maine Coon einen bleibenden Eindruck. Aber auch ein sanfter, ausgeglichener Charakter und das leise Schnurren unterscheidet sie von anderen Katzenrassen.

Herkunft und Rassegeschichte

Die Maine Coon ist eine Hauskatzenrasse aus den USA. Da sie – um genauer zu sein – aus dem Nordosten der USA stammt, dem Bundesstaat Maine, liegt es eigentlich nahe zu denken, dass sich der Name auf ihre Herkunft zurückführen lässt. Das ist aber nur bedingt der Fall. Das „Coon“ stammt wahrscheinlich von „racoon“, die englische Bezeichnung für Waschbär. Denn sowohl die Felllänge, als auch die kräftige Statur lässt wohl an einen Waschbären erinnern, die in Nordamerika heimisch sind.

Zudem gibt es einige kuriose Gerüchte zu der Herkunft der flauschigen Katze: Einige Legenden behaupten, dass die Maine Coon eine Hybridform sei aus Katze und Waschbär. Andere sind der Meinung, die Katze würde aus der Zucht von der französischen Königin Marie Antoinette stammen.

Da ihre Abstammung aber noch nicht vollständig geklärt ist, geht man bisher davon aus, dass die Maine Coon von Auswanderern aus Europa oder Kleinasien mitgebracht wurde, da diese mit ihren Schiffen oftmals im Nordosten der USA landeten. Ihre Vorfahren haben sich den klimatischen Bedingungen angepasst, weswegen sie als eine sehr robuste Katze gilt. Durch ihr halblanges, dichtes und vor allem wasserabweisendes Fell, ist sie bestens vor ungemütlichen Witterungen geschützt.

Eine systematische Züchtung ist seit den 1960er Jahren wieder bekannt. 1983 wurde die Maine Coon außerdem von der FIFe als eigenständige Rasse anerkannt.

Aussehen der Maine Coon

Maine Coon Katzen haben fast nahezu jede Fell- und Augenfarbe. Laut dem festgelegten Rassenstandard, sollte die Farbe der Augen klar sein und optisch zum Fell passen. Demnach sind die Farben Schwarz, Weiß, Rot, Blau oder Creme anerkannt, nur Gold nicht.

Die Maine Coon unterscheidet sich grundsätzlich durch zwei Merkmale von anderen Katzen. Dies ist zum einen das buschige Fell, sowie zum anderen die markante Körpergröße. Das Fell der Maine Coons ist nicht nur lang und sehr üppig. Es ist zudem sehr dicht und lässt kaum Wasser an die Haut der Katzen durchsickern. Durch die wärmende Unterwolle und das wasserabweisende Oberfell sind die Tiere bestens für den Winter geschützt.

Im Prinzip gibt es keine Farbe, die bei der Maine Coon nicht vorkommt. Diese Katzenrasse weist nämlich eine enorme Varietät an Farben und Farbschattierungen auf. Allerdings ändert sich die Farbe der Katze im Laufe des Alters. Demnach kann ein kleines Kätzchen andere Farben besitzen, als eine ausgewachsene Katze.

Charakter und Wesen

Die Optik der Maine Coon trägt stark dazu bei, dass den Katzen ein wilder Charakter unterstellt wird. Das ist aber falsch! Die Maine Coon ist für ihre starke Bindung zu Menschen bekannt, und nicht für ihr unbändiges Verhalten. Sie sind sehr gesellige, freundliche und umgängliche Tiere. Durch das gegensätzliche Zusammenspiel von Optik und Verhalten werden sie auch liebevoll die „Gentle Giants“, also die sanften Riesen unter den Hauskatzen genannt. Die Maine Coon zeichnet sich außerdem durch ein intelligentes und verspieltes Verhalten aus. Aggressives Verhalten ist ihr praktisch fremd.

Haltung und Ernährung

Freigang oder nicht? Die Maine Coon eignet sich ideal als Hauskatze für die Wohnung. Allerdings liebt sie es natürlich auch auf Entdeckungsreise zu gehen, deswegen solltest Du auf genügend Bewegung achten. Zudem sollte Dein Liebling über einen Kratzbaum und genug Katzenspielzeug verfügen, um beschäftigt zu werden.

Achtung! Achte hierbei unbedingt auf die Qualität. Zu scharfe Kanten oder leicht ablösbares Material kann zu Verletzungen führen oder verschluckt werden.

Ist die Maine Coon alleine zufrieden oder braucht sie einen Artgenossen? Fakt ist, dass die Maine Coon ein sehr geselliges Tier ist. Falls Du also arbeitsbedingt nicht oft Zuhause bist, könntest Du darüber nachdenken, ob ein Spielgefährte für Deine Katze nicht vielleicht das Richtige wäre. Denn zwei Katzen können sich gegenseitig beschäftigen und so die Zeit ohne Dich überbrücken. Aber: Zu zweit heißt auch, dass die beiden höchstwahrscheinlich auf die Idee kommen, Unfug anzustellen.

Möchtest Du Deine Katze lieber in Einzelhaltung halten, so sollte sie nicht zu lange alleine gelassen werden. Falls Du mal nicht Zuhause sein solltest, ist das an sich kein Problem. Wichtig ist nur, dass sie genug Beschäftigung hat, und ausreichend Futter und Wasser.

Für zwischenzeitliche Streicheleinheiten solltest Du Dir aber immer mal Zeit nehmen, denn wie gesagt ist die Maine Coon sehr anhänglich und kuschelbedürftig.

Maine Coon Katzen zählen zu den größeren Katzenrassen, die bis zu 9 Kilogramm auf die Wagen bringen können. Im Einzelfall sogar mehr. Daher solltest Du unbedingt auf eine passende Energiemenge im Futter achten. Ansonsten können sie zu früh ihr Endgewicht erreichen und somit kann ein instabiler Knochenbau auftreten. Die Katze hat bereits von Natur aus einen kräftigen Körperbau mit einer festen Muskulatur. Daher benötigt sie genügend Bewegung und Beschäftigung. Denn durch die falsche Ernährung und zu wenig Bewegung kann sie bereits mit jungen Jahren zu Übergewicht neigen.

Grundsätzlich benötigen Main Coons auch das Futter, was alle anderen Katzen zu sich nehmen. Zu beachten ist nur, dass Du auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung Deiner Katze achten solltest. Denn auch die Ernährung trägt einen Teil dazu bei, wie hoch die Lebenserwartung ist.

Hochwertiges Futter kannst Du ab einem Fleischgehalt von etwa 60 Prozent erkennen, sowie genügend beinhaltetes Gemüse. Auf Zucker, Farbstoffe oder Zusatzstoffe solltest Du beim Futterkauf verzichten. Aber auch hierbei gilt: Teuer ist nicht immer gleich gut. Zu günstig sollte es aber auch nicht sein. Denn hier ist der Fleischanteil einfach zu gering, beziehungsweise kann er sogar in Form von Schlachtabfällen vorkommen.

Erziehung und Pflege

Vielleicht kennst Du die Behauptung: Katzen lassen sich nicht erziehen! Doch, man muss nur wissen wie. Die Erziehung der Maine Coon gestaltet sich nicht besonders kompliziert. Da sie sehr intelligent ist und dazu stark am Menschen orientiert ist, bereitet es ihr kein Problem sich an ihre Bezugsperson zu halten. Allerdings unterscheidet sich die Erziehung in der Hinsicht, ob Du Dir ein kleines Kätzchen zulegst, oder eine erwachsene Katze. Eventuell musst Du im zweiten Fall etwas mehr Geduld aufbringen.

Aufgrund ihrer wilden Mähne könnte man denken, dass Maine Coons enorm viel Pflege benötigen. Dem ist aber nicht so. Mit einer regelmäßigen Fellpflege machst Du alles richtig. Wird die Katze in der Wohnung gehalten, reicht es aus sie ein bis zweimal die Woche zu bürsten. Ist sie allerdings öfters in der Natur, benötigt das Fell etwas mehr Pflege.

Gesundheit und typische Krankheiten

Ursprünglich verfügt die Maine Coon über eine robuste Gesundheit. Allerdings ist sie durch die Zucht anfälliger für (Erb-)Krankheiten geworden. Mit einer gesunden Ernährung und guten Haltung kannst Du dem aber in vielen Hinsichten entgegenwirken.

Bei Maine Coons können unterschiedliche, erblich bedingte Krankheiten auftreten. Manche leiden unter Herzmuskelerkrankungen, die zu Atemnot führen können. Häufige Krankheiten sind zudem Fehlstellungen vom Hüftgelenk, Ellenbogen oder Kniescheiben. Durch genetische Veranlagung kann es zu unterschiedlichen Nierenerkrankungen kommen.

Sobald Du eine Auffälligkeit bemerkst, solltest Du einen Tierarzt kontaktieren.

Lebenserwartung der Maine Coon

Natürlich möchten wir alle, dass unser kleiner Liebling so lange wie möglich bei uns bleibt. Die Lebenserwartung hängt bei allen Tieren von bestimmten Faktoren ab. Zum einen ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig. Aber auch das Umfeld spielt hierbei eine große Rolle. Erbliche Krankheiten oder mangelnde Bewegung kann ebenfalls zu einer verkürzten Lebenserwartung führen.

Zwar können Krankheiten unerwartet auftreten, aber Du kannst einiges tun um dem eventuell entgegenzuwirken. Wie bereits erwähnt benötigt Deine Katze eine gesunde, ausgewogene Ernährung die ihr viel Energie liefert. Jedoch solltest Du auch auf genügend Bewegung achten, da sie sonst sehr schnell zu Übergewicht neigen kann. Das würde zudem die Lebenserwartung verkürzen.

Unter guten Bedingungen kann eine Maine Coon bis zu 15 Jahre alt werden.

Katzenrasse Maine Coon kaufen

Wenn Du Dir eine Maine Coon zulegen möchtest, kannst Du Dich entweder beim Züchter oder im Tierheim umschauen. Beim Züchter solltest Du vor allem darauf achten, dass Du im Stammbaum keine oder kaum Erbkrankheiten vorfindest. Elterntiere und Welpen sollten in guten Verhältnissen aufwachsen, besonders mit enger Bindung zu Menschen.

Eine weitere Option wäre das Tierheim. Es kann die unterschiedlichsten Gründe haben, wieso ein Tier hier gelandet ist. Du kannst den Tieren eine Chance auf ein schönes, gemütliches Zuhause bieten.

Was die Kosten betrifft, solltest Du mit etwa 350-700 Euro rechnen. Die Kosten für Zuchtkatzen liegen bei etwa 1000 Euro aufwärts.

Entscheidungshilfe

Die Maine Coon ist vor allem für die Menschen geeignet, sie sich gerne und intensiv mit ihrem Haustier beschäftigen wollen. Die gesellige, anhängliche Art der Katzen eignet sich demnach super für eine Familie. Sie hat kein Problem mit weiteren Haustieren, und ist zudem kinderfreundlich.

Auch die Erziehung der Katzen stellt sich problemlos dar. Mit etwas Geduld kannst Du ihr sogar ein paar Tricks beibringen. Wichtig ist nur, dass Du mit der Erziehung von klein auf beginnst und dabei möglichst konsequent bist.

Quellen:

https://www.zooroyal.de/magazin/katzen/katzenrassen/maine-coon/

https://www.royal-canin.de/stories/maine-coon/

https://www.fressnapf.de/ratgeber/katze/rasseportraits/maine-coon

https://mainecoon-abc.de/haltung-und-pflege/maine-coon-alleine-halten/

Maren Kappel

Expertin für Hunde & Katzen

Maren trifft man immer nur im Vierer-Pack an: Mit ihrem süßen Mini-Leoparden "Sahara" und ihren zwei verspielten Hunden "Mars" und "Jupiter" joggt Maren gerne durch die Stadtwälder Freiburgs. Hier kann die leidenschaftliche Tiernärrin prima den Kopf freibekommen und Ideen für neue Blog-Artikel sammeln.

Seit zehn Jahren schreibt Maren schon über das Leben mit Hunden und Katzen. Auf die Idee, zu bloggen, kam sie durch ihren Freundeskreis. Dort ist sie nämlich als Tierexpertin oder auch "Miezen-Maren" bekannt.

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Kommentare

  1. D-R

    sehr informativer Artikel

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