Burma

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Steckbrief

Größe:
40 cm
Gewicht:
4-6 kg
Herkunft:
Myanmar
Lebensdauer:
17 Jahre
Farbe:
chocolate, lilac, rot, creme
Geeignet als:
FCI Gruppen:
Aktivität
Haaren
Miauen
Anfälligkeit für Krankheiten
Verspieltheit
Zutraulichkeit
Intelligenz
Kinderfreundlich
    wenig:

    viel:

Herkunft und Rassengeschichte

Ursprünglich stammt die Burma Katze aus Myanmar, wo sie schon im 15. Jahrhundert in buddhistischen Tempeln gelebt haben soll. Sie soll von Mönchen als eine von 16 Tempelkatzenrassen gehalten worden sein. Heute noch ist sie in Asien unter ihrem thailändischen Namen „Maeo Thong Daeng“ bekannt. 1933 hat die Burma Katze ihren Weg in die USA gefunden und wurde erst dort kreiert und gezüchtet.

Es ist einigen wenigen Katzenzüchtern zu verdanken, dass weiterhin an den individuellen Merkmalen der Burma und einer klaren Abgrenzung von der Siam Zucht gearbeitet wurde. Erst 1955 kamen deren Abkömmlinge auch nach England und 1960 erhielt diese Kreuzung als Burma Katze die erste Anerkennung durch die Fédération Internationale Féline.

Den Namen Burma Katze hat sie übrigens von ihrem Herkunftsland Myanmar, welches früher Birma hieß, im englischen Burma. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Burma in Europa bekannt. Sie ist neben der Siamkatze die bekannteste orientalische Katzenrasse. Zuchtformen und Standards der Burma Katze weichen allerdings in den verschiedenen Staaten rund um den Globus auch noch erheblich voneinander ab. In Deutschland wird sie bereits seit 1969 gezüchtet, ist aber bis heute eine sehr seltene Rassenkatze geblieben. Heute wird sie hauptsächlich in Australien, Neuseeland und den USA gezüchtet.

Rassenbeschreibung

Die Burma Katze, auch als Burmese bekannt, begeistert Katzenliebhaber vor allem durch ihr anhängliches und lebensfrohes Wesen. Die Katze aus Südostasien liebt dabei das Abenteuer und erkundet gerne ihre gesamte Umgebung.

Die am weitesten verbreitete Fellfärbung ist Walnussbraun.

Aussehen der Burma

Die Burma ist eine mittelgroße Katze, die muskulös und kräftig ist. Die Beine sind lang und zart mit zierlichen, ovalen Pfoten. Am keilförmigen Kopf mit breiter Stirn sitzen breite, mittelgroße Ohren und eine gerade Nase. Die großen Augen sind goldgelb bis bernsteinfarben und haben ein oberes, orientalisch gekrümmtes Augenlid.

Die Burma Katze gehört zu den Kurzhaarkatzen. Das dichte und seidige Fell der Burmesen hat eine sehr dünne Unterwolle, wodurch es eng am Körper anliegt. Offiziell sind zehn verschiedene Fellfärbungen anerkannt, wobei keine Musterungen erlaubt sind.

Als Gemeinsamkeit haben sie alle die sogenannte Point-Färbung, wobei das Gesicht, die Ohren, die Beine und der Schwanz dunkler sind als der restliche Körper. Die am weitesten verbreitete Fellfärbung ist Walnussbraun.

Charakter und Wesen

Die Katze ist eine sehr menschenbezogene, verschmuste und verspielte Katze. Sie liebt die Gesellschaft von Menschen und Artgenossen und würde alleine gehalten, seelisch verkümmern. Eine Burma fordert Aufmerksamkeiten und Streicheleinheiten regelrecht ein und verfolgt ihren Menschen gerne auf Schritt und Tritt. Als Burmabesitzer solltest du am besten nichts gegen Katzen im Bett haben. Das Tollste für diese Katze ist es nämlich, mit ihren Menschen und ihren Artgenossen zusammen im Bett zu kuscheln.

Diese Katze ist immer zu einem Spielchen aufgelegt, nutzt Kratzbaumlandschaften in vollen Zügen aus und jagt gerne alles was sich bewegt. Zudem ist sie intelligent. Burmesen unterhalten sich auch gerne mit ihren Menschen und miauen ihnen etwas vor.

Zudem ist die Burma Katze für ihr neugieriges Wesen bekannt. Sie entdeckt ihre Umgebung gerne und erkundet neue Gebiete mit Freude. Abwechslung ist für die Burma Katze daher ausgesprochen wichtig, weshalb sie ein Zuhause mit Freigang bevorzugt. Die bewegungsfreudige Burma möchte körperlich und geistig ausgelastet werden. Ihr abenteuerlicher Charakter verbunden mit ihrem Bewegungsdrang macht eine artgerechte Haltung in einer Wohnung schwer.

Haltung

Die Burma Katze ist ein bewegungsfreudiges Tier, das viel Platz benötigt. In einer engen Wohnung fühlt sie sich nicht wohl. Damit es ihr rundum gut geht, sollte mindestens ein gesicherter Balkon, noch besser aber ein umzäunter Garten vorhanden sein.

Bei guten Bedingungen bietet sich bei den Burmesen auch der Freigang als Möglichkeit. Das einzige Problem hierbei besteht darin, dass die freundlichen Katzen keinerlei Angst vor Nachbarn oder anderen fremden Menschen haben. Sie können daher leicht Katzendieben zum Opfer fallen.

Ernährung

Zum Wohlbefinden der Katze trägt eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung bei. Die Burma profitiert von hochwertigem Katzenfutter mit einem hohen Fleischanteil. Schließlich können sie Kohlenhydrate nur begrenzt verwerten, pflanzliche Nebenerzeugnisse belasten so die ableitenden Organe und können zu Diabetes und anderen Erkrankungen führen.

Erziehung

Die Rasse lässt sich gut erziehen. Stammt sie von einem seriösen Züchter, der Elterntiere und Kitten gut betreut und sozialisiert hat, so wird sie sich von selber in die Regeln und Gewohnheiten ihrer Familie einfügen. Mit etwas Anleitung werden Burmesen bereits als Kitten schnell und problemlos stubenrein.

Pflege

Das Fell der Burmesen ist sehr pflegeleicht und braucht keine spezielle Behandlung. Es reicht, wenn du das seidige Fell hin und wieder bürstest, um Schmutz zu entfernen. So sorgst du nicht nur für ein gut gepflegtes und seidiges Erscheinungsbild, sondern tust deiner Katze auch mit zusätzlichen Streicheleinheiten einen Gefallen.

Gesundheit und typische Krankheiten

Teilweise kann es bei zu starker Inzucht zu Immunschwächen, Krankheiten und verkürzter Lebenserwartung kommen. Bei dieser Rasse gibt es eine Reihe von verbreiteten Erbkrankheiten, die bei einigen Katzen auftreten können.

Burmesen sind vom so genannten „Kongenitale Vestibularsyndrom“ betroffen. Diese vererbbare Krankheit des Innenohrs führt zu einer Fehlbildung des dort lokalisierten Gleichgewichtsorgans. Die Folge sind Gleichgewichtsstörungen und Taubheit.

Auch Diabetes mellitus tritt gehäuft bei Burma Katzen auf. Diabetes bei der Katze ist zwar nicht heilbar, dank guter Behandlungsmöglichkeiten aber kein Todesurteil mehr.

Lebenserwartung der Burma

Eine Burmakatze, sorgfältig und gesund gezüchtet, kann mehr als 12 Jahre alt werden. Inzucht verkürzt die Lebenserwartung jedoch drastisch. Mit einem durchschnittlichen Alter von 17 Jahren gehört die Burma Katze zu der Rassenkatze mit der höchsten Lebenserwartung.

Burma kaufen

Bevor du dir eine Burma Katze kaufst, solltest du dir sicher sein, dass du die nötige Zeit aufbringen kannst. Die Burmesen gelten als eine der Rassen mit der höchsten Lebenserwartung. Du kannst die Katze nicht oft alleine lassen und musst dich tagtäglich um sie kümmern.

Willst du dir eine Burmakatze zulegen, solltest du beim Züchter darauf achten, dass Elterntiere und Kitten in guten Verhältnissen insbesondere mit einer engen sozialen Anbindung an die menschliche Familie aufwachsen.

Du solltest dir den Stammbaum anschauen. Hier sollte keine Ahne zweimal vorkommen, um allzu starke Inzucht auszuschließen. Seriös gezüchtete Burma Kitten sollten um die 800 Euro kosten.

Entscheidungshilfe

Diese Katzenrasse ist in der Regel ausgesprochen kinderlieb und nicht so geräuschempfindlich wie die verwandte Siamkatze. Deshalb eignet sich die Burma Katze auch für ein Zuhause mit Kindern. Vorausgesetzt, die Katze findet einen Ort zum Rückzug, wenn es ihr doch mal zu viel wird.

Die Burma Katze fühlt sich in der Regel gemeinsam mit einer zweiten Katze am wohlsten, da sie sehr sozial ist, braucht sie den Umgang. Gerade berufstätige Menschen sollten die lebensfrohe Katze nicht allein halten.

Quellen

https://www.tierfreund.de/burma/

https://www.haustiermagazin.com/katzenrassen/burma-katze/

https://www.zooplus.de/magazin/katze/katzenrassen/burma

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