Hautkrankheiten bei Katzen werden durch verschiedenste Ursachen ausgelöst. Dazu gehören zum Beispiel Pilze, Ekzeme, Hormonstörungen, Milben und Allergien. Nicht vergessen sollte man hier aber auch, dass eine Hautkrankheit ebenso gut ein Symptom sein kann, dass auf eine andere Erkrankung oder auf ein psychisches Problem hinweist.

Hautpilz bei Katzen

Hautpilz kann sich mit sehr unterschiedlichen Symptomen äußern. So tritt bei einer Infektion mit sogenannten Dermatophyten ein stumpfes Fell ebenso auf, wie etwa Juckreiz und oder Haarausfall bei Katzen. Hiervon ist vor allem der Schwanz, Kopf, Beine und Rücken des Tieres betroffen. Ebenso können beispielsweise eine trockene aber dennoch fettige Haut, Entzündungen des Unterhaut-Fettgewebes, sowie der Haarfollikel und der Krallen auftreten. Seltener sind dagegen kahle, runde Stellen mit einer schuppigen, weißen Oberfläche und einem entzündeten Rand. Katzen, die von Hautpilz betroffen sind, leiden häufig unter starkem Juckreiz.

Hautpilz bei Katzen wird in der Regel mit einem Anti-Pilz-Mittel, also einem Antimykotika, behandelt. Je nachdem, um welchen Erreger es sich handelt, wird der Tierarzt Medikamente mit unterschiedlichen Wirkstoffen, wie etwa Itraconacol, verschreiben. Die Mittel werden in Form von Tabletten angeboten. Zusätzlich müssen oftmals Waschlösungen, Salben oder auch Cremes eingesetzt werden. Etwa innerhalb einer Woche oder auch nach einigen Monaten ist die Erkrankung abgeheilt, sofern die Behandlungs- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Da Hautpilz ansteckend und auf demnach auch auf Menschen übertragbar ist, sollten bei der Behandlung und Reinigung der Spielzeuge, Liegekissen und ähnlichem Handschuhe getragen werden. Es ist aber auch möglich, die Katze gegen Hautpilz impfen zu lassen.

Ekzeme: unterschiedliche Ursachen 

Unter einem Ekzem wird im Allgemeinen eine trockene oder auch nässende Hautentzündung verstanden, die mit Schuppen, Krusten, Juckreiz und verklebten Haaren einhergeht. Ebenso können Knötchen und Hautverfärbungen in Erscheinung treten. Ein Ekzem kann entweder auf eine Stelle beschränkt sein oder sich sogar über den kompletten Katzen-Körper verteilen. Die Ursachen für Ekzeme sind sehr unterschiedlich. Als Auslöser kommen hier zum Beispiel Bakterien, Pilze, Stoffwechselstörungen, Parasiten und Allergien infrage.

Im Rahmen der Behandlung wird der Tierarzt zunächst versuchen, die Ursache des Ekzems herauszufinden. Im Anschluss werden der Katze in der Regel Medikamente gegen den Juckreiz, Antibiotika, sowie medizinische Shampoos verschrieben.

Plötzlicher Haarausfall bei Katzen 

Neben dem typischen Haarverlust aufgrund des Fellwechsels, kann plötzlich auch ein vermehrter Haarverlust durch eine Erkrankung aufkommen. Von Haarausfall wird dann gesprochen, wenn eine Katze mehr Haare verliert, als sie nachbildet. Hier können sich komplett kahle Stellen bilden oder das Fell des Tieres dünnt stark aus. Die Ursachen für Haarausfall bei Katzen sind sehr vielfältig, sodass auch die Behandlungsmaßnahmen dementsprechend variieren.

Hormonstörungen als Auslöser von Hautkrankheiten

Haut- sowie Haarveränderungen können aber auch aufgrund von Hormonstörungen entstehen. Sogenannte „hormonbedingte Hautveränderungen“ entstehen aufgrund von einer Über- oder auch Unterfunktion der hormonbildenden Organe. Dazu gehören zum Beispiel Hoden, Schild- und Bauchspeicheldrüse sowie die Eierstöcke.

Zu den Hormonstörungen, die am häufigsten vorkommen, gehört eine Überfunktion der Schilddrüse und ein erhöhter Kortisonspiegel. Selten tritt dagegen eine Schilddrüsenunterfunktion auf. Je nachdem, welche hormonelle Ursache hinter dem Haarausfall der Katze steckt, fällt die Behandlung unterschiedlich aus. So werden vom Tierarzt beispielsweise verschiedene Hormone oder auch Medikamente verschrieben. Eine Schilddrüsenüberfunktion ist, im Gegensatz zu einer Unterfunktion, gut behandelbar.

Parasitenbefall: Milben und Flöhe

Ein verstärkter Haarausfall bei einer Katze kann aber auch aufgrund eines Parasitenbefalls, wie etwa durch Milben und Flöhe, entstehen. Typisch für einen Milbenbefall ist ebenfalls eine gerötete Haut sowie Juckreiz. Milben setzen sich üblicherweise in den Körperöffnungen ab, die leicht zu erreichen sind, wie etwa in den Ohren. Um sich zu ernähren, saugen die Milben das Blut der Katze. Dabei sondern sie über ihren Speichel einen speziellen Stoff aus, der neben dem Juckreiz die verschiedensten allergischen Reaktionen hervorrufen kann. Bei einem Milbenfall verschreibt der Tierarzt in der Regel geeignete Medikamente, Sprays sowie Shampoos.

Flöhe siedeln sich dagegen gerne im Fell einer Katze an. Die erwachsenen Tiere saugen ebenfalls das Blut der Katze, während die Larven sich von den abgestorbenen Hautschuppen, sowie dem halbverdauten Blut der erwachsenen Flöhe, ernähren. Zu einem Flohbefall kommt es durch Kontakt mit infizierten Tieren oder Gegenständen. Die Symptome eines Flohbefalls können deutlich voneinander variieren. So treten hier beispielsweise Kratzwunden und Bissstellen auf, die Entzündungen hervorrufen. Problematisch ist jedoch oftmals der Kot sowie der Speichel der Flöhe: hier kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Dazu gehören beispielsweise Schwellungen, Juckreiz und Hautveränderungen. Zudem kann ein starker Flohbefall bei noch jungen Katzen sogar zu einer Blutarmut sowie zur Abmagerung führen.

Haarausfall bei Katzen aufgrund von Allergien

Ebenso ist es möglich, dass der Haarausfall einer Katze durch eine Allergie bedingt ist. Das Problem hierbei ist, dass Allergien oftmals plötzlich auftauchen und dementsprechend zunächst einmal die Ursache hierfür erforscht werden muss. Zu den weiteren allergischen Reaktionen, neben dem Haarausfall, können hier unter anderem Juckreiz, Atemnot und Durchfall sowie Erbrechen auftreten. Zusätzlich zu der Symptom-Behandlung wird der Tierarzt, je nach Allergie, weitere Maßnahmen empfehlen, damit das Tier mit seiner Allergie leben kann und so wenig wie möglich darunter leidet.

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