Größe und Gewicht

Größe: 44 bis 51 cm
Gewicht: 18 bis 25 kg

Aussehen

Den Shar Pei gibt es mit 2 Haararten. Einmal das kurze, eher stachelige „horse coat“ (Pferdehaar) und dann noch das etwas weichere „brush coat“ (Bürstenfell). Beide Fellarten sollten hart sein und vom Körper abstehen. Der Trend geht derzeit eher zu etwas weicherem, längerem Fell.

Den Shar Pei gibt es mittlerweile in vielen Farben. Cremebeige, rötlich, braun, schwarz und blau. Immer häufiger sind auch gescheckte Exemplare zu sehen. Shar Pei haben eine blaue oder blaugepunktete Zunge.

Geschichte

China – das Reich der Mitte – ist die ursprüngliche Heimat des Shar Pei. Dort war er einst der „Allzweckhund“ der ärmeren Bevölkerungsschicht. Sie hielten ihn als Wachhund, als Hüte- und Jagdhund. Ein eher trauriges Kapitel ist, dass Shar Pei vereinzelt auch für Hundekämpfe mißbraucht wurden. Zu diesem Zweck wurden sie auch Anfang des 20. Jahrhunderts nach England eingeführt.

Seit wann genau es diese Rasse gibt, ist umstritten. Die einen vertreten die Meinung, dass Statuen von vor 2000 Jahren bereits Hunde zeigen, die dem Shar Pei ähnlich sind. Allerdings könnten sich aus diesen Hunden auch andere Rassen wie der Chow Chow oder der Shi Tzu entwickelt haben. Daher gibt es auch die Ansicht, dass der Shar Pei eine relativ junge Hunderasse ist, die wahrscheinlich aus dem Chow Chow (beide haben eine blaue Zunge), Molosser-Rassen und nordischen Hunderassen entstand.

Mitte des 20. Jahrhunders stand es schlecht um die faltigen Hunde. Die Rasse galt fast als ausgestorben. Doch dann wurden in China und den USA gezielt Zuchtprogramme ins Leben gerufen und der Bestand konnte sich wieder erholen. Heute ist der Shar Pei im Alltag immer noch eine relativ seltene Rasse, doch durch sein außergewöhnliches Aussehen ist er vielen Menschen trotzdem bekannt.

Charakter

Shar Pei sind eher ruhige, zurückhaltende Hunde. Sie hängen sehr an ihrer Familie und mögen es nicht, längere Zeit alleine gelassen zu werden.

Aufgrund ihrer Sanftmut und Geduld sind sie auch für Familien mit Kindern geeignet, fühlen sich aber auch mit einem einzelnen Menschen wohl. Toben und Spielen möchten sie aber immer gerne. Der Shar Pei ist nicht übermäßig aktiv, liebt aber ausgedehnte Spaziergänge und kann auch als Begleiter beim Joggen oder Radfahren dienen.

Gar nicht gerne hingegen mag der Shar Pei Wasser. Während sich fast alle anderen Hunde begeistert ins kühle Nass stürzen, bleiben die meisten Shar Pei lieber trocken. Dies entspricht auch ihrem sonstigen Reinlichkeitsbedürfnis, von Schmutz halten sie nicht viel.

Die Erziehung eines Shar Pei sollte auf partnerschaftlicher Ebene ablaufen. Denn diese Hunde sind intelligent und selbstbewusst. Unterwürfigkeit liegt ihnen nicht und ab und zu muss sein Mensch gegen einen ausgewachsenen Dickkopf ankämpfen.

Bei ausreichender Bewegung kann ein Shar Pei auch in einer Stadtwohnung gehalten werden.

Bei einem gesunden, erwachsenen Shar Pei genügt zur Fellpflege regelmäßiges Striegeln des Fells und normales Reinigen der Augen und Ohren. Zusätzliche Reinigung der Falten sollte bei einem gut gezüchteten Tier überflüssig sein. Schließlich sollen sich die Falten eines erwachsenen Tieres weitgehend verwachsen sein, lediglich die Haut sollte noch lose sein.

Gesundheit und Lebenserwartung

Wie schon oben erwähnt, sollten sie unbedingt darauf achten, einen Shar Pei-Welpen aus einer verantwortungsvollen Zucht zu bekommen. Die Elterntiere sollten keine übermäßige Faltenbildung haben, dies ist nämlich nicht schön oder niedlich, sondern einfach gesundheitsschädlich.

Rassetypische Krankheiten des Shar Pei sind Hautprobleme, Augenprobleme und vermehrte Neigung zu Ohrenentzündung.

Shar Pei können bis zu 13 Jahre alt werden.

Verwandte und ähnliche Rassen

Die Hunde aus der Molosser-Familie, zum Beispiel Bordeaux-Dogge oder Mastino Napoletano.

Außerdem ähnlich: Französische Bulldogge und Englische Bulldogge.

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