So erkennst Du hochwertiges Nassfutter für Katzen

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Damit Deine Katze ein langes und vor allem gesundes Leben führen kann, ist die Wahl eines hochwertigen Nassfutters besonders wichtig. Aber worauf solltest Du genau beim Kauf achten, um eine gesunde und artgerechte Ernährung Deines Vierbeiners zu gewährleisten? Wir zeigen dir die 7 wichtigsten Merkmale, an denen Du gutes Nassfutter erkennst.

In Supermärkten und Online gibt es eine riesige Auswahl an Nassfutter für Katzen und jedes davon verspricht eine optimale Versorgung Deines Stubentigers. Auf den ersten Blick scheint die Entscheidung darum leicht, es gibt jedoch einige wichtige Aspekte zu beachten. Wer wirklich hochwertiges Futter für seine Katzen kaufen möchte, sollte sich die Zusammensetzung auf der Dose genauer ansehen. Dabei zeigt sich schnell, dass nicht jedes Nassfutter hält, was es verspricht. 

Woran Du gutes Nassfutter für Deine Katze im Laden erkennst, erfährst Du hier:

1. Hoher Anteil an Fleisch

Die wichtigsten Zutaten sind Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse. Sie sollten den höchsten Anteil an der Ernährung der Katze ausmachen. Bei den Inhaltsstoffen auf der Dose werden sie ganz oben angeführt und sollten bei mindestens 70 bis 80 Prozent liegen. Ein Futter mit hohem Fleischanteil sättigt zudem sehr gut und stärkt Deinen Vierbeiner mit Proteinen.

2. Zucker- und getreidefreies Nassfutter

Viele Marken enthalten Zucker, da es dem Futter eine schöne karamellisierte Farbe verleiht und es dadurch länger haltbar ist. Für Katzen hat es allerdings nur Nachteile. Zucker macht die Samtpfoten dick und erhöht das Diabetes-Risiko. Darum solltest Du die Finger davon lassen, wenn Du Begriffe wie Sukrose, Saccharose, Dextrose, Fructose, Melasse, Malzkeime, Rübenschnitzel, Karamell, Zellulose oder Maltose auf der Verpackung entdeckst.

Viele Futtermarken enthalten außerdem Getreide. Für eine intakte Verdauung benötigen Katzen jedoch tierische Eiweiße. Getreide enthält Kohlenhydrate, die von der Katze nur in geringen Mengen benötigt werden. Die enthaltene Stärke ist nur schwer abbaubar und belastet die Organe der Tiere. Wenn die Katze ihre Nahrung nur schlecht verdauen kann, dann bedeutet das, dass ein Großteil der aufgenommenen Nahrung vom Tier nicht verdaut werden kann. Diese Nahrung wird dann als Kot abgesetzt. 

Darum sollte auch kein Getreide im Katzenfutter vorrätig sein oder nur ein sehr geringer Prozentanteil davon. Getreide im Futter ist für viele Katzen nicht gut verträglich und kann Durchfall bei Katzen und Erbrechen zur Folge haben. Im Gegensatz dazu bietet ein hochverdauliches Futter leicht verwertbare Zutaten und Rohstoffe, zu denen das Getreide nicht gehört.

3. Inhaltsstoffe sind genau deklariert

Hochwertiges Nassfutter für Katzen erkennt man in der Regel daran, dass die Inhaltsstoffe auf der Verpackung genau deklariert sind. Es wird angegeben welches Fleisch und welche Nebenerzeugnisse zu wie viel Prozent enthalten sind. Der Käufer wird nicht im Unklaren darüber gelassen, welche Zutaten genau im Futter enthalten sind. Transparenz ist hier also besonders wichtig.
Wer sich eine Packung Katzenfutter aus dem Supermarkt genauer anschaut, liest aber oft folgende Zutatenliste: „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 4% Huhn)“. Was genau im Katzenfutter enthalten ist, verrät diese Deklaration nicht.

4. Hochwertiges Katzenfutter ist immer Nassfutter

Der Organismus der Katze ist darauf ausgelegt den größten Teil der Flüssigkeitszufuhr Durch die Nahrungsaufnahme zu decken, da sie ursprünglich zu den Wüstentieren gehört. Nassfutter enthält einen hohen Anteil an Wasser, so kann die Katze leicht genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. 

Wenn Du nur Trockenfutter geben würdest, müsste Dein Liebling die dreifache Menge seiner täglichen Futterration trinken. Eine Katze wird aber niemals genug Wasser trinken können. Als Folge der langfristigen Dehydrierung können zum Beispiel Nierenschäden auftreten.

5. Gutes Nassfutter für Katzen enthält Nährstoffe

Katzen beziehen ihre Energien aus Proteinen und Fett. Zudem benötigen sie Mineralstoffe und Ballaststoffe. Hochwertiges Futter sollte ungefähr diese Analysewerte aufweisen:

  • Rohprotein zwischen 5 und 15 Prozent
  • Rohfett zwischen 5 und 8 Prozent
  • Rohasche (Mineralstoffe) zwischen 1,5 und 2 Prozent
  • Rohfaser (Ballaststoffe) unter 1 Prozent

Das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor ist auch ein wichtiges Merkmal. Dieses sollte bei 1,1 bis 1,2:1 liegen. Das Verhältnis von Kalium zu Natrium liegt idealerweise 2,1:1. Gutes Katzenfutter gibt die Verhältnisse im besten Fall auf der Packung an.

6. Erstklassiges Futter ist nicht billig

Für gutes Katzenfutter musst Du häufig etwas tiefer in die Tasche greifen. Jedoch liefert ein gutes Futter auch mehr Nährstoffe und sättigt Deinen Liebling besser. Du brauchst also weniger Futter, um Deine Samtpfote zufriedenzustellen. Außerdem werden die Hinterlassenschaften im Katzenklo weniger, da die Katze das Futter besser verwerten kann. 

Im Supermarkt ist kaum hochwertiges Katzenfutter zu finden. Der Zoofachhandel und Online-Zoohändler führen allerdings viele Sorten, die qualitativ hochwertig und im Preis erschwinglich sind. Ein hoher Preis ist aber nicht immer aussagekräftig, häufig zahlen Katzenhalter für den Namen der Marke. Daher hilft immer ein Blick auf die Deklaration. Außerdem hilft dir unser Katzenfuttertest, die richtige Entscheidung bei der Wahl des Futters zu treffen

7. Hochwertiges Fleisch ist das A und O

Billiges Katzenfutter besteht meist aus tierischen Nebenerzeugnissen, auf die auch nicht näher eingegangen wird. Es handelt sich um Abfälle aus der Fleischindustrie wie Kadaver, Krallen, Schnäbel oder Federn. Auch Urin, Füllstoffe, Tumore von kranken Tieren, Geschmacksverstärker, Farbstoffe und andere Zusätze müssen für das Futter herhalten.

Hochwertige Nebenerzeugnisse werden auf der Verpackung angegeben und bestehen aus Herz, Leber, Lunge oder Mägen.

Es ist gar nicht so einfach, das richtige Nassfutter für Deine Katze zu finden. Es gibt einiges bei der Auswahl des richtigen Futters zu beachten und zu guter Letzt muss es der Katze auch noch schmecken. Wer sich jedoch genauer mit den Inhaltsstoffen auseinandersetzt und nicht das erstbeste Futter aus dem Supermarkt kauft, wird seinem Vierbeiner ein langes und gesundes Leben ermöglichen können. 

FAQ zum Thema Nassfutter

Quellen: 

BirgitPanzer: Katzenfutter. Leitfaden für „Dosenöffner“. Basiswissen für Samtpfotenbesitzer über Katzenfutter und Co. Books On Demand, 2013.

Der Katzenmensch: Was ist gutes Katzenfutter? In 30 Minuten zum Experten für Katzenfutter! Ebook

Lena Landwerth: Wegweiser Katzenfutter: Artgerechte Nahrung für Stubentiger. Cadmos Verlag, 2012.

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