Auch wenn Sie gut für Ihre Katze sorgen, kann es leider immer wieder vorkommen, dass so ein geliebter Stubentiger erkrankt. Glücklicherweise kann man mit Impfungen vielen Krankheiten der Katze vorbeugen. Andere Krankheiten können bei frühzeitiger Behandlung geheilt oder zumindest gelindert werden. Lesen Sie hier alles über die häufigsten Erkrankungen bei Katzen, wie Sie sie erkennen und wie sie behandelt werden

Katzenschnupfen

Symptome: Laufende Nase, verklebte, tränende Augen, Fieber, Appetitlosigkeit, Fieber, blutige Geschwüre an Schleimhäuten.

Ansteckungsgefahr: Menschen können nicht angesteckt werden, Katzen stecken sich untereinander durch Tröpfcheninfektion an.

Behandlung: Am Besten ist die Vorbeugung durch eine Impfung. Diese gehört zu den Grundimpfungen, die jeder Katzenwelpe bekommen sollte. Katzen, die sich infiziert haben, können mit Antibiotika behandelt und somit geheilt werden.

 

Katzenseuche

Symptome: Fieber, Erbrechen, Schlappheit

Ansteckungsgefahr: Für Menschen ungefährlich, Katzen infizieren sich meist an gemeinsamen Futterstellen

Behandlung: Am Besten Vorbeugung durch Impfung. Bei früher Erkennung besteht eine gute Heilungschance. Die Katze bekommt Interferonen, Serum-Antikörper und Infusionen, um den Wasserhaushalt aufrecht zu erhalten.

 

©123RF / Illia Uriadnikov

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Toxoplasmose

Symptome: Verläuft oft symptomlos. Höchstens eine gewisse Schlappheit wird bemerkt. Anders sieht es aus bei Katzenwelpen oder Katzen mit geschwächtem Immunsystem. Sie erkranken oft schwer mit starkem Krankheitsgefühl und können auch an Toxoplasmose versterben.

Ansteckungsgefahr: Auch Menschen können sich mit Toxoplasmose anstecken, in dem sie mit dem Kot der infizierten Katze in Berührung  kommen. Wirklich gefährlich ist die Infektion jedoch nur für schwangere Frauen, da die Parasiten schädlich für das ungeborene Kind sein können. Schwangere sollten daher die Katzentoilette am Besten gar nicht oder nur mit Einmalhandschuhen säubern. Übertragen werden kann Toxoplasmose auch durch rohes Fleisch.

Behandlung: Abhängig vom Grad der Infektion kann Toxoplasmose mit Antibiotika behandelt werden. Haben sich die Parasiten bereits zu sehr vermehrt, kann nur medikamentös dafür gesorgt werden, dass die Parasiten den Darm nicht verlassen. In diesem Fall ist ein relativ normales Leben möglich.

 

FeLV (Katzen-Leukämie)

Symptome: Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit, Durchfall, Geschwüre und Tumore

Ansteckung: Für Menschen ungefährlich, für andere Katzen durch Tröpfcheninfektion hochansteckend

Behandlung: Die Krankheit ist leider nicht heilbar, es können nur die Symptome behandelt werden. In den meisten Fällen endet sie früher oder später leider tödlich.

 

FIP

Symptome: Appetitlosigkeit, aufgebläther Körper, Erbrechen, Schnupfen, später Entzündungen der Organe. Eindeutig nur durch Blutwerte und Bauchsekret feststellbar.

Ansteckung: Für den Menschen ungefährlich, für andere Katzen wahrscheinlich ansteckend durch Kot oder Speichel

Behandlung: Leider führt FIP früher oder später zum Tod. Es können derzeit nur die Symptome gelindert werden.

 

© 123RF / Eduardo Gonzalez Diaz

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FIV (Katzenaids)

Symptome: Fieber, Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen, Haarausfall

Ansteckung: Für Menschen nicht ansteckend. Bei Katzen verläuft die Ansteckung wie eine HIV-Infektion beim Menschen. Meist wird es durch Bisse, aber auch durch Geschlechtsverkehr übertragen. Katzenwelpen können es von der Mutter übertragen bekommen.

Behandlung: Leider gibt es noch keine Heilung bei FIV. Auch eine Impfung ist nicht möglich. Allerdings kann eine infizierte Katze lange das Virus in sich tragen, ohne dass die Krankheit ausbricht. Infizierte Katzen sollten möglichst stressfrei als Wohnungskatzen gehalten werden, da man annimmt, dass Stress die Krankheit zum Ausbruch bringt.

 

Niereninsuffizienz

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche

Ansteckung: Die Niereninsuffizienz ist nicht ansteckend

Behandlung: Leider ist die Krankheit nicht vollständig heilbar. Symptome können jedoch behandelt werden. Bei älteren Katzen zählt die Niereninsuffizienz zu den häufigsten Todesursachen.

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